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  1. #21
    Mickie Mickie ist offline
    Avatar von Mickie

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Wie kaufst du Lebensmittel?


    Zum Thema: wir bestellen viel und gerne online. Grund wurde hier schon genannt: Verfügbarkeit. Nehmen wir als Beispiel unsere Tochter. Viele Klamotten gibt es nicht in allen Filialen vor Ort. Also Online bestellen. Dann gibts richtige Portale nur für Mamis ( Mamikreisel) wo welche Ihre selbstgenähten Unikate verkaufen. Sehr schöne sogar. Und bei uns? Auch Verfügbarkeit. Rabattaktionen etc pp. Was allerdings Filme und Spiele angeht gehe ich auch gern in den Laden ind stöbere. Da habe ich das Gefühl das es übersichtlicher ist.

    Aber mal ehrlich.. Es sind hausgemachte Probleme. Warum krieg ich Online die 30% Rabatt und im Laden nicht?

    Wo bestellt der geneigte Käufer dann wohl?
    Das mache ich noch auf gewöhnlicher Art. Aber ich muss mich massiv dazu zwingen. Drücke mich schon seit 2 Wochen wieder darum. Bei mir ist es eher so, das ich alles was auf dem Heimweg liegt mitnehme und alles wo ich extra ne Runde drehen müsste bestelle ich oder meine Familie hilft mir dabei. Meine Eltern haben mir zB heut einen neuen Teppich gekauft für meine Dachloggia. Den hole ich spätestens Donnerstag ab und verlege den dann...Das ist einer der Vorteile die ich nutzte, da meine Eltern sehr viel außer Haus sind.

  2. Anzeige

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
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  3. #22
    daywalker2609 daywalker2609 ist offline
    Avatar von daywalker2609

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Also es gibt natürlich für beides Vor und Nachteile. Doch der Onlinehandel ist günstiger, als der normale Laden, ebenso ist es weitaus bequemer grade im Weihnachtsgeschäft.
    Generell sind die Innenstädte aber nicht nur deswegen am Aussterben, auch viele Einkaufszentren tragen ihren Teil dazu.
    Was aber generell gar nicht geht, ist das man sich in einem Laden ausführlich beraten lässt, nur um dann die Ware für ein paar Euro billiger im Internet zu erwerben.

  4. #23
    TheRealHook TheRealHook ist offline
    Avatar von TheRealHook

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat Bieberpelz Beitrag anzeigen
    Die Frage ist: Was ist daran unfair? Der große kann mehr und dadurch günstiger Einkaufen. Ist es jetzt unfair, weil er es eben kann? Würden wir eingreifen, würden wir damit nicht den Wettbewerb irgendwie unterdrücken?
    Es geht nicht um Skaleneffekte wie größere Einkaufsmengen. Stichwort Double Irish With a Dutch Sandwich. Da ist die MediaSaturn Holding Lichtjahre entfernt, sowas abziehen zu können. Darüber kannst du dann, weil du ja trotzdem hohe Gewinne hast, die Preise drücken. Auch Pinkelflaschen in der Kommissionierung können sich deutsche Unternehmen (zum Glück) nicht leisten. Amazon macht beides, dadurch sind die Preise entsprechend günstiger. Die Steuervermeidung ist ein Wettbewerbsvorteil der eben auch wettbewerbsverzerrend ist.

    Zitat Bieberpelz Beitrag anzeigen
    Media Mark, Saturn und Redcoon gehören zusammen unter der Metro Gruppe (heute Metro AG). Demnach kaufen die auch gemeinsam ein. Real gehört ebenfalls dazu.
    Abgesehen von Real war mir das bewusst.

  5. #24
    Mickie Mickie ist offline
    Avatar von Mickie

    Forumla Café

    Ich finde aber nicht das "nur" der Online Handel das Ladenlokal an sich kaputt macht, sondern die Geschäfte schaden sich auch selbst. Warum gehen so viele Firmen immer iwder pleite, weile die Kunden zB einfach nie nachbestellen. Sehe ich ja bei uns. Wenn ich zu nem Geschäft fahre das unsere Ware verteibt bekomme ich jedes Mal nen Kotzreiz. Keiner der Angestellten bekommt es mal hin da Ordnung zu halten geschweige denn mal aufzufüllen. Wenn ich nix im Regal habe, kann ich auch nichts verkaufen. Das scheint aber bei den Leuten noch nicht angekommen zu sein.

    Und Punkt 2 ist ganz klar die Personalfrage. Wie unverschämt und unfreundlich die Mitarbeiten sind kann ich gar nicht mehr in Worte fassen. Denen ist auch alles scheißegal. Hauptsache Pausen einhalten und pünktlich Feierabend machen ist wichtig. Du steht vor denen, begrüßt die freundlich mit einem Lächeln und die reagieren schon so beschissen das du einfach nur noch reinschlagen willst und das schlimme ist, du musst noch freundlich bleiben.

  6. #25
    hayate.sama hayate.sama ist offline
    Avatar von hayate.sama

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    naja, ich versuche es schon, lokale Geschäfte zu unterstützen. Aber es ist nicht einfach.
    Zu Weihnachten wollte ich meinem Neffen ein Lego Technic Fahrzeug schenken, was schon auf Amazon mind. 150€ gekostet hat. In unseren lokalen Spielwarenhandel gab es das für 100€ mehr. Da habe ich nachgefragt, ob man am Preis was machen könnte und schwubs wurde ich von der Verkäuferin blöd angemacht. Gut das hat mir die Entscheidung natürlich einfach gemacht.

    Generell wäre ich ja schon bereit, einen Aufpreis zu zahlen, abhängig natürlich von dem Gesamtpreis.
    Das nächste Problem ist dann aber, wenn ich durch den Mediamarkt/Expert gehe und nach was suche: "Haben wir nicht da". Aber haufenweise Schrott haben die wie 6 verschiedene Kühluntersätze für Laptops, eine 2-3 Meter breite Wand voll mit USB Kabel (insgesamt 2 unterschiedliche Längen) und über die Grafikkarten will ich gar nicht erst anfangen.

    Wir haben bei uns gerade mal noch 2 Elektro-Fachhändler. Der eine macht nur vormittags auf. Da kann man auch nur mit der Schulter zucken.

    Apropos Mediamarkt: Wenn man bei denen auf der Webseite ein Produkt günstiger ist als im Markt, kann man das so einem Futzi sagen und der ändert dir dann den Ladenpreis auf den Online-Preis. Als normaler Kunde würde ich mich jetzt verarscht vorkommen.

  7. #26
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat Mickie Beitrag anzeigen
    Das mache ich noch auf gewöhnlicher Art. Aber ich muss mich massiv dazu zwingen. Drücke mich schon seit 2 Wochen wieder darum. Bei mir ist es eher so, das ich alles was auf dem Heimweg liegt mitnehme und alles wo ich extra ne Runde drehen müsste bestelle ich oder meine Familie hilft mir dabei. Meine Eltern haben mir zB heut einen neuen Teppich gekauft für meine Dachloggia. Den hole ich spätestens Donnerstag ab und verlege den dann...Das ist einer der Vorteile die ich nutzte, da meine Eltern sehr viel außer Haus sind.
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, hast du eine Art Soziophobie?

    Zitat daywalker2609 Beitrag anzeigen
    Was aber generell gar nicht geht, ist das man sich in einem Laden ausführlich beraten lässt, nur um dann die Ware für ein paar Euro billiger im Internet zu erwerben.
    Ganz tolle Wurst. Kunden rufen an und lassen sich beraten. Du erklärst ausführlich und fragst selbstverständlich auch ob du es buchen darfst. "Ne das mache ich Online wegen dem Rabatt". Ja super, in der Zeit hättest du einen Kunden haben können der wirklich ein Problem hat. Das nervt.


    Zitat Mickie Beitrag anzeigen

    Und Punkt 2 ist ganz klar die Personalfrage. Wie unverschämt und unfreundlich die Mitarbeiten sind kann ich gar nicht mehr in Worte fassen. Denen ist auch alles scheißegal. Hauptsache Pausen einhalten und pünktlich Feierabend machen ist wichtig. Du steht vor denen, begrüßt die freundlich mit einem Lächeln und die reagieren schon so beschissen das du einfach nur noch reinschlagen willst und das schlimme ist, du musst noch freundlich bleiben.
    Verstehe das vollkommen und merke das auch, wenn man mal etwas fragt das viel, nicht alle, genervt rüber kommen. Aber überleg mal: du bist vielleicht der drölfigste Kunde weswegen derkenige die Arbeit unterbrechen muss, z. B. einräumen, nachbestellen etc, und am besten die zigste mit der selben Frage. Ist es da nicht menschlich auch mal nicht zu lächeln? Und wird auch immer gesagt, behandel jeden Kunden als wäre es der Erste an dem Tag. Ich versuche auch danach zu handeln. Aber glaub mir, dass geht nicht bei jedem. Manche glaubt man, die sind sonst wo raus gekrochen


    Zitat hayate.sama Beitrag anzeigen


    Apropos Mediamarkt: Wenn man bei denen auf der Webseite ein Produkt günstiger ist als im Markt, kann man das so einem Futzi sagen und der ändert dir dann den Ladenpreis auf den Online-Preis. Als normaler Kunde würde ich mich jetzt verarscht vorkommen.
    Generell ist da Saturn /Media Markt recht kulant wenn es um Preisreduzierung ggü Online geht. Was sollen die auch dagegen sagen? Also als wirkliches Argument. Womöglich höhere Lagerkosten, auch weil das ein oder andere vllt länger liegt.

  8. #27
    Freddie Vorhees Freddie Vorhees ist gerade online
    Avatar von Freddie Vorhees

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Wie ich das verstehe, kauft mickie aufgrund ihrer Erfahrungen ungern ein. Ich mein, sie faehr mit swok nach Chicago, ich nehme an, dass sie sich ueber forumla kennenglernt haben, sieht mir nicht nach kontaktangst oder Misanthropie aus x)

  9. #28
    Ten

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Ich habe da eine etwas zwei geteilte Meinung.

    Grundsätzlich ist es nicht meine Aufgabe, irgendwen zu "unterstützen". Wenn es bei mir im Job schlecht läuft, dann unterstützt mich auch keiner. Das Problem sehe ich weniger in der Frage "Online oder Einzelhandel", sondern mehr darin, dass gegen die großen Datenmengen kleinere mittelständische Unternehmen keine Chance haben. Ein Beispiel: Man kann Anhand von Big Data errechnen, wo die optimalen Spots für ein Caffee wären. In Städten wie Düsseldorf würde es reichen, an 4-5 zentralen Stellen solch ein Ketten-Lokal zu platzieren (z. B. Starbucks) um > 90% des gesamten "Kaffe-Konsum-Marktes" zu bedienen. Da haben die vielen kleinen lokale in den Nebenstraßen gar keine Chance mehr. Das Ganze ist halt nicht nur auf den Online Handel beschränkt. Die großen Märkte wie Aldi, Rewe, Edeka waren auch der "Untergang" der kleinen unabhängigen Märkte. Da erinnert sich heute keiner mehr dran und interessieren tut es irgendwie auch niemanden.
    Das Einzige Problem das ich bei Amazon sehe ist, dass die sich massiv in andere Märkte drängen und nach und nach ihre gesamte Lieferkette durch vertikale Integration selber Stämmen + lokale mittelständige Unternehmen im Verhältnis wohl mehr Steuern zahlen. Auch so Sachen wie „Amazon Basics“ basiert letztendlich nur darauf, dass Amazon sich anschaut was Marktübergreifend über ihre Plattform gekauft/verkauft wird und wenn sie z. B. sehen, dass ein Produkt gut läuft und ständig nachbestellt wird, dann bieten sie es einfach selber für weniger an. Im Prinzip ist das ein toller Trick denn Händler, die bei Amazon Marketplace anbieten, legen ihre gesamten Marktdaten Amazon offen …

    Schon heute macht Amazon einen großen Teil des gesamten Internet Handels aus. Das Problem sehe ich nicht darin, dass per Internet gekauft wird, sondern dass solche Unternehmen mit einer radikalen Wachstumsstrategie nach und nach alle Marktsegmente schlucken. Hier ist aber die Politik gefragt, denn solche Strukturen kann man als Konsument nicht aufbrechen.

  10. #29
    Mickie Mickie ist offline
    Avatar von Mickie

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Ohne dir zu nahe treten zu wollen, hast du eine Art Soziophobie?


    Verstehe das vollkommen und merke das auch, wenn man mal etwas fragt das viel, nicht alle, genervt rüber kommen. Aber überleg mal: du bist vielleicht der drölfigste Kunde weswegen derkenige die Arbeit unterbrechen muss, z. B. einräumen, nachbestellen etc, und am besten die zigste mit der selben Frage. Ist es da nicht menschlich auch mal nicht zu lächeln? Und wird auch immer gesagt, behandel jeden Kunden als wäre es der Erste an dem Tag. Ich versuche auch danach zu handeln. Aber glaub mir, dass geht nicht bei jedem. Manche glaubt man, die sind sonst wo raus gekrochen
    Ich bin ein Einzelgänger und gerne für mich alleine. Die meisten Menschen sind einfach nur bekloppt und ich habe keine Lust mich mit ihnen auseinander zu setzten...

    Jein, ich bin ja kein Kunde. Sondern man steht in einem Arbeitsverhältnis zueinander. Wenn ich zu einem Kunden fahre will ich ja nichts von denen außer vllt das MDE um zu bestellen, weil die es ja nicht können und glaub mir die haben nichts zu tun. Die stehen oft zu dritt iwie in einer Ecke und reden über Privates. Die sind nicht vollkommen ausgelastet. Und wenn man mit Menschen nicht umgehen kann, dann sollte man vllt nicht im Verkauf arbeiten^^

  11. #30
    CotU CotU ist offline
    Avatar von CotU

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Ich mische mich da auch mal ein, ohne jeden Beitrag gelesen zu haben.

    Der Onlinehandel wird sicherlich in einer gewissen Art und Weise dem Einzelhandel schaden, aber wohl auch in den kommenden 20 Jahren nicht zur Gänze ersetzen.
    Beispielsweise kann ich mir nicht vorstellen dass meine Milch mir täglich geliefert wird nachdem ich am Tag zuvor diese online bestellt habe. Also alltägliches werde ich auch in Zukunft bei meinem Supermarkt gegenüber besorgen.
    Auch zukünftige Möbel werde ich nicht online kaufen sondern entsprechend in einem Einrichtungsfachgeschäft, dito auch Blumen und Obst/Gemüsestauden die ich in meiner Gärtnerei besorgen werde.

    Was jedoch definitiv wegfallen wird für mich, und eigentlich im großen Teil auch schon weggefallen ist bei mir, sind Klein-EDV/Technik Käufe wie Festplatten, USB Sticks, Tintenpatronen, Handys,..... die bestelle ich in der Tat zumeist auf Amazon.
    Womit ich gleich auf den nächsten Punkt zu sprechen kommen möchte. In Österreich wurde stark darüber diskutiert und mokkiert das wir alle bei Amazon bestellen anstatt bei österreichischen Alternativen. Wenn man dann jedoch die alternativen ansieht, wird schnell ersichtlich warum. Entweder kosten die Produkte gleich mal 10% mehr, oder der Versand ist nicht inkludiert im Preis, oder den Artikel gibt es gar nicht bzw. nur in einer bestimmten Farbe. Da stellt sich für mich einfach nicht die Frage wo ich bestelle. Als Käufer will ich immer noch selbst die Wahl meines Produktes treffen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Was hältst du (oder "haltet ihr) in dieser Hinsicht davon, dass Geschäfte eine "Beratungsgebühr" einführen wollen oder dies schon getan haben? Sprich: Quasi eine Art Eintritt ins Geschäft, damit der Inhaber zumindest irgendwas davon hat, wenn ein Kunde im Laden nur schaut und dann aber am Ende online zum günstigeren Preis kauf?
    Generell finde ich es nicht gut, allerdings vielleicht tatsächlich notwendig, in einem geregelten Ausmaß.
    Ich kann es beispielsweise absolut nicht verstehen wenn sich in einem Brautmodegeschäft ein Mitarbeiter 1 bis 2 Stunden für einen Kunden Zeit genommen hat, und dann vollkommen unentlohnt dastehen würde.
    Ebenso wenn beim MediaMarkt ein Mitarbeiter einem Kunden 10 Minuten dabei hilft ein Komplettset eines PC zusammenzusuchen bzw. ihn dabei beratet. Wissen ist Geld(!).
    Allerdings muss dies entsprechend zuvor angekündigt sein. Bspw. müsste beim Mediamarkt der Mitarbeiter zu Gesprächsbeginn klar und deutlich festlegen dass diese Information Gegengerechnet wird.
    In wie fern dann eine entsprechende Rabattierung eingeführt wird von wegen: Kauft der Kunde dann auch einen Artikel, dann ist das Gespräch kostenlos, oder ob man dann tatsächlich einen gewissen Betrag verlangt kann meiner Meinung das Geschäft selbst wählen, muss dies jedoch ebenfalls zu Beginn klar, deutlich und unwiederruflich erwähnen.

    My 2 cents

  12. #31
    Ole2

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat TheRealHook Beitrag anzeigen
    Problematisch finde ich es, wenn solche Wettbewerbsvorteile durch unfaires Verhalten erzielt wurden..
    Hm. Kopfkratz. Gibt es denn im Kapitalismus überhaupt faires Verhalten und wenn ja, wo? Dort will ich sofort hin. Ich glaube, es gibt nur Konkurrenzdruck mit allen sich daraus ergebenen Folgen für die Menschen und für den Staat als Ganzes, der letztendlich doch genau die Steuereinnahmen der Arbeitnehmer braucht, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

    Das mit dem Ladensterben in den Innenstädten ist doch wohl tatsächlich ein Problem, denn Wettbewerb verdrängt einst gut funktioniert habende Geschäfte und wenn dann bspw. Billigramsch einzieht wie irgendwelche Resterampen, dann hat das auch Einfluß auf die Infrastruktur. Ich meine schon, paßt man da nicht auf und läßt durch einen ungezügelten Verdrängungswettbewerb Entwicklungen zu, dann sägt man an dem Ast, auf dem man sitzt. Es dürfte wohl ein Unterschied sein, ob in den Resterampen Personal arbeitet, das nur Mindestlohn kassiert und so gut wie keine Steuern entrichten muss oder ob ein gut funktionierender Lampenladen Personal beschäftigt, das das Doppelte an Gehalt erhält und auch Steuern entrichtet. Denkt man weiter, hat man am Ende Kalkutta in den Innenstädten, aber so wird es wohl eh kommen, wenn man die Globalisierung weiter denkt.

  13. #32
    TheRealHook TheRealHook ist offline
    Avatar von TheRealHook

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Gibt es denn im Kapitalismus überhaupt faires Verhalten und wenn ja, wo? Dort will ich sofort hin.
    In Deutschland spielen doch die allermeisten Unternehmen zumindest grob nach den Regeln. Wenn Konzerne größer sind als die Regeln, ist das durchaus problematisch.

  14. #33
    hayate.sama hayate.sama ist offline
    Avatar von hayate.sama

    In wie weit schadet der Online-Handel die lokalen Geschäfte

    Zitat CotU Beitrag anzeigen
    Generell finde ich es nicht gut, allerdings vielleicht tatsächlich notwendig, in einem geregelten Ausmaß.
    Ich kann es beispielsweise absolut nicht verstehen wenn sich in einem Brautmodegeschäft ein Mitarbeiter 1 bis 2 Stunden für einen Kunden Zeit genommen hat, und dann vollkommen unentlohnt dastehen würde.
    Ebenso wenn beim MediaMarkt ein Mitarbeiter einem Kunden 10 Minuten dabei hilft ein Komplettset eines PC zusammenzusuchen bzw. ihn dabei beratet. Wissen ist Geld(!).
    Allerdings muss dies entsprechend zuvor angekündigt sein. Bspw. müsste beim Mediamarkt der Mitarbeiter zu Gesprächsbeginn klar und deutlich festlegen dass diese Information Gegengerechnet wird.
    In wie fern dann eine entsprechende Rabattierung eingeführt wird von wegen: Kauft der Kunde dann auch einen Artikel, dann ist das Gespräch kostenlos, oder ob man dann tatsächlich einen gewissen Betrag verlangt kann meiner Meinung das Geschäft selbst wählen, muss dies jedoch ebenfalls zu Beginn klar, deutlich und unwiederruflich erwähnen.
    Damit wirst du sicherlich dieses Klientel abschrecken, allerdings auch ehrliche Kunden.
    Es ist normal, dass du als normaler Kunde, der z.B. einen neuen TV sucht, Geräte in 2 oder 3 Märkten anschaut und vergleicht bzw. wissen will, wo er das für ihn passende Gerät her bekommt. Und oft kommt man da um eine Beratung auch nicht vorbei, denn die Geräte erklären sich nicht von selbst. Und das ist schließlich auch seine Aufgabe, das beste Gerät für dich zu finden. Und wenn der Laden das Gerät nun mal nicht für dich da hat, sondern ein anderer Laden, dann ist das halt so.

    Man kann eigentlich nur an diese von dir beschriebenen Kunden appellieren, dass sie lokale Geschäfte auch unterstützen, aber man kann genau so auch an die Geschäfte appellieren, einen guten Service anzubieten. Der ist besonders beim Media Markt bei uns unter aller Sau.
    Ich habe bisher 3 Notebooks bei denen gekauft. Das erste mal war die Beratung richtig gut. Der Mitarbeiter wusste , von was er redet und nahm sich Zeit. Beim nächsten hatte der Mitarbeiter dir einfach irgendwas (hauptsache teuer) aufgeschwatzt und das ganz schnell. So nach der Art "Nimm das - ich will meine Provision - Peng - tschüss". Der letzte hatte Null Ahnung und hat dir das Schild mit den Specs. vorgelesen, was ich auch selbst hätte machen können.
    Letztens suchte ich einen MP3 Player mit Bluetooth Support. Habe eine Mitarbeiterin gefragt, ob sie sowas da haben -> "Nein". Habe selbst nachgesehen und was sehe ich ? mindestens 3 Stück (gut, der Gesichtsausdruck dieser Frau sah auch so aus wie "Bluethooth, was zum ... ist das schon wieder?".

    Es gibt aber auch positive Beispiele. Die Mobilfunkabteilung in unserem lokalen Expert z.B..
    Egal ob bei uns der Telekomanschluss gar nicht funktioniert hat, oder ich bei meinem Prepaid-Tarif es abschalten wollte, dass das Telefon automatisch einen Datenpass bucht oder einfach nur die Sim-Karte zurechtgeschnitten haben wollte: Die haben da ohne Anstand geholfen, obwohl ich bei denen bisher kein Handy gekauft hatte, während der offizielle Telekom-Shop sich bei allen 3 Themen dumm gestellt hat.

    Worauf ich hinaus will: Guter Kundensupport ist verdammt wichtig. Sowas bindet Kunden an den Laden (wenn ich was fürs Handy suche, schaue ich zuerst bei denen, und werde meistens fündig) und ist mir jedenfalls einen kleinen Aufpreis wert.
    Wenn die Beratung allerdings grauenhaft ist, dann wirkt sich das halt irgendwie auf mein Kaufverhalten aus.

  15. #34
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    Zitat hayate.sama Beitrag anzeigen
    während der offizielle Telekom-Shop sich bei allen 3 Themen dumm gestellt hat.
    Nicht mal dumm angestellt sondern wirklich unwissend. Die Leute dort sind innder Regel wirklich nur Verkäufer. Können dir die Tarife erklären aber technisches Wissen erfolgt im Selbststudium. Aber zumindest bei letzterem gibt es eine interne Hotline wo die anrufen können.

  16. #35
    hayate.sama hayate.sama ist offline
    Avatar von hayate.sama

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    Vorallem beim Zuschneiden einer SIM-Karte. Es gibt ja solche Stanzer. Aber man will sich sowas ja nicht wegen 1x Gebrauch kaufen. Also fragt man bei denen nach, die sowas haben (sollten). Die Antwort war, dass das nicht geht. Stattdessen hätte ich eine neue Karte bestellen müssen + Vertragsverlängerung.

  17. #36
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    Zitat hayate.sama Beitrag anzeigen
    Vorallem beim Zuschneiden einer SIM-Karte. Es gibt ja solche Stanzer. Aber man will sich sowas ja nicht wegen 1x Gebrauch kaufen. Also fragt man bei denen nach, die sowas haben (sollten). Die Antwort war, dass das nicht geht. Stattdessen hätte ich eine neue Karte bestellen müssen + Vertragsverlängerung.
    Vertragsverlängerung ist quatsch. Wenn du aber Aufgrund eines neuen Handys eine neue SIM Karte benötigst, wird dieser Tausch eigentlich kostenfrei gemacht. Allerdings bin ich schon 5 Jahre nicht mehr im Shop und da kann sich ja was ändern ^^


    Eine neue SIM Karte geht immer. Die haben die auf Vorrat und müssen die nur ausbuchen und dir mitgeben.Die Aktivierung kann evtl was kosten. Aber wie gesagt.... 5 Jahre her.

  18. #37
    Fred Stiller Fred Stiller ist offline
    Avatar von Fred Stiller

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    Ohne mir jetzt wirklich Beiträge durchgelesen zu haben:

    Ich würde die sogenannten Offliner viel mehr unterstützen und teilweise mache ich das auch, aber wo weder eine gute Beratung, noch Freundlichkeit (das sollte den Einzelhandel ausmachen) zählt, da bestelle ich lieber günstiger bei Amazon. Die Händler müssen sich teilweise nicht wundern - Verkäufer gucken einen an wie 7 Tage Regenwetter, es wird lediglich von Schildern abgelesen was Produkt xy kann und oft steht man bei unserem lokalen Euronics 20 Minuten vor diversen Produkten (TV, HIFI etc.) während zig Mitarbeiter straight an einem vorbeiziehen und es nicht mal NÖTIG haben nachzufragen.

    :"Öhm ja sorry dass ich einen LCD für 2500,-€ bei euch kaufen möchte..."

    Selbstverständlich schadet der Onlinehandel dem Einzelhandel enorm (!) aber viele machen da auch nichts gegen und sind selbst schuld.

    Geil find ich auch immer die 0815 Aussage:

    "Wenn es da nicht mehr steht, dann haben wir nichts mehr"

    Ja... vielleicht verdienst Du Dir Dein Geld ausnahmsweise auch mal und schaust im Lager nach. Da sind die Brocken nämlich oftmals, beim Fragen eines weiteren Mitarbeiters. Hauptsache schnell raus sein aus dieser "unangenehmen" Kundensituation.

    Derzeit hab ich nur zwei Händler die ich absolut gern unterstütze und das ist mein Spielehändler (XGames) und mein Dampfshop, bei dem ich Kerne, Liquids und Hardware kaufe. Bei beiden ist jeweils eine nette Kommunikation vorhanden und sie bieten mir Vorteile, die mir der Onlinehandel nicht bieten kann - neben Sympathie bekomme ich bspw. bei XGAMES meine Spiele oft 2-5 Tage eher zu einem guten Preis... und mein Dampfdealer hat se eh nicht mehr alle stramm (positiv gesehen) - da hat man auch so mal zum Labern Bock mal auf n Käffchen rein.

    Sauer stoßen mir teilweise auch die Lebensmittelketten auf. Ware ist nicht da, Mitarbeiter sind kotzig und die Produkte werden immer teurer (Rewe) - müssen sich nicht wundern wenn es Amazon Fresh dann irgendwann mal zum gleichen Preis, oder wahrscheinlich noch günstiger, direkt an die Tür bringt... was ich dann auch in Anspruch nehmen werde.

    Ich bin da so enttäuscht, weil ich 1998 selbst Kaufmann im Einzelhandel gelernt habe und bei uns (Elektro - braune und weiße Ware) wäre ich damals schlicht und ergreifend rausgeflogen (!) wenn ich mich auch nur ein bisschen so verhalten hätte wie manch einer heute. Zu Recht!

    Nicht Hallo sagen wenn man als Kunde reinkommt (obwohl man der Einzige ist) oder sich nur wegdrehen ohne Tschüss zu sagen u. gleich den nächsten Kunden zu bedienen hätte ich mich gar nicht getraut.

  19. #38
    Ole2

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    Du bist wohl noch von der ganz alten Schule, wa`?? Nein. Nun mal ehrlich. Hier ist auch immer mal die Rede beim Onlinehandel von niedrigeren Preisen gegenüber dem Einzelhandel. Uns ist aber auch klar, dass so ein Einzelhandel auch Lagerkosten unterhalten muss, eben, weil er doch quasi sofort die Produkte, nach denen der Kunde nachfragt, bereitzuhalten hat. Wie gesagt, jeder will und soll auch vernünftig verdienen. Sind wir uns da einig? Sind wir uns auch einig, dass so manche Online-Anbieter ihre Mitarbeiter da sehr kurz halten? Würde jemand von uns für so wenig Kohle und bei so hohem Leistungsdruck, der bis hin zur permanenten Überwachung der MA geht, unter diesen Bedingungen arbeiten wollen?

    Zum Ladensterben in den Innenstädten muss man nichts noch mal wiederholen. Es hat immer auch mit unserem eigenen kaufverhalten zu tun. Der Kunde will immer alles und am besten sofort, was nun mal schlichtweg nicht möglich ist. Dafür steigen jedoch die Ansprüche, die selbst kaum jemand, so er in der Situation wäre, erfüllen würde können. Dieser Konkurrenzdruck ist gewollt, eben weil er die Löhne möglichst niedrig halten soll.

  20. #39
    Yieva Yieva ist offline
    Avatar von Yieva

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    @Fred Stiller - muss dir leider überwiegend zustimmen. In manchen Geschäften ist es regelrecht unangenehm, wenn man eine Frage hat oder Hilfe braucht. Die Mitarbeiter tun so, als würde man ihnen eine große Last bereiten, dabei gehört die Beratung einfach mal zu ihrem Job und es ist doch vor allem in ihrem Interesse, dass sie ihren Mist loswerden.

    Ein sehr positives Einkaufserlebnis hatte ich bislang meist in kleinen Spartenläden, wo noch Herzblut und Leidenschaft hinter steckt und keine Massenabfertigung. Es gibt in Lübeck beispielsweise einen kleinen Bierladen, der besondere Biersorten verkauft. Ich war beauftragt, für unsere Dozenten zum Abschied ein witziges Bier zu kaufen. Da ich mich da überhaupt nicht auskenne, bat mich der Verkäufer um eine Charakterbeschreibung der Lehrkräfte und er konnte binnen Sekunden für jeden eine Biersorte raussuchen, die so dermaßen wie ***** auf Eimer passte, dass alle begeistert waren. Solche Verkäufer liebe ich und da zahle ich dann auch gerne mehr und komme öfter vorbei.

  21. #40
    Fred Stiller Fred Stiller ist offline
    Avatar von Fred Stiller

    In wie weit schadet der Online-Handel den lokalen Geschäften

    @Ole2

    Ach nicht von der alten Schule - obwohl das ja nicht verkehrt ist - nein. Ich komme als Kunde in den Laden (benehme mich natürlich auch gut und freundlich... aber das ist ein anderes Thema) und erwarte, gerade im Fachgeschäft mit kleinem, aber tiefem Sortiment eine anständige Beratung, sowie Freundlichkeit.

    Ansonsten berät mich Google/YouTube besser. Es gibt zig Produktvideos und Youtuber die einem Produkt xy erklären, es unboxen und auseinandernehmen. Danach bleiben keine Fragen mehr offen.

    Ich erwarte in einem Elektroladen eine Beratung, ein freundliches "Guten Tag!" und dann ist doch auch schon gut. Ars** auslecken hab ich nicht nötig - man soll mir eben nur einen Grund geben, warum ich dieses Produkt jetzt zu einem teureren Preis DORT kaufen soll und nicht bei Amazon. Blicke die töten können gehören da nicht unbedingt zu .
    @Yieva

    Klasse! Ein schönes Bsp. eines Verkäufers der Spaß an seinem Job hat.

    Vielleicht bezahlt man seinen Mitarbeitern auch mal mehr als 8,79€ die Stunde... dann kommt vielleicht auch der Bock wieder zurück.

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