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  1. #1
    Ludwig der Fromme Ludwig der Fromme ist offline

    Alternative für Deutschland

    Als Reaktion auf die immer unbeliebter werdende Europolitik der deutschen Bundesregierung haben sich jetzt einige Eurokritiker, darunter wohl recht prominente Ökonomen und VWL-Professoren, zu der Bewegung "Alternative für Deutschland" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Gründung einer Partei, möglicherweise sogar schon zur Bundestagswahl dieses Jahr. Was haltet ihr davon? Denkt ihr, die Partei könnte sich etablieren oder eher, dass sie im Sand verläuft? Wie steht ihr zu deren Positionen?
    Meiner Meinung nach könnte diese Partei verkrustete Strukturen aufbrechen und den Weg in eine Zukunft ohne Euro-Rettungswahn ebnen. Da der Rückhalt der Bevölkerung für die etablierten Parteien immer mehr schwindet, ist die Gründung einer gemäßigten Anti-Euro Partei überfällig. Sollte sich die Partei tatsächlich bis zur Wahl gegründet haben, werde ich in Betracht ziehen, sie zu wählen.

    Weiterführende Informationen und Quelle:

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    Alternative für Deutschland

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  3. #2
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Ja, es wird immer Befürworter und Gegner geben. Was sinnvoller ist - da gibt es sogar Uneinigkeit bei Ökonomen und VWL Professoren.
    Das Euro-Ziel und das EU-Ziel wird es in der Art und Weise auch zukünftig irgendwann nichtmehr geben, wenn jeder sein eigenes Süppchen kochen darf. Hatte das ja schon mehrmals erwähnt, wieso das nicht funktioniert, in anderen Threads.

  4. #3
    Gilligan Gilligan ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    gab es nicht die tage bereits eine meldung, dass definitiv eine euro- oder eine europakritische partei zur bundestagswahl antreten wird. ich habe den artikel nicht gelesen, heute bereue ich das, nun finde ich den artikel nicht mehr. naja, vielleicht war es sogar diese partei.

    grundsätzlich bin ich ja für mehr vielfalt im bundestag. gerne sehe ich auch randparteien in der politik. mein problem ist nur meistens, so auch hier, wie stehen die parteien zu den anderen themenbereiche der politik. nur europa auf die fahne zu schreiben, reicht leider nicht aus. genauso wie es bei den piraten nicht asureicht, sich nur die moderne kommunikation etc. auf die fahne zu schreiben. da muss mehr her, ein umfangreiches paket eben. oder aber die mischung im bundestag geht dahin, dass viele kleine parteien mit unterschiedlichen schwerpunkten mit im bundestag vertreten sind. was wohl nie der fall sein wird.

    mir jedenfalls ist es diesmal zu knapp zwischen schwarz/geld, rot/grün oder schwarz/rot. mein "ziel" ist es auf jedenfall schwarz/gelb weg zu bekommen. deshalb tu ich mich bei dieser wahl schwer eine kleine partei zu unterstützen, die sich vielleicht nur auf einen schwerpunkt, wie diese partei hier, "spezialisiert". zumal mir bisher nix an anderen themen der partei zu ohren gekommen ist. ich gehe lieber "auf nummer sicher" mit meiner stimme.

    wenn es nicht so knapp wäre, dann könnte ich drüber nachdenken, sofern ich noch mehr infos zur partei nachlesen würde. aber da selbstverständlich einer der großen "volksparteien" die regierung in irgendeiner konstellation stellen wird, und nur die frage ist wer und da eben ein enges rennen stattfinden wird, so zumindest meine schätzung, möchte ich da, wie gesagt, kein "risiko" eingehen, auch wenn meine stimme natürlich kein zünglein an der waage sein wird.

    sonst wäre ich bereit generell solche parteien mal zu unterstützen, protestwahl und sowas, gell. ihr wisst schon.
    Geändert von Gilligan (04.03.2013 um 08:22 Uhr)

  5. #4
    Issomad Issomad ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Es reicht auch nicht, nur gegen den Euro zu sein. Man muss auch verdeutlichen, wie man den Rattenschwanz, der am Euro dranhängt, bewältigen will.

    Wenn man in Deutschland den Euro abschafft und die D-Mark wieder einführt, ist auch nicht alles in Butter. Dadurch entstehen wieder neue Probleme. Von einer Partei mit Potential erwartet man dann auch, dass sie erklärt, wie sie diese neu entstehenden Probleme lösen will ...
    Vor allem bei einer Wirtschaftsmacht, die sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr vom Export und der Globalisierung abhängig machte ...

    Übrigens glaube ich auch nicht, dass der Euro selbst überhaupt eine große Rolle spielt bei den Finanzproblemen. Es ist nur ein kleiner Faktor ...
    Geändert von Issomad (05.03.2013 um 04:17 Uhr)

  6. #5
    Brumpa Brumpa ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zurück zu den nationalen Währungen? Ich denke nicht, dass dies dem eigentlichen Problem, dem Finanzunwesen, steuern könnte. Eher sogar noch im Gegenteil.
    Eine Alternative besteht eher durch "Die Vereinigten Staaten von Europa". Dann eine radikale Reform des Finanzunwesens, z.B. durch die Abschaffung von Zinsen. Oder dass nur mehr Kredite gewährt werden dürfen, die maximal innerhalb von 1-2 Jahren zurückgezahlt werden können. So in die Richtung. Ansonsten wird es schlimm. Die Zustände in Südeuropa sind da grad erst kaum der Anfang von dem was uns blüht, wenn wir das Finanzunwesen nicht radikal reformiert bekommen. Gegenwärtig ist der Mensch für die Finanzen da und nicht umgekehrt.

  7. #6
    Gilligan Gilligan ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    Oder dass nur mehr Kredite gewährt werden dürfen, die maximal innerhalb von 1-2 Jahren zurückgezahlt werden können.
    wie soll das denn mit unserem wirtschaftssystem funktionieren? solch eine veränderung der kreditwirtschaft (welche es dann ja nicht mehr gäbe) hätte massive auswirkungen auf das gesamte wirtschaftssystem und dem wohlstand der gesellschaft.
    in einem finanzsektor, in dem keine zinsen gezahlt werden, findet keine bereitstellung von liquidität statt. zins ist die gegenleistung für das zu tragende risiko. wenn keine bereitschaft mehr besteht, liquidität zu stellen, wird es keine investitionen mehr geben. das gleiche gilt auch für eine beschränkung auf 1-2 jahre. also völlig abstruse idee.

    die auch aus meiner sicht nicht zu rechtferigenden zinsspannen zwischen soll- und habenzinssätzen der banken sollten allerdings tatsächlich mal unter die lupe genommen werden.
    Geändert von Gilligan (05.03.2013 um 12:07 Uhr)

  8. #7
    Simbart Simbart ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    in einem finanzsektor, in dem keine zinsen gezahlt werden, findet keine bereitstellung von liquidität statt.
    Möglicherweise ließe sich so argumentieren, dass auf das dem Geldkreislauf entzogene Geld, auf welches dieser (und damit meine ich auch die Gesellschaft bzw. die Menschen, die sie bilden) angewiesen ist, eine Umlaufgebühr aufgeschlagen wird, so dass jeder, der größere Mengen Geld zurückhält, dafür einen bestimmten Betrag zu leisten hat - je mehr Geld zurückgehalten wird, desto höher ist die Gebühr. Das gleiche gilt für die Dauer.
    Den Anreiz, es ohne Zinsen zur Verfügung zu stellen, kann man nachvollziehen, denke ich.

    Es sind in diesem Zusammenhang weitere Änderungen nötig, die den Rahmen meines Posts sprengen würden.
    Zumindest müsste man erst einmal die Probleme, die der Zins mit sich bringt, in der Breite diskutieren.
    Die Gründe FÜR den Zins, die ich nicht absprechen möchte, sind wohl allgemein bekannt.
    Geändert von Simbart (05.03.2013 um 17:55 Uhr)

  9. #8
    Gilligan Gilligan ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Simbart Beitrag anzeigen
    Den Anreiz, es ohne Zinsen zur Verfügung zu stellen, kann man nachvollziehen, denke ich.
    aber das heißt ich sehe mich genötigt ein risiko einzugehen um diesen aufschlag zu entgehen. und wenn mein schuldner dann den bach runter geht? wer ersetzt mir den verlust? wenn ich geld besitze werde ich bestraft, wenn ich geld verleihe muss ich ein hohes risiko tragen. ich muss dann zwar keinen aufschlag mehr leisten, aber das risiko wird dadurch nicht wirklich verringert.

  10. #9
    Brumpa Brumpa ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    wie soll das denn mit unserem wirtschaftssystem funktionieren?
    Unser Wirtschaftssystem hat noch nie funktioniert. Man tut nur so als ob. Tatsächlich aber beruht alles darauf, dass man letztlich pleite geht. Und zwar ausnahmslos. Einer nach dem anderen. Die wirtschaftlich Schwächeren trifft es zuerst. Aber letztlich sind wir alle Griechenland.

    Es braucht keine Zinsen, damit die Leute investieren. Am besten wäre es natürlich, wenn man die Leute soweit erzieht, dass sie Geld und Gut nicht unnötig horten und verdientes Geld und Gut im Sinne der Allgemeinheit freiwillig verwenden. Da aber viele Menschen immer noch mehr selbstsüchtige Urwaldaffen als wahre Menschen sind, viele sogar ausgemachte Psychopathen, braucht es ein paar Druckmittel, damit die Sache funktioniert. Zinsen bewirken nicht, dass sich die Leute vernünftig verhalten, sondern motivieren erst recht, auf Kosten aller möglichst viel Kapital zu horten. Wir brauchen eine Demotivation. Zum Beispiel regelmäßige Geldentwertung. Offenbar hat es das früher schon gegeben, und die Wirtschaft blühte.

    Damit die versehentlich als Menschen inkarnierten Urwaldaffen nicht stattdessen sonstige Güter horten, braucht es auch da eine Demotivation. Am geeignetsten erscheint mir entweder eine Erbschaftssteuer für das Zuviel oder eine maximale Verdienstgrenze. Kurz: Alles Gehorte sollte anstatt mit motivierendem mit demotivierendem Regelwerk versehen werden. Stattdessen soll zu vernünftigem und sozialem Verhalten motiviert werden.

  11. #10
    iHook

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    erscheint mir entweder eine Erbschaftssteuer
    Das ist so ziemlich die unfairste Besteuerung die es in DE gibt. Das Vermögen, welches bei einer Vererbung weiter gegeben wird, ist bereits versteuert. Das einzige was mir sinnvoll erscheint ist eine Anhebung des Spitzensteuersatzes, für "Großverdiener" (sprich 100.000+).

  12. #11
    Gilligan Gilligan ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    Es braucht keine Zinsen, damit die Leute investieren.
    nein, so wie du es sagst, seien die zinsen der investitionsgrund. es braucht aber geld für investitionen. woher nehmen wenn keiner geld bietet? also gibt es, wenn keiner geld gibt, keine investitionen.

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    Zinsen [...] motivieren erst recht, auf Kosten aller möglichst viel Kapital zu horten.
    das musst du mir mal erklären...

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    Da aber viele Menschen immer noch mehr selbstsüchtige Urwaldaffen als wahre Menschen sind,
    wahre menschen, naja. die selbstsucht ist doch ergebnis der gesellschaftsstruktur und des lebens als solches in diesem system. die selbstsucht kommt doch im breiten in erster linie erst einmal davon, dass nach sicherheit gestrebt wird. ist man unerschütterlich, was vorab angestrebt wird, wie z.b. manch manager, dann kommt die gier.

    ich glaube der demotivierende charakter, welchen du vorderst, zielt doch auf die ungleiche verteilung von vermögen ab. ich erinner daran, dass, wenn ich mich nicht täusche, 10% der gesellschaft 60% des vermögens besitzen. das ist aber kein grund das system von grund auf verändern zu wollen. ebenso ist es nicht der zins alleine schuld. natürlich wird der fette durch den zins immer fetter. aber dafür braucht man wie gesagt kein ganzes system umzukrempeln, es genügt eine vermögenssteuer und eine, wie iHook schon sagte, anhebung des spitzensteuersatzes. und anständige löhne, eine verkleinerung des niedriglohnsektors und bessere qualifikationsmöglichkeiten, damit einhergehend ebenso eine bessere vereinbarung von familie und beruf. aber das driften nun.
    Geändert von Gilligan (06.03.2013 um 10:52 Uhr)

  13. #12
    keldana keldana ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    finde allgemein eine "Alternative" immer gut ... nur stellt sich mir die Frage "warum jetzt erst" ??? Mal ehrlich ... es ist schon soviel Geld "verbrannt" worden ... das hätte man sich deutlich eher überlegen sollen.

  14. #13
    Issomad Issomad ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Brumpa Beitrag anzeigen
    Unser Wirtschaftssystem hat noch nie funktioniert. Man tut nur so als ob. Tatsächlich aber beruht alles darauf, dass man letztlich pleite geht. Und zwar ausnahmslos. Einer nach dem anderen. Die wirtschaftlich Schwächeren trifft es zuerst. Aber letztlich sind wir alle Griechenland.

    Es braucht keine Zinsen, damit die Leute investieren. Am besten wäre es natürlich, wenn man die Leute soweit erzieht, dass sie Geld und Gut nicht unnötig horten und verdientes Geld und Gut im Sinne der Allgemeinheit freiwillig verwenden. Da aber viele Menschen immer noch mehr selbstsüchtige Urwaldaffen als wahre Menschen sind, viele sogar ausgemachte Psychopathen, braucht es ein paar Druckmittel, damit die Sache funktioniert. Zinsen bewirken nicht, dass sich die Leute vernünftig verhalten, sondern motivieren erst recht, auf Kosten aller möglichst viel Kapital zu horten. Wir brauchen eine Demotivation. Zum Beispiel regelmäßige Geldentwertung. Offenbar hat es das früher schon gegeben, und die Wirtschaft blühte.

    Damit die versehentlich als Menschen inkarnierten Urwaldaffen nicht stattdessen sonstige Güter horten, braucht es auch da eine Demotivation. Am geeignetsten erscheint mir entweder eine Erbschaftssteuer für das Zuviel oder eine maximale Verdienstgrenze. Kurz: Alles Gehorte sollte anstatt mit motivierendem mit demotivierendem Regelwerk versehen werden. Stattdessen soll zu vernünftigem und sozialem Verhalten motiviert werden.
    Doch, das Wirtschaftssystem funktioniert ... aber nur 30-50 Jahre lang. Dann hatte sich das Geld wieder so einseitig verlagert, dass der Geldkreislauf nicht mehr vernünftig vonstatten ging. Um diese Phase zu verlängern, hat man diesmal eine Finanzblase geschaffen, der jetzt so langsam die Luft ausgeht ...

    In der Vergangenheit kam dann in der Zeit der finanziellen Schwierigkeiten immer ein großer Krieg (im Mittelalter auf europäischer Ebene, in der Neuzeit auf der Weltbühne) und im Zuge dessen zu radikalen Währungsreformen. Wenn es den Menschen sowieso schlecht geht, kann man das ja getrost machen ...

    Heutzutage geht das mit dem Krieg natürlich nicht mehr so einfach, weil viele Leute dagegen sind. Es herrscht nicht mehr der Hurra-Patriotismus, mit dem man für sein Vaterland in den Krieg zieht wegen irgendwelchen fadenscheinlichen Gründen; Konflikte werden hinterfragt.

    Nunja, bevor ich weiter abschweife: Es sollte klar sein, dass unser Finanzsystem nicht nachhaltig ist und regelmäßig einem Kollaps zusteuert. Man sollte sich doch Gedanken machen, es durch ein anderes zu ersetzen. Das Schwundgeld-System macht doch einen guten Eindruck, obwohl es für den Normal-Bürger vielleicht etwas kompliziert ist (mit Umrechnungstabellen). Damit soll verhindert werden, dass sich Geld in übermäßiger Menge an einer Stelle anhäuft. Es soll wieder in die Wirtschaft investiert werden, ansonsten verliert es an Wert ...
    Es wäre zumindest mal eine öffentliche Diskussion wert und sollte nicht ständig ignoriert werden ...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwundgeld#Das_Prinzip
    Geändert von Issomad (06.03.2013 um 14:13 Uhr)

  15. #14
    pr0found pr0found ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Ludwig der Fromme Beitrag anzeigen
    Als Reaktion auf die immer unbeliebter werdende Europolitik der deutschen Bundesregierung haben sich jetzt einige Eurokritiker, darunter wohl recht prominente Ökonomen und VWL-Professoren, zu der Bewegung "Alternative für Deutschland" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Gründung einer Partei, möglicherweise sogar schon zur Bundestagswahl dieses Jahr. Was haltet ihr davon? Denkt ihr, die Partei könnte sich etablieren oder eher, dass sie im Sand verläuft? Wie steht ihr zu deren Positionen?
    Meiner Meinung nach könnte diese Partei verkrustete Strukturen aufbrechen und den Weg in eine Zukunft ohne Euro-Rettungswahn ebnen. Da der Rückhalt der Bevölkerung für die etablierten Parteien immer mehr schwindet, ist die Gründung einer gemäßigten Anti-Euro Partei überfällig. Sollte sich die Partei tatsächlich bis zur Wahl gegründet haben, werde ich in Betracht ziehen, sie zu wählen.

    Weiterführende Informationen und Quelle:
    Es ist eine völlig normale Reaktion bei wirtschaftlicher und sozialer Unzufriedenheit nach Alternativen zum europäischen Supranationalismus Ausschau zu halten. Die Supranationalisierung jedoch ist nicht aufzuhalten: Es ist ein politischer Trend, dass politische Kompetenzen vertikal (also an EU-Organe) weitergegeben werden. Daraus bildet sich ein eigendynamischer Prozess, der zwar kritisiert werden darf und soll, jedoch nicht aufzuhalten ist. (vgl. Neofunktionalismus) Natürlich ist diese Euro-Rettung mit der Zeit ein pikantes Thema, aber wieso geht Otto Normal davon aus, man müsse nur eine neue Währung einführen und wir wären wieder alle reich und zufrieden?

    Davon abgesehen:

    ist die Gründung einer gemäßigten Anti-Euro Partei überfällig.
    Gibt es. Nennt sich NPD und ist grenzwertig verfassungsfeindlich.

  16. #15
    Ludwig der Fromme Ludwig der Fromme ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Verdugo Beitrag anzeigen
    Es ist eine völlig normale Reaktion bei wirtschaftlicher und sozialer Unzufriedenheit nach Alternativen zum europäischen Supranationalismus Ausschau zu halten. Die Supranationalisierung jedoch ist nicht aufzuhalten: Es ist ein politischer Trend, dass politische Kompetenzen vertikal (also an EU-Organe) weitergegeben werden. Daraus bildet sich ein eigendynamischer Prozess, der zwar kritisiert werden darf und soll, jedoch nicht aufzuhalten ist. (vgl. Neofunktionalismus) Natürlich ist diese Euro-Rettung mit der Zeit ein pikantes Thema, aber wieso geht Otto Normal davon aus, man müsse nur eine neue Währung einführen und wir wären wieder alle reich und zufrieden?
    Hier geht es nicht darum, den Supranationalismus aufzuhalten, sondern die Währungsunion abzuschaffen. Und das hat höchstwahrscheinlich für alle Beteiligten positive Auswirkungen. Denn die Staatspleiten in vielen Euroländern kommen daher, dass sie eine viel zu starke Währung besitzen.
    Die Partei ist ausdrücklich für Europa. Eine enge Zusammenarbeit ist auch ohne Währungsunion möglich. Der Euro hat zudem in vielen Ländern dem Populismus zu hoher Beliebtheit verholfen (siehe aktuell in Italien).

    Zitat Verdugo Beitrag anzeigen
    Gibt es. Nennt sich NPD und ist grenzwertig verfassungsfeindlich.
    Es hat schon einen Grund, dass ich "gemäßigt" geschrieben habe.

  17. #16
    Sanchez Sanchez ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Ludwig der Fromme Beitrag anzeigen
    Als Reaktion auf die immer unbeliebter werdende Europolitik der deutschen Bundesregierung haben sich jetzt einige Eurokritiker, darunter wohl recht prominente Ökonomen und VWL-Professoren, zu der Bewegung "Alternative für Deutschland" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Gründung einer Partei, möglicherweise sogar schon zur Bundestagswahl dieses Jahr. Was haltet ihr davon? Denkt ihr, die Partei könnte sich etablieren oder eher, dass sie im Sand verläuft? Wie steht ihr zu deren Positionen?
    Meiner Meinung nach könnte diese Partei verkrustete Strukturen aufbrechen und den Weg in eine Zukunft ohne Euro-Rettungswahn ebnen. Da der Rückhalt der Bevölkerung für die etablierten Parteien immer mehr schwindet, ist die Gründung einer gemäßigten Anti-Euro Partei überfällig. Sollte sich die Partei tatsächlich bis zur Wahl gegründet haben, werde ich in Betracht ziehen, sie zu wählen.

    Weiterführende Informationen und Quelle:
    Die Partei wird vermutlich nicht einmal die 5% Hürde knacken. Deutschland ist Wahlträge und unsere Demokratie unter der eisernen Herrschaft konservativer Prinzipwähler.
    Würde mich wundern, das es sich schlagartig ändert, nur weil eine Randpartei wieder gute Vorschläge hat.

  18. #17
    Issomad Issomad ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Ludwig der Fromme Beitrag anzeigen
    Hier geht es nicht darum, den Supranationalismus aufzuhalten, sondern die Währungsunion abzuschaffen. Und das hat höchstwahrscheinlich für alle Beteiligten positive Auswirkungen. Denn die Staatspleiten in vielen Euroländern kommen daher, dass sie eine viel zu starke Währung besitzen.
    Die Partei ist ausdrücklich für Europa. Eine enge Zusammenarbeit ist auch ohne Währungsunion möglich. Der Euro hat zudem in vielen Ländern dem Populismus zu hoher Beliebtheit verholfen (siehe aktuell in Italien).
    Wie kommst du darauf, dass die Abschaffung der Währungsunion für alle Beteiligte positive Auswirkungen hätte ?
    Für Deutschland und Frankreich schon mal nicht mit ihrer stark exportorientierten Wirtschaft.

    Für die 'Südländer' auch nicht, denn mit der Währungsumstellung würde wohl auch noch der Rest ihrer Wirtschaft über den Jordan gehen.
    Wenn es so einfach wäre, sich zu sanieren, wären diese Länder schon längst aus der Währungsunion ausgestiegen; schließlich werden sie nicht gewaltsam dringehalten ...

    Die Staatspleiten kommen nunmal einfach daher, dass in der Vergangenheit und auch jetzt viel mehr ausgegeben wird wie eingenommen. Sie haben über ihre Verhältnisse gelebt und wollten mit eigenen Mitteln (bzw. Krediten) Standards in ihrem Land etablieren, die in wirtschaftsstarken Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien herrschten ...

  19. #18
    Simbart Simbart ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat Issomad Beitrag anzeigen
    Wie kommst du darauf, dass die Abschaffung der Währungsunion für alle Beteiligte positive Auswirkungen hätte ?
    Für Deutschland und Frankreich schon mal nicht mit ihrer stark exportorientierten Wirtschaft.
    Es gibt da ein paar Punkte, neben denen, die FÜR eine Währungsunion sprechen (deutsche Firmen profitieren vom Euro), die diese Aussage dennoch untermauern.
    Zum einen haftet Deutschland mit einer nicht ganz unerheblichen Summe für die Schulden der Länder/Banken, welche den EFSF bzw. den ESM in Anspruch nehmen.
    Hinzuzählen sollte man ebenfalls die TARGET2-Forderungen. Auch sollte man das von der EZB ausgegebene Geld (Staatsanleiheaufkäufe), für das Deutschland zum Teil haftet, nicht ganz unerwähnt lassen.
    Häufig findet dieses seinen Weg in die Spekulation, wo sich alle freuen, dass die Kurse steigen - Allzeithoch usw.

    Zitat Issomad Beitrag anzeigen
    Für die 'Südländer' auch nicht, denn mit der Währungsumstellung würde wohl auch noch der Rest ihrer Wirtschaft über den Jordan gehen.
    Wenn es so einfach wäre, sich zu sanieren, wären diese Länder schon längst aus der Währungsunion ausgestiegen; schließlich werden sie nicht gewaltsam dringehalten ...
    Gerade die Wirtschaft der Südländer schwächt sich durch eine Einheitswährung. Wenn Produkte in Deutschland effektiver/effizienter (oder auch aufgrund des Niedriglohnsektors) hergestellt werden als zB in Griechenland, sind diese Produkte auch günstiger. Folglich werden diese gekauft und nicht die aus Griechenland. Unsere starke Wirtschaft und ebenso die in anderen sehr produktiven Staaten macht die Wirtschaft in schwächeren Ländern kaputt.
    Hätten die Griechen eine eigene Währung, würde die weniger stark nachgefragt, um griechische Produkte zu kaufen und somit abgewertet. Produkte aus Griechenland würden billiger und somit konkurrenzfähiger.
    Dass in Griechenland dann vieles teurer würde (zumindest, was dort importiert wird), stimmt zwar, aber so war es früher auch schon, als es den Euro noch nicht gab. Und da waren die Verhältnisse um einiges besser als heute.
    Allerdings bleiben griechische Produkte in Griechenland erschwinglich - und das stärkt dann tendenziell ihre Wirtschaft.
    Ich gebe zu, dass es noch viele andere Faktoren gibt, warum es den Griechen heute schlecht geht.

    Zitat Issomad Beitrag anzeigen
    Die Staatspleiten kommen nunmal einfach daher, dass in der Vergangenheit und auch jetzt viel mehr ausgegeben wird wie eingenommen. Sie haben über ihre Verhältnisse gelebt und wollten mit eigenen Mitteln (bzw. Krediten) Standards in ihrem Land etablieren, die in wirtschaftsstarken Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien herrschten ...
    Ich glaube, dass kann man so unterschreiben. Im Prinzip hätte Griechenland gar nicht in die Eurozone kommen dürfen - schon gar nicht mit den gefälschten Zahlen.
    Man sollte aber auch der Fairness-halber sagen, dass zum Zeitpunkt der Einführung des Euros, nur - ich glaube - Luxemburg die Maastrichter Richtlinien erfüllte.
    Also wurde etwas politisch durchgedrückt, was schon damals die Mehrheit der Staaten nicht erfüllte - und im Anschluss von diesen mehrfach verletzt wurde.
    Geändert von Simbart (08.03.2013 um 12:32 Uhr)

  20. #19
    dARius dARius ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Vorweg, wenn jemand immer noch glaubt, dass der Euro abgeschafft wird, nachdem die ganzen Kosten (die geringer sind als die Abschaffung des Euro) aufgenommen wurden und die ganzen öffentlichen Widmungen zum Euro gemacht wurden - und wer was von Ökonomik versteht - der würde niemals argumentieren, dass der Euro abgeschafft wird. Das andere sind nur Populisten und deren ignorante Gefolgschaft...
    Die Arguemtation über die Haftung Deutschlands hält auch nicht ganz, denn ein erheblicher Teil der deutschen Gelder, die angeblich an Griechenland oder Spanien gegangen sind, sind tatsächlich in deutsche Landesbanken gegangen, die vor der Finanzkrise ganz schön viel Geld in diese Länder investiert haben. Würde Merkel diese Zahlungen nicht machen, wären die deutschen Finanzinstitute die ersten, die untergehen würden. Und wenn ich mich erinneren, hat Merkel vor einem Jahr gesagt, dass sie keine Zahlungen an die verschuldeten Länder machen wird...und vor ein paar Monaten dann den gleichen Ländern ihre Loyalität geschworen. Wie kommt das? Ganz einfach - die hälfte der deutschen Exporte gehen nach Europa. Leidet euer Nachbar, so tut es die exportgesteuerte Wirtscahft auch - und dies tat sie. Die deutsche Wirtschaft soll angeblich dieses Jahr nicht wachsen...deswegen die ganzen Widmungen der Regierung Merkel - also, der Profiteur würde ich sagen - und das ist JEDEM klar - ist Detuschland. Wenn die Südländer aus der Währungunion aussteigen würden, würde der Euro an Wert gewinnen, was die deutschen Exporte unattraktiv machen würde (-> man zahlt dafür mehr), woran die deutsche Wirtschaft leiden würde.
    Die Abschaffung der Einheitswährung hätte für alle positive Auswirkungen? Hängt ab für wen - für Deutschland mit Sicherheit nicht!

    UND nun zum Thema:
    Man muss wohl dem Ganzen etwas näher auf den Grund gehen. Was hinter der ganzen Euroskepsis steckt, obwohl jedem bewusst ist, dass wir die EU brauchen und den gemeinsamen Markt (besonders Deutschland braucht den, da 43% des BIP auf Exporte zurückzuführen ist!!!) und wenn wir weiter in der globalen Politik mitreden wollen, ist der letztes Jahr entfachte Währungskrieg. Ziel ist es, die Währung so niedrig wie möglich zu bekommen. Deswegen druckt ja die EZB auch Geld wie verrückt. Denn je mehr Geld im Umlauf, desto weniger Wert hat es. Und wenn man noch Unsicherheit über ein (Währungs-)system verbreitet, desto mehr an Wert verliert es. Man betrachte nur, wieviel der Pfund seit der Rede von Cameron (britischer Premier) über seine EU-Skepsis an Wert verloren hat - ihm ist ganz klar, dass er nicht aus der EU will. Und jetzt kann euch auch klar sein, wieso gerade diese "Euroskepsis" Merkel und der deutschen Industrie ganz gelegen kommt. Also, den Ball flach halten, denn oft steckt mehr hinter einer Initiative als der genannte Grund selbst...
    Geändert von dARius (08.03.2013 um 14:58 Uhr)

  21. #20
    Ludwig der Fromme Ludwig der Fromme ist offline

    AW: Alternative für Deutschland

    Zitat dARius Beitrag anzeigen
    Vorweg, wenn jemand immer noch glaubt, dass der Euro abgeschafft wird, nachdem die ganzen Kosten (die geringer sind als die Abschaffung des Euro) aufgenommen wurden und die ganzen öffentlichen Widmungen zum Euro gemacht wurden - und wer was von Ökonomik versteht - der würde niemals argumentieren, dass der Euro abgeschafft wird. Das andere sind nur Populisten und deren ignorante Gefolgschaft...
    Ich verstehe nicht viel von der globalen Ökonomie. Und ich nehme stark an, dass du das auch nicht tust. Warum unterstellst du dann einer Vielzahl an renommierten Ökonomen, nichts von Ökonomik zu verstehen? Was du da von dir gibst ist Propaganda und Stammtischgewäsch. Jeder merkt doch, dass seit der Einführung des Euros etwas falsch läuft. Die Bundesregierung argumentiert da nur mit den maroden Staatstrukturen in den betroffenen Ländern. Doch vor dem Euro haben diese auch wunderbar funktioniert. Italien ist in der G8, und steht jetzt kurz vorm Abgrund. Wie soll das mit dem Euro in solchen Ländern weitergehen? Italien braucht eine flexible Währung, ansonsten drohen Lohnkürzungen und noch mehr Sparpakete. Ich behaupte, dass der Euro ZUR ZEIT gar nicht funktionieren kann.



    Zitat dARius Beitrag anzeigen
    was die deutschen Exporte unattraktiv machen würde (-> man zahlt dafür mehr), woran die deutsche Wirtschaft leiden würde.
    ...
    dass wir die EU brauchen und den gemeinsamen Markt (besonders Deutschland braucht den, da 43% des BIP auf Exporte zurückzuführen ist!!!)
    Und wieder die Exportkeule, die von den Befürwortern gerne geschwungen wird. Erstens: Die EU ist wichtig. Behauptet auch niemand was anderes, selbst die schärfsten Eurokritiker nicht. Und zweitens: Deutschland war vor Einführung des Euros schon Exportweltmeister. Der Euro hat weit weniger Einfluss auf die deutsche Exportwirtschaft ausgeübt als gerne dargestellt wird.
    Geändert von Ludwig der Fromme (08.03.2013 um 15:17 Uhr)

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