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Thema: Digitalpiano

  1. #1
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    Digitalpiano

    Moin,

    Ich stehe kurz davor mir ein Digitalpiano zuzulegen, da mich die ausgeleierte Klaviatur meines Keyboards nur noch anödet.
    Daher meine Frage, ob hier im Forum jemand eins hat, falls ja welches und ob er es empfehlen würde.

    Ich schwanke momentan noch zwischen 2 Preiskategorien:
    Einsteigerklasse (ca. 650€) (z.B. Yamaha P-105, Kawai ES-100 etc.)
    Untere Mittelklasse (ca. 1000€) (z.B. Kawai MP6)

    Wichtig ist mir:
    Vernünftige Klaviatur
    Interne Lautsprecher
    Vernünftiger Klaviersound
    ein paar Rhythmen

    Den ganzen anderen Kram brauche ich eigentlich nicht.

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    Digitalpiano

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  3. #2
    Cinnalemon

    AW: Digitalpiano

    Ist ja lustig, nächste Woche wollte ich mir auch eins kaufen und habe mich heute Morgen noch gefragt, weshalb es in diesem Forum kaum ein Thema dazu gab und siehe da...........

    Ich werde bald anfangen Klavier zu spielen. Ich war in dieser Woche mindestens in 5 Klavier-Geschäften und habe sehr vieles ausprobiert, wurde sehr ausführlich beraten und habe mich im Internet viel eingelesen. Ich finde es interessant, wie groß die Unterschiede selbst in den selben Preisklassen sein können und wie weit sich die aktuellen E-Pianos von den älteren abheben und was die Hersteller alles tun, um dem Spieler das Gefühl zu ermitteln, als würden sie beinahe an einem akustischen (echten) Flügel spielen.

    Mich hat die ganz frische Yamaha CLP 500er Serie vom Spielgefühl und Klang am meisten begeistert - allerdings sind sie im vierstelligen Bereich - was aber im Piano Bereich unbedingt Pflicht sein sollte. Die neuen Kawai Modelle sind aber auch im selben Niveau. Abgeneigt bin ich jedoch von Roland, denn ihre Klaviere haben sehr laute Tastengeräusche, einfach nur unangenehm....

    Was aber extrem wichtig ist : Möchtest du denn nur ein Ersatz zu deinem Keyboard, oder tatsächlich richtig Klavier spielen ? Für eine fast-natürliche Klavierspielweise taugen die Einsteigerklassen nichts, ich weiß jetzt allerdings nicht wie gut du dich im Thema E-Piano auch auskennst..... Ein E-Piano hebt sich zwar deutlich von den dummen, langweiligen Keyboards ab, allerdings gilt : je hochwertiger ein E-Piano, umso größer sind meistens die Unterschiede zu den Keyboards. Wenn du eher der Keyboarder bist, dann genügt natürlich ein günstiges Gerät, aber wenn du aktiv Klavier spielen möchtest, solltest du aufjedenfall mehr als die 650 Euro ausgeben.

    Beim Kauf solltest du darauf achten, dass die Klaviatur mit 3 Sensoren pro Taste ausgestattet sind. Damit die Empfindlichkeit genauer ist und der Klang mehr durch dein Tasten beeinflusst wird (wie tief und schnell du drückst z.B). Eine Holzmechanik macht das Drücken der Tasten schwerer, was sich mehr nach einem Klavier anfühlt und somit positiver rüberkommt. Aber achtung, selbst wenn die Tasten seitlich aus Holz sind, muss es nicht bedeuten, dass die Mechanik dahinter aus Holz besteht (Roland verarscht somit ihre Kunden). Interne Lautsprecher sind selbstverständlich so gut wie immer enthalten, allerdings taugen selbst die in der Mittelklasse nicht wirklich viel. Die Samples (der Klang) eines E-Piano ist sehr komplex wiederzugeben und erfordert teure Technik (frag mich nicht wieso^^), daher ist es schwierig in der unteren Preisklasse einen schönen Klang als Pianist zu bekommen. Man könnte noch darauf achten, ob die Tasten gleichmäßig gewichtet sind.... in der oberklasse haben die Tasten sogar ein Gegengewicht, was die Haptik nochmal zu den Flügel-Pianos viel näher bringt. Die Rythmen hatte bisher jedes aktuelle Digitalpiano was ich anspielte, mehr kann ich dazu aber nicht sagen. Wie natürlich der Resonanz-Klang und die Pedalen rüberkommen hängt natürlich auch alles vom Preis ab.

    All dies benötigt du aber natürlich nicht, wenn du dir nur eine Alternative zum Keyboarden suchst. Möchtest du aber beginnen Klavier zu spielen, solltest du auch wenigstens eine vernünftige Klaviatur bekommen, die du bei Einsteiger-Modellen leider nicht erhälst (kannst es ja mit einem richtigen Klavier/Flügel vergleichen - da sind selbst für unerfahrene Spieler wie mir Welten dazwischen)

    Mit Yamaha und Kawai bist du schon mal auf dem guten Weg. Es gibt noch Casiao, jedoch sind sie eher seltener in Deutschland zu sehen. Von den Kawai MPs habe ich nur positives gehört. Dass du den ganzen anderen Kram nicht benötigst freut mich zu hören, ich finde die zahlreichen Schnick Schnack Dinger völlig überflüssig, all diese Multimedia-Features treiben nur die Preise in die höhe.... ich frage mich ja, wann eine Facebook-Option eingebaut wird^^

    Das Thema kommt hier wie gesagt wirklich wie gerufen, mich würde es auch interessieren, ob vielleicht noch ein Experte Stellung dazu nehmen könnte (auch wenn ich mir nächste Woche defintiv den Yamaha 575, oder 545 holen werde)

  4. #3
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Digitalpiano

    Hi,

    Also meine Situation ist so:
    Ich habe etliche Jahre nur Keyboard gespielt, bis mein damaliger Lehrer meinte, dass er mir jetzt nichts mehr beibringen könne (hört sich hochtrabend an, aber irgendwann kennt man halt alle Akkorde beim Keyboardspielen und dann wird man nur durch reines Spielen besser) und deswegen wollte er mir Klavier beibringen. Das habe ich ca. 1 Jahr gemacht, aber da mich der Lehrer nur mit Klassik und Jazzstücken "zugeschissen" hat, habe ich dann mit ca. 14 das Handtuch geworfen. Bis ich ca. 19 war habe ich gar nicht mehr gespielt und dann (wenn ich mal daheim war) ab und an auf meinem alten Keyboard gedudelt, da dann allerdings moderne Stücke mit Klavierbegleitung. Irgendwann habe ich meinem Vater dann das Ding abschwatzen können und seitdem steht es in meiner Bude und ich spiele eigentlich fast täglich (netter Ausgleich zum Unistress). Ich möchte Klavierspielen, von Keyboard habe ich die Schnauze voll.
    Ich würde mich nicht mehr als Klavieranfänger einstufen, sondern als "schlechter" Fortgeschrittener.

    Was mir noch wichtig ist (hatte ich vergessen zu erwähnen): Mobilität! Ich wohne in einer 30m² Studentenbude, da ist nicht viel mit der Clavinova-Reihe von Yamaha, einfach aus Platzgründen und aus praktischen Gründen (ich werde in ca. 1 Jahr die Stadt für die Promotion wechseln).
    Da ich zur Zeit mitten in der Klausurenphase stecke, wollte ich danach mal zum Thomann fahren und mir die Modelle anschauen die ich mir rausgesucht habe + 1 Klasse höher. Ich möchte vor allem die Klaviaturen von Yamaha "Graded Hammer Standard vs. Graded Hammer" mit denen von Kawai vergleichen. Ein Bekannter von mir spielt selber Piano in einer recht erfolgreichen Band und hat mir Kawai sehr ans Herz gelegt, weil da die Qualität stimmt und die Technik auch lange hält.
    Interne Lautsprecher sind eher zweitrangig (hauptsache es gibt sie), da ich eigentlich eh mit vernünftigen Kopfhörern spiele, aber die sind natürlich "nice to have", wenn man mal weiblichen Besuch hat (und ja, Klavierspielen kommt sehr gut an)

    Die Sache ist, ich kann (bzw. will als Student) nicht mehr als ca. 1000€ ausgeben, da ich meine Reserven vmtl. noch brauchen werde. Meine Überlegung war, mir ein "billiges" Modell zu holen, auf dem ich dann ein wenig spiele und mir dann, bei regelmäßigem Einkommen, ein vernünftiges Teil hole und meins verscherbel. Der Preisverfall der Einsteigermodelle ist wirklich extrem niedrig, also sehr positiv für mich als Verkäufer.
    Dass ich nicht an eine "richtige" Klaviatur für den Preis komme ist mir klar, aber es sollte halbwegs nahe dran sein...

    P.S. Holztasten in meiner Preisklasse habe ich ehrlich gesagt noch nirgends gesehen, die gibts dann Jenseits der 1500€ (wenn es reicht).

  5. #4
    Cinnalemon

    AW: Digitalpiano

    Zu Thomann würde ich auch gerne fahren - allerdings ist es zu weit weg.....

    Bei einer Mobilität wärst du dann mit der Kawai MP Serie ausgezeichnet bedient, mir wurden diese E-Pianos öfters empfohlen, auch die Tests sind alle gut ausgefallen. Allerdings möchte ich ein fest platziertes Klavier haben. Würde ich nur die Klaviaturen samt Lautsprecher & Technik haben wollen, hätte ich mich sicherlich für ein Kawai MP entschieden, die klingen super und spielen sich auch mindestens so gut wie die Yamahas (empfand ich so im Laden)

    Aber du hast recht, richtige Holztasten bekommt man erst ab mindestens 1400€. Diesen Yamaha P-105 durfte ich auch antesten, aber da war ich nur maximal eine Minute dran, daher konnte ich mir keine genaue Meinung darüber bilden, doch wie gesagt hat mich das Kawai MP7 sehr überzeugt, es hatte für eine Mittelklasse täuschend echte Klaviertöne, die ich selbst bei einem Roland für 2500 Euro nicht besser wahrnehmen konnte. Zumal man die heutigen Kawai Klaviaturen nicht stark kritisieren kann. Ich nehme mal an, dass es zwischen dem MP6er und dem 7er keine so großen Unterschiede gibt.

    Ich finde es gut, dass du aus dem Keyboard Zug abspringst - für mich sind Keyboarde nur Spielzeuge, die man ohne Gefühl, Spaß und schönem Klang nur zwischendurch spielt. Mir persönlich wurde nach nur zwei Wochen (wir hatten eins im Keller) ziemlich langweilig. Den Kawai-ES-100 habe ich nicht gesehen, daher auch nicht angespielt.

    Hast du dich mal über die Yamaha Ypr's erkundigt ? Die sollen zum Teil auch mobil sein, einer Stand da im Laden für 1049€ rum. In den Testberichten schnitten die Kawai MPs jedoch etwas besser ab, zudem sind die Yamaha Ypr's nicht genau von Yamaha gemacht worden. Am Ende kommt es aber allein auf dein Wohlbefinden beim Testen an, daher bin ich sehr auf deine Meinung gespannt, nachdem du im Thomann warst.

    Ich denke bei Casio würdest du auch keine bessere Alternative zu den MPs finden.

    Mit Kopfhörern werde ich erst mal auch spielen, bis ich später irgendwann gute externe Lautsprecher anschließen werde. Denn die internen Boxen sind ein wenig, naja, nicht ausreichend. Bei den Kopfhörern hat man zwar keine echte Klavierstimmung, allerdings hört es sich schöner an und man kann laut spielen, ohne die Nachbarn zu stören - Diese Funktion haben richtige Klaviere ja erst ab 4000 Euro eingebaut. Der Hauptgrund, weshalb ich mich für E-Pianos entschieden habe war auch nur der, dass sich die Lautstärke regeln lässt.

  6. #5
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Digitalpiano

    Naja Spielzeuge würde ich das jetzt nicht nennen, man kann auch mit den Dingern ordentlich Spaß haben und gute Lieder raushauen. Es ist ein Unterschied ob man nur für 2 Wochen spielt, oder mehrere Jahre. Je besser man wird, desto mehr kann man auch aus den Dingern rausholen, v.a. ist der Klang von meinem Keyboard erstaunlich gut (aber das war damals auch das Topmodell von Yamaha..)

    Es ist halt ein anderes Spielgefühl und die Dinger sind für andere "Arten" von Musik ausgelegt. Eher als Begleitung in einer Band als alleine vor sich hinzuklimpern. Und sie sind natürlich einfacher zu lernen (alleine schon weil die Rhythmik in der linken Hand deutlich einfacher ist, weil man nur Dreiklänge anschlagen muss, statt wirkliche Melodien zu spielen).

    Ich berichte auf jeden Fall welches Gerät es geworden ist.

    Von den Yamaha Y Dingern habe ich Abstand genommen, weil es die meist nur mit Unterbau gibt und den Unterbau bezahlt man natürlich ordentlich mit. Die Klaviatur ist in meiner Preisklasse dieselbe wie die von Stagepianos (GHS-Klaviatur). Die "gute" Klaviatur gibts da auch erst ab 1000€+

  7. #6
    Fred Stiller Fred Stiller ist offline
    Avatar von Fred Stiller

    AW: Digitalpiano

    Das YDP ist nicht schlecht.
    Wenn Du den ganzen schnick Schnack nicht brauchst.

    klangtechnisch schwöre ich auf Yamaha (in dem Preissegment)

  8. #7
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Digitalpiano

    Als Update:

    War gestern im Musikgeschäft und habe folgende Modelle probegespielt (ok, ich habe auch auf einem 35.000€ Flügel gespielt, aber der stand nicht zur Diskussion )

    Yamaha P 105-B: Gute Tastatur, gewohnt satter Yamaha-Sound; Sehr guter Gesamteindruck
    Korg SP-280: Habe ich nur 1 Minute "getestet". Habe angefangen zu spielen und die Tastatur wirkte im Vergleich zum Yamaha bzw. Kawai extrem billig. Viel Spiel zwischen den Tasten, man hat das Plastik richtig gefühlt, deutlich leichterer Anschlag
    Kawai ES-100: Exzellente Tastatur (sucht in der Preisklasse ihresgleichen); Die Tasten gehen schwerfällig (wie bei einem Flügel eben), aber auch schnelle Passagen lassen sich sehr gut spielen. Die Anschlagsdynamik ist ein Traum (ok, ich komme von einem Keyboard, von daher ist fast alles ein Traum), Wahnsinn wie viele Nuancen man beim Spielen erreichen kann; Der Sound ist ehrlich gesagt gewöhnungsbedürftig, wenn man von einem Yamaha Instrument kommt, da die Kawai-Flügel (die für das ES-100 gesamplet wurden) von Haus aus deutlich dumpfer klingen.

    Letztlich war es eine Entscheidung zwischen Kawai und Yamaha und ich habe mich letztlich für das Kawai entschieden, weil mich die Tastatur restlos überzeugt hat (abgesehen davon wird beim Yamaha dieselbe GHS Tastatur verbaut wie im 200€ billigeren Modell). An den Sound muss ich mich ehrlich gesagt erst gewöhnen, notfalls kann man da aber auch mit PC Software "nachhelfen", ich denke aber dass ich mich an den Klang gewöhnen werde.

    Kawai ES-100 für 630€ (immerhin 19€ rausgehandelt )

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