Ergebnis 1 bis 16 von 16
  1. #1
    gamefreake89 gamefreake89 ist offline
    Avatar von gamefreake89

    Allgemeiner EU Thread

    Hallo liebe User

    Hier soll es, um alles rund um die EU gehen.

    Zustimmung zur EU gewachsen
    https://www.tagesschau.de/inland/deu...end/index.html
    Nach der Brexit-Entscheidung der Briten ist erstmals eine Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass die EU-Mitgliedschaft eher Vorteile bringt. Ein weiteres Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends für die tagesthemen: Die EU-kritische AfD verliert an Zustimmung.


    Nach der Brexit-Entscheidung ist das Klima in Deutschland EU-freundlicher geworden: 52 Prozent der Deutschen meinen, dass die EU-Mitgliedschaft den Deutschen eher Vorteile bringt - das sind 13 Punkte mehr als kurz vor dem britischen Referendum. Damit sieht zum ersten Mal eine Mehrheit der Deutschen die EU-Mitgliedschaft überwiegend positiv. 11 Prozent meinen, dass Deutschland eher Nachteile hat - 10 Punkte weniger als kurz vor dem britischen Referendum; 36 Prozent glauben, dass sich Vor- und Nachteile die Waage halten (-1).
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    Das hätte ich jetzt nicht erwartet.

  2. Anzeige

    Allgemeiner EU Thread

    Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
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  3. #2
    Ole2

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Das hörte ich um 9 in den Nachrichten auch schon und dachte mir, dass muss mit der derzeitigen Ablenkung mit der EURO 2016 in Frankreich zu tun haben.

    Wahrscheinlich liegt es an der Euphorie - das gestrige Spiel soll eine Einschaltquote mit 29,8 Millionen und mit 80 Prozent die vierthöchste im deutschen Fernsehen gewesen sein. Da kann man Politik schon einmal vergessen, doch nach dem gestrigen verlorenen Spiel werden die Menschen schon wieder genauer hinschauen.

    Außerdem ist gerade Urlaubszeit und man ist in dementsprechender Stimmung. Da nehmen die Menschen natürlich nicht alles so sehr wahr, was um sie herum wirklich geschieht.

    Schlussendlich verzerrt es dann auch schon einmal einen ARD-Deutschland-Trend.

  4. #3
    Simbart Simbart ist offline
    Avatar von Simbart

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Ärzte ohne Grenzen nimmt kein Geld mehr von EU und Mitgliedstaaten

    „Wir sehen in unseren Projekten jeden Tag, welches Leid die aktuelle EU-Politik verursacht“
    Die fehlenden >50 Mio. € könnten ihnen sicher helfen, ich halte den Entschluss aber für wegweisend. Es ist aus meiner Sicht kein Europa der Menschen, welches die EU vertritt.

  5. #4
    Ole2

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Was stellst du dir vor? Jeder in der EU nimmt jetzt so viele Menschen auf, wie nötig? Wenn es 60 Mill. Flüchtlinge auf der Welt gibt, verteilen wir sie jetzt in der noch EU und wie viele bekommt dann jedes einzelne Land oder was ist da bitte deine Meinung? Hast du denn bitte auch konkrete Vorstellungen, was die Integration etc. anbetrifft?

    Du wirst die EU in der Hinsicht nie wieder an einen Tisch mit deinen Wünschen entsprechenden Ergebnissen zusammenbekommen. Das ist real wie es nicht realer sein kann.

    Also der Vorwurf an die EU, sie wäre kein Europa der Menschen, welches die EU vertritt, ist irgendwie an der Realität auch ein Stück vorbei. Da kann auch der Papst das so oder so ähnlich noch drei mal sagen.

    Was ist bitte mit Nordeuropa, Deutschland, Österreich? Haben die nicht wahrlich viel getan? Verlangst du jetzt allen ernstes von EU schwachen Ländern, die das tun sollen, was du erwartest? Z

    um Thema Wunschdenken fällt mir immer nur wieder der Satz eines wahrliche großen Kosmopoliten und leider verstorbenen Schauspielers ein.

    Sir Peter Ustinov

    Leider wird eine Zunahme von Träumen mit einem wachsenden Potential an Albträumen bezahlt.
    Des einen Träume konnten wahrlich schon oft genug in der Vergangenheit so viele Schäden anrichten, dass daraus Alpträume und Chaos erwuchsen.

  6. #5
    Banx Banx ist offline
    Avatar von Banx

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Das hörte ich um 9 in den Nachrichten auch schon und dachte mir, dass muss mit der derzeitigen Ablenkung mit der EURO 2016 in Frankreich zu tun haben.

    Wahrscheinlich liegt es an der Euphorie - das gestrige Spiel soll eine Einschaltquote mit 29,8 Millionen und mit 80 Prozent die vierthöchste im deutschen Fernsehen gewesen sein. Da kann man Politik schon einmal vergessen, doch nach dem gestrigen verlorenen Spiel werden die Menschen schon wieder genauer hinschauen.

    Außerdem ist gerade Urlaubszeit und man ist in dementsprechender Stimmung. Da nehmen die Menschen natürlich nicht alles so sehr wahr, was um sie herum wirklich geschieht.

    Schlussendlich verzerrt es dann auch schon einmal einen ARD-Deutschland-Trend.
    Unmöglich dass der Brexit was damit zu tun hatte, viel eher waren es Urlaubsstimmung und Fußball die für eine differenzierten EU-Meinung sorgen...
    Tut mir leid wegen dem Sarkasmus, doch ich bitte dich GB hat beschlossen auszutreten, die früheren stärksten Befürworter ziehen sich gleich zurück und die meisten wenn nicht sogar alle gegebenen Versprechen werden "verleugnet" und "die Wirtschaft" muss zurückstecken, GB droht zu zerfallen (Abspaltung schottlands und Nordirland) und ich glaub das waren die Hauptpunkte...
    DAS hat viel mehr mit der Einstellung zur EU zu tun als es die EM je könnte...

  7. #6
    Issomad Issomad ist offline
    Avatar von Issomad

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Um es mal auf den Fußball zu übertragen:

    Der Ball liegt momentan im Spielfeld der Briten, die selbst bestimmen, ob sie den Brexit überhaupt durchführen wollen und wann (dann) der Austrittsantrag eingereicht wird ...
    Die negativen Folgen merkt der britische Kapitalmarkt und die Wirtschaft ja jetzt schon, Kapital ist nun mal ein scheues Reh und verträgt keine Unsicherheiten ...

    Sollten die Briten es sich doch noch anders überlegen, hat man eben viel Kapital für Nichts vernichtet. So kommt das, wenn man gänzlich ohne Plan fundamentale Änderungen bewirken will ...

  8. #7
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Zitat Issomad Beitrag anzeigen
    Um es mal auf den Fußball zu übertragen:

    Der Ball liegt momentan im Spielfeld der Briten, die selbst bestimmen, ob sie den Brexit überhaupt durchführen wollen und wann (dann) der Austrittsantrag eingereicht wird ...
    Die negativen Folgen merkt der britische Kapitalmarkt und die Wirtschaft ja jetzt schon, Kapital ist nun mal ein scheues Reh und verträgt keine Unsicherheiten ...

    Sollten die Briten es sich doch noch anders überlegen, hat man eben viel Kapital für Nichts vernichtet. So kommt das, wenn man gänzlich ohne Plan fundamentale Änderungen bewirken will ...
    Den größten Schaden richtet GB doch gerade JETZT an. Weil ich hab ein Referendum, aber so wirklich scharf bin ich nicht das durchzuziehen, andererseits sollte ich es eigentlich durchziehen weil es war ja abgestimmt... Die Unsicherheit schafft GB selbst im Moment, indem sie keine Klarheit schaffen, was sie jetzt genau bringen sollen und möchten.
    Es ist nicht so, dass jedes Nicht-EU Land ein dritte Welt Land ist, das kurz vorm Kollaps steht. Man braucht ja nur mal zu unseren Nachbarn sehen, den Schweizern. Es ist immer im Leben so: Alles hat Chancen und Risiken. Und wo die Risiken am größten sind, sind auch die Chancen am größten. Aber leider (Gott sei Dank muss man sagen, beruhigt mich das ein wenig) haben die Leute heute allesamt keinen ***** mehr in der Hose, Dinge durchzuziehen, die sie gesagt haben. Und wenn der Beamte nicht weiß, was er machen soll... dann macht er erst einmal gar nix. Und ich dachte immer nur, das wär nur hier in Deutschland so. Da fällt mir ja echt eine Last von den Schultern..
    Und das schafft die Unsicherheit, für Investoren, für Unternehmen, für Bürger.

  9. #8
    daywalker2609 daywalker2609 ist offline
    Avatar von daywalker2609

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Die EU steht aber mittlerweile am Scheideweg. Der Brexit ist halt erstmal nur die Spitze des Eisberges. Es gibt da einige Probleme in der EU. Es kann zum Beispiel nicht sein das Staaten wie Griechenland in die EU bzw den Euro aufgenommen werden, weil sie sich rein gemogelt haben Und dann ein paar Jahre um Hilfe schreien. Ebenso ist die EU eine Gemeinschaft und es kann beim besten Willen nicht sein, dass da einige Länder nur die Vorteile nehmen, aber bei den Nachteilen halten sie sich raus. Ich denke einfach mal die EU muss sich da auch anpassen und vielleicht mal eine großflächige Reform einleiten.

  10. #9
    Simbart Simbart ist offline
    Avatar von Simbart

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Was stellst du dir vor? Jeder in der EU nimmt jetzt so viele Menschen auf, wie nötig? Wenn es 60 Mill. Flüchtlinge auf der Welt gibt, verteilen wir sie jetzt in der noch EU und wie viele bekommt dann jedes einzelne Land oder was ist da bitte deine Meinung? Hast du denn bitte auch konkrete Vorstellungen, was die Integration etc. anbetrifft?

    Du wirst die EU in der Hinsicht nie wieder an einen Tisch mit deinen Wünschen entsprechenden Ergebnissen zusammenbekommen. Das ist real wie es nicht realer sein kann.

    Also der Vorwurf an die EU, sie wäre kein Europa der Menschen, welches die EU vertritt, ist irgendwie an der Realität auch ein Stück vorbei. Da kann auch der Papst das so oder so ähnlich noch drei mal sagen.

    Was ist bitte mit Nordeuropa, Deutschland, Österreich? Haben die nicht wahrlich viel getan? Verlangst du jetzt allen ernstes von EU schwachen Ländern, die das tun sollen, was du erwartest? Z

    um Thema Wunschdenken fällt mir immer nur wieder der Satz eines wahrliche großen Kosmopoliten und leider verstorbenen Schauspielers ein.



    Des einen Träume konnten wahrlich schon oft genug in der Vergangenheit so viele Schäden anrichten, dass daraus Alpträume und Chaos erwuchsen.
    Um deine Fragen zu beantworten, bräuchte ich wahrscheinlich Stunden und mehr Zeilen, als der geduldigste Leser dieses Forums bereit wäre zu lesen. Deshalb nur in Kürze und dadurch sicher unvollständig.

    Wir brauchen zunächst ein anderes "System" (nein, ich bin weder Sozialist noch Kommunist oder dergleichen), z. B. müsste das Geldsystem überdacht werden. Die Abhängigkeit von Geld und das systemimmanente Verschieben des Gelds in die Hände der Vermögenden verhindert einen fairen Prozess der Verteilung. Die fehlende Verantwortung der "Starken" gegenüber den "Schwachen" sei nur am Rande erwähnt.

    Weiterhin muss im Interesse der Menschen auf der ganzen Welt gehandelt werden. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass jeder in seinem Land in Frieden leben kann. Dazu gehört, dass wir aufhören, die Ressourcen der Erde zu verbrauchen und dadurch Kriege zu verursachen. Zugegeben, das Kind ist tief in den Brunnen gefallen, aber denjenigen, die das verursacht haben, traue ich keine Lösung zu.

    Unsere Wirtschaft muss wachsen, um nicht zusammenzubrechen. Aber genau das wird letzten Endes auch zu einem Zusammenbruch führen - zu einem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeiten einer Lösung geschrumpft sind. Ewiges, beschleunigtes Wachstum ist nicht möglich, da Ressourcen und Absatzmärkte begrenzt sind.

    Wir brauchen freie Medien, die uns mit Informationen versorgen und uns zeigen, in welche Richtung wir gehen und die nicht diejenigen diskreditieren, die sich für Alternativen einsetzen, weil sie erkannt haben, wie zerstörerisch wir handeln. Wichtige Informationen kommen gar nicht bis nach Hause, wenn man sich nicht selbst damit versorgt.

    Schaut euch doch die Welt an, was hat der Mensch daraus gemacht - ein Platz, an dem zahlreiche Tierarten ausgestorben sind, ein Platz, an dem die Natur in großem Umfang zerstört wird, an dem sich Menschen gegenseitig umbringen, anstatt sich zu helfen - zwar nicht direkt vor der Haustür, aber es schlägt doch bereits auf uns zurück.

    Es braucht ein Umdenken der Menschheit, bevor wir die Dinge zerstört haben, welche wir zum Leben brauchen. Die Anzeichen sind doch schon lange zu sehen und Mahner wurden und werden nicht wirklich ernst genommen. Es geht doch hauptsächlich um die Interessen einer Minderheit.

    Das mag sich für den ein oder anderen naiv oder nicht umsetzbar anhören, aber es ist die einzige Chance, die wir haben, um künftig ein akzeptables Leben zu haben. Der Weg ist das Ziel - und den müssen wir gemeinsam anfangen zu gehen. Vergesst, was ihr gelernt habt. Konkurrenz belebt nicht das Geschäft - sie zerstört. Ein solidarisches Miteinander ist viel schöner, oder wie handhabt ihr das in eurer Familie und im Freundeskreis?

    Ende mit der Gehirnwäsche, die uns lähmt und glauben macht, dass wir alleine nichts machen können und alles so sein muss, wie es ist. Das ist großer Bullshit.
    Wacht auf und übernehmt Verantwortung für euer Leben und das Leben anderer, z. B. eurer Kinder!

    Viele werden diese Zeilen wahrscheinlich nicht verstehen oder nachvollziehen können, möglicherweise doch später - oder auch gar nicht, wer weiß.

    Alles Liebe euch allen.

  11. #10
    Ole2

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Danke für die Wünsche und es ist so vieles wahr, was du schreibst. So ähnlich dachte ich noch vor wenigen Jahren wunschdenkend auch, doch die Realitäten holen uns jeden Tag ein, auch die Erkenntnis, dass das insgesamt eine Systemsfrage ist und wenn du an solchen rüttelst, machst du Probleme oder anders gesagt, reißt neue Löcher auf, um andere zu stopfen. Deine Zeilen lesen sich wie eine radikale Abkehr vom Kapitalismus und mehrheitlich will das aber Menschheit nicht. Das Projekt ist schon einmal gescheitert.

    Ich kritisiere das auch schon ewig, diese Gesellsch.-Ordnung kommt ohne ständiges Wachstum nicht aus. Läßt das nach oder schrumpft es, implodiert es und die Folge wäre steigende Arbeitslosigkeit etc. etc. Das System ist von grundauf auf Wachstum geeicht. Wir werden jeden Tag dazu getrimmt, immer mehr zu leisten, eine höhere Produktivität wegen der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen zu erzielen, was zur Folge hat, dass permanenter Druck die einen stärkt und Schwächere abhängt. In der EU ist das seit Langem der Fall und diese Ausdehnung dieser EU wie eine Wirtschaftsblase ohne an die anderen Komponenten gedacht zu haben wie Sozialunion z. Bsp. führt zu einer inneren sowie äußeren Erosion.

    Darum ging es immer - Kampf um Ressourcen und Absatzmärkte. Dafür werden sogar Kriege in Kauf genommen. Folgen sind bekannt und so lange die Verursacher sich einen Dreck darum kümmern, so lange kannst du kämpfen, bis dir schwarz vor Augen wird. Sicher wurde schon dies und das erreicht, aber wer mit dem Kopf durch die Wand will und seine Träume Anderen überstülpen, darf sich nicht wundern, wenn sie nicht in Erfüllung gehen, denn ich muss dabei die Menschen von meiner Idee überzeugen und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Genau das ist geschehen und bevormunden lassen will sich aber niemand, verständlicherweise. Am Ende wenden sich die Menschen ab und nichts ist gewonnen.

    Solidarität kann man nicht wie von der Kanzel herab herbeireden, und eine Umverteilung funktioniert auch nicht so einfach, wie sich das Technokraten erhoffen mögen. Den Menschen muss man vermitteln, was man umzusetzen gedenkt. Macht man das nicht, scheitert eine Idee schon im Anfangsstadium.

    Außerdem glaube ich, dass es Kräfte gibt, die die EU massiv schwächen wollen und das gelingt ihnen auch, wie man sieht. Sowohl von innen, als von außen wird daran gearbeitet. Eine zu starke EU ist anderen ein Dorn im Auge und so versucht man es halt mit Schwächungen an allen Ecken und Enden.

    Nicht zu vergessen, torpediert man derzeit massiv die Wirtschaft oder glaubt jemand, dass der VW Skandal rein zufällig entstand? Wem ist damit geholfen, wenn der größte Automobilkonzern der Welt geschwächt wird? Nur ein Beispiel, wer hier wirklich die Strippenzieher sind. Das ist ein riesiger Wirtschaftskrieg in erster Linie und wer weiterdenkt, landet bei Ceta und TTIP. Mit welchem Ziel? Wer würde am meisten profitieren usw. usw.?

    Außerdem muss man immer aufpassen, dass, wenn man die Welt verändern will, sie nicht vielleicht doch dabei zu sehr einreißt. Diese Furcht ist nicht unbegründet und ich glaube, solche Prozesse laufen derzeit ab.

  12. #11
    Simbart Simbart ist offline
    Avatar von Simbart

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Die Solidarität und das Mitgefühl werden von alleine wachsen, da sie eine natürlich Eigenschaft der Menschen sind, welche durch äußere Einflüsse wie Erziehung (inkl. Schule), Gesellschaft, Medien und sicher andere Dinge in den Hintergrund gedrängt werden. Es wird erkannt werden, dass die Erfüllung im Äußeren (gesellschaftliche Anerkennung [z. B. durch Besitz oder durch Bekanntheit, etc.], Ersatzbefriedungen [Drogen aller Art, Kaufen, Spielen, Sport, usw.]) nur den Zielen des eigenen Egos dient und nicht von großer Dauer ist. Man wird sehen, was wir durch diese Blindheit auf der Erde angerichtet haben - wie sehr wir gegen unsere eigene Natur und die Natur generell gearbeitet haben.

    Auf der anderen Seite wird man merken, dass es sich viel einfacher leben lässt, wenn man nicht den Dingen unterliegt, die durch die Jahrelange Programmierung des Gehirns unbewusst in einem ablaufen, sich mit weniger zufrieden gibt und ein harmonisches Miteinander gegen die zuvor genannten Dinge eintauscht.

    Wie schnell so eine Einsicht/Wandlung vonstatten gehen wird, kann niemand vorhersagen. Meiner festen Überzeugung nach ist dies aber der einzige Weg.
    Die "Schuld" an den aktuellen Gegebenheiten sollte nicht bei anderen gesucht werden, sondern bei sich selbst. Was hat man z. B. dagegen getan, dass sich Deutschland an Kriegen beteiligt oder Waffen exportiert, usw.? Das sind Fragen, die sich jeder einzelne stellen sollte. Sonst wird es irgendwann sehr peinlich, wenn die Kinder später fragen, warum man es hat soweit kommen lassen. Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst (Gandhi)!

    Es wird einen behutsamen Wandel geben, der von der Mehrheit getragen wird. Falsche "Propheten" werden erkannt werden.
    Ob dieser Wandel genügend schnell stattfinden wird, wird sich zeigen und von dem Willen der Menschen abhängen, inwieweit sie das aktuelle Leben weiterleben möchten. Möglicherweise braucht es noch mehr Gewalt aller Art und damit Leid, um das zu erkennen.

  13. #12
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Zitat Simbart Beitrag anzeigen
    Wir brauchen zunächst ein anderes "System" (nein, ich bin weder Sozialist noch Kommunist oder dergleichen), z. B. müsste das Geldsystem überdacht werden. Die Abhängigkeit von Geld und das systemimmanente Verschieben des Gelds in die Hände der Vermögenden verhindert einen fairen Prozess der Verteilung. Die fehlende Verantwortung der "Starken" gegenüber den "Schwachen" sei nur am Rande erwähnt.
    Ist das denn so? Wieso sind so viele Lotto-Millionäre innerhalb von einem, maximal 2 Jahren Pleite? Wieso landen Stars in Hartz 4?
    In den USA haben 76% der Multi-Millionäre ihr Vermögen selbst erwirtschaftet. 13% haben es geerbt (Da bin ich mir sicher, dass die Hälfte davon in die Pleite geht), und 11% sind in der Mischung geerbt und selbst erwirtschaftet. Das sind diejenigen, die es auch zu was bringen.
    Wer nur erbt oder wer mit dem goldenen Löffel geboren wird und sonst nichts drauf hat, der geht den sicheren Weg in die Insolvenz. Weil er hat kein Gefühl fürs Geld, er hat das nicht selbst erarbeitet, nicht selbst erschaffen und er lebt das nicht. Das sind die Party Jungs und Mädels, die in Monaco an nem Wochenende 60.000 Euro durchhauen. Die machen das ein paar mal, und dann ist das geerbte Geld futsch.

    Der Durchschnittliche Selfmade-Millionär geht in seinem Leben auch 3x Pleite. Aber das stört die doch gar nicht. Weil die finden ne neue Idee, ein neues Geschäftsmodell. Selfmade Millionär wird man nur aus Überzeugung und Ehrgeiz, und indem man weiß, was man tut. Fleiß, Disziplin, realistische Ziele und eine gute Selbsteinschätzung sind das Fundament dafür. Das sind Leute, die ein Ziel haben, und das bedingungslos erfüllen. Kontinuität. Sich kontinuierlich zu steigern, besser zu werden. Das sind Eigenschaften, die haben nunmal die wenigsten Leute. Von meinen Bekannten warten 3/4 der Leute am Montag Vormittag sehnsüchtig aufs Wochenende. Und mit genau diesem Elan wird dann gearbeitet. Oder von meinen Kommilitonen im Studium kam oft der Spruch im letzten Bachelor Semester: Ich guck mal ob ich irgendwo noch zu nem Master reinkomm, weil Bock auf Arbeiten hab ich nicht. Aber Bock auf Master eigentlich auch nicht so richtig. Das sind die Leute, die dann Mittwoch, Freitag und Samstag regelmäßig in Bars oder Clubs waren, und die keine Fachschaftsparty/sonstiges Partyevent an der Uni verpasst haben. Wie willst du da was erreichen, mit der Einstellung?
    Viele haben mich hier in Forumla auch oft gefragt, wie ich das handhabe oder wie ich das mache, mit Arbeit, Studium, Unterwegs - ich hab während meines BWL Studiums schon als Selbstständiger gearbeitet und war im Jahr 40.000-50.000km noch on top unterwegs. Montag bis Sonntag im Stress. Da wurde ich dann immer so abgetan mit: Ja, BWL, das ist ja so easy, da geht das schon. Studier mal was anstrengendes. Dann hieß es immer Naturwissenschaften, die sind heavy, da geht das nicht. Ich hab jetzt eine im Bekanntenkreis, die studiert Pharmazie. So oft, wie die unterwegs ist während dem Studium und an Wochenenden in Clubs, Bars, im Freibad, beim Eisessen, hier mit nem Freund treffen, da unterwegs... Also ganz ehrlich: So viel Zeit und vor allem so viel Freizeit hatte ich zu der Zeit damals nicht.
    Der in unserer Gegend am stärksten und größten gewachsene Unternehmer hat immer die Einstellung vertreten: Was ein Mitarbeiter von mir auf 8 Stunden schafft, erledige ich auf eine Stunde. Und das ist das, was ich mit Elan, Ehrgeiz und Disziplin meine. Der hat damals angefangen, vor 30 Jahren, als Selbstständiger. One Man Show. Heute ist das ein Unternehmen mit 4.000 Mitarbeitern.
    Das beste Beispiel ist auch dann das Thema lernen für die Schule - oder fürs Studium: Wie viele Leute sagen: Ja, ich hab hier 4, 5, 8 Stunden gelernt. Zu manchen sag ich immer: Du hast 0 Minuten gelernt. Du hast durchgeblättert, auf dein Handy geglotzt, alle viertel Stunde in WhatsApp irgend ne Nachricht beantwortet, vielleicht noch nebenbei am Fernseher irgendwas geguckt und nur in der Werbung wieder ein bisschen was durchgeblättert. Aber effektiv gelernt? Konsequent, konzentriert und mit Elan?
    Das war - in meiner Schulzeit und in meinen Augen - auch der Grund bei vielen, wieso sie stundenlang irgendwas gelernt haben, am besten natürlich auswendig, und trotzdem nix auf die Reihe bekommen haben. Im Unterricht geschwätzt oder demotiviert/abgelenkt, kein konsequentes lernen - zumindestens kein zielorientiertes Lernen. Die meisten - vor allem bei Mathe damals bei uns - wollten gar nicht verstehen, wie das funktioniert. Sie wollten nur diese eine Aufgabe rechnen können mit diesen Zahlen. Wenn die Aufgabe nur ein wenig anders ausgehen hat, war das ganze Lernen - vor allem das Auswendiglernen - für die Katz. Weil die wollten das Problem nicht am Ursprung packen und irgendwas verstehen, sie wollten nur hier irgendwas lernen. Davon auch ein gewisser Prozentsatz, der dann sagt: Ich hab 8 Stunden gelernt und alles getan, aber ich hab trotzdem nur ne 4.. Zeitlich stimmt das. Effektiv betrachtet aber nicht. Da kommen dann die Ausreden: Die Klausur war so schwer, die Ex war so schwer. Dass aber da von 30 Schülern noch 14 dabei waren, die noch immer besser waren, als du - und davon hatten zwei ne 1, und fünf ne 2... Das geht dann unter...

    Und das ist überall im Leben so. Geh mal ins Fitness und lern mal da Leute kennen, wie die das handhaben. Die, die nicht ehrgeizig und zielorientiert deren Wunsch verfolgen, leben alle nach dem Motto: Geh ich halt morgen. Mach ich morgen. Mach ich irgendwann. Irgendwann fang ich an, konsequent zu trainieren. Irgendwann geh ich 4x die Woche ins Fitness. Irgendwann seh ich durchtrainiert aus. Das wird nicht funktionieren. Andere sehen in 4 Monaten durchtrainiert aus, die leben aber auch nicht im irgendwann.

    In der Regel haben auch Millionäre keine Angst vor einem völligen Vermögensausgleich. Denn sie wissen auch: Wenn morgen um 17:30 JEDER das selbe Vermögen auf dieser Welt bestitzt, ist das um 17:45 schon wieder nicht mehr der Fall. Und um 18 Uhr ist der erste schon pleite. Das nennt sich auch Pareto-Prinzip oder Pareto-Regel. Es wird sich über kurz oder lang immer sich in die Richtung nähern, dass 20% der Menschen 80% des Vermögens besitzen. Dass 20% der Menschen 80% des Einkommens verdienen. Dass 20% der Städte von 80% der Menschen bewohnt werden. Dass 20% der Kunden 80% des Umsatzes bei Firmen ausmachen.
    Wieso? Weil die Menschen einfach so sind. Willst du die ehrgeizigen beschneiden? Sollen die allen Verdienst abgeben oder zu 90% besteuert werden? Wieso sollten die das dann machen - noch dazu in Deutschland? Wenn ich überall auf der Welt ehrgeizig sein kann, und da vllt dann nur 30% oder 40% Steuern zahlen muss - was ja eh reicht. Wir leben doch in einem freien Land. Sollte jeder tun und lassen dürfen, was er möchte, solange es niemand anderen verletzt.

    Weiterhin muss im Interesse der Menschen auf der ganzen Welt gehandelt werden. Es muss die Möglichkeit geschaffen werden, dass jeder in seinem Land in Frieden leben kann. Dazu gehört, dass wir aufhören, die Ressourcen der Erde zu verbrauchen und dadurch Kriege zu verursachen. Zugegeben, das Kind ist tief in den Brunnen gefallen, aber denjenigen, die das verursacht haben, traue ich keine Lösung zu.
    Das ist leider Tagträumerei. Frag mal einen Anwalt, der Nachbarschaftsstreitkandidaten vertritt, ob er denkt, dass in seinem Land friedlich gelebt werden kann. Das geht doch mit Linksradikalen und Rechtsradikalen Randalierern schon los und hört bei den kleinsten Nischengruppen auf. Es gab ernsthaft mal eine, die sich beschwert hat (Reiterin), dass manche Autofahrer zu schnell am Pferd vorbei fahren, das sei gefährlich fürs Pferd und für den Reiter, wenn sich das Pferd erschreckt - verständlich. Als ein Motorradfahrer gesagt hat, dass die Pferdehaufen auf der Straße für die Motorradfahrer, besonders in Kurven, gefährlich sind, und die doch von der Straße weggemacht werden sollen, hieß es so ungefähr: Interessiert mich nicht.
    Die Leute leben im "Was für dich gilt, gilt für mich doch nicht". Der Mensch ist allgemein auf seinen Vorteil bedacht. Ich kannte mal ein Verdi-Mitglied, der bei einem großen Konzern gearbeitet hat und sich über diesen und deren Lohnmodalitäten beschwert hat - übliches Arbeitnehmergerede eben mit zu wenig verdienst etc... - und der im selben Augenblick gefragt hat, ob er in seiner eigenen Firma für seine Mitarbeiter den !Mindestlohn! auch tatsächlich einhalten muss, oder ob das nicht irgendwie umgangen werden kann...

    Unsere Wirtschaft muss wachsen, um nicht zusammenzubrechen. Aber genau das wird letzten Endes auch zu einem Zusammenbruch führen - zu einem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeiten einer Lösung geschrumpft sind. Ewiges, beschleunigtes Wachstum ist nicht möglich, da Ressourcen und Absatzmärkte begrenzt sind.
    Das sagt man schon seit 150 Jahren. Und das wird man auch in 150 Jahren noch sagen. Vor einigen Jahren hab ich hier mal eine Liste geschrieben von relativ bekannten Leuten, die dann gesagt haben: In X Jahren hört das Wachstum auf. In X Jahren passiert das... Einer davon war der Club of Rome sogar. In der Geschichte ist das noch nie eingetreten. Es gibt und gab immer mal Rücksetzer, ja, aber von der Tendenz ging es immer bergauf beim Wachstum. Das wird auch in 100 und in 150 Jahren noch so sein. Damals haben wir die Leute belächelt, dass sie Kohle verbrennen mussten um Energie zu gewinnen und mit Bäumen deren Häuser beheizt haben und mit Kerzen deren Gebäude beleuchtet. Heute erzeugen die Leute Strom aus Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, whatever. Ihr Warmwasser wird gewonnen durch Solarthermie. Und morgen vielleicht schon haben die Leute mit Solarthermie, Photovoltaik und einem Wasserstoffkreislauf inklusive Brennstoffzelle die dezentrale Stromerzeugung erreicht und leben autark in ihrem eigenen Energiekreislauf. Befüllen deren Brennstoffzellen oder Wasserstoffverbrennungsmotoren mit ihrem selbst erzeugten Wasserstoff... Oder was auch immer kommen wird.

    Schaut euch doch die Welt an, was hat der Mensch daraus gemacht - ein Platz, an dem zahlreiche Tierarten ausgestorben sind, ein Platz, an dem die Natur in großem Umfang zerstört wird, an dem sich Menschen gegenseitig umbringen, anstatt sich zu helfen - zwar nicht direkt vor der Haustür, aber es schlägt doch bereits auf uns zurück.
    Tierarten sind im Laufe der Geschichte und in der Evolution schon immer ausgestorben. Das ist nichts neues. Das war vor dem Mensch schon so, ist mit dem Mensch so, und wird auch nach dem Mensch noch immer so sein. Man kann sicherlich einiges in der Menschheitsgeschichte nicht für gut heißen, da gebe ich dir recht. Aber back to the roots zum Neandertaler oder Selbstversorger mit seinen Hühnern, Kühen und Gänsen daheim ist keinesfalls richtiger.

    Das mag sich für den ein oder anderen naiv oder nicht umsetzbar anhören, aber es ist die einzige Chance, die wir haben, um künftig ein akzeptables Leben zu haben. Der Weg ist das Ziel - und den müssen wir gemeinsam anfangen zu gehen. Vergesst, was ihr gelernt habt. Konkurrenz belebt nicht das Geschäft - sie zerstört. Ein solidarisches Miteinander ist viel schöner, oder wie handhabt ihr das in eurer Familie und im Freundeskreis?
    Gibt es in der Familie und im Freundeskreis keine Konkurrenz? Hast du im Freundeskreis schon einmal ein Spiel gespielt? Ein Brettspiel? Risiko? Spiel des Lebens? Karten? Scharfkopf, Neunerln, Watten? Hast du das so gespielt, dass es keinen Gewinner und Verlierer gibt? Jeder bekommt die selben Karten, es gibt nur eine Karte. Beim Watten bekommt jeder 5x den Eichel 7er dann oder wie? Beim Neunerln jeder nur 9er?
    Konkurrenz ist der Grundpfeiler für Ideen. Keine Konkurrenz ist das Leben der DDR. Die stand wenigstens noch zur Konkurrenz vom Westen. Keine Konkurrenz und kein Wettkampf ist das Ende des Erfindergeistes, ist das Ende der Menschheit fast. Was macht ein Schulsystem ohne Konkurrenz Sinn? Was macht die Fußball EM oder WM ohne Konkurrenz Sinn? Konkurrenz finden diejenigen schlecht, die nichts erreichen, weil sie dem Wettkampf unterliegen. Wie Deutschland bei der EM.
    Ohne Ehrgeiz und ohne Konkurrenz und ohne Wettbewerbsdruck wird im Leben nichts erreicht.

    Ende mit der Gehirnwäsche, die uns lähmt und glauben macht, dass wir alleine nichts machen können und alles so sein muss, wie es ist. Das ist großer Bullshit.
    Wacht auf und übernehmt Verantwortung für euer Leben und das Leben anderer, z. B. eurer Kinder!
    Das finde ich, ist ein guter Satz. Denn: Jeder kann in Deutschland doch machen, was er möchte? Es gibt so viele gute Ideen und kreative Leute, die so viel erreichen hier in Deutschland, in allen Bereichen, den verschiedensten Branchen. Die sich dafür einsetzen, und das leben, für was sie stehen. Ganze Trends entstehen doch auch - mit Naturkosmetik, Biolebensmittel, Nachhaltigkeit, Energiesparen. Das hat heute alles riesige Absatzmärkte.
    Durch Zwang wirst du niemanden überzeugen, das zu tun, was du dir vorstellst. Wie viele Leute gibt es, die - zu meiner Zeit noch - eine 125er hatten, die auf 80 gedrosselt sein musste mit 16 und 17, aber die die Drossel ausgebaut oder mit nem Schalter eliminiert haben? Unter Zwang werden Menschen immer versuchen, etwas zu umgehen, was ihnen nicht passt. Die unzufriedenen DDRler sind damals auch in den Westen geflüchtet, und einige haben es sogar trotz Soldaten an den Grenzmauern immer noch probiert.
    Überzeugen kann man Menschen damit nicht.

  14. #13
    Ole2

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Mir will mir noch immer nicht einleuchten, was du, Simbart, damit meinst. Das hat einen gewissen klerikalen Beigeschmack. Einerseits ist die Rede von falschen Propheten, wobei wir bei der Frage wären, was richtige sein sollen.

    Dann gehst du davon aus, dass es einen behutsamen Wandel geben wird, der von der Mehrheit getragen wird. Ist das wirklich so oder sind es nur Hoffnungen? Diesen Wandel gibt es schon jetzt und das geht vielen zu schnell. Die Mehrheit wird den tragen? Das hieße, sie würden die radikale Abkehr befürworten. Sind sie denn jetzt schon alle davon überzeugt, was das bedeuten würde für jeden Einzelnen?

    Derzeit gehen rasante Entwicklungen voran und ich meine, der Beschleunigungen ist es genug. Viele sehnen sich nach sogenannter Entschleunigung. Die Erweiterung der EU z. Bsp. geschah viel zu schnell, denn den unterschiedlichen Entwicklungen wurde nicht zur Genüge Rechnung getragen. Stattdessen entschieden Technokraten.

    Was mich wirklich nachdenklich stimmt ist dieser Satz: "Möglicherweise braucht es noch mehr Gewalt aller Art und damit Leid, um das zu erkennen". Diese Gewalt kommt täglich näher und fast hat man den Eindruck, sie wird von außen aufgenötigt so als wenn man uns schon zwingt, sie ertragen zu müssen, damit uns lehrreich die Augen aufgehen. Ich meine fast, daraus eine Ableitung der Schriften Ron Hubbards zu erkennen. In den Schriften heißt es auch in etwa, jene, die uns folgen, kommen ins Paradies, doch jene, die uns nicht folgen, werden leiden. Das liest sich als wenn der Menschheit eine alttestamentarische Separation zwischen gut und böse bevorstünde, entweder ihr geht mit uns oder ihr kommt in die Hölle.

  15. #14
    Simbart Simbart ist offline
    Avatar von Simbart

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Da bin ich ja gründlich in Schubladen gesteckt worden
    Ich halte ein Forum für die fast ungeeignetste Möglichkeit, Dinge zu diskutieren und habe daher nur dann Beiträge verfasst, wenn ich es für wichtig hielt.
    Von daher möchte ich nur noch kurz antworten, bevor ich mich wieder ausklinke

    Meine Thesen sind (kann sie aufgrund der Kürze nur sehr pauschal aufschreiben):
    1. Wenn wir - und damit meine ich hauptsächlich die industrialisierten Länder - so weitermachen wie bisher, werden wir mittelfristig ernsthafte Probleme bekommen.
    2. Nur durch einen Wandel/Umdenken können wir diese Probleme aufhalten bzw. entschärfen - die Politik wird es nicht tun und die Medien versagen leider kläglich bei ihren eigentlichen Aufgaben


    Folgende ernsthafte Probleme (nur angedeutet), die miteinander verknüpft sind, sehe ich.
    1. Kriege - Ich befürchte, dass wir künftig nicht mehr davon verschont bleiben werden
    2. Finanzsystem - Beschleunigte Umverteilung von "unten nach oben", dadurch Mangel "unten"
    3. Zerstörung der Natur durch Menschenhand
    4. Destabilisierung diverser Nationen nicht nur durch Krieg
    5. Ressourcen - Beschleunigter Verbrauch ohne Nachhaltigkeit
    6. Kernenergie - Keine Lösung der Endlagerung
    7. Durchsetzen der Interessen einer Minderheit zum Nachteil der Mehrheit
    8. Weglassen von Informationen oder sogar Desinformation durch gängige Medien
    9. ... und vielleicht die entscheidendste: Passivität/"Unbewusstsein" der Menschen


    Wahrscheinlich habe ich einige vergessen.

    Ich folge weder einer Religion, einer Ideologie oder sonst irgendetwas dergleichen. Meine Einstellung sind das Ergebnis von Erlebnissen/Erfahrungen und Informationen, die ich in meinem Leben sammeln durfte.

  16. #15
    Ole2

    AW: Allgemeiner EU Thread

    @Simbart, Ich möchte mich entschuldigen, dafür dass ich so eine Art Verdacht in den Raum stellte, das mit der Kirche oder Ideologie in Zusammenhang gebracht zu haben. Es war unhöflich von mir.

    Im Prinzip denke auch ich abzüglich Religion oder Ideologie ganz ähnlich, was die Punkte 1 - 9 angeht, denn auch meine Erlebnisse/Erfahrungen und Informationen basieren auf in meinem Leben angehäufter Eindrücke und Wissen natürlich auch. Vielen Dank jedoch für deine Sachlichkeit und der Bemühungen, das alle einmal sehr komprimiert punktuell gebündelt zu haben.

    Ich wage mir jetzt kaum vorzustellen, was geschehen könnte, wenn aus der EU noch ein paar Steine herausbrechen sollten. Bricht dann etwa alles zusammen?

  17. #16
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    AW: Allgemeiner EU Thread

    Zitat Simbart Beitrag anzeigen
    [*]Wenn wir - und damit meine ich hauptsächlich die industrialisierten Länder - so weitermachen wie bisher, werden wir mittelfristig ernsthafte Probleme bekommen.
    Was ist denn dieses "Weitermachen"? Es gibt seit Existieren der Menschheit kein "stehenbleiben" oder "weitermachen wie bisher" - wenn man das Beamtentum einmal außen vor lässt.

    [*]Nur durch einen Wandel/Umdenken können wir diese Probleme aufhalten bzw. entschärfen - die Politik wird es nicht tun und die Medien versagen leider kläglich bei ihren eigentlichen Aufgaben
    Die Menschheit wandelt sich quasi permanent. Einige Beispiele z.B.:

    Beginn der Verkehrsluftfahrt. Vor 100 Jahren gab es noch keine Verkehrsluftfahrt. Noch vor 50 Jahren ein Privileg für Reiche.
    Autos bzw. Kraftfahrzeuge, Traktoren die beispielsweise Pferde ersetzten
    Funk/Satelliten/Digitalisierung - Thema Telefonie, Radio, Internet, Kurznachrichten/SMS/E-Mail, Fernseher
    Kernkraft (kann man nun dazu stehen, wie man möchte)
    Elektrischer Strom für Jedermann. Kanalisation für Jedermann. Das war vor 100 Jahren auch nicht selbstverständlich. In vielen Altbauten findet man noch Sickergruben.
    ...

    Die Liste ist lang. Und mit einer jeden neuen "Erfindung" wandelt sich auch die Menschheit. Wenn jemand die letzten 30 oder 35 Jahre im Koma lag und heute erwacht, der muss sich vorkommen wie der letzte Neandertaler. Der wird sich auch wundern, wieso er keine DDR mehr findet im Atlas.



    [*]Kriege - Ich befürchte, dass wir künftig nicht mehr davon verschont bleiben werden
    Kriege gehören schon immer zur Menschheitsgeschichte. So wenig Krieg wie heute aktuell in Europa, gab es bei uns hier noch nie. Es gab in Europa die letzten 71 Jahre keinen aktiven Krieg mehr. Wenn ich mir das 20. und das 19. Jahrhundert so ansehe... 2. Weltkrieg, 1. Weltkrieg, die Deutschen Einigungskriege - u.A. mit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870-1871. Und davor dann Napoleon...
    In Europa leben wir in sehr friedlichen Zeiten momentan aus Kriegssicht...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen




    [*]Finanzsystem - Beschleunigte Umverteilung von "unten nach oben", dadurch Mangel "unten"
    Auch diese Aussage ist nur bedingt korrekt. Das hat immer den Beigeschmack, als ob diese "Umverteilung" (Was soll das überhaupt sein?) etwas negatives ist. Wer heute pro Jahr eine Million Euro verdient, hat sicherlich die Möglichkeit pro Jahr mehr Vermögen anzuhäufen, als jemand, der pro Jahr nur 10.000 Euro verdient. Es gibt aber auch Leute, die es mit mit einer Million Euro im Jahr nicht schaffen, mehr Vermögen anzuhäufen, als jemand der nur 10.000 Euro im Jahr verdient. Ist es unmöglich, eine Million Euro zu verdienen? Ist es unmöglich, reich oder super reich zu werden? Die Antwort darauf ist: Nein.
    So ziemlich jeder könnte reich werden, wenn er es will. Gerade in der heutigen Zeit ist das einfacher als je zuvor. Aus meinem Umkreis, in dem ich wohne, kommt z.B. jemand, der hatte damals mit 2 Freunden einen Bücherversand gegründet als zweites Unternehmen, damals noch im BTX und mit dem Ankommen des Internets in Deutschland dann dort - ABC Bücherdienst GmbH und Telebuch.de dann. Christian Jagodzinski, Michael Gleissner und Ulrike Stadler. Die haben angefangen, Bücher zu verkaufen bzw. einen Buchhandel zu eröffnen aus der Idee heraus, die Bücher für das eigene Studium günstiger zu beziehen, wenn sie einen gewerblichen Buchhandel eröffnen und die Bücher zu Händlerkonditionen beziehen können. Und daraus entwickelte sich innerhalb weniger Jahre der größte nationale Online Bücherhändler in Deutschland - mit 20 Millionen DM Umsatz und >600 Paketen täglich. Und das wurde geschafft in 7 Jahren, und war die Basis für das heutige "amazon.de" - Amazon war Ende der 90er dann auf Expansionskurs international, und da das der größte Buchhändler in Deutschland war, wurde die ABC-Bücherdienst für damals 30 Millionen DM von Amazon geschluckt. Das sind alle 3 Leute, die nicht aus vermögenden Verhältnissen kommen oder mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.

    Und solche Erfolge sind jederzeit möglich, und das beweisen täglich hunderte, tausende Unternehmer in Deutschland, und Millionen Unternehmer auf der ganzen Welt. Sie sind halt nicht möglich mit einem 8-5 Bürojob, mit mittelmäßigen bis gar keinen Ehrgeiz, 4 oder 5 Wochen Urlaub im Jahr Plus Feiertage Plus im Schnitt 2, 3 Wochen krank im Jahr und einer Null-Bock-Motivations Einstellung und das permanente Denken an: "Oh, das ist mir zu riskant, da könnte ich ja Geld verlieren". Es wird auch nicht funktionieren, wenn man alles Geld, was man einnimmt, mit vollen Händen raushaut, wie der typische 18, 20, 22 jährige - geil, Weihnachtsgeld, kann ich mir gleich neue Felgen kaufen... So wird's nie etwas.
    Aber die Liste ist lang. Und allgemein bekommt man kein Verständnis dafür. Genauso wie die, die ständig über Aktionäre schimpfen weil die "Heuschrecken" oder "Börsenheinis" absahnen, aber wenn man selber fragt: Wieso kaufst du denn selbst keine Aktien, dann kommen immer irgendwelche Ausreden. Die beliebteste ist dann immer: Ich hab kein Geld. Aber 3x im Jahr in Urlaub fahren und auch sonst alles verkonsumieren wie es grad reinkommt. Ausreden eben. Wer etwas möchte, findet Möglichkeiten und Wege. Wer etwas nicht möchte, findet Ausreden. Und da sind die Deutschen z.B. besonders gut darin - 70% der DAX Aktien sind in ausländischen Händen. Wie viele von der Deutschen Bevölkerung halten Aktien? 10%? 15%? Mehr sicherlich nicht. Kein Wunder, dass man in Deutschland es leicht durchbringt, die Kapitalertragssteuer wie sie jetzt gilt, wieder abzuschaffen, weil sie ja "ungerecht" ist, wegen 25% Steuer + Soli fix. Dass der Großteil der Deutschen nichtmal einen Einkommenssteuersatz von im Durchschnitt 25% schafft, ist den meisten noch nicht einmal bewusst - Unterschied Grenzsteuersatz zu Durchschnittssteuersatz.
    Dass aber die Firma deren Gewinn auch schon versteuern muss mit round about 30-35% Gesamtsteuersatz (Körpreschaftssteuer und Gewerbesteuer (je nach Hebesatz)), das erzählt man der Bevölkerung aber nicht. Dass von 100 Euro Firmengewinn schon mal 30-35 Euro an den Staat gehen, und wenn dann die restlichen 65-70 Euro ausgeschüttet werden (würden, keiner macht 100% Ausschüttungsquote, Expansion etc. muss ja durch Gewinne finanziert werden) noch einmal round about 30% Steuern anfallen - Kapitalertragssteuer inkl. Soli - und dann nur 45,50-49 Euro endgültig übrig bleiben - heißt also ein fixer Steuersatz von 51-54,5% - das wird nicht erwähnt.
    Für Leute wie mich, mit einer eigenen GmbH, die ihr eigenes Gehalt ja wegen des Finanzamt auch nicht so variieren dürfen (verdeckte Gewinnausschüttung...), damit es sich relativ zu 0 ausgeht am Jahresende mit dem Firmengewinn, ist sowas besonders bitter. Aber auch für Aktionäre/Privatanleger nicht besser. Aktionäre und Unternehmensbesitzer allgemein werden in Deutschland von allen Einkommensklassen am HÖCHSTEN besteuert summa summarum.

    [*]Zerstörung der Natur durch Menschenhand
    Das ist sicherlich ein Problem. Allerdings könnte man auch fragen: Wieso dürfen in Deutschland z.B. wegen subventionierter Flächenstillegung diese Flächen nicht bewirtschaftet werden (Bauern bekommen Geld dafür, Flächen NICHT zu bewirtschaften!), während anderswo auf der Welt Flächen gerodet werden, um dort Pflanzen für Biokraftstoffe anzubauen? Diese Frage habe ich meinen Biologie-Lehrer vor 7, 8 Jahren bereits gefragt, und er schaute mich schulterzuckend und mit fragendem Gesicht an. Kann man diese Flächen nicht verwenden, um dort Pflanzen anzubauen, die man dann zu Ethanol verarbeitet?
    Allgemein muss man aber sagen: Beispiel Waldbestand: In Deutschland wächst mehr Wald, als er abgeholzt wird. Die Wachstumsbilanz hier ist z.B. positiv.
    Aber sicherlich ist das ein Problem. Ich habe andererseits vor sicherlich 7, 8 Jahren hier im Forum auch schon einmal gesagt: Wer heute Heizöl oder Erdgas dazu benutzt, um im Sommer sein Warmwasser zu erhitzen, der verschwendet Ressourcen völlig unnütz, weil das mit Solarthermie völlig umweltschonend machbar ist. Diese Meinung hatte ich auch in anderen Foren vertreten und wurde damals von einigen auch scharf kritisiert... - z.B. die typische Aussage: "Rechnet sich nicht"...

    [*]Destabilisierung diverser Nationen nicht nur durch Krieg
    Auch das gab es schon immer. Der Spruch "Teile und Herrsche" ist >2000 Jahre alt. Das ist so und wird auch immer so bleiben - genauso wie Meinungsverschiedenheiten, Gewalt und Krieg zur Menschheit gehört. Es gibt Leute, die bringen sogar Pazifisten dazu, dass denen die Hand ausrutscht.

    [*]Ressourcen - Beschleunigter Verbrauch ohne Nachhaltigkeit
    Auch hier bin ich anderer Meinung. Beispiel: Energiewirtschaft. Ich persönlich bin der Meinung, dass man heute völlig von fossilen Energieträgern unabhängig sein kann. Strom, Erdöl, Erdgas, Kohle. Man hat heute mit Windkraft, Wasserkraft und Photovoltaik so viele Möglichkeiten, elektrische Energie zu erzeugen und umzuwandeln und damit zu speichern, dass man völlig autark von fossilen Kraftstoffen leben kann. Es gibt eine Familie, die hat sich in ihr Gebäude Photovoltaik, Solarthermie und einen 90.000 Liter Wasserpufferspeicher eingebaut, der den ganzen Sommer über mit Solarthermie aufgewärmt wird, und im Winter die Wärme über die Heizung wieder abgibt. Eine Möglichkeit. Die zweite Möglichkeit hatte ich z.B. mit Photovoltaik, Solarthermie, Wasserstofftank und Brennstoffzelle auch beschrieben. Ich kann auch meinen Motor umrüsten auf Brennstoffzelle oder als Wasserstoffverbrennungsmotor und damit meine Mobilität erreichen. Von Batterien oder Akkus halte ich persönlich nix.

    Heizung und Mobilität sind die Dinge, die am meisten fossile Energieträger benötigen. Die sind absolut eliminierbar, nach heutigem Stand der Technik.

    [*]Durchsetzen der Interessen einer Minderheit zum Nachteil der Mehrheit
    Und das sind?

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