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  1. #1
    Yieva Yieva ist offline
    Avatar von Yieva

    Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderungen?

    Hallo liebe Community


    In letzter Zeit fällt es mir immer wieder auf, wie leicht es offenbar geworden ist, in Deutschland einen qualifizierten Schulabschluss zu bekommen.
    Wenn man nicht gerade von Beginn an die 12/13 Schuljahre durchgezogen hat, bekommt man als Absolvent der Mittleren Reife oder des Hauptschulabschlusses im Nachhinein noch die Möglichkeit diesen zu erweitern. An für sich eine schöne Sache, wenn man Leuten, die nicht sofort die Einsicht zum Lernen hatten oder die durch irgendwelche Umstände davon abgehalten wurden, auf ein Gymnasium zu gehen, die Chance gibt, ebenfalls das Abitur nachzuholen.
    Nur kommen mir die Voraussetzungen auf einigen Schulen, beispielsweise die Mittlere Reife zu erlangen, doch sehr gering vor.
    Zum einen geht’s bei der Aufnahme los -sobald man einen Notenschnitt von 3,X hat, ist man drin. Auf der Schule, die sich oft an einer Fachrichtung (wie z.B. Gastronomie) orientiert, werden dann nicht universell bildende Fächer, wie Chemie, Biologie, Französisch usw, sondern nur die drei Hauptfächer Mathe, Deutsch und Englisch und Kurse, die in die entsprechende Fachrichtung gehen unterrichtet.
    Eine Freundin von mir hat beispielsweise ihren Realschulabschluss innerhalb eines Jahres auf einer Gastronomieschule gemacht und ein Teil ihrer Abschlussprüfung bestand darin, ein Ratatouille zuzubereiten. Andere, deren Abschluss genauso gewertet wird, wie ihrer, haben sich derweil mit Chemie und Physik abgeplagt, um einen halbwegs guten Schnitt zu erlangen. Ist klar, wer die besseren Noten in diesem Derby bekommt.

    Dieser „Realschulabschluss“ ist dann ebenfalls ausbaufähig auf einer weiterbildenden Schule, einer Abendschule o.ä.. Auch hier sieht es bezüglich der Anforderungen zur Annahme nur selten anders aus. Bei einigen Schulen wird immerhin ein Schnitt von 2,3 gefordert, bei anderen reicht wiederum die Mittlere Reife aus, um sein Glück mit dem Abitur zu versuchen.
    Auch hier gab es - zumindest zu meiner Zeit- erhebliche Unterschiede auf den Gymnasien bezüglich der Erfordernisse zum Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife.
    So konnten die einen z.B. Leistungskurs Sport oder Kunst wählen, während wir uns mit Chemie, Bio und co geärgert haben.
    Ich weiß nicht, inwieweit die Fächerwahl sich heute durchs Zentralabitur geändert hat. Dennoch bin ich der Meinung, dass das Abitur offenbar viel zu leicht ist.
    Mein Eindruck bestätigt sich, wenn ich mich auf der Uni umsehe und bemerke, WAS für Leute mit mir studieren. Einige haben anscheinend nie gelernt, eigenständig zu denken und für andere finde ich einfach keine Worte. So wollten z.B. zwei Kommilitoninnen brasilianisches Portugiesisch lernen, empörten sich aber darüber, dass ihnen eine farbige Dozentin zugeteilt wurde. Und solche Menschen zählen dann offiziell zu unserer Bildungselite.

    Die Anforderungen auf dem Ausbildungsmarkt hingegen scheinen immer mehr zu wachsen. So ist ein Hauptschulabschluss eigentlich gar nichts mehr wert, weil die ursprünglichen Hauptschulberufe großteils von Realschulabsolventen abgegriffen werden. Ebenso starten immer mehr Abiturienten in einem Beruf, der früher eher von Realschülern aufgenommen wurde und die Betriebe heben ihre Erwartungen an.
    In meiner Heimatstadt gibt es beispielsweise einen Buchhändler, der seine Ausbildungsplätze als Verkäufer(!!!) nur für Abiturienten mit Deutsch Leistungskurs vorsieht. Ähnliches kann man in Versicherungs- und Verwaltungsbetrieben beobachten.

    Die Universitäten werden derweil überschwemmt von Bewerbern. Durch die geringen Anforderungen im Abitur schießt der NC einiger Fächer in die Höhe und immer mehr Anwärter gehen ins Ausland, weil sie in Deutschland keinen Studienplatz bekommen.

    Die Frage ist nur, ob die Hochschule mehr Plätze zur Verfügung stellen sollte, oder ob man tatsächlich die Voraussetzungen und Anforderungen fürs Abitur herabsetzen sollte.
    Ich finde diese Zustände recht bedenklich. Schön und gut, dass man heute mehr Möglichkeiten zur Bildung hat als früher. Aber was nützt ein qualifizierter Abschluss, wenn er den Leuten –überspitzt gesagt- „geschenkt“ wird?

    Wohin führt diese Bildungsexpansion?
    Macht es Sinn, ihr Einhalt zu gebieten? Ist das überhaupt möglich?
    Gibt es eine Lösung für das Problem?



    Schöne Grüße

    Yieva

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    Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderungen?

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  3. #2
    OmegaPirat OmegaPirat ist offline

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Die Frage, die ich mir stelle ist wozu man ein Abitur benötigt um studieren zu dürfen.
    Ich bin zunächst auf die Realschule gegangen und wechselte schließlich nach der 10. Klasse zum Gymnasium, weil bereits feststand, dass ich studieren will. Die 11. Klasse war ein Witz. Es kam mir vor als ob ich die 10. Klasse ein zweites Mal besuchte. Viele Inhalte wiederholten sich.
    In der Mathematik diskutierte man Anfangs ernsthaft noch was eine Funktion ist anstatt gleich in die Differentialrechnung einzusteigen.
    In der Physik behandelte man ein Schuljahr lang die Mechanik des Massenpunktes, was wir auf der Realschule längst gemacht haben.
    In der Chemie begannen wir mit der organischen Chemie und behandelten diese ein halbes Jahr lang, was wir auf der Realschule in einer 2 wöchigen Projektarbeit gemacht haben
    In Bio begannen wir mit den Grundlagen der Genetik, was zigmal im Biounterricht der Realschule vorkam
    In Geschichte begannen wir mit dem Zeitalter der Aufklärung, was ich in der 9. Klasse gemacht habe
    usw.
    bei den anderen Fächern erinnere ich mich nicht mehr genau an die einzelnen Themen, weil diese Fächer mich nicht interessieren, aber auch dort gab es nur wenig neues.
    Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn ich sofort von der 10. Klasse in die 12. Klasse käme und als ehemaliger Realschüler habe ich sogar das beste Abitur des Jahrgangs gemacht.
    Wäre ich nach der 10. Klasse direkt ins Studium eingestiegen, hätte ich etwa die gleichen Leistungen erbracht, da ich bereits in der 10. Klasse physik und mathematik auf dem niveau der ersten beiden Semester des Studiums beherrschte, wobei rein von der Schule her haben wir am ende der 10. Klasse die Physik bis zur Mitte der 12. Klasse und die Mathematik bis zur ersten Hälfte der 11. Klasse gemacht. Erst im zweiten Halbjahr der 11. Klasse begannen wir mit der Differentialrechnung.
    Fazit: Die Oberstufe ist eine Zeitverschwendung.

  4. #3
    Wiinz Wiinz ist offline
    Avatar von Wiinz

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    die 11. Klasse dient auch nur der Wiederholung und ging bei mir auch in keiner Weise in das Abitur ein.
    Weitgehend waren mir die Sachen aus der Realschule auch bekannt aber wurden aufm Gymi nochmal weiter vertieft.
    Also ich kann nicht sagen, dass ich mit dem Wissensstand der Realschule mir locker die ersten Semester hätte sparen können. Das mag vllt bei Leuten zutreffen die für etwas eine Begabung oder sonstwas haben. Aber darin sehe ich auch in keinster Weise das Problem unseres Systems in Deutschland.

    Problematisch sind eher die von Yieva angesprochenen Sachen, wie das Nachholen des Abiturs.
    Ich kenne auch einige Leute, die das Abitur nachgeholt haben bzw auch die Fachhochschulreife und das was da gelehrt wurde war echt ein Witz. Denn das war nichtmal annähernd Niveau 11. Klasse. Nichts schwieriges, nicht sehr umfangreich. Da frag ich mich schon manchmal wo da der Vergleich zu einem normalen Abitur ist.
    Aber wie schon gesagt werden in den Berufen immer häufiger Bewerber mit Abitur erwartet, welches in keinem wirklichen Zusammenhang mit dem Beruf steht. Somit ist der Realschulabschluss mehr oder weniger wertlos. Also drängen alle aufs Abitur und es gibt immer mehr Möglichkeiten das nachzuholen. Aber nur Abitur reicht auch nicht immer, also "muss" man auch noch studieren und so drängen alle auf die Hochschulen, die aber auch irgendwann nicht mehr genug Kapazitäten haben. Schon als ich frisch auf die Realschule kam war klar "erst Realschule, dann Gymi machen und studieren sonst war alles eig umsonst" und das ist irgendwie nich so der richtige Weg.

    Es sollte auch noch möglich sein in einem Beruf ohne Abitur/Studium Chancen zu haben, wenn die Tätigkeit keine "höhere Bildung" voraussetzt.

    um nochmal auf die Fragen zurückzukommen:
    Wohin führt diese Bildungsexpansion?
    Wenn es weiterhin so bleibt wird es wohl so sein, dass immer mehr den Weg auf Hochschulen finden und da auf dem Weg einbrechen oder aufgrund der hohen NCs garnicht mehr zugelassen werden.

    Macht es Sinn, ihr Einhalt zu gebieten? Ist das überhaupt möglich?
    Ich find das erstmal keinen Fehler jedem die Möglichkeit zu geben sich später im Leben dazu zu entscheiden zu studieren oder den Abschluss wegen anderer Gründe nachzuholen, aber dann sollten die Anforderungen an alle gleich sein.

    Gibt es eine Lösung für das Problem?
    Naheliegend wäre eben ein einheitliches System/Bewertung zu verlangen, die gewährleistet das jeder der ein Studium antritt auf mind. dem gleichen Niveau ist.

  5. #4
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    die selektion der zugänge an universitäten wird doch, i.d.r., durch den nc geregelt, so wie du es, Yieva, auch oben beschrieben hast, dass er auf grund der hohen bewerber in die höhe schießt. aber damit ist doch gewährleistet, dass eben wirklich die besten in die studiengänge gelangen.

    ist der nc nun niedrig, wegen mangelnder anzahl von bewerbern, oder weil es ein fach ist, welches sowieso kaum zulauf findet, dann ist es aus meiner sicht auch egal, wenn leute mit einem nc von 3,0 einstieg finden würden. denn letztendlich wird der anspruch und das niveau ja im studium bestimmend sein, für den abschluss des studenten. das heißt also, selbst wenn die selektion vorab nicht greift, da schlechte abiturnoten zugelassen werden, dann werden die studenten scheitern, ob nun völlig, oder eben durch schlechte noten. somit greift die selektion im nachhinein, ob das allerdings der bessere weg ist, ist in der tat fraglich. denn dann muss den angehenden studenten diese gefahr zumindest vor studienbeginn klargemacht werden. z.b. mittels abbrecherquoten oder abgangsnoten.

    also bei der hochschule sehe ich da weniger ein problem. wie es ist, wenn man den realschulabschluss nachholt, kann ich auch nicht wirklich sagen. ich glaube aber, dass es hier durchaus unterschiede gibt, wenn man von bundesland zu bundesland schaut. im abitur sollte es sich ja mittels zentralabitur erledigt haben, dass von unterschiedlichm niveau die rede ist. aber ich habe selber mein abitur nachgeholt, allerdings war ich der letzte jahrgang, der kein zentralabi machen musste.

    davor habe ich ein fachabitur in wirtschaft gemacht und eine bankausbildung. dann ein halbes jahr als angestellter gearbeitet und anschließend das abi nachgeholt. ich muss sagen, dass es doch recht einfach war, das abitur zu erhalten. es ist mir leicht gefallen und ich fand die fachlichen anforderungen nun nicht so schwer. was eher anstrengend war, war die tatsache, dass das abi in einem schuljahr, also knapp 8 monate unterricht, absolviert wurde. es war also recht viel stoff auf enger zeit, täglich 8 stunden, wodrüber ich jetzt nicht sonderlich klagen will, aber es ist doch was anderes, als die übliche schulwoche glaube ich.

    die unterrichtsfächer waren übrigens, neben den üblichen „hauptfächern“, als viertes schriftliche prüfungsfach BWL/Rewe. daneben hatten wir dann noch allg. bildende fächer, geschichte/politik in einem, sport, wirtschaftsrecht, physik, französich oder spanisch (je nach wahl und ob überhaupt, wenn die erforderliche stundenzahl schon nachgewiesen werden konnte, entfiel die 2. fremdsprache) und religion. also keine chemie oder bio, recht mager also. es gab auch keine kurse, abgesehen von der 2. fremdsprache.

    mir persönlich hat diese schule, auf der ich das abi nachgeholt habe, jedoch viel gebracht. so habe ich doch den einblick in die höhere mathematik erhalten, was mir in meinem studium einiges erleichterte. denn bis dahin, bis vor dem abitur, habe ich niemals eine ableitung mittels „besonderer“ ableitungsregeln (produkt-, quotienten- oder kettenregel) herstellen müssen.

    nunja, voraussetzung für die annahme war allerdings, dass man bereits die fachhochschulreife und eine mind. 2 jährige berufsausbildung hat. damit wird also schon ein gewisser anspruch gewährleistet und das zeigt dann auch, dass die schüler schon etwas reifer sein werden. von daher finde ich diese variante nun nicht so schlecht, da sie eben entsprechende voraussetzungen verlangt.

    ich habe aber schon öfters gehört, auch in der universität, von dozenten und professoren, dass die ansprüche der schulen in der tat sinken. bzw. das niveau des unterrichts immer mehr abnimmt, weil die schüler dem nicht mehr gerecht werden. selbst die schulbücher werden immer anspruchsloser und das hat folgen. denn die berufswelt hält oder steigert ihre ansprüche.

    das ist aber ein riesen problem. denn der fachkräftemangel ist jetzt schon zu spüren, und dann wird den unternehmen wohl irgendwann nichts mehr anderes übrig bleiben, als die schlechter qualifizierten einzustellen. es gibt bereits heute betriebe, die sich dagegen mit speziellen zusatzförderungen und zusatzunterricht für die azubis helfen.

    aber die schulabschlüsse stehen auch heute wohl nicht mehr zu dem, was sie eigentlich bedeuten, dass erschwert in der tat die selektion der bewerber, ob nun in der schule für die weiterbildung oder für betriebe.

    Zitat OmegaPirat Beitrag anzeigen
    Die Frage, die ich mir stelle ist wozu man ein Abitur benötigt um studieren zu dürfen.
    [...]
    das ist eine sehr gute frage. denn viele andere länder gehen dabei ganz anders vor. dort ist die zulassung nicht abschlussorientiert, sondern richtet sich nach einem eignungstest. was in meinen augen auch viel sinnvoller ist. denn wenn ich ein physikstudium absolvieren möchte, was interessieren da die noten in englisch oder deutsch? was ist, wenn ich diese fächer im abi verkackt habe? dann kann ich eventuell deshalb nicht mein physikstudium aufnehmen. völlig falscher ansatz wenn ihr mich fragt.

    aus meiner sicht, da das mit der abschlussorientierung bei der zulassung wohl bestehen bleibt, darf das niveau in den allgemeinbildenden schulen und im abitur nicht mehr weiter absinken, sofern es denn in der tat so ist. aber das wage ich zu bestätigen, da man viele fälle findet, in denen mit einfachsten sachverhalten nicht mehr umgegangen werden kann. zudem brauch man nur mal einen blick an die berufskollegs zu werfen, ich habe da bereits praktikas absolviert, und man stellt fest, dass die dinge, die schüler aus der sekundarstufe 1 mitbringen, teilweise nicht reichen, um nahtlos mit dem stoff im fachabi weiter zu machen, ohne das die lehrkraft stoff aus der sekundarstufe 1 mit der klasse aufarbeitet.

    dennoch sollte es auf jeden fall weiterhin möglichkeiten geben, bei denen „spätzünder“ einen zugang zu hochschulen erhalten. denn es war auch bei mir so, dass ich erst ab 17 gut in der schule wurde und ich denke, dass ich das gymi von anfang an nicht geschafft hätte. außerdem kenne ich einige leute, die mit einem hauptschulabschluss schulisch weiter gemacht haben und heute mit erfolg an der hochschule sind.

    das ist ne schwierige diskussion und so recht wird man wohl keinen einzig wahren weg finden. denn erhöht man die zulassungsbedingungen oder man erhöht das niveau, dann muss das niveau von anfang an erhöht werden. also schon auf der sekundarstufe 1. besonders bei dem gedanken an 16 bundesländer, die alle ihre eigenen vorstellungen haben.

  6. #5
    Wiinz Wiinz ist offline
    Avatar von Wiinz

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    die selektion der zugänge an universitäten wird doch, i.d.r., durch den nc geregelt, so wie du es, Yieva, auch oben beschrieben hast, dass er auf grund der hohen bewerber in die höhe schießt. aber damit ist doch gewährleistet, dass eben wirklich die besten in die studiengänge gelangen.
    das ist aber nicht mehr gewährleistet, wenn man - übertrieben gesagt - seinen Abschluss hinterhergeworfen bekommt. Denn dann gibt es diejenigen die beispielsweise mit einem normalen Abschluss nicht zugelassen werden, andere hingegen schon, obwohl sie vom Niveau her hinten dran sind.

    Die beste Lösung wäre m.M. nach eine einheitliche Beurteilung. Entweder das Abitur selbst am Ende der 13./12. oder so wie du sagtest in Form eines Eignungstests.

  7. #6
    reigN reigN ist offline
    Avatar von reigN

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    @OmegaPirat: An unserer Schule war es anders. Die Leute die in der 11. Klasse zu uns gekommen sind hatten anfangs sehr große Schwierigkeiten. Es gab auch welche, die es nicht geschafft haben und abbrechen mussten.

    Ich denke aber, dass es eh einen Unterschied macht ob man in Bayern oder in Berlin sein Abitur macht und auch welchen Anspruch das Gymnasium selber hat.

    Allgemein denke ich, dass wir ein deutschlandweites zentrales Abitur haben sollten. 1. würde damit die Spreu vom Weizen getrennt werden und 2. gibt es dann nicht mehr Unterschiede in der Wertung vom Abitur (als Beispiel: ein brandenburger Abitur zählt weniger als ein Abitur aus Bayern bzw. auf den Notenschnitt werden noch mal 0,5 Punkte (geschätzt) draufgeschlagen) .

  8. #7
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat Wiinz Beitrag anzeigen
    das ist aber nicht mehr gewährleistet, wenn man - übertrieben gesagt - seinen Abschluss hinterhergeworfen bekommt. Denn dann gibt es diejenigen die beispielsweise mit einem normalen Abschluss nicht zugelassen werden, andere hingegen schon, obwohl sie vom Niveau her hinten dran sind.

    Die beste Lösung wäre m.M. nach eine einheitliche Beurteilung. Entweder das Abitur selbst am Ende der 13./12. oder so wie du sagtest in Form eines Eignungstests.
    ja gut dann nicht mehr gewährleistet, wenn man zuviele einser ncs hat, bzw. besser ausgedrückt, dann wenn z.b. eine eins keine eins mehr ist, sondern eigentlich eine drei. aber dann selektiert ja das studium im verlauf seinerseits aus. denn das niveau der hochschulen wird ja nicht sinken. damit werden die studenten feststellen, dass sie trotz guter abiturnote nicht für die hochschule geeignet sind. was natürlich auch katastrophal ist, wie oben beschrieben.

    aber was stellst du dir denn vor unter einer einheitlichen beurteilung. denn im weitesten sinne ist das abitur ja auch eine einheitliche beurteilung.

    Zitat reigN Beitrag anzeigen
    [...]Allgemein denke ich, dass wir ein deutschlandweites zentrales Abitur haben sollten. 1. würde damit die Spreu vom Weizen getrennt werden und 2. gibt es dann nicht mehr Unterschiede in der Wertung vom Abitur (als Beispiel: ein brandenburger Abitur zählt weniger als ein Abitur aus Bayern bzw. auf den Notenschnitt werden noch mal 0,5 Punkte (geschätzt) draufgeschlagen) .
    öhm wir haben ein zentralabitur. seit drei oder vier jahren wenn ich mich nicht täusch. allerdings nur in 15 bundesländern meine ich.

  9. #8
    reigN reigN ist offline
    Avatar von reigN

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    öhm wir haben ein zentralabitur. seit drei oder vier jahren wenn ich mich nicht täusch.
    Soweit ich das weiß ist es nur ein Zentralabitur innerhalb der Bundesländer..Korrigiert mich wenn ich falsch liege.

  10. #9
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat reigN Beitrag anzeigen
    Soweit ich das weiß ist es nur ein Zentralabitur innerhalb der Bundesländer..Korrigiert mich wenn ich falsch liege.
    hui, wenn das so ist habe ich aber eine ziemliche wissenslücke. das verunsichert mich nämlich grade. ich bin immer von einem bundeszentralabi ausgegangen.

  11. #10
    reigN reigN ist offline
    Avatar von reigN

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Also laut Wikipedia (ich weiß ist nicht gerade die beste Quelle):
    Als Zentralabitur wird eine Abiturprüfung bezeichnet, bei der die schriftlichen Prüfungsaufgaben von einer zentralen Behörde vorbereitet werden. In Deutschland ist dies in der Regel das Kultusministerium des Landes.

  12. #11
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Stimmt schon, jedes Bundesland macht sein "eigenes" Abitur. Ein deutschlandweites gibt es nicht, wäre auch unfair gegenüber manchen Bundesländern, wenn man sich mal die Pisa-Studien anschaut, oder die teils doch unterschiedlichen Lehrpläne...

  13. #12
    Dagobert Duck Dagobert Duck ist offline
    Avatar von Dagobert Duck

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Stimmt schon, jedes Bundesland macht sein "eigenes" Abitur. Ein deutschlandweites gibt es nicht, wäre auch unfair gegenüber manchen Bundesländern, wenn man sich mal die Pisa-Studien anschaut, oder die teils doch unterschiedlichen Lehrpläne...

    Wobei ich aber nicht denke das der Bildungsstandart in Bayern unbedingt höher ist als hier bei mir in Sachsen-Anhalt o.o

  14. #13
    reigN reigN ist offline
    Avatar von reigN

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Naja, was heißt unfair?? Unfair gibt es im Bereich der Bildung wohl nicht.

    Die Lehrpläne lassen sich anpassen..Sicherlich geht das nicht heute auf morgen, aber es ist machbar.
    Nur es ist doch einfach so, dass Leute aus den neuen Bundesländern schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt im Westen haben, als Leute die direkt aus dem Westen kommen. Einfach deswegen, weil das Abitur der "Ostdeutschen" abgewertet wird. Und um so etwas zu vermeiden brauchen wir ein einheitliches Abitur.

    Weiterhin denke ich, dass man auch alternativen Schulformen in Deutschland eine Chance gewähren sollte. Schließlich haben diese sich in anderen Ländern wie England auch durchgesetzt und die Leute schaffen da teilweise Top-Ergebnisse (auch später im Studium).

    Als Beispiel: Summer Hill Schule

  15. #14
    OmegaPirat OmegaPirat ist offline

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat reigN Beitrag anzeigen
    @OmegaPirat: An unserer Schule war es anders. Die Leute die in der 11. Klasse zu uns gekommen sind hatten anfangs sehr große Schwierigkeiten. Es gab auch welche, die es nicht geschafft haben und abbrechen mussten.

    Ich denke aber, dass es eh einen Unterschied macht ob man in Bayern oder in Berlin sein Abitur macht und auch welchen Anspruch das Gymnasium selber hat.

    Allgemein denke ich, dass wir ein deutschlandweites zentrales Abitur haben sollten. 1. würde damit die Spreu vom Weizen getrennt werden und 2. gibt es dann nicht mehr Unterschiede in der Wertung vom Abitur (als Beispiel: ein brandenburger Abitur zählt weniger als ein Abitur aus Bayern bzw. auf den Notenschnitt werden noch mal 0,5 Punkte (geschätzt) draufgeschlagen) .
    Vielleicht ist meine Situation ein Einzelfall, wovon ich zunächst einmal ausgehe.

    Dass ein Abitur in Bayern mehr zählt als ein Abitur anderswo ist allerdings ein Gerücht. Wenn du dich in einen Studiengang einschreibst, hat es für die Zulassung überhaupt keine Relevanz wo du in Deutschland dein Abitur gemacht hast, sofern diese Schule staatlich als solche anerkannt ist. Das ist auch gut so.
    Zumindest im Vergleich zwischen Niedersachsen und Bayern im Fach Mathematik konnte ich keinen signifikanten Unterschied feststellen. Die Abiturklausuren von Bayern kann man hier einsehen
    Abituraufgaben Mathematik mit Lösungen
    Da ich in Niedersachsen das Abitur gemacht habe, habe ich zur Vorbereitung ein paar alte Abiturklausuren von Niedersachsen durchgerechnet und natürlich musste ich die Abiklausur von 2008 mitschreiben. Ich habe die niedersächsischen Klausuren mit den bayerischen Klausuren von einigen Jahren verglichen und konnte kaum einen Unterschied feststellen.
    Die Analysisteile fand ich in Bayern und Niedersachsen in etwa gleich schwer. Die Stochastikteile aus Bayern fand ich ein wenig schwerer, wohingegen ich widerum die analytische Geometrie aus Niedersachsen ein wenig schwerer fand.

    Mein Fazit ist, dass es keinen signifikanten Unterschied im Schwierigkeitsgrad im Fach Mathematik gibt, wohingegen der Schwerpunkt in beiden Bundesländern ein wenig anders ausgelegt ist, so dass derselbe Schüler talentabhängig in beiden Bundesländern zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen könnte.
    Der Analysisteil in Bayern legt zum Beispiel mehr Wert auf den mathematischen Formalismus, wohingegen in Niedersachsen ein anwendungsorientierter Kontext wichtiger ist. Ersteres muss nicht schwieriger sein.
    Diese kleinen Unterschiede rechtfertigen zumindest im Fach Mathematik keine Sonderbehandlung des bayerischen Abiturs.

  16. #15
    Yieva Yieva ist offline
    Avatar von Yieva

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat reigN Beitrag anzeigen
    Nur es ist doch einfach so, dass Leute aus den neuen Bundesländern schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt im Westen haben, als Leute die direkt aus dem Westen kommen. Einfach deswegen, weil das Abitur der "Ostdeutschen" abgewertet wird.
    Dem muss ich widersprechen. Ich habe vor einigen Jahren eine Ausbildung im Verwaltungsbereich gemacht und meine Abzubi-Kollegen kamen zu 80% aus dem Osten, wo sie auch ihr Abitur gemacht hatten. Generell wars in meiner Stadt so, dass sich die Leute darüber aufregten, dass die Ossis nach Schleswig-Holstein rüber kommen und mit ihrem "Billig"-Abitur die Ausbildungsplätze abfischen. Ich unterstütze diese Vorwürfe nicht, weil ich es absolut verständlich finde, dass man sich seine Arbeit in anderen Städten sucht, wenn es im eigenen Ort einfach nichts gibt.
    Und auf den Universitäten kann das Abitur der Ostdeutschen gar nicht abgewertet werden, weil hier der blanke Notendurchschnitt gewertet wird und nicht die Umstände.

    Zum Thema NC und Zulassung an der Uni:
    In Baden-Württemberg gibt es an den Universitäten ja sogar einen eigenen NC, bei dem die Noten, die fürs Studienfach relevant sind, stärker gewichtet werden als der Rest. Das finde ich schon mal viel besser als den reinen NC, weil es sicher Leute gibt, deren Notenschnitt durch Fächer, die für ihr Studium gar nicht wichtig sind, gedrosselt wird.

  17. #16
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Ich glaube ich wurde hier falsch verstanden. Ich will das bayerische Abitur nicht als Non-Plus-Ultra hinstellen, oder andere Bundesländer abwerten. Mir gings besonders um Unterschiede in Lehrplänen und um teils andere Schwerpunkte, die ein Bundeszentralabitur momentan nicht möglich machen...
    Natürlich kann man jetzt auch die Lehrpläne vereinheitlichen, aber wie "gut" das funktioniert sieht man ja z.B. am Bologna Prozess an den Universitäten. Wenn ich überlege was ich für Vorlesungen besuchen muss und welche ein Freund an einer andere Uni (und wir studieren beide exakt dasselbe) besucht...
    Schon wieder eine Schulreform? Davon halte ich wenig...

  18. #17
    Speedy79 Speedy79 ist offline
    Avatar von Speedy79

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zum Eröffnungspost:
    Die Frage die ich mir stellen muss ist eher: Kann man wirklich sagen, dass jemand der Physik und Chemie im Abi hatte intelligenter,
    gebildeter und geeigneter ist als jemand, der meinetwegen berufsbezogen andere Fächer hatte und meinetwegen (siehe Eröffnungspost) kochen gelernt hat?
    Ist es nicht vielleicht sogar besser bereits in der Schule Fächer zu lernen, welche in die Richtung gehen, welche die Person sich für den späteren Berufsweg vorstellt?
    Ich meine es ist doch immer eine Frage dessen, wie hoch die Anforderungen für die Prüfung sind.
    Desweiteren gibt es auch zwischen den einzelnen Schulen Unterschiede in den Kursen die man belegen kann;
    ich sehe da keine Schwierigkeiten drin.
    zB: was spricht dagegen, wenn jemand einen Sport-Leistungskurs besucht? Es gibt genügend Tätigkeiten, für welche das vorteilhaft ist, in denen man aber tatsächlich keine Physik braucht.
    Imo ist es ziemlich überheblich zu sagen: Ich musste andere Fächer machen als andere, darum in ich die Krone der deutschen Bildung.
    PS:
    ich kenne genug Menschen ohne Abitur, die ich durchaus als schlau und intelligent bezeichnen würde;
    andererseits kenne ich auch genu Menschen mit einem Top-Abi, die aber sozial inkompetente und strunzdumme Typen sind.
    Andererseits trifft das übrigens genauso zu.

    Zusammenfassend die Essenz meines Posts:
    Deppen gibt es immer, unabhängig davon, was sie gelernt haben..deswegen sind auch Extremisten durch alle Bevölkerungsschichten zu finden.

  19. #18
    reigN reigN ist offline
    Avatar von reigN

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    @Yieva: Das an den Universitäten der Schnitt nicht abgewertet wird ist mir klar, sollte eigentlich auch nicht so rüberkommen.

    Aber ich bin weiß / bin mir recht sicher, dass Firmen aus Westdeutschland gerne das Abitur aus Ostdeutschland abwerten. Hatte ich irgendwo auch mal gelesen gehabt. Aber fragt mich bitte nicht mehr wo....

    @Don Promillo: Sicherlich ist der Weg zur Einheit der Schulreformen lang, aber meines Erachtens muss er beschritten werden.

  20. #19
    Yieva Yieva ist offline
    Avatar von Yieva

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Zitat Speedy79 Beitrag anzeigen
    Zum Eröffnungspost:
    Die Frage die ich mir stellen muss ist eher: Kann man wirklich sagen, dass jemand der Physik und Chemie im Abi hatte intelligenter,
    gebildeter und geeigneter ist als jemand, der meinetwegen berufsbezogen andere Fächer hatte und meinetwegen (siehe Eröffnungspost) kochen gelernt hat?
    Darum geht es gar nicht. Es geht um die ungleichen Wege, die zu einem Abschluss führen, der aber dann gleich gewertet wird und auf leichterem Wege eben Vorteile beim Auswahlverfahren an Beruf und Uni bringt, obwohl letzlich nicht das dahinter steckt, was erwartet wird.
    Das Problem hierbei ist, dass der Arbeitsmarkt und die Universitäten durch die Möglichkeit, dass jeder Hans und Franz Abitur machen kann, überschwemmt werden und dass das Abitur immer weniger wert ist dadurch.

    Ist es nicht vielleicht sogar besser bereits in der Schule Fächer zu lernen, welche in die Richtung gehen, welche die Person sich für den späteren Berufsweg vorstellt?
    So sollte es sein. Aber viele benutzen eben den einfachen Weg, um möglichst weit nach oben zu kommen, sind dann aber am Ende nicht qualifiziert genug, die erforderlichen Leistungen zu erbringen.

    was spricht dagegen, wenn jemand einen Sport-Leistungskurs besucht? Es gibt genügend Tätigkeiten, für welche das vorteilhaft ist, in denen man aber tatsächlich keine Physik braucht.
    Dagegen spricht, dass andere leute einen schwereren Leistungskurs belegen müssen und in späteren Auswahlverfahren dadurch benachteiligt sein könnten. Es fehlt eine einheitliche Struktur im System, die eine faire Beurteilung zulässt.

    ich kenne genug Menschen ohne Abitur, die ich durchaus als schlau und intelligent bezeichnen würde;
    andererseits kenne ich auch genu Menschen mit einem Top-Abi, die aber sozial inkompetente und strunzdumme Typen sind.
    Und gerade deswegen brauchen wir ein System, das inkompetente Menschen nicht so weit aufsteigen lässt und intelligenten Leuten die Möglichkeit bietet, sich von den anderen abzuheben. Das Abi sagt schon lange nichts mehr über die Qualifikationen aus und das ist eben genau das Problem, das ich in diesem Thread anspreche.

  21. #20
    Speedy79 Speedy79 ist offline
    Avatar von Speedy79

    AW: Bildungsinflation in Deutschland – brauchen wir höhere Anforderung

    Ich sage nichts gegen deine eigentlich Kritik, die ist gerechtfertigt.
    Zitat Yieva Beitrag anzeigen
    Dagegen spricht, dass andere leute einen schwereren Leistungskurs belegen müssen und in späteren Auswahlverfahren dadurch benachteiligt sein könnten. Es fehlt eine einheitliche Struktur im System, die eine faire Beurteilung zulässt.
    Allerdings ist "schwer" und "leicht" sehr subjektiv.
    Sag mal einem kleinen, dicken <Achtung Klischee>MMO-süchtigen Stubenhocker</Achtung Klischee>, dass Sport leicht ist, oder jemandem mit einer Rechtschreibschwäche, dass Deutsch leicht ist.
    Es ist und bleibt einfach eine vollkommen subjektive Ansicht, die nichts über eine Qualifikation für alle Jobs oder alle Studiengänge begründen kann.

    Zitat Yieva Beitrag anzeigen
    Und gerade deswegen brauchen wir ein System, das inkompetente Menschen nicht so weit aufsteigen lässt und intelligenten Leuten die Möglichkeit bietet, sich von den anderen abzuheben. Das Abi sagt schon lange nichts mehr über die Qualifikationen aus und das ist eben genau das Problem, das ich in diesem Thread anspreche.
    Wer sollte so eine Instanz denn stellen...wer darf über "Würdige" und "Unwürdige" entscheiden, wer legt Richtlinien fest und woran werden diese denn genau festgemacht? Noten, Fächer, Frisur, Aussprache, politische Ansichten, Religion, Geschlecht, Hautfarbe...

    Und was ist mit Menschen, die erwachsen werden und sich ändern (ja, das tun Menschen manchmal)
    Solche Sondierungen sind nie gut gegangen...

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