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Thema: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

  1. #1

    Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Heute waren 900.000 Saarländer aufgefordert, ihr Landesparlament neu zu wählen. Die Chefin der bisherigen Jamaica-Koalition, Kramp-Karrenbauer, hatte Anfang des Jahres die Nase voll vom ständigen Koalitionsstreit und setzte auf Neuwahlen. Dies kam der SPD mit Spitzenkandidat Heiko Maas nur recht; hier versuchte man im dritten Anlauf Herrn Maas zum Regierungschef zu machen.

    Es kam alles dann ein wenig anders, als sich die Strategen ausgemalt hatten. Das vorläufige Endergebnis vom 25.03.2012 sagt folgendes:

    CDU 35,2%
    SPD 30,6%
    LINKE 16,1%
    FDP 1,2%
    GRÜNE 5,0%
    PIRATEN 7,4%

    Rein rechnerisch hätte die SPD mit der Linkspartei eine Mehrheit. Die SPD kann allerdings die Linkspartei (bzw. Oskar Lafontaine) sowenig ausstehen, wie Pest und Cholera zusammen. Daher stehen die Zeichen auf "Große Koalition" - also CDU und SPD unter Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und Vize Maas.

    Was haltet Ihr von diesem Ergebnis? Ist es ein rein saarländisches Phänomen, oder gibt dies Ausblick auf die Stimmung im Bund? Was erwartet Ihr von einer Großen Koalition, und wie beurteilt Ihr das Ergebnis der Piraten (mehr Stimmen als Grüne und FDP zusammen)? Ist die FDP zu Recht im Saarland aus dem Parlament geflogen?

    Ich freue mich auf Eure Meinung!

  2. #2

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Saarländer sind nunmal seltsam ... Trotz 12 Jahre Peter Müller mit Filz und Misswirtschaft, kommt die CDU immer noch gut weg ...

    Das gute Ergebnis der Piraten zeigt, dass man auch Nichtwähler wieder motivieren kann, während die FDP-Wähler nicht mehr zur Wahl gingen ...

    Was die große Koalition bringt ... keine Ahnung, sie könnten natürlich jedes Gesetz problemlos durchdrücken, wenn sie sich mal einig wären. Allerdings ist dies bei CDU und SPD nur an ein paar wenigen Berührungspunkten der Fall ...

  3. #3

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Das piratenergebnis zeigt meiner meinung nach eher, dass viele wähler zum trotz diese partei gewähnlt haben, obwohl sie kein wirkliches parteiprogramm oder wirkliche, handfeste ziele haben.
    Das ist ne spasspartei, und wenn die leute gemerkt haben ,dass diese partei eigentlich keine ahnung hat, was sie in der politik überhaupt soll, werden die wahlergebnisse auch rückläufig sein, da bin ich mir ziemlich sicher.

    und was die FDP angeht- vollkommen zurecht nicht mehr vertreten, wie schnell man sich doch eine eigentlich gute reputation zerstören kann..
    Geändert von t-playa (26.03.2012 um 08:33 Uhr)

  4. #4

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von Issomad Beitrag anzeigen
    Das gute Ergebnis der Piraten zeigt, dass man auch Nichtwähler wieder motivieren kann, während die FDP-Wähler nicht mehr zur Wahl gingen ...
    Ich denke das zumindest ein Teil der Ehemaligen nun die CDU gewählt haben.

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Das ist ne spasspartei, und wenn die leute gemerkt haben ,dass diese partei eigentlich keine ahnung hat, was sie in der politik überhaupt soll, werden die wahlergebnisse auch rückläufig sein, da bin ich mir ziemlich sicher.
    Das würde ich von der Linken pauschal so auch behaupten. Außer holen Phrasen ist da nicht viel ..... und trotzdem gibt es noch genug "Schlaue" die auf den Mist reinfallen

    Zitat Zitat von HardAndSoft
    Was erwartet Ihr von einer Großen Koalition, und wie beurteilt Ihr das Ergebnis der Piraten (mehr Stimmen als Grüne und FDP zusammen)? Ist die FDP zu Recht im Saarland aus dem Parlament geflogen?
    Ich will es mal allgemein ausdrücken. Ich habe jeglichen Glauben in die Politik verloren, wer da nun was macht ist mir herzlich egal und ich wähle auch nicht mehr. Sehe keinen Sinn mehr darin mein Kreuz bei NOT oder ELEND zu machen.

  5. #5

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Das piratenergebnis zeigt meiner meinung nach eher, dass viele wähler zum trotz diese partei gewähnlt haben, obwohl sie kein wirkliches parteiprogramm oder wirkliche, handfeste ziele haben.
    Das ist ne spasspartei,
    Sorry, aber Deine Aussage zeigt leider, dass Du überhaupt keine Ahnung von der Piratenpartei hast. Bitte informier Dich das nächste Mal, bevor Du zu diesem Thema Deine Meinung äußerst.

    "Die Partei" ist eine Spasspartei.

  6. #6

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Außer "lasst uns drogen legalisieren" und "internetzugang für alle" bringen die piraten aber auch nicht wirklich was auf die beine.
    außer natürlich du meinst mit parteiprogramm, sich den anderen parteien entweder anzuschließen oder den kopf zu schütteln- jep, dann haben die piraten ein wohldurchdachtes, gut ausgearbeitetes konzept.
    aber wenn du so überzeugt von dieser partei und ihrem konzept bist, dann teile doch dein wissen mit mir/uns. würde mich wirklich interessieren.

  7. #7

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von keldana Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Deine Aussage zeigt leider, dass Du überhaupt keine Ahnung von der Piratenpartei hast. Bitte informier Dich das nächste Mal, bevor Du zu diesem Thema Deine Meinung äußerst.

    "Die Partei" ist eine Spasspartei.
    Also ich hab mir ja gestern zufällig mal einen Teil des Wahlprogramms auf der Internetseite der Piratenpartei angeschaut, und was ich dort zu Sehen bekam, lässt alles andere als ein vollständiges Wahlprogramm dastehen. Allein im Energiesektor, Verkehrssektor und Umweltsektor stehen nur irgendwelche dahergesülzte Phrasen, die man genauso aus Wikipedia entnehmen hätte können, da. Es gibt überhaupt nichts konkretes. Zu behaupten, die Piratenpartei sei keine Protestpartei und keine Spaßpartei (zumindestens im Moment noch! Bis sie ihr Wahlprogramm fertig haben) ist wohl doch ein wenig sehr... nunja...
    Dass die FDP rausgeflogen ist, wundert mich eigentlich nicht sehr. Dass SPD und Linke eine Mehrheit hätten, wundert mich rechnerisch wenn ich die Prozente zusammenrechne ebenso. Die Sitzverteilung hierzu wäre noch nett zu wissen.
    Ansonsten muss man natürlich klar sagen, dass man das Ergebnis EINES Bundeslandes definitiv nicht auf den ganzen Bund übertragen kann. Stellt euch mal vor wir hätten die Wahlergebnisse von Bayern in den letzten 15 Jahren auf den Bund stellvertretend übertragen...
    Wie die Wahl nächstes Jahr auf Bundesebene aussieht, wird sich natürlich noch rausstellen. Aber ich habe da jetzt schon meine Vermutungen, und die machen mir, ehrlich gesagt, richtig Angst...

  8. #8

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?



    HEILIGE.....das Ergebnis ist allerdings eine Überraschung.

    Die FDP als 1,2%-Partei, die Piraten mit 7,4 (Mother of god....) Prozent vor den Grünen und Gelben....Ich glaub ich träume. O_O Wenn das bei der nächsten Bundestagswahl (bis auf den Anteil der Linken) wiederkommt dann ist Deutschland tiefrot.

  9. #9

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    rot-rot als regierung kann ich mir nicht vorstellen, die spd wird nicht mit den linken zusammengehen. das würde ihrem image mehr scahden als nutzen.

  10. #10

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Außer "lasst uns drogen legalisieren" und "internetzugang für alle" bringen die piraten aber auch nicht wirklich was auf die beine.
    außer natürlich du meinst mit parteiprogramm, sich den anderen parteien entweder anzuschließen oder den kopf zu schütteln- jep, dann haben die piraten ein wohldurchdachtes, gut ausgearbeitetes konzept.
    aber wenn du so überzeugt von dieser partei und ihrem konzept bist, dann teile doch dein wissen mit mir/uns. würde mich wirklich interessieren.
    1.) Cannabis ... nicht Drogen

    2.) Internet ist das Medium für soziale Teilhabe und "möglichst" unabhängige Information. Natürlich ist das wichtig.

    3.) Moment mal ... also die Piraten dürfen sich den anderen Parteien im Programm nicht anschließen, oder wie ?

    4.) keine Gentechnik, nachhaltige Energiepolitik (was also "keine Atomkraft" bedeutet), freier Zugang zu Wissen (ohne Studiengebühren oder Gebühren für die Schule), die Bürger sollen in alle wichtigen Entscheidungen wieder eingebunden werden (Basisdemokratie), Mindestlohn, bedingungsloses Grundeinkommen, Beschränkung der Zeitarbeit etc. ... eine Fülle von Dingen.

    Und wenn es mal etwas von den etablierten Parteien weg geht ...

    Das Ehegattensplitting ist abzuschaffen. Steuerliche Vergünstigungen für Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften sind an die Versorgung von Kindern und schwachen Menschen zu binden.
    Um die freie Selbstbestimmung eines Lebensentwurfes zu ermöglichen, sind ausreichende Betreuungsangebote für Kinder zu schaffen. Auf die prinzipielle Verfügbarkeit solcher Betreuungsangebote muss es einen Rechtsanspruch von Geburt an geben.
    Kinder haben zu dürfen, muss von geschlechtlicher Identität bzw. Orientierung unabhängig sein. Auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften müssen zusammen Kinder bekommen, adoptieren und aufziehen dürfen.
    Zumindest ist mir nicht bekannt, dass eine andere Partei sich so deutlich in dieser Richtung positioniert.

  11. #11

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Ok, aber phrasen wie das hier "Um die freie Selbstbestimmung eines Lebensentwurfes zu ermöglichen, sind ausreichende Betreuungsangebote für Kinder zu schaffen. Auf die prinzipielle Verfügbarkeit solcher Betreuungsangebote muss es einen Rechtsanspruch von Geburt an geben" kann jeder rausposauen, es mangelt an einem plan, dieses gerede auch umzusetzen.
    ich kann auch ne partei gründen und sagen, dass mehr auf regenerative energie gesetzt werden muss, oder dass mehr krippenplätze zu verfügung gestellt werden müssen. Das ist keine kunst solche ziele zu formulieren.
    die kunst wäre es, auch pläne für das erreichen dieser ziele, konkret die finanzierung, zu liefern. und da sehe ich die piraten als spasspartei, die nicht wirklich einen plan haben sondern eben solange politik spielen, wie die leute dumm genug sind, sie zu wählen.

    und ganz im ernst, als eine der ersten handlungen die legalisierung einer droge - ja, auch gras ist eine droge, danke der aufklärung - zu fordern, ist für mich beweis genug, diese partei nicht ernst nehmen zu können.

  12. #12

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Ok, aber phrasen wie das hier "Um die freie Selbstbestimmung eines Lebensentwurfes zu ermöglichen, sind ausreichende Betreuungsangebote für Kinder zu schaffen. Auf die prinzipielle Verfügbarkeit solcher Betreuungsangebote muss es einen Rechtsanspruch von Geburt an geben" kann jeder rausposauen, es mangelt an einem plan, dieses gerede auch umzusetzen.
    ich kann auch ne partei gründen und sagen, dass mehr auf regenerative energie gesetzt werden muss, oder dass mehr krippenplätze zu verfügung gestellt werden müssen. Das ist keine kunst solche ziele zu formulieren.
    die kunst wäre es, auch pläne für das erreichen dieser ziele, konkret die finanzierung, zu liefern. und da sehe ich die piraten als spasspartei, die nicht wirklich einen plan haben sondern eben solange politik spielen, wie die leute dumm genug sind, sie zu wählen.
    Bei der Piratenpartei im Saarland steht z.B. eine Finanztransaktionssteuer im Wahlprogramm. Also es wird nciht nur Geld "ausgegeben", sondern auch an anderer Seite etwas rein geholt.

    Und mal ernsthaft ... was sind denn "die Linke" oder die FDP für Dich ??? Die Linken wollen extrem viel Geld raus hauen und die FDP wollte auf Teufel komm raus Steuersenkungen ... obwohl sie doch wußten, wie die Schuldenuhr Deutschlands aussieht.

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    und ganz im ernst, als eine der ersten handlungen die legalisierung einer droge - ja, auch gras ist eine droge, danke der aufklärung - zu fordern, ist für mich beweis genug, diese partei nicht ernst nehmen zu können.
    Dein "Drogen" würde aber auch Kokain beinhalten. Die Piratenpartei setzt sich (noch) nicht für die Freigabe "aller" Drogen ein, sondern "nur" für die Freigabe von Cannabis.

    Und mal ehrlich ... erkläre uns doch bitte, warum Cannabis verboten sein soll, während jedes Jahr zehntausende an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Oder an Alkoholfolgeerkrankungen.

    Wer meint, er müßt Gras rauchen soll das tun ... aber es würde mehr helfen, die Menschen aufzuklären, anstatt mit Verboten zu überschütten. Die Prohibition hat gezeigt, dass das sowieso nicht funktioniert.

  13. #13

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zwischen Alk und Gras gibts aber einen erheblichen Unterschied:

    Alkohol gibt es überall auf der Welt, und bei Dingen wie Wein oder in kleinen Gläsern auch Schnaps ist keine Gefahr (Leute die sich zu Tode saufen übertreiben es) vorhanden. eine Droge zerstört den Körper jedoch nachhaltig und bringt die Wirtschaft durch Schwarzmarkt und Drogentourismus wenns legalisiert wird durcheinander. Der Tabak ist genauso eine legale Droge die strenggenommen keine Sau braucht.

  14. #14

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    quatsch doch nicht, warum dann nicht auch gleich meth und xtc legalisieren? wenn man über die risiken aufklärt kann man das doch auch frei verkaufen oder?! die junkies wirds freuen.
    es hat schon seinen grund warum das zeug verboten ist, und ganz im ernst- wers unbedingt nötig hat, kann sich ja zum eigenbedarf mit ner kleinstmenge versorgen, wenn man damit erwicht wird droht im seltensten fall mehr als ein ordnungsgeld.

    die linke ist für mich ein haufen (ex-) kommunisten, und die FDP ist ne partei, die einfach gern mal bei den großen mitregieren und mitspielen wollte, aber schnell gemerkt hat, dass es mit leeren versprechungen - steuerentlastungen, jippy! - nicht dauerhaft zur spitze reicht und die dafür jetzt zurecht die quittung bekommen.

  15. #15

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von Krankfried Beitrag anzeigen
    Zwischen Alk und Gras gibts aber einen erheblichen Unterschied:

    Alkohol gibt es überall auf der Welt, und bei Dingen wie Wein oder in kleinen Gläsern auch Schnaps ist keine Gefahr (Leute die sich zu Tode saufen übertreiben es) vorhanden. eine Droge zerstört den Körper jedoch nachhaltig und bringt die Wirtschaft durch Schwarzmarkt und Drogentourismus wenns legalisiert wird durcheinander. Der Tabak ist genauso eine legale Droge die strenggenommen keine Sau braucht.
    Ich hoffe wir sind uns einig, dass Alkohol zu den legalen Drogen gehört. Und wenn man nur "wenig Cannabis" konsumiert, sind auch keine Schäden zu erwarten.

    Und wenn illegal (Schwarzmarkt) und legal (Drogentourismus) die Wirtschaft durcheinander bringt, so wäre es ja egal, welches von beiden vorherrscht.

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    die linke ist für mich ein haufen (ex-) kommunisten, und die FDP ist ne partei, die einfach gern mal bei den großen mitregieren und mitspielen wollte, aber schnell gemerkt hat, dass es mit leeren versprechungen - steuerentlastungen, jippy! - nicht dauerhaft zur spitze reicht und die dafür jetzt zurecht die quittung bekommen.
    Und was ist für Dich die CDU, die jetzt unter Merkel den Euro-Rettungsschirm erweitern will, obwohl Deutschland hochverschuldet ist ??? Sorry, aber das wird langsam echt albern, von den Piraten eine völlig sinnvolle GEldpolitik zu erwarten, wenn alle anderen Parteien das genauso wenig können.

    Fakt ist jedenfalls, dass einige Länder Cannabis legalisiert haben und nur positive Effekte zu Tage getreten sind. Nämlich weniger Beschaffungskriminalität gibt es jetzt.

    Und warum sollte eine Freigabe (ABER inklusive besserer Aufklärung) nicht auch in Deutschland funktionieren ???

  16. #16

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Na wenns dir zu albern wird, können wir die diskussion ja lassen, ich hab meinen standpunkt klar gemacht.
    und was den rettungsschirm angeht: die ausmaße sind noch nicht einmal ansatzweise absehbar, ich würde darauf wetten, dass die regierung unser eigentlich "gesundes" land in den ruin treibt mit diesen vermaledeiten rettungsschirmen.
    aber hauptsache jedes land darf in die eu, das passt schon so. und was nicht passt, wird passend gemacht, nicht wahr? griechenland war erst der anfang, portugal, spanien und co. werden folgen. pleiten ohne ende, zahlungsunfähigkeit. und wer solls bezahlen? die deutschen. zum zahlen sind wir gut genug, auch wenn immer mal wieder hakenkreuzflaggen brennen oder die merkel mit der führerbinde dargestellt wird.
    die meinen das alles nicht so, sind ja eigentlich ganz liebe und nette leute, und eigentlich mögen sie die deutschen ja auch. wenn die deutschen zahlen zumindest, bzw für die bonität des landes bürgen.
    aber wir mussten ja vor 10 jahren unbedingt den euro einfühen, geschlossenheit demonstrieren und was weiß der teufel noch alles tun; aber das wird sich noch rächen, invaliden staaten wie griechenland tür und tor geöffnet zu haben.
    aber ich denke, ich schweife vom thema ab, was eigentlich nicht meine absicht ist- finde das topic dieses threads überaus interessant.
    Geändert von t-playa (26.03.2012 um 16:21 Uhr)

  17. #17

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von keldana Beitrag anzeigen

    4.) keine Gentechnik, nachhaltige Energiepolitik (was also "keine Atomkraft" bedeutet), freier Zugang zu Wissen (ohne Studiengebühren oder Gebühren für die Schule), die Bürger sollen in alle wichtigen Entscheidungen wieder eingebunden werden (Basisdemokratie), Mindestlohn, bedingungsloses Grundeinkommen, Beschränkung der Zeitarbeit etc. ... eine Fülle von Dingen.
    Schöne Ziele. Die Autofahrerpartei will mehr Parkplätze in den Innenstädten unseres Landes. Wie das ganze vonstatten gehen soll, darüber machen sich die Piratenpartei genausowenig Gedanken wie die Autofahrerpartei. Wo sind Konsequenzen? Ökonomen die das durchrechnen? Pläne? Konkretes!
    Nur Phrasen. Genauso wie manche aus der Linken sagen eine Hartz 4 Familie darf nicht mit unter 2000 Euro leben dürfen.
    Über Finanzierbarkeit dieser Dinge sehe ich überhaupt nichts konkretes! Und gerade hierbei herrscht starker Bedarf, was vor allem viele dieser Dinge, die die Piraten vorhaben, zu konkretisieren und Pläne und Finanzierbarkeit aufzustellen, wenn ich das ganze System,das in DE herrscht umkrempeln will!
    Um ehrlich zu sein vermittelt für mich die Piratenpartei mit ihren Mitgliedern nicht gerade ein kompetentes Komitee von Vertretern, die Ahnung von den Dingen haben, die sie da rausbrüllen... Manche Dinge erinnern mich sogar an Interviews mit den Parteivorsitzenden der APPD...
    So, wie sich die Piratenpartei heute präsentiert mit diesen Parolen ohne konkrete Umsetzungsziele und Finanzpläne oder sich überhaupt konkret Gedanken über diese Dinge zu machen, ob die auch in Deutschland mit unserem Standort möglich sind, schenke ich der Piratenpartei und deren Vertretern definitiv kein Vertrauen. Da könnte ich auch gleich in die Kneipe nebenan gehen und dem, der mit 1,5 Promille auf dem Tisch steht und lautstark irgendwas herbrüllt mein Vertrauen schenken...
    Aber wer weiß, kompetente Wahlprogramme kommen sicherlich noch. Die stehen ja noch am Anfang. Die Grünen haben auch in so einer Art und Weise mal angefangen. Nur die Anzüge sind bei den Piraten schneller angetanzt - hat wohl was mit Seriösität zu tun

    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Na wenns dir zu albern wird, können wir die diskussion ja lassen, ich hab meinen standpunkt klar gemacht.
    und was den rettungsschirm angeht: die ausmaße sind noch nicht einmal ansatzweise absehbar, ich würde darauf wetten, dass die regierung unser eigentlich "gesundes" land in den ruin treibt mit diesen vermaledeiten rettungsschirmen.
    Ach unsinn. Viel Ahnung von Wirtschaft und VWL hast du wohl nicht gerade?

    aber hauptsache jedes land darf in die eu, das passt schon so. und was nicht passt, wird passend gemacht, nicht wahr? griechenland war erst der anfang, portugal, spanien und co. werden folgen. pleiten ohne ende, zahlungsunfähigkeit. und wer solls bezahlen? die deutschen. zum zahlen sind wir gut genug, auch wenn immer mal wieder hakenkreuzflaggen brennen oder die merkel mit der führerbinde dargestellt wird.
    Typische Stammtischparolen, Hetze, Angstschürerei, sonst nichts... Dinge wie Zahlungsunfähigkeit sind noch nichtmal abzusehen und von heutigem Stand aus noch nichtmal sehr wahrscheinlich. Schonmal Schlau gemacht, für wie viel Deutschland überhaupt bürgt, wenn Griechenland pleite geht?
    Deutschland agiert im Moment vielmehr als Bank als als Zahlestaat. Wir sind das einzige Land, das Geld vergibt und anderen Ländern Zahlungsauflagen und Wirtschaftsauflagen machen darf. Ohne die Euroeinführung wäre es Deutschland NIEMALS auch nur annähernd so gut gegangen, wie es uns jetzt geht!

  18. #18
    Zitat Zitat von t-playa Beitrag anzeigen
    Das piratenergebnis zeigt meiner meinung nach eher, dass viele wähler zum trotz diese partei gewähnlt haben, obwohl sie kein wirkliches parteiprogramm oder wirkliche, handfeste ziele haben.
    Das ist ne spasspartei, und wenn die leute gemerkt haben ,dass diese partei eigentlich keine ahnung hat, was sie in der politik überhaupt soll, werden die wahlergebnisse auch rückläufig sein, da bin ich mir ziemlich sicher.

    und was die FDP angeht- vollkommen zurecht nicht mehr vertreten, wie schnell man sich doch eine eigentlich gute reputation zerstören kann..
    Leider hast du recht! Welchen Sinn machen Wahlen,wenn man doch kein Interesse an einer politischen Veränderung hat? Ich persönlich halte nicht viel von der Piraten Partei, aber jedem das seine! Meine Meinung!

    Das mit der FDP finde ich dahingegen schon etwas amüsanter als den Rest der Ergebnisse.... Herr Rösler und Herr Westerwelle vielen dank für das ausgezeichnete Sinnbild der Selbstzerstörung. Hut ab ich hätte gedacht das würde noch ein bisschen länger dauern.... Hihi

  19. #19

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von Blizzard_Black Beitrag anzeigen
    Über Finanzierbarkeit dieser Dinge sehe ich überhaupt nichts konkretes! Und gerade hierbei herrscht starker Bedarf, was vor allem viele dieser Dinge, die die Piraten vorhaben, zu konkretisieren und Pläne und Finanzierbarkeit aufzustellen, wenn ich das ganze System,das in DE herrscht umkrempeln will!
    fahrscheinloser ÖPNV = jeder Bürger bezahlt eine Pauschale

    das ist jetzt nur ein Beispiel. Aber es zeigt, das eben durchaus nicht nur "ausgegeben" wird. Und mal ehrlich ... in Deutschland haben wir soviel Geld, damit wären sogar die Träume der Linken ohne mit der Wimper zu zucken bezahlbar.

    Nein, die Piraten geben nicht nur Geld aus, aber wenn ich mir anschaue, das die Parteien sich immer gegenseitig vorerzählen, dass die Wahlprogramme der jeweils anderen nicht finanzierbar wären, dann frage ich mich ernsthaft, ob Du jemals in Deinem Leben mal eine Partei gewählt hast. Denn eigentlich könnte das ja nicht, weil Du ja nie die Gewissheit haben kannst, dass die Zahlen egal welcher Partei überhaupt stimmen.

    Nehme ich dann zum Beispiel die Abschaffung des Ehegattensplittings dazu und die Schaffung eines Familiensplittings, wo also nur Menschen profitieren, kommt auch eine Menge Geld in die Kassen, bzw. wird gespart. Also geh mal davon aus, dass es da kompetente Leute gibt, die das durchrechnen.

    Anderenfalls ist natürlich die Frage, wie man an eine Partei die Anforderung stellen kann, alles durchzurechnen, wenn die Zahlen die sie dafür braucht, vor allem den Parteien im Bundestag zugänglich sind.

    Dafür die Vorderung nach Transparenz, die sicher zusätzlich zu Einsparungen beitragen würde, denn damit würden sehr viele "faule Ausgaben" VORHER schon auffallen und gar nicht erst vorkommen.

  20. #20

    AW: Wahl im Saarland - Modell für Deutschland ?

    Zitat Zitat von keldana Beitrag anzeigen
    fahrscheinloser ÖPNV = jeder Bürger bezahlt eine Pauschale
    Damit fangen die ersten Probleme schon an. Wieso sollte ich als ländlicher Bürger eine Pauschale für die Städterer zahlen? Mit welcher Begründung? Wird dann das ÖPNV Netz auch auf ländlichem Raum ausgebaut, damit ich als zahlender Bürger das auch nutzen kann?
    Ab welchem Alter fängt die Zahlung einer Pauschale an? Ab dem 18. Lebensjahr? Ab dem 25. Lebensjahr? Ab dem Zeitpunkt wo man Geld verdient? Wenn ja wie viel?
    Zahlen die jeweiligen Bürger dann nur die Pauschalen in den jeweiligen Städten? Also die auf dem Land freigestellt davon?
    Ich muss sagen, wenn das so kommen sollte, dass, würde ich auf dem Land leben und eine Pauschale zahlen müssen, würde ich mich bis zum Bundesgerichtshof durchklagen, um das zu verhindern, weil das in meinen Augen Diskriminierung ist. Ich zahle sicherlich nicht für etwas, wofür ich keine Verwendung habe, was aber anderen einen Vorteil verschafft!
    Und damit sieht man schon wieder, was für Probleme solche komischen Forderungen allein schon mit sich bringen. Ich sehe hier keine konkrete Finanzierung, nichtmal von dir. Von einer Pirantenpartei, die sich im Bundestag etablieren will, kann man soetwas doch wohl erwarten, oder? Die Forderungen und Vorstellungen von dem Konzept sind auf der Homepage der Piratenpartei in nichtmal 10 Zeilen formuliert. Dabei ist allein das Problem, welches ich hier erwähne - nur eines von vielen, das dabei auftaucht - noch nichtmal erwähnt oder ganz und gar ausformuliert. Ein 5-Jähriger würde zu diesem Thema bessere Aufsätze schreiben.
    Dann werden Dummargumente wie "Damit fallen Fahrkontrolleure weg, was kosten spart, die dann eventuell für die Serviceabteilung auch mit eingesetzt werden könnten" herangezoegn, wo ich dann doch wirklich feststellen muss: Hier haben sich die Leute eindeutig KEINE Gedanken darüber gemacht. Immerhin hat man einen Präzedenzfall herangezogen, wo das so praktiziert wird. Aber auch mit der Begrüdung "wie sich das entwickelt, wird sich noch rausstellen".
    Allein dieses Thema ist so präker und so unpräzise ausformuliert von der Piratenpartei - das einzige Verkehrsthema, das überhaupt von dieser Partei ersichtlich ist - als wären (und das sind sie ja meines Wissens) alles gerade mal Studenten, die sich über die Monatstickets in ihren Studiengebühren und/oder die Fahrkartenpreise der öffentlichen Verkehrsmittel beschweren und das auf alle umlegen wollen.
    Ich sehe hier bei den meisten Themen keinerlei Konsequenzen und Möglichkeiten, wie damit umgegangen wird. Die Piratenpartei kloppt den Energiesektor allgemein mit 10 Zeilen Text ab, während die CSU in Bayern allein für das Vorhaben der nächsten 20 Jahre konkrete Studien mit Zahlen anfertigen lässt und Zukunftsprognosen mit derzeitigen Entwicklungen anfertigen lässt, um deren Parteiprogramm dann zielgerecht für Wirtschaft und Volk auslegen zu können. Und man muss dazu sagen, ich bin damals darauf gestoßen - zufällig - als ich mich über Solarenergie schlau machen wollte!
    Was will und soll ich mit einer Partei, wo ich mir Sorgen machen muss, dass WICHTIGE Themen mit zu wenig kompetenten Leuten und fehlender Ernsthaftigkeit angegangen werden? Was ich sehe ist schicht und Ergreifend eine Protestbewegung, die sich bei den Piraten festmacht.

    das ist jetzt nur ein Beispiel. Aber es zeigt, das eben durchaus nicht nur "ausgegeben" wird. Und mal ehrlich ... in Deutschland haben wir soviel Geld, damit wären sogar die Träume der Linken ohne mit der Wimper zu zucken bezahlbar.
    Aha - wäre mir neu. Erzähl mir doch konkret mal, was du meinst. Das sehe ich nämlich wirklich anders. Aber bedenke KONSEQUENZEN bei den Dingen, die du formulierst!

    Nein, die Piraten geben nicht nur Geld aus, aber wenn ich mir anschaue, das die Parteien sich immer gegenseitig vorerzählen, dass die Wahlprogramme der jeweils anderen nicht finanzierbar wären, dann frage ich mich ernsthaft, ob Du jemals in Deinem Leben mal eine Partei gewählt hast. Denn eigentlich könnte das ja nicht, weil Du ja nie die Gewissheit haben kannst, dass die Zahlen egal welcher Partei überhaupt stimmen.
    Sicherlich kann ich nicht die Gewissheit haben. Aber andere Parteien legen mir zu unterschiedlichen Themen FAKTEN auf den Tisch, die von exzellenten Leuten durchgerechnet wurden mit Prognosen, die mehr oder weniger zutreffen. Die arbeiten daran ein kleines wenig mehr und hauen nicht nur 10 Zeilen Texte zu ihren jeweiligen Themen im Wahlprogramm auf die Homepage - mit Argumenten, die ich mir damals zwischen Türangel und wütendem Lehrer überlegen hätte können...

    Anderenfalls ist natürlich die Frage, wie man an eine Partei die Anforderung stellen kann, alles durchzurechnen, wenn die Zahlen die sie dafür braucht, vor allem den Parteien im Bundestag zugänglich sind.
    Dann muss ich halt konkret schreiben, als Partei und deren Parteivorsitz, wie ich mir bestimmte Dinge vorstelle. Es geht hier um die Konkretheit, die überall im ganzen Parteiprogramm fehlt. Es ist mir unterm Strich egal, ob die Piratenpartei alle Wahlkampfthemen abdeckt oder ob sie sich auf bestimmte Themen spezialisieren, so wie anfangs die Grünen. Die haben was gerissen, die hatten Erfolg, aus einem wichtigen Grund: Ernsthaftigkeit! Die mussten sich nicht in Anzüge mit Grünen-Kravatten reinzwängen, um etwas zu erreichen.
    Die Piraten waren anfangs eine Partei, die sich ausschließlich mit Internet beschäftigt hatten. Eine Gruppe von Leuten, die da in diesem Bereich ihre Ziele hatte - und die AUSGEARBEITET und präsentationsfertig! Und bei Gott - das Thema ÖPNV, das die Piratenpartei hier anschneidet, ist nichtmal auch nur zum erwähnen fertig! Das gehört Parteiintern ausgearbeitet und anschließend präsentiert.

    Dafür die Vorderung nach Transparenz, die sicher zusätzlich zu Einsparungen beitragen würde, denn damit würden sehr viele "faule Ausgaben" VORHER schon auffallen und gar nicht erst vorkommen.
    Ich habe ja nie gesagt, dass alle Themen des Parteiprogramms schlecht sind. Ich finde manche Vorstellungen von den Piraten auch gut, so ist das nicht. Aber die Ausarbeitung ist - pardon - lächerlich.
    Wenn ich den Bürger für mich gewinnen will, muss ich mich auch gut verkaufen dafür. Und die Betonung liegt vielmehr auf GUT als auf verkaufen.
    Geändert von Blizzard_Black (26.03.2012 um 19:28 Uhr)

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