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Kann der Mensch dauerhaft glücklich sein?

  1. #101
    ARRMATEY

    Beiträge
    649
    Jacky89
    Es gibt eine Art Glücksgefühl, das man spüren kann. Aus diesem Gefühl ist auch das Adjektiv "glücklich" entstanden (anders als im Englischen, da bedeutet der Begriff lucky, dass jemand oft Glück hat, also dass sich die Dinge für ihn meist von selbst zum Guten wenden und er viel gewinnt).
    Im englischem gibts auch den Begriff joy. Lucky bedeutet, je nach Kontext, "Glück haben" oder "glücklich" (im Sinne eines Umstands). Das "Glück" bei dem es hier geht wird mit joy übersetzt. Das hat keine Abweichende Bedeutung von dem hier besprochenen "Glück". Entsprechende Adjektive dazu lauten happy, fortunate, contended.
    Luck und Lucky haben damit reichlich wenig zu tun

  2. #102
    Aero

    Beiträge
    242
    Jacky89
    @Aero
    Hey! Dein letzter Beitrag klingt schonmal besser als der vorige, da fällt es mir gleich leichter, dich ernst zu nehmen. Meine letzte Reaktion war ziemlich sarkastisch. Aber jetzt, wo du dir ein bisschen mehr Mühe gibst, werde ich mir auch mehr Mühe geben.^^

    Im Grunde stimmen wir ja in vielerlei Hinsicht überein:
    Es gibt Leute, die sind soweit mit ihrem Leben zufrieden. Und sie bezeichnen sich als glücklich. Bei solchen Leuten ist das wohl auch angemessen.
    Es gibt aber Leute, die behaupten nur, glücklich zu sein, aber sind es nicht, sondern sie machen jedem was vor. Und man kann nie prüfen, ob Leute die Wahrheit sagen, wenn sie behaupten, glücklich (oder gar dauerhaft glücklich) zu sein.

    Meine Erklärung darüber, was "glücklich sein" eigentlich bedeutet, wurde meiner Meinung nach in deinem obersten Beitrag nicht berücksichtigt, denn du meintest schlicht und einfach: Das legt jeder für sich selbst fest, was "glücklich sein" ist. Und da muss ich widersprechen, denn man kann sehr wohl allgemein gültig definieren, was "glücklich sein" eigentlich bedeutet. Und das habe ich ja auch schon getan. Damit ist bewiesen, dass eben nicht jeder selbst festlegt, was "glücklich sein" bedeutet.
    Was allerdings jeder für sich selbst finden muss, sind die Dinge, die Glücksgefühle bei ihm hervorrufen. Das ist vermutlich das, was du die ganze Zeit meinst, aber es kam bisher nicht so zum Ausdruck. Es wurde kein klarer Unterschied gemacht zwischen "glücklich sein" und "Gründe, glücklich zu werden".
    Da nicht jeder Mensch gleich ist und auch nicht jeder gleich sein soll, macht jeden Mensch etwas Anderes glücklich. So weit, so gut.

    Aber Rauschmittel sorgen nicht für ein echtes Glücksgefühl. Es ist nur künstlich hervorgerufen - durch Nervengifte. Und das finde ich fragwürdig, da man auch glücklich werden kann, ohne Nervengifte zu konsumieren. Und selbst, wenn man die Nervengifte weglässt, gibt es noch ein sehr breites Spektrum an verschiedenen (nicht schädlichen!) Möglichkeiten, die einen Mensch glücklich machen können.
    Deshalb halte ich es für eine dumme Entscheidung, sich selbst auf diese Weise künstlich glücklich zu machen. Wenn ihr das nicht verstehen könnt, muss ich wohl damit leben, aber ich wollte es einfach mal gesagt haben.
    Es ging mir darum, dass ein Mensch es spührt, wann er glücklich ist. Er kann nicht einfach sagen "Ah, es ist 5 Uhr 25. JETZT bin ich glücklich". Das wäre ja, wie du schon selbst angedeutet hast, völliger Quatsch. Ich habe dir ja in der Hinsicht nicht widersprochen. Natürlich kann man allgemein definieren, was es heißt, glücklich zu sein, aber gerade die Person selbst sollte spühren, wann sie glücklich ist, vielleicht auch wie sie glücklich wird und was sie eventuell dafür tun müsste und dies kann von Person zu Person anders sein und dementsprechend könnten diese Dinge, die man erreichen möchte, um ein Glücksgefühl zu erzeugen, entsprechend schwieriger zu erreichen sein. Hungernde Menschen in Afrika würden bestimmt durch ganz simplere Dinge ein Glücksgefühl verspühren, als wir es tun.

    Die Fragen, die ich oben erwähnt, haben sich zum Teil gegenseitig widersprochen. Das waren keine Aussagen! Das waren Fragen, die eventuell nochmal eine Diskussionsgrundlage aufstellen sollten. Wenn man sie sich durchliest, sollte man schon merken, dass es Beispielsweise schwachsinn ist, dass ein Außenstehender Mensch die Gefühle des anderen spührt, der Betroffene jedoch nicht. Genau das behaupten jedoch einige Menschen (vielleicht nicht hier im Thread, aber generell habe ich das schon einige male gehört/gelesen, obwohl es ziemlich paradox ist).

    Natürlich sorgen Rauschmittel für ein künstliches Glücksgefühl. Es gibt aber auch Menschen, die in glücklicheren Momenten Alkohol zu sich nehmen, sei es auf Partys, in einer Disco, im Urlaub, mit der Familie, oder was weiß ich wo. Man muss ja nicht unbedingt nur Alkohol trinken, um nicht vorhandene Glücksgefühle zu erzeugen, sondern man kann es auch verwenden, um die Glücksgefühle zu steigern.

    vieraeugigerZyklop
    Was hat das streben denn mit Glück zu tun. Vllt. besteht das glücklich sein darin für jemanden den Weg dorthin zu beschreiten?^^
    Man kann schon sagen, dass Glücksgefühle entstehen, wenn man ein lang ersehntes Ziel erreicht. Wenn man dieses Ziel nicht erreicht, ist man dementsprechend enttäuscht. Man könnte aber trotzdem zufrieden mit dem Leben sein. Wie du schon richtig gesagt hast gibt es ja auch Menschen, die das Beschreiten des Weges an sich glücklich macht.
    Genauso wie eine Person nicht der Weg, sondern das Ziel glücklich machen könnte (oder vielleicht sogar beides). ^^

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