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Thema: Storm Kvlt

  1. #1
    Sturmgeweihter Sturmgeweihter ist gerade online
    Avatar von Sturmgeweihter

    Storm Kvlt

    Moin zusammen,

    wie einige von euch bereits wissen, mache ich in einem Solo-Projekt immer mal wieder Musik. Am vergangenen Wochenende habe ich meine erste Demo veröffentlicht, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will. Doch vorab ein paar Infos zur Band.

    Die (lange) Geschichte von Storm Kvlt

    Storm Kvlt ist eine Ein-Mann-Band, die aus der Asche meiner vorherigen Band Dodengraver entstanden ist. Bei Dodengraver fing ich mit dem Bass spielen an und machte meine ersten Schritte als Musiker. Wir probten damals in einer ungenutzten Hütte bei meinen Eltern und bauten uns das Ding so zurecht, dass man da gescheit proben konnte. Die Band gründete ich zusammen mit einem Kumpel, der Gitarre spielt, und schnell fanden wir einen Drummer, der das Lineup komplettierte. Über ein Jahr arbeiteten wir an Songs und probten jeden Sonntag.
    Als wir eine Setlist voll hatten, machten wir uns auf die Suche nach Auftrittmöglichkeiten, wurden aber nicht so recht fündig. Da unser Gitarrist Kontakte ins hiesige Jugendzentrum hatte, reifte schnell die Idee, einfach ein eigenes Konzert mit uns als Opener auf die Beine zu stellen. Ich hatte Kontakt zu vielen regionalen Bands und so setzten wir den Plan in die Tat um. Wir kümmerten uns um die Werbung und fuhren alle möglichen Läden und Locations hier ab, um unsere Flyer an den Mann und an die Frau zu bringen. Das JuZ kümmerte sich um die Versorgung der Bands, die Bands selber stellten Drums und Verstärker. Alles lief gut.
    Bis unser Drummer eine Woche vor dem Gig feststellte, dass er die Musik ja gar nicht so möge. Wahrscheinlich hatte er einfach nur kalte Füße. Jedenfalls verließ er die Band umgehend und ließ uns recht ratlos im Regen stehen. So konnten wir natürlich nicht auftreten. Das Konzert fand trotzdem statt und geht mittlerweile in seine 6. Ausgabe. Da ist also eine richtige Reihe entstanden, auch wenn ich seit Ausgabe 3 meine Finger nicht mehr im Spiel habe.
    Wir versuchten es dann erstmal weiter mit einem Drum Computer, da wir die Band nicht aufgeben wollten und keinen neuen Drummer fanden. Es kam jedoch zu internen Streitigkeiten, weshalb die Band irgendwann zu Grabe getragen wurde.

    Ich jedoch hatte Blut geleckt und wollte weiter Musik machen. Wollte es jedoch in meinem Tempo machen und war nicht bereit, mir eine neue Band zu suchen. Und nur mit dem Bass alleine lässt sich auch eher schlecht als recht Musik machen. Es klingt halt nicht so toll. Also nahm ich die Sache selber in die Hand und bestellte mir eine Gitarre. Ohne Plan, wie man sie spielt. Aber mit dem besten Willen. Anfangs coverte ich ein paar Songs, kaufte mir Lernbücher und machte mich irgendwann dran, die alten Dodengraver-Songs nachzuspielen. Bis die Idee reifte, dass es mal an der Zeit sei, die Songs aufzunehmen.
    Doch auch davon hatte ich keine Ahnung. Und vor allem: Ich hatte nicht mal das Equipment dafür. Es stand die nächste Herausforderung ins Haus und erneut begann ich, das Internet zu durchforsten. Was brauchte ich an Equipment zum Aufnehmen? Was kann ich als Drum Computer nutzen, außer Guitar Pro, was extrem generisch klingt? Worauf muss ich achten? Was passt in mein Budget? Nach und nach kaufte ich, sehr zum Leidwesen meiner Freundin und meines Geldbeutels, alles, was ich so für die Aufnahmen brauchte: Studiomonitore, diverse Kabel, ein Audio Interface, einen Voice-Verstärker, ein DAW, einen Drum Computer, Amp Simulatoren und so weiter und so fort.

    Als ich das dann endlich alles beisammen hatte, begann ich, die Dodengraver-Songs aufzunehmen. Nur aufnehmen reichte mir aber nicht, denn hier und da war ich mit der Songstruktur nicht zufrieden. Ich begann schließlich damit, die Songs neu zu strukturieren und ihnen meinen eigenen Stempel aufzudrücken. Ich war sogar recht zufrieden mit den ersten Ergebnissen, auch wenn die Aufnahmen aus heutiger Sicht wirklich verdammt scheiße sind. Aber es ging voran und es gab Ergebnisse. Diese wollte ich dann auch mit meinen Freunden teilen. Aber wie? Dodengraver alleine aufleben lassen? Den Gedanken trug ich lange Zeit mit mir rum, aber so wirklich gefallen wollte er mir nicht. Ich wollte etwas eigenes, etwas, wo ich voll hinterstehe, ohne Altlasten.

    Und so kam es dann zur Gründung von Storm Kvlt. Dabei spielte bei der Namensfindung mein Username hier auch eine Rolle. Erst wollte ich die Band Sturmgeweihter nennen. Da das aber mein Allerweltsinternetpseudonym ist, haftete mir da zu viel dran. Sturmgeweiht heißt der Song von Forseti, der mich auf den Namen brachte. Das kam auch nicht in Frage. Sturmkult? Nein, irgendwie klingt das zu rechtsradikal. Die Band wurde als Lernprojekt gegründet, als etwas, was irgendwie Spaß machen und auch nicht ganz ernst gemeint sein sollte. Anfangs war ich auch auf englische Texte aus, als tendierte ich schnell zu einem englischen Namen. Und am Ende landete ich bei einer wilden Mischung. Storm Kvlt. Nichts anderes, als der Sturmkult. Nur eben auf Englisch und mit dem in Schwarzmetall-Kreisen mit einem Augenzwinkern zu sehenden v statt eines u. So wurde Storm Kvlt geboren.

    Logo und Facebook-Seite waren schnell gemacht. Durch Dodengraver gab es Kontakte zu einem Logo-Designer aus Mexiko (Brutal Disorder Logos), den ich mittlerweile auch privat kenne, weil er uns in Deutschland besucht hat. Der machte mir für wenig Geld das Logo nach meinen Vorstellungen und somit konnte die Reise starten.

    Die musikalische Ausrichtung

    Im Prinzip war von vorherein klar, dass Storm Kvlt wie auch schon Dodengraver irgendwo in der Black Metal / Black'n'Roll Richtung anzusiedeln sein würde. Trotzdem wollte ich mir für dieses Projekt kein festes Genre auferlegen. Wieso auch? Ich bin doch eh alleiniges Mitglied, da kann ich auch machen, was ich will. Rockige, groovige Nummern? Schnelles Geschraddel? Akusikgitarren? Langsame, schleppende Songs? Alles sollte möglich sein. Dadurch klingt Storm Kvlt natürlich nicht so homogen wie andere Bands. Aber eben auch nicht so eintönig, was die musikalische Ausrichtung betrifft. Wenn ich Bock auf Neofolk habe, schreibe ich einen Neofolk Song. Wenn es Black Metal sein soll, auch gut. Klingt es mal nach Death oder Doom? Auch kein Problem.
    Der Vorteil einer Ein-Mann-Band: Man ist alleine für alles verantwortlich. Der Nachteil einer Ein-Mann-Band: Man ist alleine für alles verantwortlich. So kam es häufiger vor, dass ich einzelne Ideen oder ganze Songs aufgrund mangelnden Inputs habe ruhen lassen. Manchmal fährt man sich einfach fest und kommt ohne frische Ideen nicht weiter. Hin und wieder reifte der Gedanke, mir Mit-Musiker zu suchen, doch irgendwie mag ich die Freiheit. Es ist niemand böse, wenn ich mal 2-3 Monate nicht dazu komme, irgendwas für die Band zu machen. So kann es sein, dass ich mir für einzelne Songs mal Gastmusiker suchen werden, aber im Kern wird Storm Kvlt immer eine Ein-Mann-Band bleiben.
    Live ist mit Storm Kvlt auch nichts geplant. Wenn, dann auch nur mit Gast-Musikern. Wobei es schon cool wäre, auf der damals von uns initiierten Konzertreihe mal mit Storm Kvlt aufzutreten, um den Kreis zu schließen.

    Demo 2018

    Wie eingangs erwähnt habe ich Anfang des Monats meine erste Demo veröffentlicht, die kostenfrei unter http://stormkvlt.bandcamp.com heruntergeladen werden kann.



    Die ganze Demo wurde freundlicherweise von Pagan Music Albums in ihrer Gesamtheit in ein Video gepackt. Für alle die, die einfach nur so mal reinhören wollen.
    Insgesamt umfasst die Demo vier Songs, wobei "Eala Frya Fresena" ein umstrukturierter Dodengraver-Songs ist. Die restlichen drei Stücke stammen allesamt aus meiner Feder. Musikalisch wie textlich.

    Ich habe jetzt auch genug erzählt. Hört mal rein, wenn ihr Bock habt, und lasst mir einen Kommentar da.

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    Storm Kvlt

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  3. #2
    Bieberpelz Bieberpelz ist offline
    Avatar von Bieberpelz

    Storm Kvlt

    Deine Bio habe ich mich großen Interesse gelesen.
    Deine Songs habe ich mir kürzlich gezogen, erwartet habe ich nichts. Dafür bin ich einfach zu viele Jahre in der Szene unterwegs. Ich habe schließlich die letzten Jahr bzw. über nen Jahrzehnt zwei Redaktionen gehabt, wonach ich noch heute täglich Albem umsonst bekommen, lange darüber geschrieben und teils auch selbst als Label produziert habe. Keine Frage: Man ist irgendwann gelangweilt und diese Sorge hatte ich hier auch.

    Aber nein, ich bin ohne Scheiß positiv überrascht.
    "Wenn schwere Winde sich heben" hat direkt gezündet. Vor allem der später einsetzen zusätzliche "Klar?/Tenor?" Gesang gefällt mir, so etwas mag ich. Und zwischendurch wird auch das Riffing sehr spannend und Abwechslungsreich. Auch Gesanglich und von der Produktion her einiges besser, als ich es erwartet hätte.

    Die anderen Songs habe ich Stand jetzt nur kurz einmal angehört. "Eala Frya Fresena" war als einziger Song auf dem ersten Blick nichts für mich.

    Zwischendurch erinnert es mich, auch vom Titel des ersten Songs, an die alten bis mittleren Dornenreich. Ich glaube ein Gast-Musiker mit Valnes ähnlichen Gesang, im Wechsel mit purer Energie und du müsstest dich vor der Band in seiner Glanzzeit nicht verstecken.

    Doch, du kannst echt wohl was.
    Ich werde es verfolgen und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

  4. #3
    Sturmgeweihter Sturmgeweihter ist gerade online
    Avatar von Sturmgeweihter

    Storm Kvlt

    Zitat Bieberpelz Beitrag anzeigen
    Deine Bio habe ich mich großen Interesse gelesen.
    Deine Songs habe ich mir kürzlich gezogen, erwartet habe ich nichts. Dafür bin ich einfach zu viele Jahre in der Szene unterwegs. Ich habe schließlich die letzten Jahr bzw. über nen Jahrzehnt zwei Redaktionen gehabt, wonach ich noch heute täglich Albem umsonst bekommen, lange darüber geschrieben und teils auch selbst als Label produziert habe. Keine Frage: Man ist irgendwann gelangweilt und diese Sorge hatte ich hier auch.

    Aber nein, ich bin ohne Scheiß positiv überrascht.
    "Wenn schwere Winde sich heben" hat direkt gezündet. Vor allem der später einsetzen zusätzliche "Klar?/Tenor?" Gesang gefällt mir, so etwas mag ich. Und zwischendurch wird auch das Riffing sehr spannend und Abwechslungsreich. Auch Gesanglich und von der Produktion her einiges besser, als ich es erwartet hätte.

    Die anderen Songs habe ich Stand jetzt nur kurz einmal angehört. "Eala Frya Fresena" war als einziger Song auf dem ersten Blick nichts für mich.

    Zwischendurch erinnert es mich, auch vom Titel des ersten Songs, an die alten bis mittleren Dornenreich. Ich glaube ein Gast-Musiker mit Valnes ähnlichen Gesang, im Wechsel mit purer Energie und du müsstest dich vor der Band in seiner Glanzzeit nicht verstecken.

    Doch, du kannst echt wohl was.
    Ich werde es verfolgen und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
    Besten Dank für dein Feedback, mein Lieber!

    Tatsächlich ist "Wenn schwere Winde sich heben" auch der jüngste Song der Demo. Das Teil habe ich erst Ende letzten Jahres fertiggestellt.
    "Eala Frya Fresena" fällt in meinen Augen auch etwas aus der Reihe, weil der Song eben auch nicht aus meiner Feder stammt. Die Ursprungsversion war über 8 Minuten lang, das gab der Song in meinen Augen nicht her. Ich habe ihn etwas gekürzt und den Schluss verändert.

    Der älteste Song auf der Demo ist tatsächlich "Der Gott der Stadt", den ich ganz zu Anfang von Dodengraver auf dem Bass geschrieben habe. Unser Gitarrist meinte damals, man könne dazu keine vernünftige Gitarre spielen und ich, ohne Ahnung von der Gitarre, habe ihm geglaubt. Die erste vollständige Guitar Pro Version stammt sogar aus dem Jahr 2013 oder so.

    Hier irgendwie Parallelen zu Dornenreich zu ziehen finde ich schon heftig. Danke! Auch wenn mich von deren künstlerischem wie musikalischem Anspruch Welten trennen.
    Was ich aber für die nähere Zukunft plane, ist die Suche nach einem Gastsänger. Der Gesang macht mir tatsächlich wenig Spaß, weil ich es auch einfach nicht kann.
    Eine Aufnahmesession und ich krächze die nächsten 4 Tage nur rum...

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