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    Crysis Warhead

    So, ich poste einfach mal die einzige, übriggebliebene Review aus meiner Redakteurszeit eines Onlinemagazins. Daher auch die Klassifizierung des Testsystems als "Mittelklassesystem" und der vermutlich zu hohe Preis für das Spiel.
    Der Test stammt zu 100% aus meiner Feder und die Seite für die ich damals geschrieben habe ist mittlerweile auch down, also keine Konkurrenzveranstaltung
    Bilder sind leider nicht mehr dabei, da der Webserver auf dem das Zeug damals lag auch abgestellt wurde.
    Ich wünsche viel Spaß beim Lesen. Wer weiß vielleicht packt mich die alte Schreibwut wieder und ich poste demnächst wieder welche

    Crysis Warhead
    von: Don promillo

    Die Zeiten von Add-ons scheinen gezählt zu sein. Immer mehr setzen Entwickler und Publisher auf so genannte Stand-alone Versionen. Diese Spiele ähneln zwar Add-ons, lassen sich aber ohne das Hauptspiel gekauft zu haben, installieren. Begleitet uns auf unsere Reise ins tropische Paradies und seht selbst, was so ein Spiel zu bieten hat!

    Aus Nomad wird Sergeant "Psycho" Sykes


    Natürlich stimmt das so nicht. Niemand wird in Warhead verwandelt oder sonst was. Ihr schlüpft lediglich in die Rolle des etwas abgedrehten „Psycho“, der schon aus Crysis bekannt sein sollte. Damit hat Warhead schon für die erste Überraschung gesorgt. Es knüpft nämlich nicht an den Cliffhänger von Crysis an, sondern erzählt die Geschichte aus der Sicht von Psycho. Erinnert uns das nicht etwas an Half-Life und dessen Ableger „Half-Life: Blue Shift“ oder „Opposing Force“? Aber vielleicht hat sich Crytek ja gedacht „Was da geklappt hat, klappt bei uns bestimmt auch“. Obwohl die Story also quasi ein alter Schinken ist, begeistert sie doch. Man weiß zwar, dass irgendwann die Eiszeit ausbrechen und sich die Sphäre vergrößern wird, erlebt das aber aus einer ganz anderen Sicht. Wer jetzt aber denkt, dass Warhead so umfangreich wie Crysis ist, irrt sich. Leider sind die sieben Level in ca. 5 Stunden durchgezockt. Ihr könnt euer Vergnügen noch etwas verlängern, indem ihr viel mit der Tarnfunktion und taktischem Infiltrieren von Basen arbeitet. Aber unglücklicherweise kennen wir das ja bereits von Add-, bzw. Stand-alones.

    Fliegende Gehirne

    Nein, kein neuer Gegnertyp, sondern endlich Aliens, die scheinbar doch was in ihren Köpfen haben. Einer der größten Kritikpunkte an Crysis war die KI der Aliens. Dafür dass die Viecher scheinbar so weit entwickelt sind, stellten sie sich im Kampf ziemlich dumm an. Das hat sich Gott sei Dank geändert. Scheinbar hat Crytek ne Runde Hirn ausgegeben. Zwar gibt es manchmal immer noch Ausreißer, die versuchen durch eine Wand zu fliegen, aber bei einer 1.0 Version nehmen wir das doch gerne in Kauf. Endlich agieren die Aliens schon fast menschlich. Sie bilden (wenn man getarnt ist) Suchtrupps, die dann schon fast systematisch das Gelände nach einem abscannen. Haben sie Psycho entdeckt, kommen natürlich alle anderen hinzu, um das Schlachtfest nicht zu verpassen. Dank des Nano-Suits geht aber meist euer Protagonist als Sieger hervor.

    Business as usual

    Hier wären wir schon beim Nächsten Punkt, nämlich der Schwierigkeit. Mit der Stufe „Normal“ gibt es für geübt Zocker kaum Frustmomente, für Neulinge ist es allerdings durchaus eine Herausforderung. So ist man mit einem Zielfernrohr immer gut beraten. Wer es dagegen eher handfest mag, der kann sich dank der neu integrierten einhändigen Maschinenpistole als neuer Rambo austoben. Auf kurze Distanz eine der besten Waffen! Leider gegen Panzer recht nutzlos, hier kommt der ebenfalls neue Granatwerfer ins Spiel, oder die EMP-Granaten, die den Feind (allerdings auch euren Nano-Suit) innerhalb der Explosion kurzzeitig kampfunfähig macht. Wie gewohnt führen dank Nano-Suit die verschiedensten Taktiken zum Erfolg. Etwas Taktik muss in der heutigen Zeit auch sein. Achja, zwei neue Fahrzeuge hat Crytek auch spendiert, lasst euch überraschen
    Wer sich Crysis Warhead für knapp 30€ gegönnt hat und einen aktuellen PC daheim stehen hat, wird wieder einen Augenschmaus erleben. Es hat sich zwar nicht viel geändert, aber die CryEngine 2 begeistert immer wieder. Technisch hat sich allerdings etwas geändert. Crytek hat ordentlich an der Performanceschraube gedreht. So lässt sich Warhead auf Mittelklassesystemen mit hohen Details flüssig spielen. Einzig die Ladezeiten könnten etwas reduziert werden, aber wenn man dann wieder in der prallen Sonne steht, hat man das Warten schon fast vergessen.

    Dreh die Boxen auf!

    Nicht nur grafisch kann Warhead punkten, auch akustisch spielt es in der oberen Liga mit, wie auch schon Crysis. Zwar fällt der eigens komponierte Soundtrack nicht ganz so bombastisch aus wie z.B. bei Gothic 3, oder eben Crysis, aber er ist keinesfalls störend und untermalt die Atmosphäre recht beachtlich. Die Waffen haben einen gewohnt netten Knall und der Rest verwöhnt die Ohren bei einem ordentlichen Soundsystem mit allerlei Vogelgezwitscher, Windgeflüster und natürlich Explosionen, bzw. dem Keuchen von Psycho, wenn er kurz vorm Abkratzen ist. Grafik, Sound und natürlich das Szenario bilden alles in allem eine gute Atmosphäre. Draußen ist es sonnig, beinahe wie im Urlaub, bis dann die ersten Kugeln dicht neben einem einschlagen. In Innenlevels wirkt es bedrückend, wenn man die Hand fast nicht vor Augen sieht und sich nur mit dem Nachtsichtgerät orientieren kann. Dank der Grafik wirken Feuergefechte dafür umso atemberaubender. Auch will man schon mal seinen eigenen Schatten mit Blei voll pumpen, da man dachte neben einem läuft etwas.

    Crysis Wars

    Eine wirkliche Neuerung ist die Trennung zwischen dem Einzelspielerpart und dem Multiplayerpart, genannt „Crysis Wars“. Wollt ihr nur offline Psychos Abenteuer überleben, so legt ihr die Disc 1 ein und spart euch den Festplattenspeicher für die 21 zusätzlichen Mehrspielerkarten. Wollt ihr euch mit anderen Menschen bekriegen, legt ihr einfach Disc 2 ein und installiert den separaten Mehrspielermodus. Gut mitgedacht CryTek, nicht jeder hat Festplatten mit zig hundert Gigabyte Speicher!
    Gekämpft wird in 3 Modi, einem mehr als bei Crysis. Mit Power-Struggle und Instant-Action durften wir uns bereits letzten November bekriegen. Neu hinzugekommen ist ein Team-Instant-Action-Modus, der durchaus überzeugt. Hier finden sich auch Anfänger schnell in die Materie ein und können die Kontrahenten mit ihren Schießeisen beharken.

    Fazit:
    Wer Crysis mag wird auch Warhead nicht verschmähen. Mit einem Preis von 30€ mag es für Offline-only Spieler kein Schnäppchen sein, dafür sorgt die kurze Spielzeit von gerade mal 5 Stunden, aber wer auch ein wenig online spielt, wird wohl auf seine Kosten kommen. Die Story ist für Quereinsteiger etwas schwer zu verstehen, die sollten sich lieber das Bundle kaufen, in dem Crysis und Warhead enthalten sind. Ansonsten eine packende Geschichte, verschönert durch Sequenzen in Ingame Grafik. Grafisch hat sich nicht viel verändert. Man ist immer noch versucht sich einfach ins Gras zu legen und zu träumen, so schön wirkt die Umgebung. Trotz dieser Augenweide lässt sich Warhead auf Mittelklasse-PCs mit hohen Details flüssig spielen. Auch an der KI der Aliens wurde gefeilt. Die Zeit von strunzdummen Aliens ist gezählt und der Schwierigkeitsgrad fordernd, aber nicht übertrieben Im Multiplayerpart kommt durchaus Spaß auf, nicht zuletzt weil Crysis Wars schon von Haus aus 21 Maps hat.

    Wertung

    85% Gameplay: Viel taktischer Spielraum, intelligente Gegner, mit 5 Stunden zu kurz

    90% Grafik: Geniale Grafik, dank der neuen Engine auch relativ ressourcenschonend

    88% Sound: Knackige Soundeffekte, etwas flacher Soundtrack

    80% Multiplayer: Guter Multiplayer, aber keine wirkliche Revolution

    87%

    Testsystem
    AMD X2 4200+
    Radeon X1950 Pro
    3GB RAM
    Windows XP Pro

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