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  1. #441
    martin-josef martin-josef ist offline
    Avatar von martin-josef

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Hallo
    auch in diesem Thread sieht man wieder in Deutschland geht nichts ohne Gesetz bzw. Verordnung. "Freiwillig" dieses Wort fehlt wohl bei vielen im Wortschatz.
    Was ist denn so schlimm wenn man 130 fährt. Außer das das eigene Ego leidet? Vielleicht mal einfach drüber nachdenken.
    gruss
    martin-josef

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    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

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  3. #442
    Giant Giant ist gerade online
    Avatar von Giant

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat martin-josef Beitrag anzeigen
    Hallo
    auch in diesem Thread sieht man wieder in Deutschland geht nichts ohne Gesetz bzw. Verordnung. "Freiwillig" dieses Wort fehlt wohl bei vielen im Wortschatz.
    Was ist denn so schlimm wenn man 130 fährt. Außer das das eigene Ego leidet? Vielleicht mal einfach drüber nachdenken.
    gruss
    martin-josef
    Man ist später am Ziel?

    Ich fahr einfach nicht gerne Auto und wenn, dann bin ich gerne schneller an meinem Ziel.
    (Mehr als 160 will und muss ich meinem Auto aber nicht zutrauen)

  4. #443
    martin-josef martin-josef ist offline
    Avatar von martin-josef

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat Giant Beitrag anzeigen
    Man ist später am Ziel?

    Ich fahr einfach nicht gerne Auto und wenn, dann bin ich gerne schneller an meinem Ziel.
    (Mehr als 160 will und muss ich meinem Auto aber nicht zutrauen)
    Hallo
    auch ich fahre gerne Auto. Obwohl meiner schneller fährt würde es mich nicht stören. Fährt man einfach 5min früher los. Oder ist das auch schon ein Problem(Hausgemacht).

    gruss
    martin-josef

  5. #444
    ccommander81 ccommander81 ist offline
    Avatar von ccommander81

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat martin-josef Beitrag anzeigen
    Hallo
    auch ich fahre gerne Auto. Obwohl meiner schneller fährt würde es mich nicht stören. Fährt man einfach 5min früher los. Oder ist das auch schon ein Problem(Hausgemacht).

    gruss
    martin-josef
    Ob ich 5 min früher losfahre oder 5 min später ankomme ist doch Wurst, trotzdem verliert man 5 min Zeit. Ich kann auf meinem Arbeitsweg (ca- 30 km) z.B. bis zu 10 min einsparen, wenn ich blaße. Hin und zurück sind das schon 20 min.Da kommt dann schon schnell was zusammen.

    Ich frage mich aber trotzdem, was den Leuten in anderen Ländern so durch den Kopf geht, wenn sie leistungsstarke Autos besitzen aber nur 100, 120 oder 130 km/h fahren dürfen.

  6. #445
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Aktuell gibt es, auch angetrieben durch die neue SPD-Führung, ja wieder eine erneute Debatte. Da haben sich jetzt auch die Versicherer und eine Polizeigewerkschaft eingeschaltet.
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/so...a-1303093.html
    In der Debatte um ein generelles Tempolimit auf Autobahnen hat die Versicherungswirtschaft einen großangelegten Praxistest vorgeschlagen. Damit solle geklärt werden, ob eine Höchstgeschwindigkeit "wirklich zu einem deutlichen Mehr an Sicherheit führt und, wenn ja, wieviel", sagte der Leiter der Unfallforschung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Siegfried Brockmann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Bisher seien die Wirkungen eines Tempolimits in Deutschland wissenschaftlich noch nicht umfassend untersucht worden, sagte der Experte. In der politischen Debatte suche sich jeder den Befund heraus, der gerade der eigenen Meinung entspreche.

    Brockmann sagte, Autobahnen seien prinzipiell zum schnelleren Fahren gedacht. Vielleicht sei dies zu Tageszeiten mit geringem Verkehrsaufkommen auch weiterhin möglich. Eine Option sei es etwa, das Tempolimit auf die Zeit zwischen 6.00 und 22.00 Uhr zu beschränken.

    Zuvor hatte bereits die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vorgeschlagen, durch ein unabhängiges Gutachten Klarheit über die Wirkung eines möglichen Tempolimits zu schaffen. "Die Bundesregierung sollte ein wissenschaftliches Gutachten in Auftrag geben, um valide Zahlen über den Nutzen eines Tempolimits zu bekommen", sagte GdP-Vizechef Michael Mertens dem "Handelsblatt".

  7. #446
    Junko Enoshima

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Merkel sagt nein.

    : Im Streit um ein generelles Tempolimit kam jetzt eine Ansage von oben - nämlich aus dem Bundeskanzleramt von Angela Merkel! Die Bundeskanzlerin hat einem Tempolimit trotz des fortdauernden GroKo-Streits erneut eine Absage erteilt. „Die Bundesregierung plant kein allgemeines Tempolimit auf bundesdeutschen Autobahnen“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Das sei im Koalitionsvertrag von Union und SPD auch nicht vorgesehen. Darüber hinaus gebe es „keinen neuen Stand“.
    [Merkur.de]


  8. #447
    Freddie Vorhees

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    danke, merkel.

  9. #448
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    ADAC nun auch nicht mehr "grundsätzlich" gegen ein generelles Tempolimit.

    https://www.welt.de/politik/deutschl...hnten-auf.html
    Es ist eines der größten Diskussionsthemen in der Verkehrspolitik: ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Nun könnte eine der Bastionen gegen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ins Wanken geraten – der einflussreiche ADAC, mit gut 21 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands. Der ADAC sei „nicht mehr grundsätzlich“ gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte der Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, der Deutschen Presse-Agentur vor dem 58. Verkehrsgerichtstag in Goslar (29. bis 31. Januar).

    Der Satz von Hillebrand lässt aufhorchen. Denn jahrzehntelang war der ADAC als klarer Gegner eines Tempolimits bekannt. Nun rückt er von seinem strikten Nein ab – ein Ja bedeutet das aber auch nicht. Die Diskussion werde emotional geführt und polarisiere bei den Mitgliedern, erläutert Hillebrand. „Deshalb legt sich der ADAC in der Frage aktuell nicht fest.“

    In einer Umfrage unter Mitgliedern hatten 50 Prozent gegen ein Tempolimit votiert und 45 Prozent dafür.

  10. #449
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Tja. Die aktuelle Regelung ist halt nunmal gut so, wie sie ist. Jeder kann seine Geschwindigkeit frei wählen, die er fahren möchte - und wenn man Geschwindigkeitsbegrenzungen einführen möchte auf vielbefahrenen Teilstrecken der Autobahnen, dann soll man halt variable Geschwindigkeitsbeschränkungen machen über jene Verkehrsleitsysteme - und alle sind zufrieden. Der der zügig von A nach B kommen will, weil er viel Nachts oder außerhalb der Stoßverkehrszeiten fährt - so wie ich - kann weiterhin mit seinen 200 fahren, wo es auch problemlos geht - und um 8 in der Früh im Stoßverkehr kann man die 130 ja über variable Geschwindigkeitsbeschränkungen einführen - da kann eh keiner schneller als 130 fahren.
    Ein starres Tempolimit auf Autobahnen braucht kein Mensch - selbst Björn Nyland sagt bei seinen Tesla Tests, wie entspannt es mit 190 nachts auf der Autobahn ist.

    Aber in Zeiten, in denen die Autohasser immer mehr werden und die Jugendlichen mit Wahlrecht kaum mehr Bock haben, den Führerschein zu machen, weil Mami und Papi fahren mich eh überall hin, wo ich möchte - wundert es einen nicht, dass eine so simple Sache einen so hohen Bogen spannt. Der Großteil der Ja-Sager zum Tempolimit fährt vermutlich keine 5.000km Autobahn im Jahr.

  11. #450
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat Blizzard_Black Beitrag anzeigen
    Aber in Zeiten, in denen die Autohasser immer mehr werden und die Jugendlichen mit Wahlrecht kaum mehr Bock haben, den Führerschein zu machen, weil Mami und Papi fahren mich eh überall hin, wo ich möchte - wundert es einen nicht, dass eine so simple Sache einen so hohen Bogen spannt. Der Großteil der Ja-Sager zum Tempolimit fährt vermutlich keine 5.000km Autobahn im Jahr.
    Man braucht auch keine 5000 Bier im Jahr zu trinken, um für ein Alkoholverbot zu sein. Und man braucht keine 500.000 EUR Spielschulden zu haben, um für ein Glücksspielverbot zu sein. Generell ist es eine schlechte Idee, die Süchtigen über ihr Suchtmittel entscheiden zu lassen.

  12. #451
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat Blizzard_Black
    Aber in Zeiten, in denen die Autohasser immer mehr werden und die Jugendlichen mit Wahlrecht kaum mehr Bock haben, den Führerschein zu machen, weil Mami und Papi fahren mich eh überall hin, wo ich möchte - wundert es einen nicht, dass eine so simple Sache einen so hohen Bogen spannt. Der Großteil der Ja-Sager zum Tempolimit fährt vermutlich keine 5.000km Autobahn im Jahr
    Natürlich. Wer das Tempolimit befürwortet kann nur Autohasser sein oder sich von Mami und Papi kutschieren lassen.

    Ich bin kein Autohasser, lasse mich nicht von Mami fahren, fahre viel Auto und bin für ein Tempolimot. Genau wie meine Frau. Wie passen wir in deine Beschreibung?

  13. #452
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Man braucht auch keine 5000 Bier im Jahr zu trinken, um für ein Alkoholverbot zu sein. Und man braucht keine 500.000 EUR Spielschulden zu haben, um für ein Glücksspielverbot zu sein. Generell ist es eine schlechte Idee, die Süchtigen über ihr Suchtmittel entscheiden zu lassen.
    Richtig. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Die Alternative ist, alles im Leben zu verbieten.
    Unterm Strich ist jene Diskussion müßig mit Diskussionsteilnehmern wie dir oder @vieraeugigerZyklop - denn das Argument ist im Grunde genommen zurückzuführen auf: Ich fahre nicht schneller - mir reicht das auch - also hat das für jeden anderen auch zu reichen. Nur wenn jeder so argumentiert auf der Welt, dann sind wohl irgendwann luxuriösere Wohnungen auch tabu, weil mehr als 18qm braucht kein Single zum Leben - und das erinnert mich so an eine gewisse Republik, in der auch alles von vorne bis hinten geregelt werden musste und manche Leute Scheinehen eingingen, um an größere Wohnungen zu gelangen.
    Die Möglichkeit, auf einer leeren Autobahn schnell von A nach B zu kommen - wofür jene Autobahn gedacht war und konstruiert wurde - mit Alkoholsucht gleichzusetzen, ist aber schon hochinteressant. Interessanterweise sind die Grünen ja für ein Tempolimit von 130 - aber mit der Legalisierung von Drogen haben sie kein Problem

    Und auch das unterscheidet uns beide. Meinetwegen kann ein Tempolimit eingeführt werden. Variabel. Tempolimit wenn nötig - z.B. aufgrund des Verkehrsflusses - oder Aufhebung, wenn nicht nötig. So etwas gibt es auf der A9 von München bis Wolnzach und funktioniert wunderbar, wenn Bayern spielt kommst du nicht in den Genuss, dort mit deutlich über 130 fahren zu können, und wenn nur mit immer wieder Gas - Bremse - Gas - Bremse. Wenn du an einem Samstag um 21 Uhr von München heimfährst nach Ingolstadt, kannst du rechte Spur 200 fahren. Das würde sich Verkehrsleitsystem nennen, eine intelligente Lösung. Und oftmals wurde das schon vor Jahrzehnten installiert auf Autobahnabschnitten, bei denen es nötig ist. Ich kann dir zahlreiche Autobahnen nennen, bei denen das z.B. überhaupt nicht nötig ist - z.B. die A6 von der tschechischen Grenze nach Nürnberg, die A93 von Schwandorf bis Hof, die A38 von Halle nach Sangerhausen, die A71 von Sangerhausen nach Erfurt, die A4 von Chemnitz nach Erfurt. Bei den Autobahnen sind z.B. auch round about 70% der Strecke, wenn nicht sogar mehr, ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen. Warum? Weil sie nicht benötigt werden. Selbst die B15 - eine Bundesstraße - von Regensburg nach Landshut - hat keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Da kannst du off limits fahren, und die ist auch so wenig benutzt, dass da 200 kein Problem sind, zu keiner Tageszeit.

    Und nun zu dir @vieraeugigerZyklop: Wie viel Auto fährst du denn im Jahr? Und wie ist denn dein Streckenprofil - Landstraße, Stadt, Autobahn unlimitiert. Wohnst du ländlich oder eher städtisch?

    Und so weit hergeholt ist meine Aussage nun auch nicht. Ich hab Anfang letzten Jahres meinen Hängerführerschein - BE gemacht - und die dortige Fahrlehrerin hat sich doch stark über die Einstellung der heutigen Jugend echauffiert mehrmals - Ende des Jahres hab ich mit dem LKW angefangen - C und CE - und auch mit dem Fahrlehrer hat sich ein ähnliches Gespräch ergeben. Zudem gibt es genügend Leute aus meinem Umfeld, die das zweite mal zur Theorie müssen, das dritte mal, das vierte Mal - und die stellenweise auch überhaupt kein Interesse haben am Führerschein. Eben auch wegen jener Argumente - ich brauch ja keinen Führerschein. So kurzsichtig sind Teile der heutigen Jugend halt.

  14. #453
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Der Vergleich war nicht von ungefähr so gewählt. Ich halte Rasen tatsächlich für eine Sucht. Für mich ist ein Audi Quattro analog zu einer Heroin-Spritze zu sehen. Und wie immer in einer Demokratie endet die Freiheit dort, wo die Freiheit anderer beschnitten wird. Und da nimmt es die Gesellschaft immer weniger hin, dass ein kleiner Bevölkerungsteil den ohnehin knappen Verkehrsraum durch sehr schnelles Fahren unsicherer und stressiger für alle macht. Wo genau Raserei beginnt, muss die Gesellschaft festlegen. Und da scheint sich in der BRD abzuzeichnen, dass Geschwindigkeiten über 130 Km/h als Rasen gesehen werden.

    Dass der Gesetzgeber hier lenkend eingreift, ist nichts neues. Ich habe noch die lebhaften Diskussionen in den Ohren, als der Sicherheitsgurt zur Pflicht wurde. Da waren die Argumente dieselben: Die Freiheit werde beschnitten, der Fahrspaß werde eingeschränkt, und ohnehin könnte sich doch bei einem Unfall jedermann einfach am Steuer abstützen. Also das Freiheitsargument gepaart mit maßloser Selbstüberschätzung ("ich fahre zigtausend Kilometer, mir passiert schon kein Unfall, weil ich bei jeder Geschwindigkeit ein extrem guter Fahrer bin"). Letztendlich wurde dann die Gurtpflicht eingeführt, und die Verkehrstoten sanken drastisch.

    Mit Autojunkies zu diskutieren brachte damals so wenig wie heute - da helfen nur vollendete Tatsachen.

  15. #454
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Der Vergleich war nicht von ungefähr so gewählt. Ich halte Rasen tatsächlich für eine Sucht. Für mich ist ein Audi Quattro analog zu einer Heroin-Spritze zu sehen. Und wie immer in einer Demokratie endet die Freiheit dort, wo die Freiheit anderer beschnitten wird. Und da nimmt es die Gesellschaft immer weniger hin, dass ein kleiner Bevölkerungsteil den ohnehin knappen Verkehrsraum durch sehr schnelles Fahren unsicherer und stressiger für alle macht.
    Und da liegt der Hund begraben. Wenn 100 Autofahrer die A93 langfahren und diese ist der Einfachheit halber 130km lang - dann behindern sie die Straße bei 130kmh eine Stunde lang - und bei 260kmh nur eine halbe Stunde.

    Wie gesagt. Sollen sie halt variable Verkehrsleitsysteme machen, die 130, 150 oder 160 als Geschwindigkeitsbeschränkung machen, wenn der Verkehr zunimmt - und sollen sie die Autobahnen freigeben zu Tageszeiten, in denen kaum Verkehr ist und jeder seine Geschwindigkeit frei wählen kann, wie er möchte, und jedem ist geholfen . Und ich bin jetzt mal egoistisch genug und sage: Vor allem mir ist dann geholfen, weil für mich ändert sich nichts. Wenn ich irgendwo hinfahre weiter entfernt, dann fahre ich in der Regel zur Uhrzeiten, wo nichts los ist. Wenn ich von irgend nem Urlaub heimfahre oder von einem Termin, dann fahre ich abends oder nachts, weil es einen drastischen Unterschied macht, ob ich 300km nicht-begrenzte Autobahn mit 130 oder mit 200 abreiße. Mit 130 brauch ich dafür fast 2,5 Stunden - mit 200 brauch ich ne Stunde weniger. Ich hab ja auch Freunde, die z.B. von ihrem Hotel um 8 Uhr in der Früh morgens heimfahren und sich dann durch den Verkehr quälen, weil ihnen das lieber ist, als nachts auf der leeren Autobahn heimzubrettern. Wenn ihnen das lieber ist, dann sollen sie es so machen. Ich zwing ja auch niemanden, 200 fahren zu müssen, aber ich empfinde es als Beschneidung, auf einer Autobahn nur 130 fahren zu dürfen, wo ich problemlos 200 fahren könnte.

    Aber da kommen wir auch wieder zum Punkt. Das Arbeitsgesetz regelt, dass ein Arbeitnehmer 48 Wochenstunden arbeiten darf. Mehr darf er nicht - auch nicht, wenn er das unbedingt möchte. Deswegen bin ich z.B. selbstständig - in meiner Anfangszeit hatte ich oft 60 Stundenwochen und mehr, Urlaub war ein Fremdwort. Als Arbeitnehmer? Undenkbar, nicht erlaubt. Die Frage ist halt: Wer verdient mehr? Und wer darf vor allem mehr verdienen. Jener, der mehr arbeiten möchte in seinem Job, wird hier z.B. auch beschnitten und bevormundet von einem Gesetz. Für mich macht beides wenig Sinn. Wenn ich schneller fahren möchte und es geht, fahr ich schneller, wenn ich mehr arbeiten möchte und es geht, arbeite ich mehr. Das nennt sich Freiheit, eigene Entscheidungen treffen.

  16. #455
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    @Blizzard_Black

    Ich fahre, je nachdem ca 12.000 km im Jahr. Alle möglichen Strecken. Stadt, Land, Autobahn. Und ich wohne städtisch. Die Aussage deiner Fahrlehrer ist auch eher mit Vorsicht zu genießen, denn weisst du ob entsprechende Fahrschüler den Schein eigentlich nicht brauchen weil bei denen vllt eine gute Anbindung herrscht für alles was die brauchen? Ich habe einen Kumpel der hat einen Führerschein, liebt Autos, hat aber keins. Er kann alles mit den Öffis machen und selbst Urlaub wird halt per Bahn erledigt. Bzw dann per Flugzeug.

    Es ist auch nicht so, dass keiner schneller fahren soll weil ich nicht so schnell fahre. Es ist eher einfach eine Frage der Vernunft. Am Ende muss jeder selber wissen wie schnell er sich um den Baum wickeln will. Nur weil jemand für Tempolimit ist, heisst es nicht das für Verbote generell ist. Da herrscht wieder denken in Extremen. Und das ist es, was die Tempolimit Gegner nicht verstehen. Der Wohnungsvergleich ist ein Äpfel mit Birnen Vergleich, weil dies nicht meine Sicherheit beeinträchtigt.

    Von mir aus kann es variabel sein. Von 6 bis 22 Uhr 140 kmh und dazwischen gib ihm weil kein Verkehr...oder kaum.

  17. #456
    Max @ home Max @ home ist gerade online
    Avatar von Max @ home

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Man braucht auch keine 5000 Bier im Jahr zu trinken, um für ein Alkoholverbot zu sein. Und man braucht keine 500.000 EUR Spielschulden zu haben, um für ein Glücksspielverbot zu sein. Generell ist es eine schlechte Idee, die Süchtigen über ihr Suchtmittel entscheiden zu lassen.
    Vielleicht ist es aber nicht die Sucht, sondern schlicht und ergreifend der zeitliche Faktor. Wenn ein Geschäftsreisender durch ganz Deutschland fahren muss, dann wird er nicht scharf darauf sein, mit 130 herumzutrödeln. Jeder darf natürlich seine Meinung äußern, aber wäre es in diesem Fall nicht sinnvoller, die Einschätzung solcher Leute mit zu berücksichtigen als teils die völlig Unbeteiligter?



    EDIT: Eine Frage wäre, ob eine etwas anders angesetzte Begrenzung (z. B. 170 km/h) vielleicht eine mögliche Lösung wäre, mit der 'alle' einigermaßen leben könnten.

  18. #457
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat Max @ home Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es aber nicht die Sucht, sondern schlicht und ergreifend der zeitliche Faktor. Wenn ein Geschäftsreisender durch ganz Deutschland fahren muss, dann wird er nicht scharf darauf sein, mit 130 herumzutrödeln. Jeder darf natürlich seine Meinung äußern, aber wäre es in diesem Fall nicht sinnvoller, die Einschätzung solcher Leute mit zu berücksichtigen als teils die völlig Unbeteiligter?



    EDIT: Eine Frage wäre, ob eine etwas anders angesetzte Begrenzung (z. B. 170 km/h) vielleicht eine mögliche Lösung wäre, mit der 'alle' einigermaßen leben könnten.
    Selbstverständlich ist es diskutabel einen Kompromiss zu finden.

    Die Frage mit dem Geschäftsreisenden ist aber...ist denn etwas an das Tempolimit verkehrt oder die Gesellschaft die dieses schnellebige fordert..diesen Zeitdruck?

  19. #458
    Max @ home Max @ home ist gerade online
    Avatar von Max @ home

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich ist es diskutabel einen Kompromiss zu finden.

    Die Frage mit dem Geschäftsreisenden ist aber...ist denn etwas an das Tempolimit verkehrt oder die Gesellschaft die dieses schnellebige fordert..diesen Zeitdruck?
    Ich fordere ihn nicht. Aber ich denke schon, dass die Gesellschaft nicht davon loskommen wird. Ich habe kürzlich eine Diskussion in einem anderen Forum verfolgt, in dem ein User anprangerte, dass österreichische Abgeordnete mit dem ÖBB-Nachtzug medienwirksam und vollmundig nach Brüssel fuhren, um danach aber wieder nachhause zu fliegen. Im weiteren Gesprächsverlauf kritisierten viele Mitdiskutanten die Kritik, weil Politikern eine besondere Verantwortung zukommen würde und halt mal an drei Orten gleichzeitig sein müsse. Kann man sicher so oder so sehen.

    Auf was ich aber hinaus möchte: Sicherlich macht sich die Gesellschaft in der Praxis mit Zeitdruck das Leben schwer. Und dennoch wird sich jeder für maßgeblich genug halten, um weiterhin unter Zeitdruck leben zu 'wollen' oder müssen. Die Diskussion ist sicherlich interessant, aber zumindest beruflich gesehen wird dieser Druck doch weiterhin bestehen.

    Wobei das Thema "Umdenken" wohl in einen neuen Thread oder ein Umwelt-/Klima-Thema noch besser passen würde.

  20. #459
    Counterweight Counterweight ist offline
    Avatar von Counterweight

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Der Vergleich war nicht von ungefähr so gewählt. Ich halte Rasen tatsächlich für eine Sucht. Für mich ist ein Audi Quattro analog zu einer Heroin-Spritze zu sehen.
    Ich habe ja schon viel gelesen in dieser ewigen Diskussion, egal ob hier, auf Twitter oder in anderen Foren. Aber die Aussage ist wohl die krudeste von allen, seit dem ist diese Diskussion gibt. Auf sowas muss man auch erstmal kommen. Da frage ich mich, ob die Probleme da nicht ganz woanders liegen. Die Aussage müsste man mal zitieren und in andere Foren werfen. Die Resonanz wäre interessant.

    Ansonsten kann man sich auch einfach Statistiken angucken, laut denen in Ländern, wo es ein Limit gibt, es mehr Tote zu verzeichnen gibt und das obwohl die Länder zusätzlich auch noch kleiner sind: https://de.statista.com/infografik/1...opa-vergleich/

    Da frage ich mich, was hier unsicherer ist. Das ein Limit mehr Sicherheit bringt, lässt sich hier so gar nicht ableiten.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    ADAC nun auch nicht mehr "grundsätzlich" gegen ein generelles Tempolimit.
    Der ADAC will das ganze Thema versachlichen. Und in Anbetracht der Statistiken, dürfte eine Versachlichung der Dinge einem Tempolimit eher den Wind aus den Segeln nehmen.

  21. #460
    Vachyn Vachyn ist offline
    Avatar von Vachyn

    130 km/h Begrenzung auf dt. Autobahnen kommt - also vielleicht

    Zitat Counterweight Beitrag anzeigen
    Ansonsten kann man sich auch einfach Statistiken angucken, laut denen in Ländern, wo es ein Limit gibt, es mehr Tote zu verzeichnen gibt und das obwohl die Länder zusätzlich auch noch kleiner sind: https://de.statista.com/infografik/1...opa-vergleich/
    Was hat die Größe mit den durchschnittlichen Toten je 1 Mrd Fahrkilometer zu tun?

    Zudem ist noch zu Bedenken, dass nicht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung Einfluss auf die Anzahl an Verkehrstoten hat. Viele Faktoren fließen mit ein. Eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung in Deutschland würde uns wohl noch weiter ans untere Ende bringen (Unten ist in dem Fall gut!). Sollte das nicht das Ziel sein?

    Es ist auch nicht ganz uninteressant mal direkt in den Bericht des ETSC zu schauen, statt sich nur diese Grafik anzuschauen und die simpelsten Schlüsse daraus ziehen zu wollen. Dort werden verschiedenste Faktoren, die zu Verkehrstoten führen, aufgedröselt. Sehr interessant ist zum Beispiel Seite 10, auf der sich direkt mit Deutschland beschäftigt wird. Schon die Überschrift macht deutlich:

    Germany: deaths higher on motorways sections without speed limits


    Hm, könnte es sein, dass deine Quelle sich als unvorteilhaft für deine Sache entpuppt?

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