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    Frau Obersturmführer Rip van Winkle Frau Obersturmführer Rip van Winkle ist offline

    Looper - Review

    Heute schreibe ich ein Review über Looper, ein Film, der zwar schon älter ist, aber relativ unterschätzt wird, wie ich finde. Es handelt sich bei dem Titel um einen Action-Thriller mit Bruce Willis und Joseph Gordon-Levith in den Hauptrollen. Geschichte sieht folgendermaßen aus: in der Zukunft sehen die Aussichten relativ bescheiden aus, in Amerika steht ein sozio-ökologischer Kollaps bevor und Gewalt und Chaos stehen an der Tagesordnung. Allerdings: Man hat einen Weg gefunden, Zeitreisen zu machen. Genau diese Entdeckung nutzt ein Syndikat im Jahre 2074 aus, um Personen ermorden und verschwinden zu lassen, indem die Opfer 30 Jahre in die Vergangenheit geschickt und dann von sogenannten Loopern (quasi Auftragsmördern) getötet und verschart werden - denn in der Zukunft ist dies aufgrund eines Personen-Trackings nicht mehr möglich. Der Protagonist ist einer dieser Looper - jemand, der Opfer entgegennimmt, die aus der Zukunft zu einem spezifischen Standort, bereits gefesselt in die Vergangenheit geschickt werden und sie hinrichtet und deren Leichen beseitigt. Der Job ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn nach 30 Jahren werden Looper selbst getötet um so zu verhindern, dass diese ihre ehemaligen Auftraggeber verraten, und zwar auf eine perfide Art und Weise: sie werden nämlich selbst in die Vergangenheit geschickt, um schließlich von ihrem jüngeren Selbst getötet zu werden - und so schließt sich der Kreis. Hört sich komplex an, mag auch komplex sein, wird aber relativ verständlich im Film transportiert.

    Nun - soweit, so gut. Der Protagonist macht also 30 Jahre lang seinen Job, tötet brav all die Leute, die zu ihm in die Vergangenheit geschickt werden und soll dann schließlich zur richtigen Zeit sein älteres Selbst töten, welches in die Vergangenheit geschickt wird. Darauf folgt dann schließlich eine dicke Abfindung und den Rest des Lebens kann er es sich gut gehen lassen - ein guter Plan. Der Tag steht im Jahre 2044 kurz bevor. Sein älteres Selbst im Jahre 2074 hat jedoch so gar keine Lust, drauf zugehen, weil er sich zum Tag seiner Hinrichtung vom Syndikat verraten fühlt und unbedingt Rache nehmen möchte. So schafft er es, am Tag seines eigentlich geplanten Todes, als er in die Vergangenheit geschickt wird, sein jüngeres Selbst erstmal außer Gefecht zu setzen und zu fliehen... in der Hoffnung, den Verlauf der Zukunft beeinflussen und ändern zu können, um eben in der Zukunft nicht verraten zu werden. Das findet sein jüngeres Selbst allerdings nicht so cool, weil dieser eigentlich seinen letzten Auftrag beenden und einen lockeren Lebensabend verbringen möchte - und so befinden sich in der Gegenwart zweimal dieselbe Person, die gegenseitig versuchen, ihre Ziele zu erreichen und gleichzeitig auch noch das erzürnte Syndikat in Schach halten müssen, die von dieser spontanen Änderung des Ablaufs auch nicht so begeistert sind.

    Soweit zur Rahmenhandlung. Auch wenn sich das alles sehr wirr anhört, wie ich es beschrieben habe, aber der Film verfügt über eine sehr einzigartige und spannende Story, die mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Der Film verlangt auf jeden Fall etwas Köpfchen, um bei der ganzen Vermischung von Zukunft und Gegenwart und den Folgen, die daraus entstehen, noch einen klaren Kopf zu behalten - allerdings ist der Fokus dann doch mehr auf Action gelegt und so relativiert sich der Anspruch wieder etwas. Meiner Ansicht nach ist der Film sehr ausgewogen: eine gute Handlung, eine gesunde Portion Thriller, ein spannender roter Faden, viel Action und gute Schauspieler - vor allem freut mich, von Bruce Willis mal wieder etwas gesehen zu haben, was nicht nur auf Kommerz gelegt war. Der Film hat mich nämlich vollends zufrieden gestellt und eignet sich gut, wenn man den alten Haudegen mal wieder in einem guten Blockbuster mit angenehm dynamischer Action sehen möchte, die auch eine kluge Hintergrundstory hat. Der Film regt zum Ende hin sogar noch zum Nachdenken an und ich würde ihm letztlich eine Wertung von 8.4/10 Punkten geben.
    Geändert von Frau Obersturmführer Rip van Winkle (21.10.2015 um 18:21 Uhr)

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