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    Daumen hoch REECE - Universal Language

    Die ältere Garde der Metal-Fans kann sich vielleicht noch live-haftig an den großen Schock, als Udo Dirkschneider seinen Abschied bei Accept bekannt gibt, um eine Solo-Karriere zu starten. RUSSIAN ROULETTE, das bis dato erfolgreichste Album der Band konnte nicht über die bandinternen Richtungskämpfe hinweg täuschen. Außer Udo wollten alle endlich das Radio knacken, was schließlich zum Ausstieg des Shouters führte. Als Nachfolger einigten sich die übrigen Accept-Musiker damals auf den Amerikaner David Reece, der jedoch kaum eine faire Chance bekam.

    Stimmlich gänzlich verschieden zu Udo, musste er den aussichtslosen Kampf gegen verärgerte Fanscharen und durchschnittlichem Songmaterial führen. Danach wurde es ziemlich still um ihn. 1992 war er auf dem Debüt-Album ON TARGET der Melodic Hard Rocker von Bangalore Choir zu hören und während der Hochzeiten des Grunge machte er 1994 und 1995 mit zwei Alben von Sircle of Silence auf sich aufmerksam. Sein erstes großes Lebenszeichen der Neuzeit konnte man auf dem Album ANOTHER WORLD der schwedischen Melodic Rocker Gypsy Rose vernehmen, nachdem er dort den Platz des überraschend ausgestiegenen Frontmann Håkan Gustafsson beerbte. Hierbei erinnerte er sich auch wieder an den Song "Hellhammer" aus seiner Accept-Ära.

    Offenbar ist er dabei wieder auf den Geschmack gekommen und erinnerte sich auch an einstige deutsche Kollegen und Weggefährten. Mit ex-U.D.O.-Gitarrist Andy Susemihl, ex-Holy Moses Bassist Jochen Fünders und dem Universal-Drummer Stefan Schwarzmann will es David nun noch einmal wissen und zimmert eine Solo-Scheibe namens UNIVERSAL LANGUAGE zurecht.

    Zu den Groove-Monstern mit gesunder Härte zählen eindeutig der Opener "Before I die" und das locker flockig vorgetragene "Flying close to the Flame".
    Wer Hard Rock-Hymnen mit eingängigen Mitgröl-Refrains sucht, wird bei dem dicht arrangierten "We were Alive" oder auch dem nachfolgenden mit viel Gefühl vorgetragenen "Flesh and Blood" fündig.
    Das langsam startende, balladesk angehauchte "The River" mit seinem melancholischen Touch, der melodische Ohrwurm "I'll remember you" oder das gefühlvolle "Once in a Lifetime" überzeugen besonders mit ihrer gesunden Portion an Blues.
    Richtung Kommerz schielt David mit seinem Stück "Fantasy Man", das wohl Radiotauglichkeit besitzt, aber für einen echten Rock-Fan etwas zu leichtgewichtig und allzu glatt daher kommen mag.
    Herzschmerz-Freunde können sich an dem mit Akustik-Gitarren sanft startenden "Rescue me" erfreuen, dass sich wohl geschwindigkeitsmäßig noch steigert, aber sein Balladen-Flair bis zuletzt nicht verliert. Noch sanfter umschmeicheln die Akustik-Gitarren von "Queen of my Dreams" die Ohren, sodass man sich genüsslich zurück lehnen sollte, um diese nun "echte" Ballade auch angemessen genießen zu können.
    Von Retro-Feeling bis modern ergänzen dann noch die beiden Rocksongs "All the Way" oder der Schlusspunkt "Yellow" die Bandbreite des Musikers.

    Fazit: Wer sich nun mit UNIVERSAL LANGUAGE einen Nachfolger des Accept-Albums EAT THE HEAT erwartet hat oder so annähernd harte Kost, wie auf dem aktuellen Album ANOTHER WORLD der Schweden Gypsy Rose, der wird wohl enttäuscht sein.
    Davids Stärken waren neben seinen gesanglichen Qualitäten schon immer das richtige Gespür für den Groove, eine Vorliebe für treibende Rhythmen und der Hang zu melodischen Hard Rockern, was das neue Album auch nachdrücklich unterstreicht.

    Tipp:
    Fans von melodischem Hard Rock sollten sich diese Scheibe genauer anhören, denn Groove, Blues und Eingängigkeit sind neben einer blitzsauberen Produktion die Markenzeichen dieser Scheibe.

    Titel-Liste:


    1. Before I die
    2. All the Way
    3. Flying close to the Flame
    4. Fantasy Man
    5. The River
    6. I'll remember you
    7. Rescue me
    8. Once in a Lifetime
    9. We were Alive
    10. Flesh and Blood
    11. Queens of my Dreams
    12. Yellow


    Laufzeit:
    49:34 Min.

    Quelle: Reece: Universal Language - Review, Rezension bei HardHarderHeavy

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