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  1. #21
    Kami Burn

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat MG_RONIN Beitrag anzeigen
    Die Antwort ist leider ja? Nenn mir eine Alternative.
    Auf was denn? Darauf dass man außer Arbeiten noch die Wahl hat Harz 4 zu kassieren oder wie meinst du das?^^

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    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
  3. #22
    Blackbeard Blackbeard ist offline
    Avatar von Blackbeard

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Eine sehr philosophische Frage. Zu der es meiner Meinung nach keine eindeutige Antwort gibt, denn jeder muss für sich entscheiden welchen Stellenwert Arbeit und Freizeit im Leben einnehmen. Es gibt viele, für die ist ihre Arbeit ihr Leben. Wenn das nur eine Phase ist, stellt das kein Problem dar, aber es darf nicht zum Normal werden. Man muss auch genießen was man sich erarbeitet hat, aber nicht erst wenn es zu spät ist. Eben so gehört Arbeit und neue Herausforderungen zum Leben dazu. Wenn man nichts macht, fehlt etwas und man wird lethargisch. Eine ausgewogene Mischung aus beidem ist aus meiner Sicht deshalb das beste.

  4. #23
    OmegaPirat OmegaPirat ist offline

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    ich hab ne ausbildung in der bank gemacht und wollte mich, nachdem ich im zweiten lehrjahr merkte, dass das nix für mich ist, umorientieren. ausbildung abbrechen geht nicht, mindert die chance im weiteren berufsleben, also erst mal zu ende machen. kostet also "verschenkte" zeit. danach wegen der umorientierung ein stuidum aufnehmen, nochmal rund 3-5 jahre bevor man überhaupt im angestrebten job ankommt. wenn ich jetzt nach dem studium im job bin, und fast 30 werden, hab ich eigentlich keine möglichkeit mehr, gerade auch, weil ich durch die ausbildung verschuldet bin, mich erneut umzuorientieren, falls ich merke, dass der job erneut nicht das richtige ist.
    Welches Studium möchtest du denn aufnehmen, wenn ich fragen darf.

    Das Problem ist auch, dass viele nicht wissen wo ihre Stärken und Fähigkeiten liegen und sich deshalb für den falschen Berufszweig entscheiden, um dann nach ein paar Jahren zu merken, dass ihnen das eigentlich nicht liegt bzw. nicht gefällt.

    Wenn man eher einseitig talentiert ist und in ganz bestimmten Bereichen enorme Leistungsspitzen zeigt, hat mans bei der Berufswahl irgendwie leichter. Jedenfalls war es bei mir so. Ich wusste bereits in der 11. Klasse ganz genau was ich wie wo wann mache und bereue bislang nichts. Dafür hatte ich es in der Schule schwer, da Schule eher auf inhaltliche Breite ausgelegt ist und abseits der Naturwissenschaften und der Mathematik bin ich interessen- und talentlos, wobei mich Informatik aber mittlerweile auch interessiert. Als Kfz-Mechatroniker wäre ich jedenfalls nicht zu gebrauchen. Ich bin einfach kein praktisch veranlagter Mensch.

    Meinen Beruf würde ich auch ausüben, wenn ich finanziell bis mein lebensende ausgesorgt hätte.
    Wahrscheinlich würde ich dann nebenbei ewiger Student sein und in dieser oder jener Vorlesung vorbeischauen. Also langfristig gesehen höre ich mir lieber Vorlesungen an und halte Vorlesungen als auf einer Südseeinsel am Strand zu liegen.

  5. #24
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Blackbeard Beitrag anzeigen
    Eben so gehört Arbeit und neue Herausforderungen zum Leben dazu. Wenn man nichts macht, fehlt etwas und man wird lethargisch.
    ich finde, viele menschen setzen keine arbeit = nix zu tun. das ist falsch. wie gesagt, wenn ich keine arbeit hätte, hätte ich soviel zu tun, wie ich mit arbeit nicht hätte. denn gerade die arbeit schränkt mein tun doch sehr ein. langeweile ist unter der prämisse geld zu haben und keine arbeit zu haben, aus meiner sicht nicht gegeben.

    Zitat OmegaPirat Beitrag anzeigen
    Welches Studium möchtest du denn aufnehmen, wenn ich fragen darf.
    das war vielleicht ein bisschen schlecht formuliert, sodass man nicht wirklich daraus schließen konnte, dass ich schon so gut wie fertig mit meinem studium bin. ich bin im letzten semester mit 28 jhren und habe wirtschaftswissenschaften und erziehungswissenschaften studiert.

    Zitat OmegaPirat Beitrag anzeigen
    Das Problem ist auch, dass viele nicht wissen wo ihre Stärken und Fähigkeiten liegen und sich deshalb für den falschen Berufszweig entscheiden, um dann nach ein paar Jahren zu merken, dass ihnen das eigentlich nicht liegt bzw. nicht gefällt.
    das ist völlig richtig und unterstreicht mein beschriebenes nochmals. nur zusätzlich besteht das problem, dass ich erst mit der investition von zeit erfahre, ob ein job was für mich ist. selbst eine ausbildung gibt oft kein genaues bild über den späteren job. natürlich kann man sich immer umorientieren, theoretisch, denn irgendwann läuft die zeit ab, wenn man mal doch irgendwann mit beiden beinen fest im beruf stehen will.

    Zitat OmegaPirat Beitrag anzeigen
    Meinen Beruf würde ich auch ausüben, wenn ich finanziell bis mein lebensende ausgesorgt hätte.
    das ist das ideal. nur leider die seltenheit denke ich.

  6. #25
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zum letzten Absatz von @Gilligan kann man nur sagen das es leider echt so ist. Den "Lebensberuf" gibt es heutzutage wohl nur noch in seltenen Fällen. Das ist echt schade. Vor allem wird das ja in höherem Alter dann schwieriger was zu finden was wiederrum absolut paradox ist. Einerseits wollen die Arbeitgeber Erfahrung aber andererseits dann alte Menschen mit selbiger auch nicht einstellen. Das ist zumindest meine Erfahrung und Ansicht.

  7. #26
    PSLvegeta PSLvegeta ist offline
    Avatar von PSLvegeta

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Zum letzten Absatz von @Gilligan kann man nur sagen das es leider echt so ist. Den "Lebensberuf" gibt es heutzutage wohl nur noch in seltenen Fällen. Das ist echt schade. Vor allem wird das ja in höherem Alter dann schwieriger was zu finden was wiederrum absolut paradox ist. Einerseits wollen die Arbeitgeber Erfahrung aber andererseits dann alte Menschen mit selbiger auch nicht einstellen. Das ist zumindest meine Erfahrung und Ansicht.
    Mein Meister hat immer gesagt.

    "Dein Arbeitgeber will das du mit dem Alter von 20 Jahren,30 Jahre Berufserfahrung hast"

    Ich finde er hat recht. Auch wenns ein bisschen übertrieben ist aber das soll nur das Sinnbild zeigen.

  8. #27
    Ezio Ezio ist offline
    Avatar von Ezio

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Ich bin persönlich auch jemand, der seinen Job haben muss. Wie sonst will man seine Freizeit zu schätzen wissen? Der Job ist mir auch wichtig um mein Leben zu finanzieren. Wobei ich mir viele Tätigkeiten vorstellen kann, die mir mehr besser gefallen würden, für die ich aber a) kein Talent habe oder b) mir die Ausbildung halt fehlt. Da ist man über viele Jahre lang fleißig, arbeitet sich von der Hauptschule bis zum Abi hoch. Macht eine Ausbildung und stellt fest das ist nix für einen und versuch da einer mal noch sich umzuorientieren. Die meisten nehmen einen nicht (weil man hat ja schon eine Ausbildung) und das Amt hilft da auch nicht weiter (warum wollen Sie jemandem den Ausbildungsplatz wegnehmen). Ein Studium konnte ich mir noch nie leisten und Bafög etc würde ich nicht mehr bekommen.

    Nunja. Mein Job ist nicht der Brüller, das Gehalt ist in Ordnung, wenn auch nicht das üppigste für diesen Beruf. Aber ich kann davon leben und kann mir sogar jetzt eine größere und bessere Wohnung nehmen. Solange mich das glücklich macht, kann ich auch mit dem Job leben.

  9. #28
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat PSLvegeta Beitrag anzeigen
    Mein Meister hat immer gesagt.

    "Dein Arbeitgeber will das du mit dem Alter von 20 Jahren,30 Jahre Berufserfahrung hast"

    Ich finde er hat recht. Auch wenns ein bisschen übertrieben ist aber das soll nur das Sinnbild zeigen.
    Das trifft den Nagel absolut auf den Kopf!!!

  10. #29
    Invisible Touch Invisible Touch ist offline
    Avatar von Invisible Touch

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Ich finde das Nervige ist nicht mal das Arbeiten selbst, mir macht mein Job größtenteils Spaß und leben kann ich davon auch.
    Was ich viel schlimmer finde ist die Unsicherheit heutzutage, man kann nichts mehr langfristig planen.
    Ich war nach der Lehre 6 Monate arbeitslos, fand dann einen Job, machte ihn 1 Jahr, dann Kurzarbeit, wenig später raus, da befristet.
    Wieder 6 Monate arbeitslos, neuer Job, da bin ich jetzt seit fast 2,5 Jahren. Und was ist? Kurzarbeit. Diesmal aber festangestellt, könnte aber trotzdem bald zu Ende gehen.

    Ich arbeite eigentlich gerne um davon zu leben, aber wenn das so weiter geht, verliere auch ich irgendwann meinen Spaß und meine Motivation.
    Ich persönlich kann nichts für die Kurzarbeit, aber darf es jedes mal mit ausbaden ... -_- Bock auf Hartz IV hab ich aber auch = 0.
    Und ständig Betrieb wechseln ist lästig wie Sau.

    P.S. Ich stand kurz davor einen Kredit zu nehmen, hätte ich das getan, würde ich vielleicht bald in der Sch.eisse stecken. ^^

    Nur leben um zu arbeiten, wie vielen Chinesen, könnte ich nicht. Da würde ich ehr auswandern oder den Freitod wählen.

  11. #30
    Aurel-

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Gilligan Beitrag anzeigen
    ich hab ne ausbildung in der bank gemacht und wollte mich, nachdem ich im zweiten lehrjahr merkte, dass das nix für mich ist, umorientieren. ausbildung abbrechen geht nicht, mindert die chance im weiteren berufsleben, also erst mal zu ende machen. kostet also "verschenkte" zeit. danach wegen der umorientierung ein stuidum aufnehmen, nochmal rund 3-5 jahre bevor man überhaupt im angestrebten job ankommt. wenn ich jetzt nach dem studium im job bin, und fast 30 werden, hab ich eigentlich keine möglichkeit mehr, gerade auch, weil ich durch die ausbildung verschuldet bin, mich erneut umzuorientieren, falls ich merke, dass der job erneut nicht das richtige ist.
    Der Vorteil beim Studium gegenüber der Berufsausbildung ist eben, dass du keinen Job studierst. In der Ausbildung bist du sofort Systemsklave, du wirst in dem für dich relevanten Ausbildungsbetrieb ausgebildet und lernst hauptsächlich Dinge, die du sofot umsetzen kannst. Im Studium hingegen entscheidest du dich für eine Wissenschaft, also ein für dich grundlegendes Interessengebiet, das unabhängig eines Berufes Bestand hat. Dadurch kannst du später in (ohne zu übertreiben) hunderten verschiedenen Berufen unterkommen, die auch nur im entferntesten etwas mit der von dir studierten Wissenschaft zu tun haben.

  12. #31
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Aurel- Beitrag anzeigen
    Der Vorteil beim Studium gegenüber der Berufsausbildung ist eben, dass du keinen Job studierst. In der Ausbildung bist du sofort Systemsklave, du wirst in dem für dich relevanten Ausbildungsbetrieb ausgebildet und lernst hauptsächlich Dinge, die du sofot umsetzen kannst. Im Studium hingegen entscheidest du dich für eine Wissenschaft, also ein für dich grundlegendes Interessengebiet, das unabhängig eines Berufes Bestand hat. Dadurch kannst du später in (ohne zu übertreiben) hunderten verschiedenen Berufen unterkommen, die auch nur im entferntesten etwas mit der von dir studierten Wissenschaft zu tun haben.
    ja das stimmt natürlich. generell hat man diese flexibilität durch ein studium.

    nehmen wir mich mal weiterhin als beispiel: im verlauf des studiums wurde mir bewusst, dass ich grundlegend von der realschule aus an hätte einen anderen weg beschreiten sollen. ich glaube, ich hätte weniger den finanziellen fokus setzen dürfen. das war mir früher aber nicht bewusst. da war mein hauptaugenmerk darauf gerichtet, einen job einzunehmen, viel mehr eine berufliche richtung einzuschlagen, bei der ich theoretisch chancen auf gute bezahlung habe. deshalb entschloss ich mich in die bank zu gehen, was ein irrglaube war, wenn man ganz normaler bankkaufmann bleibt. mir wurde jedenfalls bewusst, dass ich hätte eher einen "einfacheren" beruf erlernen sollen. ich glaube am glücklichsten wäre ich geworden, wenn ich was mit tieren gemacht hätte und in der natur arbeiten würde. meine idee wäre tierpfleger in einem zoo. das wurde mir aber gute 10 jahre zu spät bewusst, und vor allem, kann ich mir dessen nicht mal sicher sein, da ich noch nie in den job reingeschnuppert habe. tierpfleger könnte was für mich sein.

    vor ab: den job, den ich nach meinem studium einnehmen werde, ist nicht schlecht. ich mache ihn heute bereits neben dem studium und ich mache das gerne. bezahlt ist dieser auch gut. und sicher dazu. aber dennoch nicht das perfekteste für mich.
    nun steh ich also am ende meines studiums, im sommer mache ich meinen abschluss, und müsste mich jetzt, mit meinen dann 29 jahren, nochmals umorientieren, um in meinen eventuell perfekten job hineinzukommen. diese umorientierung würde eine weitere berufsausbildung von 3 jahren mit sich bringen. sodass ich dann mindestens 32 jahre alt wäre. bisschen alt.

    also, ein studium macht einen zwar flexibler, aber ein schlüssel zur zufriedenheit ist es nicht. und ich wollte ja nur herausstellen, dass einem zu oft die zeit fehlt um tatsächlich den beruf herauszufinden, der einem wirklich spaß macht und erfüllt. es ist eben, wie OmegaPirat schon sagte, zu oft das problem, dass man nicht weiß, wo seine interessen, stärken und fähigkeiten liegen. und selsbt wenn man es weiß, weiß man noch immer nicht, ohne längere zeit im beruf zu sein, ob dieser einem wirklich zusagt.

  13. #32
    Mr. Burns Mr. Burns ist offline
    Avatar von Mr. Burns

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat PSLvegeta Beitrag anzeigen
    "Dein Arbeitgeber will das du mit dem Alter von 20 Jahren,30 Jahre Berufserfahrung hast"

    Das trifft es wirklich sehr gut. Ich merke das zur Zeit auch, da ich auf der Suche nach einem Praktikumsplatz für die übernächsten Semesterferien bin. Selbst für ein Praktikum sind die Anforderungen schon sehr hoch. Meist wird bereits Berufserfahrung gefordert, dazu Fremdsprachen-, Office-Kenntnisse, etc. Wie soll man denn da den Einstieg schaffen?
    Zum Thema: Eine wirklich sehr interessante Frage, über die ich auch schon oft philosophiert habe.
    Grundsätzlich bin ich der Meinung: Ich möchte Arbeiten, um Leben zu können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mich die Arbeit so zufrieden stellen kann, dass sie mein Lebensinhalt werden könnte. Für mich gibt es wichtigere Dinge im Leben.
    Aber wie hier viele schon richtig angemerkt haben: Man hat immer häufiger den Eindruck, dass man in der heutigen Gesellschaft Leben soll, um zu Arbeiten.
    Ich finde diese Entwicklung besorgniserregend. Vor diesem Hintergrund muss sich eigentlich keiner wundern, warum wir Deutschen immer weniger Kinder bekommen.

  14. #33
    Worry Worry ist offline

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?
    Die Überschrift könnte auch heißen. "..... oder Arbeiten um zu Überleben?"

    Ich denke dazu, daß bis auf wenige Workaholiks, die auch noch ihren Traumjob haben, lebt der Durchschnittsmensch um zu arbeiten.
    Nur - oft reicht das erschuftete Geld nicht aus, um davon zu leben. Was dann? Kann dann jemand noch verlangen, daß ein Mensch, der mit seiner Arbeit nicht mal genug hat, um zu leben, in diese Arbeit noch viel Engagement investiert? Er lebt, um zu arbeiten. Vielleicht noch mit einem Zweitjob. Und dann ist nicht nicht mal seine Rente garantiert, wie bei keinem Arbeitnehmer heutzutage das Auskommen im Alter noch garantiert ist. Die Folge sind Jobs bis ins Grab. Wo bleibt da noch Zeit zum Leben?

    Ich sehe das alles heute negativer als früher. Die ganze Wirtschaftslage gibt einfach keinen Anreiz mehr, sich "für später" mit eigner Kraft was aufzubauen. Geht es schief, man wird arbeitslos, ist doch sowieso alles, was man sich in vielen Jahren erarbeitet hat, weg. Häuschen, Gespartes.

    Jeder, der heute einen guten, sicheren Arbeitsplatz hat, sollte sich glücklich schätzen. Und diesen Arbeitsplatz behält man zumeist auch nur, wenn man gewillt ist, Überstunden zu machen etc. 60 Stunden-Wochen sind heute normal. Womit sich die Fragestellung oben schon selbst beantwortet hat.

  15. #34
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Aurel- Beitrag anzeigen
    Der Vorteil beim Studium gegenüber der Berufsausbildung ist eben, dass du keinen Job studierst. In der Ausbildung bist du sofort Systemsklave, du wirst in dem für dich relevanten Ausbildungsbetrieb ausgebildet und lernst hauptsächlich Dinge, die du sofot umsetzen kannst. Im Studium hingegen entscheidest du dich für eine Wissenschaft, also ein für dich grundlegendes Interessengebiet, das unabhängig eines Berufes Bestand hat. Dadurch kannst du später in (ohne zu übertreiben) hunderten verschiedenen Berufen unterkommen, die auch nur im entferntesten etwas mit der von dir studierten Wissenschaft zu tun haben.
    Ist das denn wirklich so? Ich kann als BWLer nie Ingenieur werden. Ich kann, wenn ich ein Ingenieursbüro betreibe und für Aufträge sorge niemals Pläne entwerfen, auch wenn ich es könnte, weil du dafür einen Ingenieur benötigst mit dessen Unterschrift.
    Ich kann als BWLer niemals als Arzt oder Biologe praktizieren oder im Bereich Medizin. Ich kann nie Motoren von Autos entwickeln oder Religionslehrer werden.
    Gleiches gilt für Architekt. Er wird nie Religionslehrer, Motorenbauer oder Arzt werden. Und auch der Theologe wird das nicht. Ein Mathematiker wird kei Arzt werden. Inwiefern stimmt das dann also? Inwiefern ist die Jobauswahl so riesig? Branche übergreifend kann man arbeiten, aber man wird Pi mal Daumen pro Branche das selbe machen.
    Gibt also sehrwohl auch Fachbereiche, in die man nie hineinkommen wird. ansonsten ist meine Meining, dass das Studium erstmal dazu dient, dass man sieht, dass man nicht ganz bescheuert ist. Denn in jedem Studiengang sind Pi mal Daumen 50-80% nutzlos und realitätsfremd. Just my 2 cents.

  16. #35
    Aurel-

    AW: Leben um zu Arbeiten odder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Blizzard_Black Beitrag anzeigen
    Ist das denn wirklich so?
    Ist wirklich so. Vielleicht liest du dir auch mal durch, was ich geschrieben habe? Nämlich NICHT das man als Bwler auch Arzt werden kann - oder in andere Fachbereiche ohne weiteres rein kommt - , sondern das man in Jobs einstiegen kann die entfernt etwas mit der erlernten Wissenschaft zu haben. Als Informatiker/Maschinenbauer/Mathematiker usw. kannst auch in den Fach-Journalismus gehen, dich zum Patentanwalt weiterbilden, in die Unternehmensberatung ... oder oder oder. Gibt wirklich genug Möglichkeiten abseits der "klassischen Berufsbilder". Nichts anderes habe ich geschrieben.

  17. #36
    Mr. Burns Mr. Burns ist offline
    Avatar von Mr. Burns

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?


  18. #37
    Ezio Ezio ist offline
    Avatar von Ezio

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Ich finde, dass das gar nicht so falsch ist. Wobei das Problem sicher nicht nur allein bei der Arbeit zu finden ist.

    Arbeitgeber habe ich schon viele gehabt. Eine Anstellung Zeitarbeitsfirma (Interna) hat gereicht um bei mir einen BurnOut auszulösen. Das war Ausbeutung pur, bei Niedriglohn und psychischem Druck ohne Ende. Mein jetziger Arbeitgeber ist... nun, auch nicht grad ein toller Mensch (er ist extrem launisch), aber wir brauchen keine Überstunden zu machen. Es geht eigentlich, auch wenn er der Meinung ist, dass seine Mitarbeiter nach Feierabend und am Wochenende für ihn erreichbar sein müssen. Zum Glück halten sich derartige Anrufe in Grenzen. Viel schlimmer ist, dass man immer häufiger in seinem Privatbereich nicht zur Ruhe kommt. Ich lebe (zum Glück nur noch für kurze Zeit) in einem extrem hellhörigen Haus. Das hat zur Folge, dass ich hier sehr oft sehr schlecht schlafe, was dann natürlich Auswirkungen auf meine Arbeit sowie auf mich persönlich haben. Leider sind die wenigsten Menschen verständig und akzeptieren ein Gespräch (versuche mal Nachbarn davon zu überzeugen, dass es nun mal Menschen gibt die noch nicht um halb Fünf aufstehen müssen, oder dass es Menschen gibt, die vor Mitternacht im Bettchen sein müssen um fit zu sein und viele viele andere Dinge).

    Somit ist das Leben daheim auch schon stressig...

  19. #38
    Der Schmied von Kochel Der Schmied von Kochel ist offline
    Avatar von Der Schmied von Kochel

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Ezio Beitrag anzeigen
    BurnOut auszulösen
    Wie hat sich das geaeussert?

  20. #39
    Aurel-

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Heutzutage hat doch jeder gleich Burnout, der mal auf der Arbeit etwas Stress hat . . .
    Ist ein schöner Trendbegriff.

  21. #40
    Snowman Snowman ist offline
    Avatar von Snowman

    AW: Leben um zu Arbeiten oder Arbeiten um zu Leben?

    Zitat Burn in Hell Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal ein Thema anschneiden (weiß nicht ob es das schon gibt),und zwar um die allgeliebte Arbeit,die jeder von uns verrichtet.Bestimmt ist jedem der Spruch bekannt:

    ''Ich arbeite um zu leben''

    Doch entspricht diese Aussage wirklich noch der Realität? Ist es nicht eher umgekehrt so dass wir

    ''Leben um zu arbeiten'' ?

    Werden wir nicht schon mit diesem Ziel in die Welt gesetzt,eine Arbeitsmaschiene zu sein,damit es der Gesellschaft weiterhin ''gut'' geht? Rechnet der Staat nicht schon automatisch mit jedem Neugeborenen mit einem neuen Steuerzahler und Arbeiter?

    Die Antwort ist leider in den meisten Fällen ein klares JA. Oder täusche ich mich da?


    Es soll ja tatsächlich Leute geben, die "Leben um zu arbeiten". Workaholics.
    Doch die meisten arbeiten wirklich um zu leben... oder ihren Standard zu halten/ zu verbessern.
    Das Problem an der Sache ist, dass man mit den heutigen Bedingungen mehr und mehr arbeiten muss, damit man den Stand halten / verbessern kann.
    Gerne macht das vermutlich niemand. Doch was ist die Alternative? Leben am Existenzminimum? Leistungen beim Staat erschleichen?
    Für mich persönlich ist nichts von beidem eine Option! Meine Frau und ich haben letztes Jahr einen Erweiterungsbau gemacht und zahlen den Kredit ab. Dann haben wir beide jeweils ein Auto.
    Derzeit ist sie im Mutterschutz und wird voraussichtlich nach einem Jahr wieder in das Arbeitsleben zurückkehren. Nicht weil sie es ums verrecken will, sondern weil sie weiß, dass das nötig ist.



    Zum Thema Burnout wollte ich noch hinzufügen, dass natürlich viele Arbeitnehmer schon recht früh von Überlastung sprechen, während andere unter ähnlichen Voraussetzungen noch eifrig weiterarbeiten. Jedoch verlangen viele Firmenchefs immer mehr von ihren Angestellten (ohne diese Arbeitskraft auch in angemessener Relation zum Gehalt zu setzen). Um Lohnkosten zu sparen, wurden zB während der Wirtschaftskriese nicht nur Kurzarbeiten gearbeitet, sondern durchaus Leute entlassen. Die Arbeit, die diese Leute geleistet haben, wurde umverteilt auf die Mitarbeiter, die noch da waren.
    Ich finde eine wertende Aussage unter solchen Gesichtspunkten ziemlich überreilt, wenn es heisst:
    Heutzutage hat doch jeder gleich Burnout, der mal auf der Arbeit etwas Stress hat

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