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  1. #1
    Max @ home Max @ home ist offline
    Avatar von Max @ home

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Die kommende Bundesliga-Saison steht bevor - und der VAR geht in sein zweites Jahr

    Innerhalb der Bundesliga hat er bislang noch nicht so recht überzeugen können, bei der diesjährigen Fußball-WM dafür umso mehr.

    Keine klare Linie, viele diskussionswürdige Entscheidungen und reichlich Fehlinterpretationen: Während der letzten Saison gab es an sonntäglichen Stammtischen trotz des "Video Assistant Referees" reichlich Diskussionspotenzial. Diverse fragwürdige Pfiffe sorgten nicht nur an den letzten beiden Spieltagen dafür, dass am Ende dann doch Vereine auf den Abstiegsplätzen standen, die den Klassenerhalt bei korrekter Regelauslegung womöglich doch noch erreicht hätten.

    Bei der WM lief die Nutzung des Videobeweises hingegen überraschend gut.




    Wie seht Ihr das? Hier mal einige Fragen zur Anregung, die Diskussion darf aber ruhig offen gestaltet werden:
    • Hat der Videobeweis Zukunft oder nimmt er dem Fußball doch zuviel an Emotionen?
    • Macht er den Fußball gerechter? Gibt es hier überhaupt eine Steigerungsform?
    • Wie würdet Ihr den VAR anwenden. Wann soll er eingreifen, ab wann nicht mehr?

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    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

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  3. #2
    PatrickGER PatrickGER ist offline
    Avatar von PatrickGER

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Die Videos lügen nicht, ich finde es eigentlich ziemlich gut aber auch ein wenig schade...

    Lass mich es so erklären, jeder kennt Monopoly... Schön schnell bescheissen, also Geld von der Bank klauen... Verglichen mit dem klassischen Schiri natürlich.
    Dann Monopoly Banking... Fast keine Chance mehr auf sowas... Es ist also gut und fair, aber so kommen die Dinge halt anders bzw. wie sie sollten.


    Bei Frankreich gegen Kroatien war mmn nur der Freistoß der ins der flog eine Fehlentscheidung. Man könnte hier natürlich auch den VAR benutzen, doch irgendwann ist dann mal gut, denn dies kostet auch eine Menge Zeit (insgesamt) und sollte daher auch nicht für jedes kleinste Ding verwendet werden. Der Schiri soll dann auch etwas nach seinem ermessen Pfeifen/Werten sollen.

  4. #3
    daywalker2609 daywalker2609 ist offline
    Avatar von daywalker2609

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Ich fand den Videobeweis bei der WM deutlich besser gelöst, als es in der Bundesliga der Fall war.
    Grade da es auch einige Fehlentscheidungen in der Liga gab..... Der VAR zeigt aber gut, dass immer noch Menschen entscheiden. Und Menschen machen nun mal Fehler.

  5. #4
    AnnaM91VK09 AnnaM91VK09 ist offline
    Avatar von AnnaM91VK09

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Das finde ich ist ein sehr guter Punkt, es sind immer noch Menschen dahinter und solange ist die Technik nur so gut wie der Mensch wo sie nutzt.

  6. #5
    Sturmgeweihter Sturmgeweihter ist offline
    Avatar von Sturmgeweihter

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Perfekt war der VAR aber auch bei der WM nicht. Und ironischerweise haben gerade die deutschen Schiris als VARs bei der WM eher versagt als das sie gute Arbeit geleistet haben.

    Trotzdem bleibe ich dabei, dass der VAR an sich eine gute Sache ist. In der BuLi wurde ja auch vieles korrekt korrigiert, was für etwas mehr Gerechtigkeit gesorgt hat. Im Kern muss man sich aber endlich mal darauf einigen, wann der VAR eingesetzt wird und wann nicht. Wenn es eine unberechtigte Standardsituation gab und diese führt unmittelbar zum Tor: Ist das dann was für den VAR? Mal war das in der BuLi der Fall, mal nicht. Bei der WM wurde konsequent gesagt, dass das kein Fall für den VAR sei. Das hat zwar auch dafür gesorgt, dass wir im WM-Finale einen unberechtigten Freistoß hatten, der quasi unmittelbar zum Tor führte, aber das sind dann Ungerechtigkeiten, mit denen man leben muss. Wichtig ist nur, dass sowas klar kommuniziert wird. Und das hat die FIFA im Gegensatz zum DFB / der DFL getan.

    Wichtig ist vor allem aber auch, dass man nicht vergisst, die Regeln weiter anzupassen. Was nützt mir der VAR, wenn die Handspielregel einfach völlig unklar ist? Wir hatten eine Situation gegen die Bayern, wo - ich glaube es war er - Hummels den Ball an die Hand bekommt, der VAR aber nicht eingreift. Dann hatten wir gegen uns eine Szene, wo - ich glaube es war er - Naldo der Ball in ähnlicher Haltung und ähnlicher Situation an die Hand springt, der VAR aber eingreift und wir einen Elfmeter gegen uns bekommen. Es wäre schön, wenn solche Szenen dann bitte auch gleich bewertet werden würden.

    Ganz wichtig (GANZ WICHTIG!!!) sind die kalibrierten Linien. Noch eine Saison ohne diese Hilfe und wir können den VAR komplett abschaffen. Abseits ist die einzige Regel, die völlig klar definiert ist. Und die konnte der VAR letzte Saison aufgrund fehlender Linien nicht immer richtig entscheiden. Wenn er bei der klarsten aller Regeln nicht entscheiden kann, dann brauchen wir das Teil gar nicht erst einführen. Abseits ist Abseits, da gibt es keine Auslegungssache. Da gibt es kein Kann-Abseits oder 60/40-Abseits. Abseits ist Abseits. Da hat man sich beim DFB / der DFL schön blamiert mit... Wenn man solche 2 Meter Abseitsstellungen wie vom HSV gegen Leipzig nicht mit dem VAR entscheiden kann... dann gute Nacht.

    Womit wir halt leben müssen ist, dass der Torjubel immer etwas verzögert sein wird. Das nimmt die Emotionen raus. Aber letzte Saison hat man gesehen, dass man auch gut über den VAR diskutieren kann. Selbst bei der WM, wo er besser lief, gab es noch Entscheidungen, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Manchmal ist der Einsatz dann auch bitter, wie bspw. beim Iran gegen Spanien, wo der Iran sich ekstatisch über den Ausgleich freut und komplett ausrastet, der Schiri das Ding aber zuücknehmen muss. Da wünscht man sich dann auch mal, dass es den VAR nicht geben würde, aber im Prinzip habe ich selber keinen Bock mehr, mich über Gegentore oder Elfmeter aufzuregen, wo jeder Schwanz sieht, dass es nichts war, nur die drei - vier Leute, die es hätten sehen müssen, haben nicht hingeschaut...

    Der VAR ist nicht perfekt, aber macht den Fußball gerechter. Trotzdem muss man schauen, dass auch die VAR-Fehler und Grauzonen minimiert werden, denn dadurch, dass es weniger Fehlentscheidungen gibt, wiegen die, die es noch gibt, besonders schwer. Das darf man nicht vergessen.

  7. #6
    Max @ home Max @ home ist offline
    Avatar von Max @ home

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Die Frage, die sich mir aber stellt: Macht der VAR den Fußball wirklich gerechter, wenn die Fehlentscheidung #1 korrigiert wird, Fehlentscheidung #2 dafür nicht? Meines Erachtens nicht, da am Ende doch vermutlich wieder eine Mannschaft absteigt, die es ansonsten geschafft hätte. Man kann vielleicht ein paar Szenen korrigieren, dafür gleicht sich am Ende einer Saison dann mindestens genauso wenig aus.

    Die Frage ist dann auch, wo man die Grenze zieht: Person A möchte einen VAR nur für haarsträubende Fehlinterpretationen wie z. B. bei Phantomtoren. Person B ist hingegen vielmehr der Ansicht, warum man auf einen VAR in kleineren Situationen verzichtet, wenn man ihn doch ohnehin schon nutzt. Eine klare Grenze zu ziehen fällt hier schwer. Einerseits hat man die Mittel, andererseits will man das Spiel nicht völlig auseinanderreißen. Als Möglichkeit sähe ich hier eine begrenzte Anzahl an Vetorechten der jeweiligen Trainer pro Spiel. Das wäre meines Erachtens die sinnvollste Variante.

  8. #7
    Sturmgeweihter Sturmgeweihter ist offline
    Avatar von Sturmgeweihter

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Zitat Max @ home Beitrag anzeigen
    Die Frage, die sich mir aber stellt: Macht der VAR den Fußball wirklich gerechter, wenn die Fehlentscheidung #1 korrigiert wird, Fehlentscheidung #2 dafür nicht? Meines Erachtens nicht, da am Ende doch vermutlich wieder eine Mannschaft absteigt, die es ansonsten geschafft hätte. Man kann vielleicht ein paar Szenen korrigieren, dafür gleicht sich am Ende einer Saison dann mindestens genauso wenig aus.

    Die Frage ist dann auch, wo man die Grenze zieht: Person A möchte einen VAR nur für haarsträubende Fehlinterpretationen wie z. B. bei Phantomtoren. Person B ist hingegen vielmehr der Ansicht, warum man auf einen VAR in kleineren Situationen verzichtet, wenn man ihn doch ohnehin schon nutzt. Eine klare Grenze zu ziehen fällt hier schwer. Einerseits hat man die Mittel, andererseits will man das Spiel nicht völlig auseinanderreißen. Als Möglichkeit sähe ich hier eine begrenzte Anzahl an Vetorechten der jeweiligen Trainer pro Spiel. Das wäre meines Erachtens die sinnvollste Variante.
    Ja, da bin ich bei dir. Ich habe schon in der abgelaufenen Saison immer wieder dafür plädiert, dass man den Trainern die Entscheidung lassen sollte, wann sie bei etwas eingreifen wollen und wann nicht. Dann kann am Ende niemand sagen, dass er nicht die Chance hatte, dass sich etwas nochmal angeschaut wird.

    Und auch ganz wichtig: Der Schiri auf dem Platz sollte sich immer die Szene SELBER anschauen und nicht blind darauf hören, was aus Köln kommt. Der Schiri muss der entscheidende Mann bleiben und er sollte die Hoheit besitzen. Immerhin muss er sich am Ende vor Spielern, Trainern und Medien verantworten. Es kann nicht sein, dass Köln bspw. sagt, es war ein klarer Elfer und der Schiri vertraut dem blind. Wenn es dann doch nicht so klar war, wächst die Unsicherheit, was für mehr Fehler sorgt.

    Und zudem: Man muss den Fans klar vermitteln, was gerade geschieht und wieso es geschieht. Es gibt in jedem Stadion Anzeigetafeln und Würfel, da kann man das locker einblenden. In der letzten Saison gab es so oft den VAR und keiner im Stadion wusste, was denn nun geprüft wird... Das geht einfach nicht.

  9. #8
    Wiebke5 Wiebke5 ist offline

    Der Videobeweis (VAR) - ein Gewinn für den Fußball?

    Ich finde man sollte das so ähnlich machen wie in der NFl oder beim Tennis: Jede manschaft hat pro Halbzeit einmal diue chance den videobeweis anzufordern. das bringt auch nocheinmal etwas mehr einfriffsmöglichkeiten für die trainer

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