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Thema: sexueller Fetisch / Pornosucht

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  • 17.07.2012
    VHO-Hunter

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Also wirklich, so ein Schwachinn! Ich gehe mir jetzt erstmal die Palme bei einem tollen Porno wedeln!
  • 13.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Was erwartest du? Wir erwarten von Kindern, dass sie das lernen und als normal ansehen was sie sehen bzw. lernen. Warum erwartest du dann, dass ein Kind erkennen kann, dass ein Porno nicht die Realität wiederspiegelt?
    Ich erwarte, dass ein ca. 14 jaehriger Jugendlicher einen Porno von der Realitaet unterschieden kann. Genauso wie er / sie begreift, dass Tom & Jerry in echt nicht existieren ... dass es keine Pokemon oder Terminatoren gibt.
  • 13.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Genau hier liegt das Problem: "WENN MAN GLAUBT, SOWAS WÄRE NORMAL". Wer sich als Jugendlicher einen Porno ansieht und das als normal ansieht hat ein Problem in der Realitätsbeurteilung. Das hat aber nichts mit dem Porno als solchem zu tun. Und solche Jugendlichen werden Ihr Problem nicht dadurch los, indem man sie vor Pornos schützt.
    Was erwartest du? Wir erwarten von Kindern, dass sie das lernen und als normal ansehen was sie sehen bzw. lernen. Warum erwartest du dann, dass ein Kind erkennen kann, dass ein Porno nicht die Realität wiederspiegelt? Eine "Realitätsbeurteilung" ist dem Kinde gar nicht möglich wenn er zuerst Pornos sieht und selbst keinerlei Erfahrung hat. Es gibt nur wenige Filme, und die nicht einmal in der Videothek, in der Jugendliche miteinander Sex haben (wollen) und in dem man real dargestellt bekommt wie es nicht selten wirklich abläuft. Er kommt zu früh, sie wird nicht richtig feucht, er kann nicht eindringen, sie ist nicht rücksichtsvoll genug beim Oralverkehr oder ekelt sich sogar davor ... die Leidensliste ist lang.

    und.. vor Pornos schützen muss man auch niemanden, nur sollten die Kinder wissen oder erklärt bekommen, dass Szenen im Porno nichts, aber auch überhaupt nichts, mit der Realität zu tun haben. Ich kann dazu übrigens das Buch von Kelly Trump, einem Ex-Pornosternchen, empfehlen.
    (Kelly Trump - Porno - Ein Star packt aus: Amazon.de: Kelly Trump, Werner Schlegel: B)

    @Mod: Falls der Link als unerlaubte Werbung angesehen werden sollte, bitte entfernen. Es geht mir nicht um Werbung, sondern um einen Tipp zu entsprechender Literatur.
  • 13.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Wie soll sich dann eine gesunde Sexualität entwickeln, wenn man denkt, sowas wäre normal?
    Genau hier liegt das Problem: "WENN MAN GLAUBT, SOWAS WÄRE NORMAL". Wer sich als Jugendlicher einen Porno ansieht und das als normal ansieht hat ein Problem in der Realitätsbeurteilung. Das hat aber nichts mit dem Porno als solchem zu tun. Und solche Jugendlichen werden Ihr Problem nicht dadurch los, indem man sie vor Pornos schützt.
  • 13.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Kelshan
    das dieses Problem auch für Jung (und Mädels) die mit Pornos und Co aufwachsen schlicht keines ist
    Dem ist ja nun wirklich nicht so, genausowenig wie aus Ballerspielern später ausschließlich Gänseblumenzüchter werden.

    Bei zu hohem Konsum stumpft man ab und läuft Gefahr einen immer größeren Kick zu brauchen um etwas zu empfinden.Ganz zu schweigen davon, das Liebe und Zärtlichkeit in einem solchen Kontext drohen verloren zu gehen. In Pornos gibt es nun einmal kein behutsames Miteinander und gegenseitige Achtung. Die Gefahr das dies zu einem Problem wird ist also bei weitem nicht "Nicht existent" - auch wenn es für dich da kein Problem gibt.

    Gerade für die Teenys von heute finde ich es echt bedenklich, wenn sie so früh schon so heftige Sachen guckenc bevor sie eigenen Erfahrungen gemacht haben.Wie soll sich dann eine gesunde Sexualität entwickeln, wenn man denkt, sowas wäre normal? Da ist dann der erste Kuss total langweilig und / oder man fühlt sich total unter Druck gesetzt, weil man denkt, man müsste gleich von Anfang an derartige "Leistung " bringen! Probleme sind nicht erst dann Probleme, wenn sie sich äußern...
  • 13.07.2012
    Kelshan

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Allein schon der Konsum, gar nicht mal zwingend die Sucht, bergen schon Potentiale die allgemein der einzelne vielleicht nicht als Problem sieht, die aber doch Probleme bereiten. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber statistisch tauchen diese und ähliche Fälle ein bis drei Mal unter 100.000 Menschen auf.
    Diese Dinge werden oft genannt. Die "Jungens" bekommen ja ein ganz falsches Bild von Frauen und lernen dort ja nur die ach so "Frauen-verachtenden Porno-Stellungen" und meinen jeder müsste ständig und überall bereit sein, usw. usf.

    Ich will mich jetzt nicht all zu sehr outen. () Aber ich kann aus eigener Erfahrung () behaupten, das dieses Problem auch für Jung (und Mädels) die mit Pornos und Co aufwachsen schlicht keines ist. Das ist das gleiche Argument wie dass Actionfilme aggressiv machen oder man durch Computerspiele lernt mit Waffen umzugehen und auf Menschen schießen zu wollen. Zumal das dann auf Bildzeitungsniveau auch gern verallgemeinernd vorgebracht wird, als wären alle Spieler werdende Amokläufer und alle Porno-Konsumenten Pädophile und/oder Vergewaltiger.

    Es mag einige wenige geben, die Fiktion und Realität nicht auseinander halten können und bei denen das ansatzweise zutrifft. Dies ist aber nur ein (sehr) kleiner Anteil, und man kann nun wohl kaum alles verbieten, was irgendwann irgendwo mal einen negativen Effekt auf einzelne Menschen haben könnte.

    Versteht mich nicht falsch, ich sehe das auch nicht völlig unkritisch. Der Jugendschutz ist ja zum Beispiel heutzutage im Grunde völlig obsolet, weil dieser im Internet nicht wirklich greift und funktioniert: Man bekommt dort alles, wenn man nur erstmal weiß wonach man suchen muss. Das ist sicher kaum ein Geheimnis.

    Dennoch glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass die Folgen dessen wirklich so katastrophal sind wie sie gern hingestellt werden. Helfen würde im Grunde sowieso nur eine globale komplette Zensur und Überwachung des Netzes. Aber welche Folgen so etwas auf die Bürger hätte und welche Macht den Regierungen dadurch in die Hände gelegt werden würde, darüber will ich lieber gar nicht nachdenken. Die Folgen sehe ich als viel schlimmer an als ein paar Jugendliche, die Pornoseite XY für sich entdecken.
  • 05.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Bin zwar grundsätzlich mit dem gesagten einverstanden, aber zumindest ein HIV-Infizierter oder spätestens AIDS-Kranker dürfte meines Erachtens nach eine noch größere Wahrscheinlichkeit des Schadens eventueller Nachkommen haben. Natürlich nicht genetisch ... aber darum geht es ja nicht vorrangig.
    Doch, das Inzestverbot begründet sich ganz klar in der höheren Wahrscheinlichkeit erbgutgeschädigte Nachkommen in die Welt zu setzen; der Fall Patrick S. bestätigt dies auch eindrucksvoll. Zwei seiner vier Kinder sind behindert auf die Welt gekommen. Ob und wie das Persönlichkeitsrecht beschnitten wird ist ja durchaus diskutabel. Dann aber bitte auch hinsichtlich der ungeborenen Kinder, denen man auch eben diese Rechte und das Recht auf Unversehrtheit einräumen sollte. Alles in allem bringt die Diskussion aber wenig, denn inzestuös gezeugte Kinder sind nicht sonderlich relevant für den humanen Gennpool.

    Und bei HIV Infizierten lieget der Fall ganz eindeutig: Es ist nicht verboten kranke Kinder auf die Welt zu bringen; übrigens auch nicht unter Geschwistern - denen ist nach dem Gesetzt nur der Verkehr verboten!
  • 05.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Na ja, die Gefahr, dass inzestuös gezeugte Kinder stärker mit Erbschädigungen zu rechnen haben als der Durchschnitt aller anderen incl. der Risikogruppen ist ja nicht von der Hand zu weisen. Allerdings müsste tatsächlich dann auch die Geschwisterbeziehung legal sein, wenn einer der Partner zeugungsunfähig ist. Ganz durchdacht ist das Verbot so also nicht.
    Bin zwar grundsätzlich mit dem gesagten einverstanden, aber zumindest ein HIV-Infizierter oder spätestens AIDS-Kranker dürfte meines Erachtens nach eine noch größere Wahrscheinlichkeit des Schadens eventueller Nachkommen haben. Natürlich nicht genetisch ... aber darum geht es ja nicht vorrangig.
  • 05.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Na ja, die Gefahr, dass inzestuös gezeugte Kinder stärker mit Erbschädigungen zu rechnen haben als der Durchschnitt aller anderen incl. der Risikogruppen ist ja nicht von der Hand zu weisen. Allerdings müsste tatsächlich dann auch die Geschwisterbeziehung legal sein, wenn einer der Partner zeugungsunfähig ist. Ganz durchdacht ist das Verbot so also nicht. Es ist allerdings nicht das einzige Verbot oder oder die einzig erlaubte Handlung, wenn wir uns mal die Ausnahmen im deutschen Gesetz ansehen kann einem das Grausen kommen.
  • 05.07.2012
    Issomad

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Erm ...



    Mein Sohn war ebenfalls eine Risikoschwangerschaft (wegen der Diabetes) ... also wenn Inzest wegen der Risiken für den Nachwuchs verboten ist, sollten wir ganz schnell Sex mit Diabetikern, Aids-Kranken und über 40 jährigen Frauen unter Strafe stellen.
    Nicht zu vergessen mit durch Genfehler von Geburt an behinderten Menschen ... Risiken sind kein Grund, dann muss Alkohol oder Rauchen während der Schwangerschaft unter Strafe gestellt werden ...
  • 05.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Warum? Ist deine Exfrau denn deine Schwester?

    Kranke Kinder in die Welt zu setzen ist nicht strafbar soweit ich weiß.
    Erm ...

    Sugar
    Obwohl sexueller Kontakt unter Geschwistern große Risiken für den Nachwuchs bedeuten können und er deswegen auch verboten ist,
    Mein Sohn war ebenfalls eine Risikoschwangerschaft (wegen der Diabetes) ... also wenn Inzest wegen der Risiken für den Nachwuchs verboten ist, sollten wir ganz schnell Sex mit Diabetikern, Aids-Kranken und über 40 jährigen Frauen unter Strafe stellen.
  • 05.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Tja, wie immer, wenn du die Piratenpartei ins Spiel bringst ... zeigt sich dass Du nicht begreifst wie fortschrittlich das Denken und die Forderungen dieser Partei sind:

    Inzest-Urteil in Strassburg - Warum das Inzestverbot widersinnig ist

    Meine Ex-Frau ist Diabetikerin ... wenn die Möglichkeit von Schäden beim Nachwuchs strafbar sein soll, hätten wir beide nach der Zeugung meines Sohnes im Gefängnis landen müssen.
    Warum? Ist deine Exfrau denn deine Schwester?

    Kranke Kinder in die Welt zu setzen ist nicht strafbar soweit ich weiß.
  • 05.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Auch Inzest, bisher moralisch als pervers betrachtet, unterliegt einem Wandel. Obwohl sexueller Kontakt unter Geschwistern große Risiken für den NAchwuchs bedeuten können und er deswegen auch verboten ist, gibt es Forderungen Inzest auch in Deutschland zu legalisieren. Die Piratenpartei, die ja schon leistungslose Alimentierung einfordern, lehnt bspw. ein Inzestverbot ab (Piratenpartei lehnt Inzestverbot ab | Piratenpartei Deutschland).
    Tja, wie immer, wenn du die Piratenpartei ins Spiel bringst ... zeigt sich dass Du nicht begreifst wie fortschrittlich das Denken und die Forderungen dieser Partei sind:

    Inzest-Urteil in Strassburg - Warum das Inzestverbot widersinnig ist

    Meine Ex-Frau ist Diabetikerin ... wenn die Möglichkeit von Schäden beim Nachwuchs strafbar sein soll, hätten wir beide nach der Zeugung meines Sohnes im Gefängnis landen müssen.
  • 04.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Wir sind Säugetiere ... und das einige Tiere Ihr Geschlecht wechseln können ist ja evolutionär bedingt. Bei den Menschen ist das einfach nicht nötig und wird deshalb nicht vorkommen.
    Hinsichtlich Evolution schadet Homosexualität eigentlich eher der Weitergabe der Gene und damit dem Überleben der Spezies. Zwar können Homosexuelle Kinder zeugen und/oder bekommen, aber sie ist dazu nicht notwendig. Ich habe dazu in einem anderen Thread früher schon einmal das Darwinsche Paradoxon beschrieben:

    Nach Darwins Evolutionstheorie setzen sich nur Merkmale dauerhaft durch, die dem Träger helfen, sein Erbmaterial erfolgreich weiterzugeben. Homosexuelle Männer haben jedoch im Durchschnitt weniger Nachkommen als heterosexuelle, eine genetisch bestimmte Veranlagung für Homosexualität müsste also eigentlich durch die Evolution längst verschwunden sein. Was die Vermutung nahelegt, Homosexualität dient einem anderen evolutionären Vorteil. Aber auch das ist ein anderes Thema zu dem es (also zu den vermeintlihen Vorteilen) es diverse Studien gibt.



    keldana
    Die strickte Trennung der Geschlechter und das Sexualverkehr nur zwischen "Heteros" vorkommen darf dürfte wohl eher eine Entwicklung sein, die sich vollzogen hat.
    Ja, das hat uns die Evolution programmiert - und damit wir es nicht vergessen auch häufig un-gleichgeschlechtlich untereinander zu verkehren hat es uns entsprechende Hormone mit auf den Weg gegeben die auf Schusselreize hin ans Werk gehen. Und, nicht zu vergessen, die vielen sensiblen Nervenenden an den magnetischen Polen von Frau und Mann. Damit es nicht im Bauchnabel so schön "´at gekriebelt", sondern im Kopf und eben an diesen Polen.

    Streng genommen wird die Evolution also alles als pervers bezeichnen, was nicht ausschließlich der Fortpflanzung dient. Und vieles wird moralisch und gesetzlich auch so behandelt. Pädophilie - ein Fetisch - war bspw. im alten Griechenland und Rom nicht ungewöhnlich, ebenso wie im Morgenland. Heute bezeichnen wir das als pervers und bestrafen es. Weil wir eine andere Moral entwickelt haben, oder die damalige sich weiter entwickelt hat. Deswegen akzeptieren wir heute auch Homosexualität als nicht mehr unnormal, wenn dies auch noch nicht durch die ganze Gesellschaft geht.

    Nur entwicklet sich Moral und Ethik auf den Kontinenten unterschiedlich; und damit auch die Ansicht über sexuellen Fetisch oder Sucht. Heute steht Pädophilie hier unter Strafe, in vielen Gebieten Asiens und hier besonders in den islamisch geprägten Ländern ist es nicht ungewöhnlich wenn neunjährige Mädchen verheiratet werden und Männer die "ehelichen Pflichten" einfordern.


    Auch Inzest, bisher moralisch als pervers betrachtet, unterliegt einem Wandel. Obwohl sexueller Kontakt unter Geschwistern große Risiken für den NAchwuchs bedeuten können und er deswegen auch verboten ist, gibt es Forderungen Inzest auch in Deutschland zu legalisieren. Die Piratenpartei, die ja schon leistungslose Alimentierung einfordern, lehnt bspw. ein Inzestverbot ab (Piratenpartei lehnt Inzestverbot ab | Piratenpartei Deutschland).

    Was ich damit sagen will ist: Fetisch, Sucht und Perversion sind in seinen Definitionen sehr differenziert zu betrachten und wohl manchmal auch schwer zu verstehen. Wenn zwanghafte Masturbation lt. WHO eine psychische Störung ist, wie kann man dann Inzest mit all seinen Gefahren legalisieren wollen? Es ergeben sich also gesellschaftlich betrachtet eine Menge Reibungspunkte. Und die Gesellschaft, zu der wir ja alle gehören, bildet ja das Empfinden was pervers oder Sucht darstellt; oder auch, was Recht und Moral bedeutet. Nimmt man den aktuellen Fall in den Medien bei dem es um die Beschneidung geht und zu dem ein gericht befunden hat es ist Körperverletzung, dann sieht man gut wie sich Ansichten ändern. Was vielleicht erklärt warum wir heute etwas als Fetisch betrachten das bei den Griechen "normal" war. Die Empörung der Moslems über das Urteil ist groß, zum ersten mal melden sich alle Moslemverbände und verurteilen etwas mit einer Stimme und reden von Verletzung der Religionsfreiheit - Zu Ende gedacht wedern sich dann bald auch dieselben Verbände wieder gemeinsam melden, wenn Homosexualität nicht verboten und geahndet wird. Es ist nur eine Frage der Zeit und der dominierenden Moral, wann etwas ein Fetisch, verboten oder Sucht ist.
  • 04.07.2012
    Oldenzaal

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Mir geht es darum, dass ich aus seinen Aussagen noch immer nicht 100% sicher bin, ob Oldenzaal jetzt Homosexualität und SM als pervers einstuft. Also nur um es genau zu wissen ...
    Nein, die halte ich nicht fuer pervers. Zumindest nicht solange man mit den "harten" Sachen nicht Oeffentlichkeit rummacht. Ansonsten ist mir das eigentlich total egal. Wir leben immerhin im 21ten Jahrhundert, da sollte man sich ueber Homosexualitaet, SM oder Swingerzeugs nicht den Mund mehr fusselig reden. Sry, wenn ich mich manchmal etwas unverstaendlich ausdruecke. Ich hoffe, jetzt ist es eindeutig


    keldana
    Homosexualität gab es schon im antiken Griechenland oder dem alten Rom. Und selbst da war es schon Jahrhunderte vorher bei den Menschen "vorgekommen". Die strickte Trennung der Geschlechter und das Sexualverkehr nur zwischen "Heteros" vorkommen darf dürfte wohl eher eine Entwicklung sein, die sich vollzogen hat.
    Heute mit alten Zeiten vergleichen halte ich immer fuer sehr schwierig oder vage. Besonders, weil es sehr lueckenhaft ist und das Verstaendnis war auch ganz anders. Im alten Japan hat man maennliche errigierte Geschlechtsteile in den Eingangsbereicht der Haeuser gestellt um Glueck und Kunden reinzulocken. Macht heutzutage auch keiner mehr (zum Glueck, wie ich finde). Da sind mir die winkenden Katzen lieber
  • 04.07.2012
    Cao Cao

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Also eine Pornosucht gibt es, das wurde schon oft genug bestätigt. Leute die sich sowas die ganze Zeit und dauerhaft anschauen, bekommen kein Gespür mehr für "normalen", Sex. Manche versuchen dann die "Pornoakrobatik" zu übernehmen, da manche die Realität in diesen Fall verlieren. Oder so ähnlich
  • 04.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Sugar
    Was pervers ist und was nicht hängt doch in erster Linie von der Umgebung ab in der wir aufwachsen und welche Werte dort gelten bzw. herrschen. In Nahen Osten gilt Homosexualität als pervers, obwohl es in anderen Regionen die, bewusst oder unbewusst, im Vergleich zum Westen ebenso moralisch rückständig leben nicht als Perversion gilt.
    Mir geht es darum, dass ich aus seinen Aussagen noch immer nicht 100% sicher bin, ob Oldenzaal jetzt Homosexualität und SM als pervers einstuft. Also nur um es genau zu wissen ...

    Sugar
    Nicht alles was im Tierreich vorkommt muss deswegen auch bei anderen Spezies normal sein. Ich würde schon erstaunt sein wenn ein Mensch das Geschlecht abhängig von der Partnerlage wechseln könnte.
    Wir sind Säugetiere ... und das einige Tiere Ihr Geschlecht wechseln können ist ja evolutionär bedingt. Bei den Menschen ist das einfach nicht nötig und wird deshalb nicht vorkommen.

    Sugar
    Grundsätzlich müsste doch erst einmal genau geklärt sein, warum sich Homosexualität entwickelt hat um zu verstehen und einordnen zu können. Solange dies nicht geklärt / erforscht ist, ist der Bezug Homosexuell = pervers eine grundsätzlich nicht zu belegende Aussage. Keine Sorge, ich hab schon verstanden @keldana dass du dies nicht aussagen willst. Pervers ist eher, dass Menschen solche Aussagen als Meinung oder Einstellung haben oder übernommen haben ohne sich diese Gedanken gemacht zu haben.
    Homosexualität gab es schon im antiken Griechenland oder dem alten Rom. Und selbst da war es schon Jahrhunderte vorher bei den Menschen "vorgekommen". Die strickte Trennung der Geschlechter und das Sexualverkehr nur zwischen "Heteros" vorkommen darf dürfte wohl eher eine Entwicklung sein, die sich vollzogen hat.

    Homosexualität ist mit Sicherheit "normaler" als es der "Heteroismus" ist.
  • 04.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    keldana
    Sind für Dich jetzt SM und Homosexualität pervers ?
    Was pervers ist und was nicht hängt doch in erster Linie von der Umgebung ab in der wir aufwachsen und welche Werte dort gelten bzw. herrschen. In Nahen Osten gilt Homosexualität als pervers, obwohl es in anderen Regionen die, bewusst oder unbewusst, im Vergleich zum Westen ebenso moralisch rückständig leben nicht als Perversion gilt.

    keldana
    Homosexualität auch im Tierreich vorkommt
    Nicht alles was im Tierreich vorkommt muss deswegen auch bei anderen Spezies normal sein. Ich würde schon erstaunt sein wenn ein Mensch das Geschlecht abhängig von der Partnerlage wechseln könnte.

    Grundsätzlich müsste doch erst einmal genau geklärt sein, warum sich Homosexualität entwickelt hat um zu verstehen und einordnen zu können. Solange dies nicht geklärt / erforscht ist, ist der Bezug Homsexuell = pervers eine grundsätzlich nicht zu belegende Aussage. Keine Sorge, ich hab schon verstanden @keldana dass du dies nicht aussagen willst. Pervers ist eher, dass Menschen solche Aussagen als Meinung oder Einstellung haben oder übernommen haben ohne sich diese Gedanken gemacht zu haben.
  • 04.07.2012
    keldana

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Oldenzaal
    Nettes Beispiel, dass du es nicht ganz verstanden hast: Durch Homosexualitaet oder auch SM schadet man keine anderen. OK, SM schon, aber da will man das ja auch explizit.
    2 Dinge ...

    1.) Sind für Dich jetzt SM und Homosexualität pervers ? Denn dann solltest Du wissen, dass Homosexualität auch im Tierreich vorkommt ... und auch in der Menschheitsgeschichte eigentlich imemr vorhanden war. Wenn sich eine Gesellschaft dann irgendwann mal überlegt, dass so etwas "falsch" ist, dann zeigt das eher dass die Menschen sich da etwas "natürliches" abgewöhnen wollen.

    2.) Du solltest Dich mal etwas mehr mit SM auseinander setzen ... denn wenn beim SM ein Schaden entsteht, dann ist etwas schief gelaufen. Klar gibt es "gestörte", die es übertreiben, aber dass kann bei "üblichen" Praktiken ebenso passieren.
  • 04.07.2012
    Nicoletta

    AW: sexueller Fetisch / Pornosucht

    Kelshan
    Porno-Sucht sehe ich jetzt erstmal noch als eine der weniger schlimmen Varianten wahr
    Im Grunde genommen stimme ich deinem Beitrag zu - aber nur wenn man ihn allgemein auf Sucht und Fetisch versteht. Was mich aber zu diesem Thread veranlasst hat, und was meiner Meinung ständig wieder untergeht, sind die Auswirkungen. Nehmen wir mal das Beispiel, hier sind ja vornhemlich jüngere User, eines heranwachsenden Jungen.

    Wenn der sich anhand Pornoheften und Filmen befriedigt, vielleicht dabei noch eine bestimmte Neigung entdeckt, dann wird der Einstieg in den partnerschaftlichen Sex einiges an Enttäuschung präsentieren. Wobei damit das Thema Aufklärung ebenfalls tangiert wird. Heute meint fast jeder 14 jährige er wissen alles über den Sex, weil ja alles überall und immer abrufbar ist. Vom billigen Porno bis hin zu psychologisch wertvollem Aufklärungsmaterial. Es kommt nicht von ungefähr das wir in der heutigen Gesellschft so viele Kindermütter haben - aber das schweift zu weit ab.

    Der erwähnte fiktive Junge "lernt" in seinen Filmen ein völlig falsches Bild. Männer die dauergeil sind und ständig stundenlang "können" und wollen, Frauen die ebenfalls ständig wollen und überdies sehr tolerant und hemmungslos sind. Mit solche "Erfahrung" bewaffnet stolpert dieser Junge nun in eine Beziehung in der es irgendwann auch mal intim wird. Und wird böse überrascht sein, dass wenn Emotionen beteiligt sind, die Gefühle und die Erregung viel stärker sind als vor dem eigenen Bildschirm. Was dem oder den ersten Spielen oft einen raschen Abpfiff beschert. Da macht sich leicht Frust breit.

    Wenn dies dann einigermaßen in den Griff bekommen wird, droht die nächste Enttäuschung, nämlich die, dass das Mädchen sich gar nicht so verhält wie es die Frauen in den Filmen immer tun.

    Allein schon der Konsum, gar nicht mal zwingend die Sucht, bergen schon Potentiale die allgemein der einzelne vielleicht nicht als Problem sieht, die aber doch Probleme bereiten. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber statistisch tauchen diese und ähliche Fälle ein bis drei Mal unter 100.000 Menschen auf. (lt. Akademie für Sexualmedizin, Leipzig). Auch interessant, wenn auch nicht direkt mit Bezug zum Thread: 10 bis 20 Mal häufiger gibt es die sogenannten Präferenzstörungen wie Homosexualität oder Pädophilie.



    Kelshan
    Ich finde im Grunde genommen, dass es schlicht überhaupt niemanden etwas angeht, was im eigenen Schlafzimmer bzw. allgemein hinter geschlossenen Türen oder noch allgemeiner wenn es sonst schlicht niemand mitbekommen können sollte im sexuellen Sinne passiert.
    Und dieser Teil ist eben auch sehr zwiespältig zu betrachten. Ist er in die Richtung gemeint, es gehe niemanden etwas an WIE ich mich allein oder mit Partner sexuell verhalte, dann ist dies uneingeschränkt richtig, solange es eben keine rechtlichen Einschränkungen wie z.B. Inzest gibt. Aber auch hier teilt sich der Weg, denn neben dem WIE (und mit wem) gibt es noch weitere Aspekte. Zum Beispiel der Zwang zu sexuellen Handlungen. Gemeint ist nicht der Zwang auf andere, sonden der Eigene, dieser ist nämlich auch ein Aspekt der Störungen des Sozialverhaltens. So hat bspw. exzessive Masturbation den WHO ICD Code 10 - ist also nach Definition eine Störung, siehe ICD 10, F98.8. (DIMDI - ICD-10-WHO Version)
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