AndiBcool
Naja persönlich glaube ich, das sich so ein Laden gar nicht lohnt.
1. Große Firmen wie MM, Saturn usw bekommen Spiele billiger ( aufgrund der Menge ) und können diese günstiger anbieten.
2. Ein Laden kostet meist Miete, da müssen schon einige Spiele verkauft werden, damit das rentabel ist.
3. Im Zeitalter von Onlineshops und youtube ist es gar nicht mehr notwendig in einen kleinen Laden zu gehen um sich Spiele an zu sehen.
Teilweise wird der Laden das nicht haben was man sucht, dann war der weg dorthin auch noch umsonst. Onlinebestellungen sind da für beide Seiten bequemer und kosten- /zeitsparender.
4. Möchte man viele Titel am Erscheinungstermin bereit haben muß man auch viel Kapital haben. Kauft man zu viele dieser Spiele ( meist ungesehen ) bleibt man drauf sitzen, kauft man zu wenig sind evtl. Kunden verärgert und kaufen dann woanders.
5. Importspiele zu verkaufen ist meist gar nicht legal, da meist die Zweigstellen Sony, Nintendo und MS in Deutschland das alleinige Vertriebsrecht haben.
Kauft man nun nicht direkt bei Ihnen sondern woanders im Ausland gibt es Abmahnungen, Beschlagnahmungen oder gar Strafen.
Ein Eigenimport für sich selber ist hingegen legal und meist billiger.
Hi, erstmal vielen Dank für den Beitrag!
Dann weiter im Text.
Der Laden wurde aufgrund von persönlicher Situation nicht eröffnet, steht jedoch weiterhin auf der "will ich gemacht haben" Liste und es gibt schon konkrete Pläne.
Aber deine 5 Punkte sind absolut nicht aus der Luft gegriffen, daher will ich kurz drauf eingehen.
1.) Logisch "können" MM und Saturn die Games wesentlich billiger anbieten, für gewöhnlich sind es aber gerade MM und Saturn, wo die Games noch 69,99€ kosten, während sie bei Amazon schon für 45€ über den Tisch gehen. Dennoch sind es gerade solche Läden die es schwierig machen, einen Laden rein mit Verkauf von Spielen in der Gewinnzone zu halten!
2.) Richtig, a: Miete b: Einkauf c: Strom und Co. d: Der Laden muss genug abwerfen um davon LEBEN zu können. Sprich, der Gewinn muss nicht nur für die Miete und laufenden Kosten reichen, sondern ein entsprechendes Gehalt muss dabei auch noch herauskommen. Ein Grund, warum das ganze von Anfang an sehr genau geplant werden muss, denn man benötigt LOCKER 1-2 Jahre, bis ein Laden so profitabel läuft, dass man damit Gewinn einfährt.
3.) Online-Bestellungen sind definitiv besser geeignet um sich Games zu bestellen, das Argument mit YouTube jedoch geht am Sinn vorbei. Bei dem was mir vorschwebt kann ja nicht nur angespielt, sondern wirklich gezockt werden. Ein Video von etwas schauen ist ja was anderes als ein Game selbst zu zocken.
4.) Ein ganz großes Problem. KEIN Laden der Privat aufgemacht wird, kann es sich leisten alle neuen Games auf Vorrat da zu haben. Da macht es Sinn für Stammkunden einen Vorbestell-Service zu machen, und/oder sich genau zu informieren, welche Spiele auch tatsächlich zu verkaufen sind. Jeder Laden dieser Art, den ich kenne, hat viele viele (für mich) völlig uninteressante Titel vorrätig. Aber dies MUSS so sein. Er muss eine gewisse "Masse" an Games vorrätig haben, sonst ist der potenzielle Besucher gleich wieder weg, da er davon ausgeht, nichts weiter zu finden. Da ist leider viel Kapital nötig und vieles von diesem Kapital liegt nur herum und kann nicht arbeiten. Daher rechne ich mit locker 50.000€ Startkapital die ich benötige für Einrichtung und Grundware.
5.) Absolut korrekt. Legal ist es einfach nicht möglich die Games im Ausland einzukaufen und als Import weiterzuverkaufen. Dies kann man jedoch im Einzelfall umgehen indem man den Kunden einzeln anbietet für sie als Importeur zu fungieren. Hier ist jedoch wieder Fingerspitzengefühl nötig um genau den Punkt wo es zu "importhandel" wird nicht zu überschreiten. Einmal der Falsche Kunde der das Falsche will (Condemned zb) und man hat ein ernstes Problem an der Backe.
Wie gesagt, herzlichen Dank für deinen Beitrag!
lg
Foolx