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  1. #941
    RNY RNY ist offline
    Avatar von RNY

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Zitat daywalker2609 Beitrag anzeigen
    Naja der Geschmack ist halt immer subjektiv.
    Hatten wir dieses Thema nicht schon x-mal

  2. Anzeige

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
  3. #942
    TrueValue TrueValue ist offline
    Avatar von TrueValue

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Leute, nehmt nicht alles so ernst. Ein kleiner Seitenhieb wird ja wohl erlaubt sein .

  4. #943
    daywalker2609 daywalker2609 ist offline
    Avatar von daywalker2609

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Zitat RNY Beitrag anzeigen
    Hatten wir dieses Thema nicht schon x-mal
    Schon ich wollte halt nur noch mal drauf hinweisen.

  5. #944
    RNY RNY ist offline
    Avatar von RNY

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Wie könnten das mal wieder durchkauen bis jemandem der Kragen platzt

  6. #945
    Pumpkin04

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Ich warte gern auf die Rezensionen von Usern, die "All is lost" gut fanden!

  7. #946
    daywalker2609 daywalker2609 ist offline
    Avatar von daywalker2609

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Zitat Pumpkin04 Beitrag anzeigen
    Ich warte gern auf die Rezensionen von Usern, die "All is lost" gut fanden!
    Naja dürfen die ja auch. Ich zum Beispiel fand ja auch Jurassic World nicht gut, und einige feiern den voll ab.

  8. #947
    TrueValue TrueValue ist offline
    Avatar von TrueValue

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Zitat Pumpkin04 Beitrag anzeigen
    Ich warte gern auf die Rezensionen von Usern, die "All is lost" gut fanden!
    Ich fand ihn gut, aber nicht überragend. Das Nachfolgewerk "A Most Violent Year" ist aber grandios.

  9. #948
    Pumpkin04

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Zitat daywalker2609 Beitrag anzeigen
    Naja dürfen die ja auch. Ich zum Beispiel fand ja auch Jurassic World nicht gut, und einige feiern den voll ab.
    Bei mir darf jeder alles. Leider gilt das nicht für alle User hier im Board...
    By the way: "Jurassic World" fand ich furchtbar...

  10. #949
    Mr. Burns Mr. Burns ist offline
    Avatar von Mr. Burns

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    Star Wars - Episode VII: Das Erwachen der Macht (2015)

    Zehn Jahre ist mittlerweile her, dass sich Star Wars Fan zuletzt in eine weit, weit entfernte Galaxie begaben, um mit der "Rache der Sith" das letzte Prequel zur alten Star Wars Trilogie zu sehen. Nun ist es endlich soweit und mit dem "Erwachen der Macht" wird die Geschichte 30 Jahre nach der "Rückkehr der Jedi-Ritter" weitererzählt. Der Hype um die Weltraum-Saga ist ungebrochen und ein Ende ist nicht in Sicht, schließlich wächst eine neue Generation von Star Wars Fans heran, die die beiden alten Trilogien nicht selbst miterlebt, die Begeisterung von Eltern, älteren Geschwistern oder anderen aber übernommen hat.

    Insofern dürften nicht nur der Rezensent, sondern auch Millionen andere Zuschauer einen ersten Gänsehaut-Moment bekommen haben, als am Anfang das berühmte Star Wars Intro ertönte. Fans der alten Filme dürfen sich zudem über viele bekannte Gesichter freuen. Han Solos „Chewie, wir sind zu Hause“ rührte bereits im Trailer die Herzen vieler Fans. Die Spezialeffekte sind über weite Strecken bärenstark, aufgrund der Produktionskosten war das aber auch zu erwarten. Das 3D ist in Ordnung, hat aber nichts mehr von der Faszination seiner Anfangszeit vor einigen Jahren. Für die Kinobetreiber und den Filmverleih dank des 3D-Zuschlags ein einträgliches Geschäft, bietet es dem Zuschauer kaum Mehrwert. Doch zurück zum eigentlich wichtigen, nämlich der Story. Diese macht in ihrem Versuch, möglichst alle Zielgruppen zufrieden zu stellen, zwar nicht viel falsch, denn es wird im Großen und Ganzen das geliefert, was Fans bereits in den alten Trilogien liebten: Weltraumschlachten, Lichtschwertkämpfe, skurrile Figuren, witzige Dialoge, der ewige Kampf Gut gegen Böse und vieles mehr. Doch wird eben auch wenig neues gewagt. Dies wäre ok, würde die Qualität des Films insgesamt an die der alten Filme heranreichen. Dass dies leider nicht gelingt, hängt vor allem mit den neuen Hauptcharakteren (Fin, Rey und Kylo Ren) zusammen. Die sind zwar allesamt nicht uninteressant, wirken aber doch irgendwie austauschbar. Figuren mit einer machtvollen und mystischen Ausstrahlung eines Obi-Wan Kenobi oder Meister Yoda sucht man in Episode VII vergeblich. Die Bösewichte haben (noch) nicht das Format eines Darth Vader oder des Imperators. Aber vielleicht braucht es dazu noch die kommenden Episoden. Zudem gibt es einige Logiklöcher, die aber zumindest teilweise in den folgenden Episoden geschlossen werden könnten, etwa
    Spoiler öffnen
    Star Wars VII hat definitiv mehr Humor als die Vorgänger, doch hat es Regisseur Abrams an manchen Stellen damit übertrieben. Bedeutenden Szenen wurde so bisweilen die Emotionalität genommen.

    Trotz aller Kritik ist Star Wars VII freilich ein überdurchschnittlicher SciFi-Actionfilm, der trotz seiner rund 135 Minuten keine Längen hat und durchweg zu unterhalten weiß. Wäre die Messlatte durch die Vorgänger nicht so hoch gewesen, wäre diese Kritik ob des wirklich guten Streifens sicherlich euphorischer ausgefallen. Wegen der genannten Kritikpunkte und der immensen Erwartungen blieb leider auch ein Stück weit Enttäuschung, weswegen es für "Das Erwachen der Macht" mit wohlwollendem Star Wars Bonus leider "nur"

    8 von 10 Millennium-Falken
    gibt.

  11. #950
    RNY RNY ist offline
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    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Is was Doc?

    Ein kleiner "Classic Hollywood Marathon" war am Samstag angesagt, und "whats up doc" war der Startfilm, da ich den schon länger mal wieder sehen wollte. Und der Film funktioniert noch genau so wie damals. Eine herrliche Screwball Komödie der New Hollywood Ära, mit einer guten Portion Kitsch und Romantik.

    Und auch wenn es im Grunde kein richtiger MacGuffin ist, wird hier die Idee eines Koffers (Oder einer Tasche) mit wichtigem Inhalt so richtig schön auf die Spitze getrieben. Ryan O'Neal und Barbara Streisand funktionieren wunderbar als ungleiches Duo, und auch die sonstige Besetzung kann man nur als passend für die jeweiligen Charaktere bezeichnen.

    Hervorheben darf man sicher auch noch die vielen kleinen und grösseren Stunts, die sicher nicht immer beeindruckend, aber durchgängig unterhaltsam inszeniert sind. Hand in Hand mit den verstreuten komisch-lustigen Szenen, von denen einige in meinen Augen Kultcharakter haben und auch heute noch ganz grosses Kino sind. Gerade zum Schluss des Films, möchte ich die Leistung des verstorbene Liam Dunn hervorheben (Der mit seinen fast 60ig Jahren viel älter ausschaut). Seine Szene als Richter ist es alleine schon fast wert, den Film einzulegen. Grandios!

    Für mich eine der besten Komödien aus dieser Zeit, mit einem wundervollen Cast, einer klasse Location und viel Witz mit Herz.

    8.5 von 10 Chinesischen Drachen


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    Jenseits von Eden

    Mein erster James Dean! Und ich war von Ihm sichtlich beeindruckt. Er ist ganz klar der Prototyp einer ganzen Ära von James Dean like Charaktere die man bis heute noch auf der Leinwand bewundern darf. Seine Mimik fand ich in diesem Film zwar oft verstörend, aber es hat mich doch erstaunt wie stark sich sein Gesichtsausdruck und seine gesamte Erscheinung ändern kann.

    Der Film selber ist, wenn man das Produktionsjahr berücksichtigt, ganz ok. Die Western Elemente sind dem Jahr geschuldet in dem der Film spielt. James Deans Charakter Cal, war für meinen Geschmack etwas zu psychopathisch angelegt. Im Grunde genommen ist der Kerl doch reif für die Klapsmühle, kein Wunder, wenn man sein Leben lang nur Selbstzweifel hat. In den 50er Jahren konnte man solches Overacting ja noch verzeihen, aber heutzutage wirkt es doch ein wenig befremdend.

    Die Story selbst hätte durchaus das Potenzial gehabt um mehr zu sein als (Laut Wikipedia) eine Kain und Abel Version dieser Ära. Und doch hat es mich bis zum Ende gepackt. Ja, der Film hat seine Fehler und ist bei weitem nicht perfekt, auch mag er in der heutigen Zeit an vielen Stellen merkwürdig antiquiert rüberkommen. Doch zu seiner Zeit war er wohl etwas frisches, und der Ausstrahlung von James Dean, konnte ich mich ebenfalls nicht entziehen.

    Darum gebe ich dem Streifen gerne 7 von 10 Bibeln, auch wenn ich hoffe dass mich "Denn Sie wissen nicht was sie tun" noch mehr überzeugen kann. Und auf "Giganten" bin ich nur schon wegen der turbulenten Dreharbeiten gespannt.


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    The Blob - 1958

    Wenn man die Entstehung vom "Blob" etwas recherchiert, ist der Film um so lustiger. Der Kommunismus in Form einer Masse aus dem All, das grenzt schon fast an Comedy. Abgsehen davon, ist dieser Klassiker durchaus sehenswert, zumindest wenn man sich für den Charme der damaligen Zeitepoche begeistern kann. Der junge Steve McQueen spielt hier (Mit fast 28 Jahren!) einen Teenager, der eine Stadt vor der drohenden Gefahr warnen möchte. Ich kannte ihn sonst nur als gestandenen Mann, der mit jedem Problem fertig wird. Daher war es erfrischend ihn mal in einer anderen Rolle zu sehen.

    Der Blob selber wirkt natürlich äusserst billig umgesetzt, aber es ist eben einfach ein Blob, was möchte man da anderes zeigen als eine unförmige Masse die sich Menschenfressend durch eine Kleinstadt bewegt. Das Drehbuch war wohl genau so dünn wie die geistige Intelligenz der Leute, welche die Idee zu dem Film hatten. Und doch habe ich mich gut mit dem Blob unterhalten gefühlt. Der Titelsong ist sogar äusserst amüsant, und es ist schade dass sich der Film so ernst nimmt. Mit einer Mischung aus Horror und Comedy, wären die Macher hier wohl besser bedient gewesen. So wirkt der Film eher unfreiwillig komisch.

    Da ich die Blu-Ray gesichtet habe, möchte ich noch die netten Extras anmerken. Vor allem die Super 8 Version vom Blob ist äusserst sehenswert, da selbige im Grunde nicht viel schlechter als die Kinofassung ist, nur mit dem Vorteil dass man sich nur ca. 8 Minuten mit dem Blob rumschlagen muss.

    Grundsätzlich ist der Film knapper Durchschnitt, im Gegensatz zu Referenzen der damaligen Zeit sogar unterdurchschnittlich. Aber er hat eben auch den Charme- und Nostalgie Bonus, und gehört auf seine Art auch zu den Klassikern des Genres.

    Daher versöhnliche 6 von 10 Feuerlöscher

  12. #951
    Mr. Burns Mr. Burns ist offline
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    Das Dschungelbuch (1967)

    Das kleine Menschenkind Mogli wird von Wölfen großgezogen. Doch eines Tages kehrt der böse Tiger Shir Khan in den Dschungel zurück und Mogli macht sich mit Hilfe des klugen Panthers Baghira auf, um Schutz in der Menschensiedlung zu suchen. Als die beiden auf ihrem Weg dorthin den stets gut gelaunten Bären Balu treffen, geht der Trubel erst richtig los.

    Bis heute ist das Dschungelbuch der in Deutschland erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten - gemessen an den Besucherzahlen. Nach Umsatz liegt der Walt Disney Film auf Platz 3 hinter Avatar und Titanic (und vielleicht auch bald Star Wars VII). Was ist es, was die Deutschen (und nicht nur die) so an diesem Film begeisterte und immer noch begeistert? Die Handlung an sich dürfte es wohl kaum sein. Das Drehbuch ist gut, rechtfertigt allein aber nicht den überwältigenden Erfolg dieses Streifens. Und auch technisch gibt es sicherlich besser gemachte Disney-Filme. Was also dann? Nach ungefähr 105x Schauen (davon 100x als Einschlafhilfe als kleines Kind ) wagt der Rezensent eine Antwort auf diese Frage. Vermutlich dürfte der Erfolg vor allem auf drei Faktoren zurückzuführen sein. 1) Die Charaktere: Balu der Bär, Baghira der Panther, Loui der Orang-Utan oder Shir Khan der Tiger - sie alle haben einen extremen Wiedererkennungswert. Gerade Balu ist eine Kultfigur, die wohl jedes Kind kennt und liebt. 2) Der Soundtrack: Gehört zum Allgemeingut der deutschen Populärkultur - wer kennt nicht "Probiers mal mit Gemütlichkeit"? 3) Der Humor: Welches Kind konnte nicht über die Elefantenpatrouille, den verrückten Affenkönig Loui oder den gemütlichen Balu lachen? Der Film macht Spaß und gute Laune. Überdies ist die deutsche Synchronisation bei diesem Film grandios. In meinen Augen auch besser als das englische Original.

    Die Höchstwertung gibt es nur nicht, weil das Dschungelbuch storytechnisch und dramaturgisch etwas schlechter als andere Disney-Filme ist.

    9 von 10 Kindheitserinnerungen

  13. #952
    Bieberpelz Bieberpelz ist offline
    Avatar von Bieberpelz

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    The Ridiculous 6

    Der Film lässt mit einem Wort beschreiben: Unterirdisch.

    Demnach kann ich dem Film auch nur 2 von 10 Punkten geben. Einen Punkt wegen 4K (die mich nicht interessieren)


    Trollhunter

    Ein netter Film, dessen Stilmittel (Mokumentary) sich aber zu sehr auf bisher bekanntes (Blairwitch Project) konzentriert und dessen Verhalten und Emotionen der Charaktere zu schwach und nicht nachvollziehbar sind. Die Bilder und Umgebung haben ansonsten gut gefallen und es hätte Potential, hätte man alles ein wenig Glaubwürdiger geschaffen.

    6,5 von 10 Punkten

  14. #953
    Krankfried Krankfried ist offline
    Avatar von Krankfried

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen


    Es gibt Filme, die ein möglichst breites Publikum ansprechen wollen, Filme für Genreliebhaber und Filme, die in einer gut sortierten Videothek ihr Nischendasein einem Blatt Papier zwischen zwei Enzyklopädien gleich fristen. Zu den letzteren gehört definitiv die Luftschlacht um England. Bald ein halbes Jahrhundert hat das Machwerk auf dem Buckel, das wohl bei jedem zeit- und militärgeschichtlich begeisterten Menschen Euphorie auslösen dürfte.

    Die Prämisse kennt wohl jeder aus den Geschichtsbüchern; nachdem die Schlacht um Frankreich nach nur wenigen Tagen geschlagen wurde und die ihren französischen Verbündeten zu Hilfe geeilte Royal Air Force ebenso im Eiltempo die Flucht angetreten hat, erklärt der bullige Britenpremier Churchill die Schlacht um England für eröffnet. Auf der gegenüberliegenden Seite soll die Luftwaffe, das Aushängeschild der deutschen Wehrmacht, unter der Führung des hochdekorierten Reichsmarschalls Hermann Göring, selber ein ehemaliges Fliegerass, die britische Luftüberlegenheit brechen.

    Die Deutschen haben allen Grund zum Selbstvertrauen, denn ihre Piloten sind bestens ausgebildet, haben mit der Bf 109 eines der modernsten Jagdflugzeuge seiner Zeit und konnten während des spanischen Bürgerkriegs Doktrinen entwickeln, die bis heute zum Standardrepertoire von Kampffliegern zählen.

    Die Briten haben dagegen die Not in Dosen. Deren Hurricane und ganz besonders die Spitfire können zwar gut mit dem Pendant der Luftwaffe mithalten, doch ihre Piloten haben nicht den Erfahrungsschatz des Gegners. Doch auch sie haben Trümpfe - das Radar beispielsweise, das von den Deutschen sträflich unterschätzt wird, und - polnische Piloten! Wenn die Verständigung nur nicht so schwierig wäre....

    Trotz einer Starbesetzung, die ihresgleichen sucht und das damalige Äquivalent zu The Avengers wäre, lässt der Film aus einem guten Grund keine Dramaturgie aufkommen: Er hält sich peinlich genau an historische Vorgaben, wo immer es geht. Dazu hatte man auch ein exzellentes Ensemble an historischen Beratern verpflichtet, wie Adolf Galland, die wohl schillerndste Gestalt der Luftwaffe, dessen Zitat "Geben Sie mir eine Staffel Spitfire, Herr Reichsmarschall" ebenfalls vorkommt.

    Das wohl größte Plus sind jedoch die Flieger selbst. An den vielen Spitfires, Hurricanes, Heinkels und Messerschmitts kann man sich gar nicht satt sehen, auch wenn die deutschen Flieger als spanische Lizenzbauten doch sehr deutlich von den Originalen an den dicken Lufteinlässen der BRITISCHEN Rolls-Royce-Motoren von den Originalen mit den Daimler-Benz- und Jumo-Triebwerken zu unterscheiden sind. Gewisse Ungereimtheiten wie das Weglassen von Do 17, Ju 88 und Bf 110 kann man da verzeihen, da es von diesen schlicht und ergreifend keine flugfähigen Exemplare gab, immerhin hat man sich bemüht, die Wirkung eines Stuka-Angriffs mit Modellen zu simulieren. Es bleiben diese phänomenalen Mühen, die man sich gegeben hat, die über hundert Flieger, die genutzt wurden (scherzhaft "the 35th largest airforce in the world" genannt), und die Liebe zum Detail, von klitzekleinen Fehlern abgesehen, die nur Enthusiasten oder Experten ins Auge fallen.

    Es wäre einen Fehler, bei diesem Werk etwas anderes zu erwarten, als es ist: Der Gipfel des Historienfilms. Unaufgeregt und ohne eine Seite übermäßig zu be- oder verurteilen, wie es der US-Hurrapatriotismus ja besonders gerne mit den Deutschen macht, werden die Tatsachen in einer sehr ansprechenden Form geschildert, schön untermalt mit stimmiger Musik (das Leitmotiv der Luftwaffe ist so markant, dass viele es bis heute für einen echten Marsch aus der Ära halten) und einigen auflockernden Gags, die aber auch alle ihren historischen Hintergrund haben - die Polen, die sich von den Briten nichts vorschreiben lassen und der Luftwaffenoberst, der Göring nass macht, sind da ein Beispiel. Wer sich dessen von Vornherein klar ist, wird auch seine Freude an dieser Form des Geschichtsunterrichts haben, und entsprechend sieht das Ende aus: Die Kamera schwenkt in den klaren, balkenkreuzfreien Himmel und das berühmte Zitat Churchills blendet vor einer Aufstellung derer ein, die ihr Leben in der Schlacht ließen, ganz so, wie es am Ende eines Buches über die Schlacht stehen könnte:

    "Niemals hatten so viele so wenigen so viel zu verdanken."

    Sieben von zehn Spitfires.

  15. #954
    RNY RNY ist offline
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    Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Taken 3


    Nachdem Bryan Mills im überraschend guten "Taken" seine Tochter auf kompromisslose Weise sucht, im schlechteren "Taken 2" von seinen Taten aus Teil 1 eingeholt wird, musste man sich ja etwas Neues einfallen lassen. Dabei verbindet Taken 3 die gleichen Rezepte wie schon bei Teil 1&2. Die Welt des Helden wird gezeigt, eine drastische Veränderung tritt ein, der Held muss aufklären um sich oder jemanden der ihm nahe steht, zu retten.

    Leider löst Taken 3 den Bonus den er durch die anderen zwei Filme hatte (Teil 2 war bis auf die absolut dämliche Handgranaten Szene ganz ok) ziemlich schnell ein, und verkommt zu einer durchschnittlilchen "Auf der Flucht" Kopie, ohne jemals dessen Klasse zu erreichen. Und da Bryan Mills ja ein ganz schlauer Typ mit "besonderen Fähigkeiten ist", muss man sich natürlich auch ganz raffinierte Tricks ausdenken, z.b wie er seine Tochter unerkannt treffen kann. Nur wirkt das Alles nun entgültig zu stark konstruiert, und man fragt sich ob weniger hier nicht mehr gewesen wäre.

    Dies könnte man auch über die Laufzeit sagen, die sicher 15-20 min weniger vertragen hätte. Dies hätte gereicht um z.b den unglaubwürdigen Twist am Ende wegzulassen, und dafür notfalls lieber wieder auf einen 0815 Russen Bösewicht zu setzen. Auch wenn der Typ der hier zuerst den bösen Obermacker miemen soll, ziemlich gewöhnlich und farblos daher kommt. Hat man sich wohl auf Grund dessen noch mal ans Drehbuch gesetzt?

    Die (zu-)schnell geschnittenen Actionszenen haben mich schon beim ersten Taken bereits bei der zweiten Sichtung gestört. Warum diese künstliche Hektik, nur damit alles schneller und kraftvoller wirkt? Lieber Oliver Megaton, schau bitte dass Du nicht auf dem Level stehen bleibst. Heutzutage wirkt das nur noch ermüdend, auch wenn ich Liam Neeson nach wie vor gerne beim Kloppen zuschaue.

    Ein kleiner Rettungsanker des Films, ist für mich Forest Whitaker. Den mag ich einfach, der geht immer! Schade dass sein Charakter nicht etwas schärfer ausgearbeitet wurde. Das kleine Detail mit der Schachfigur, hätte ich gerne stärker eingesetzt gesehen, so dass ein wirklicher Supercop Zug um Zug immer Näher ans Ziel kommt. Aber evtl. war Forest ja auch nervös ob der Film das Budget auch wirklich einspielen würde, daher gab man ihm ein Gummiband und eine Schachfigur zum spielen....

    Unterhalten wurde ich jedenfalls ganz gut, und der Beginn des Films hat mir sogar richtig gut geschmeckt. Leider verliert er sich danach in einem 0815 Actionstreifen ohne Sinn, aber immerhin mit Liam Neeson und Forest Whitaker in einem Katz und Maus Spiel, dass zwar an vielen Stellen unglaubwürdig, aber doch unterhaltsam ist.

    5.5 von 10 Rabbit-Holes

  16. #955
    RNY RNY ist offline
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    HER

    In Spike Jonzes oscarprämiertem Film Her verliebt sich Briefautor Joaquin Phoenix in die weibliche Stimme seines Betriebssystems, ‘verkörpert’ von Scarlett Johansson.
    Nachdem ich den Film im Flugzeug das erste mal gesehen habe - und begeistert war - gab es nun eine zweite Sichtung auf Blu-Ray.

    HER passt so wunderbar in die heutige Zeit der Abhängigkeit von Computern in allen Grössen. Das Smartphone ist bei vielen schon fast wichtiger als der eigene Partner, zwischenmenschliche Kommunikation findet heute ganz selbstverständlich auch virtuell statt, und was würden wir im Büro ohne die vielen digitalen Helfer nur machen. In HER wird diese Welt schom beim Einsteig klar, wenn Theodore Liebesbriefe und Gedichte für andere verfassen muss...Outscourcing der Gefühle, welche zwar echt, aber wohl nicht auf direktem Weg sind.

    Auch wenn ich die Leistung von Joaquin Phoenix nur als grossartig bezeichnen kann, da er seine innere Gefühlswelt extrem gut nach aussen trägt, ist der eigentliche Star hier Scarlett Johansson bzw. ihre Stimme von Samantha....dem OS der Zukunft. Und so weit entfernt ist diese Zukunft gefühlt auch nicht mehr entfernt, wenn man sich aktuelle Entwicklungen wie Siri oder Cortana anschaut. Ein Film über die Zukunft, eine Zukunft die wohl noch nie so warscheinlich wahr wie diese.

    In wunderschönen Bildern erleben wir hier eine tragische Liebesgeschichte, wo die digitale Evolution schon so weit fortgeschritten ist, dass sie Herzen bricht. Ja, es ist Science Fiction, aber eine derart glaubwürdige dass man mit jeder Szene mitfühlen kann. Fernbeziehung 4.0, 0190 war gestern.......willkommen bei deinem digitalen Assistenten für Alles, auch für Gefühle.

    Auch wenn ich denke dass der Mensch durchaus köperliche Nähe benötigt, und die Faszination der perfekten - digitalen - Beziehung irgendwann darunter leiden würde, zeigt der Film doch sehr gut auf wie stark die Abhängigkeit zu einer Maschine bzw. deren Stimme werden kann, sollte diese menschliche Züge entwickeln. Nun, auch wenn ich dem Film nicht verzeihen kann dass er hier nicht sogar noch einen Schritt weiter geht, und z.b das Thema VR völlig ausblendet, ist es für mich dennoch schon jetzt ein Stück Zeitgeschichte. Und die Reduktion nur auf die Stimme, macht das Ganze auf seine Art nur noch kraftvoller.
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    Ja, HER ist ein ruhiger Film, und doch ein wilder Ritt der Gefühle.
    Vielleicht erinnern wir uns in 30 Jahren an diesen Streifen zurück und denken: "Marty, Du bist tatsächlich in der Zukunft angekommen".

    9 von 10 Startbildschirmen

  17. #956
    TrueValue TrueValue ist offline
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    HER



    Nachdem ich den Film im Flugzeug das erste mal gesehen habe - und begeistert war - gab es nun eine zweite Sichtung auf Blu-Ray.

    HER passt so wunderbar in die heutige Zeit der Abhängigkeit von Computern in allen Grössen. Das Smartphone ist bei vielen schon fast wichtiger als der eigene Partner, zwischenmenschliche Kommunikation findet heute ganz selbstverständlich auch virtuell statt, und was würden wir im Büro ohne die vielen digitalen Helfer nur machen. In HER wird diese Welt schom beim Einsteig klar, wenn Theodore Liebesbriefe und Gedichte für andere verfassen muss...Outscourcing der Gefühle, welche zwar echt, aber wohl nicht auf direktem Weg sind.

    Auch wenn ich die Leistung von Joaquin Phoenix nur als grossartig bezeichnen kann, da er seine innere Gefühlswelt extrem gut nach aussen trägt, ist der eigentliche Star hier Scarlett Johansson bzw. ihre Stimme von Samantha....dem OS der Zukunft. Und so weit entfernt ist diese Zukunft gefühlt auch nicht mehr entfernt, wenn man sich aktuelle Entwicklungen wie Siri oder Cortana anschaut. Ein Film über die Zukunft, eine Zukunft die wohl noch nie so warscheinlich wahr wie diese.

    In wunderschönen Bildern erleben wir hier eine tragische Liebesgeschichte, wo die digitale Evolution schon so weit fortgeschritten ist, dass sie Herzen bricht. Ja, es ist Science Fiction, aber eine derart glaubwürdige dass man mit jeder Szene mitfühlen kann. Fernbeziehung 4.0, 0190 war gestern.......willkommen bei deinem digitalen Assistenten für Alles, auch für Gefühle.

    Auch wenn ich denke dass der Mensch durchaus köperliche Nähe benötigt, und die Faszination der perfekten - digitalen - Beziehung irgendwann darunter leiden würde, zeigt der Film doch sehr gut auf wie stark die Abhängigkeit zu einer Maschine bzw. deren Stimme werden kann, sollte diese menschliche Züge entwickeln. Nun, auch wenn ich dem Film nicht verzeihen kann dass er hier nicht sogar noch einen Schirtt weiter geht, und z.b das Thema VR völlig ausblendet, ist es für mich dennoch schon jetzt ein Stück Zeitgeschichte. Und die Reduktion nur auf die Stimme, macht das Ganze auf seine Art nur noch kraftvoller.
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    Ja, HER ist ein ruhiger Film, und doch ein wilder Ritt der Gefühle.
    Vielleicht erinnern wir uns in 30 Jahren an diesen Streifen zurück und denken: "Marty, Du bist tatsächlich in der Zukunft angekommen".

    9 von 10 Startbildschirmen
    Freut mich, dass dir Her gefallen hat. Es ist und bleibt mein absoluter Lieblingsfilm. Jede Sekunde dieses Filmes strahlt für mich pure Emotion und Hingabe aus, der geniale Soundtrack von Arcade Fire lässt dieses Gefühl dann ins Unermessliche steigen. Her erinnert mich an so viele Dinge in meinem Leben, die ich nicht beschreiben kann. Ein Poesiealbum als Film, so könnte man es wohl am besten ausdrücken.
    Der erste und einzige Film, bei dem ich Tränen in die Augen bekomme, nicht weil er so furchtbar traurig wäre, sondern weil er mich so glücklich macht.

  18. #957
    RNY RNY ist offline
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    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

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    Freut mich, dass dir Her gefallen hat. Es ist und bleibt mein absoluter Lieblingsfilm. Jede Sekunde dieses Filmes strahlt für mich pure Emotion und Hingabe aus, der geniale Soundtrack von Arcade Fire lässt dieses Gefühl dann ins Unermessliche steigen. Her erinnert mich an so viele Dinge in meinem Leben, die ich nicht beschreiben kann. Ein Poesiealbum als Film, so könnte man es wohl am besten ausdrücken.
    Der erste und einzige Film, bei dem ich Tränen in die Augen bekomme, nicht weil er so furchtbar traurig wäre, sondern weil er mich so glücklich macht.
    Ich kann zwar deine Gefühle dem Film gegenüber nicht ganz teilen, aber ja, ein klasse Streifen wenn man sich darauf einlässt.
    Am Ende war ich weder traurig noch glücklich, sonder eher nachdenklich. Im Flugzeug vor ca. 2 Jahren musste ich ihn auf Deutsch schauen, nun endlich in OT gesichtet. Ach Scarlett, warum bin ich nur verheiratet

  19. #958
    TrueValue TrueValue ist offline
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    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

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    Ich kann zwar deine Gefühle dem Film gegenüber nicht ganz teilen, aber ja, ein klasse Streifen wenn man sich darauf einlässt.
    Am Ende war ich weder traurig noch glücklich, sonder eher nachdenklich. Im Flugzeug vor ca. 2 Jahren musste ich ihn auf Deutsch schauen, nun endlich in OT gesichtet. Ach Scarlett, warum bin ich nur verheiratet
    Ich hab ihn damals im Kino gesehen und als der Abspann lief war ich einfach nur leer. Ich bin in meinem Sessel versunken und hab einfach nur auf den Bildschirm gestarrt, alles um mich herum ausgeblendet und der Musik zugehört. Ich schätze, dass meine damalige Beziehungslage mit ein Grund dafür war, dass ich den Film so toll fand, da ich mich in vielen Dingen im Film wiedergefunden habe.
    Und der Soundtrack <3. Man muss ihn einfach lieben.


  20. #959
    RNY RNY ist offline
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    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Vacation - Wir sind die Griswolds

    Die Fortsetzung zur Kult Komödie mit Chevy Chase aus dem Jahr 1983 enttäuscht leider.

    Eine typische 0815 US Komödie nach aktuellem Stand. Viel Fäkalhumor, viele Sexanspielungen, völlig konstruierte Handlung, schlechtes Timing bei den Witzen, und dämliche Dialoge. Zum Glück kratzt dieser armselige Versuch nicht am kultigen Original. Ein paar Jokes zünden ganz ok, aber das reicht einfach nicht um über das armselige Drehbuch hinweg zu täuschen. Nur schon der Wagen mit dem die Familie sich auf den Weg macht, ist die Hollywood 2.0 Version und soll wohl lustig sein.....dabei wäre die stärkste Szene (Mit dem Arm) durchaus auch mit einem Wagen der nicht auf Bonbon-Humor getrimmt gewesen wäre geklappt.

    Ed Helms sind die Fussstapfen von Chevy Chase gefühlt 2 Nummern zu gross. Ihm fehlt einfach das gewisse Etwas um die Hauptrolle zu stemmen. Nimmt dem eigentlich jemand den Piloten ab? Evtl. liegt es auch an der Regie von Goldstein. Christina Applegate spielt immerhin mit 3 Gesichtsausdrücken, und die eine Anspielung auf Kelly Bundy war ganz nett. Die Kinder der zwei sind dafür in etwa genau so nervig wie damals, auch wenn Steele Stebbins ebenfalls auf dem Komödien Niveau von heute angekommen ist, Hauptsache es wird geflucht, auch wenn es nicht witzig ist. Skyler Gisondo würde ich gerne mal in einer Loser Komödie sehen, denn da muss er nicht mehr viel spielen so wie es scheint.

    Was macht eigentlich Chris Hemsworth in dem Film? Und was war diese völlig unwitzige *****-Attrappen Szene? Soll man da lachen....mir war eher zum weinen zumute. Und Chevy Chase sollte dringend mal abspecken.....seine Mimik wikt zwischen den Fleischmassen nur noch angedeutet....er hätte es sicher noch drauf, aber nicht mit dem Körper....tut weh beim zusehen.

    Das beste am Film ist der Vorspann, der versprüht tatsächlich den Geist von damals. Schade ist nur dass hier ein Road Trip entstehen sollte, und nichts von einem Road Trip zu spühren ist. Also 3-4x etwas schmunzeln, und das wars dann auch....eine weitere unterdurchschnittliche Komödie. Dass ich ihr nicht weniger Punkte gebe liegt wohl daran, dass ich immerhin bis zum Ende geschaut habe ohne zu kotzen. Und ich hatte den Film leider nur in Deutsch da gehabt, auf Englisch ist er sicher seine 4 Punkte wert....evtl. auch 4.5...Deutsch ist mal wieder Fremdschämen.

    Legt lieber das Original ein, das dürfte trotz des Alters doch noch mehr Impact auf die Lachmuskeln haben, ausser es reicht Euch dass gekotzt, geschissen, geflucht und völlig übetrieben wird, dann reicht Euch evtl. auch diese unwürdige Fortsetzung.

    4 von 10 Achterbahn Fahrten

  21. #960
    Mr. Burns Mr. Burns ist offline
    Avatar von Mr. Burns

    AW: Hobbykritiker - Diesen Film habe ich zuletzt gesehen

    Königreich der Himmel (2005)

    Balian, ein einfacher französischer Schmied, verliert seine Frau und sein Zuhause. Er begibt sich auf die Reise ins Heilige Land, wo er nicht nur seinen eigenen Frieden finden, sondern auch in den Fußstapfen seines Vaters dessen Lebenswerk - die Verständigung zwischen den Religionen während der Kreuzzüge - weiterführen will.

    Die Geschichte der Kreuzzüge ist eher selten Basis von Historienfilmen, obwohl dieses blutige Kapitel des Mittelalters viel Stoff für spannende Geschichten bietet. 2005 erschien mit dem "Königreich der Himmel" endlich ein solcher Film. Regisseur Ridley Scott hatte Jahre zuvor mit "Gladiator" bereits bewiesen, dass er grandiose Monumentalfilme drehen kann. Der Film lag dem Rezensenten in dem rund 45 Minuten umfangreicheren Directors Cut vor, der - schenkt man diversen Kritikern Glauben - einige Logiklöcher schließt, die bei der Kinofassung noch zu Abzügen geführt hatten. In dieser Version kommt der Film auf geschlagene drei Stunden, womit er naturgemäß die Gefahr in sich birgt, zu langatmig zu sein. Dass aber auch dreistündige Filme bei einem starken Drehbuch hervorragend unterhalten können, beweist beispielsweise der vergleichbare Historienfilm "Braveheart". Leider schafft es das "Königreich der Himmel" nicht wie der genannte Mel Gibson-Film, von der ersten Minute an zu fesseln. Gerade die ersten 30 Minuten schauen sich recht zäh an. Glücklicherweise kann sich der Film kontinuierlich steigern, wobei vor allem die zweite Hälfte des Streifens durchweg zu unterhalten weiß. Schade ist, dass von der Schlacht von Hattin nur das Ergebnis (tausende Leichen), nicht aber die Schlacht an sich gezeigt wird. Denn das der Film tolle Kampfszenen inszenieren kann, zeigt er an anderer Stelle mehr als deutlich. Die vielleicht größte Stärke des Films ist seine optische Umsetzung. Regisseur Scott gelang es mithilfe glaubwürdiger Kulissen und Kostüme, eine absolut authentische Kreuzzugsatmosphäre im Heiligen Land zu kreieren. Die finale Belagerung ist toll inszeniert und könnte so ähnlich tatsächlich stattgefunden haben. Genretypisch bietet das "Königreich der Himmel" viel Pathos und epische Reden, wenn auch damit nicht der Gänsehautfaktor einer "Herr der Ringe" oder "Braveheart"-Rede erreicht wird. Stark ist überdies die namhafte Schauspielerriege. Neben Orlando Bloom, Eva Green, Liam Neeson und Jeremy Irons darf man sich in "Königreich der Himmel" über das ein oder andere weitere bekannte Gesicht freuen. Die Schauspieler machen ihre Sache gut bis ausgezeichnet, wobei Kritiker wohl zurecht anmerken, dass Hauptdarsteller Bloom nicht das Format eines Russel Crowe aus "Gladiator" hat. Wie bei Hollywood-Historienfilmen üblich, wird die historische Genauigkeit auch bei diesem Genre-Vertreter der Dramaturgie geopfert. Da Filme aber zunächst einmal unterhalten sollen, ist dies völlig nachvollziehbar. Diskussionswürdig und gerade vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Welt nicht unproblematisch ist es allerdings, wenn die christlichen Kreuzfahrer in dem Film fast durchgehend als blutrünstige Machtmenschen dargestellt werden, die muslimischen Sarazenen aber eher als gutmütige Edelmänner. Dies mag zwar in der Tendenz so gewesen sein, doch wäre hier ein etwas differenzierterer Blick auf die Thematik wünschenswert gewesen.
    Abgesehen davon bietet das "Königreich der Himmel" trotz der genannten Schwächen vor allem in den letzten 90 Minuten hervorragende Unterhaltung, schöne handgemachte Action und einige epische Momente, was den Streifen insgesamt zu einem sehens- und empfehlenswerten Film macht.

    8 von 10 Templer

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