Auch die gamescom ist besonders in diesem Jahr als Vertreterin der Videospielebranche davon betroffen: Mit den momentan finanziell angeschlagenen Drittanbietern Sega und THQ sowie den Major Player Microsoft und Nintendo halten sich heuer vier namhafte Firmen zumindest von dem öffentlichen Part der Messe fern; letztere zieht es vor, sein kommendes Produkt lieber in Form eigener Roadshows vorzustellen. Der Grund hierfür könnte eben sein, dass man nach Durchflussberechnungen der Ansicht war, dass sich ein kostenintensiver Auftritt aufgrund einer vermutlich sehr geringen Erreichbarkeit des Publikums hinten und vorne nicht rechnen würde. Die fehlende Präsenz dieser vier Vertreter sowie die bekanntermaßen unkomfortablen Verhältnisse in den Messehallen und inzwischen absurd hohe Hotelpreise machen die gamescom für so manchen plötzlich etwas unattraktiv.
Andererseits würde aber ohne sie auch einiges fehlen: Besondere Events für Fans, das Aufeinandertreffen mit bekannten Größen und ein gemeinsamer Austausch mit Gleichgesinnten machen doch einen ganz besonderen Reiz dieser Messe aus. Hinzu kommt, dass unser Hobby durch diese Veranstaltungen auch im TV zeitweise eine besondere Präsenz erreicht - und diese bei seriöseren Sendern in der Regel auch in positivem Sinne. Ohne die gamescom wäre all diese Phänomene plötzlich graue Vergangenheit.
Hörenswert hierzu ist der aktuelle Spieleveteranen-Podcast, in dem dazu rege diskutiert wird. Besonders interessant finde ich hierzu Boris Schneider-Johnes private Ansichten und Einschätzungen zur Sinnhaftigkeit eines Auftritts aus Sicht der Hersteller.
Falls Ihr direkt dort hinspringen wollt, ab 34:40 geht's los: #42: Nerd Attack!
Wie steht Ihr als Fans aktuell zu diesem Thema?
Hat die gamescom als Messe für Euch heute noch eine gewichtende Bedeutung?
EDIT: Nachdem die genaueren Hintergründe Eurer Ansichten interessant sind und ich versäumt habe, die Umfrage öffentlich zu machen, wäre ein zumindest kurzes Statement Eurerseits zusätzlich dazu interessant!

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schade.