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    Order of War – Strategiespiel in der Endphase des Weltkrieges

    Order of War



    Name: Order of War
    Veröffentlichungsdatum: 2009
    Genre: Echtzeitstrategiespiel
    Entwickler: Wargaming
    Publisher: Square Enix
    Plattformen: PC

    Die Handlung von Order of War spielt im Zweiten Weltkrieg, doch anders als viele andere Spiele, welche den ganzen Krieg handlungstechnisch abdecken, konzentriert sich Order of War auf das Jahr 1944. Operation Overlord und die nachfolgenden Kämpfe in Frankreich bis zum Erreichen des Westwalls, sowie die Operation Bagration stehen dabei in den Kampagnen im Vordergrund. Kampagnen bietet Order of War zwei eine für die US-Amerikanische sowie die deutsche Seite. Eine sowjetische Kampagne ist nicht vorhanden. Beide Kampagnen umfassen dabei je 9 Missionen, womit man bei 18 Missionen insgesamt ist. Die US-Kampagne dreht sich dabei um Operation Overlord und die Kämpfe in Frankreich bis hin zum Durchbruch des Westwalls an der Reichsgrenze. Die deutsche Kampagne befasst sich mit der sowjetischen Angriffsoperation Bagration sowie den Abwehrkämpfen am Westwall. Die Spieldauer liegt etwa bei 10 Stunden pro Kampagne, je nach Schwierigkeitsgrad. Neben den beiden Kampagnen gibt es noch einen Überlebensmodus, welcher ebenfalls nur den USA oder dem Deutschen Reich gespielt werden kann. Hinzu kommen einige Szenarien in denen man mit dem Deutschen Reich, den USA oder der Sowjetunion im 1 Vs 1 gegen eine der beiden anderen Nationen antreten kann. Einen Editor für eigene Szenarien gibt es nicht und auch der Wiederspielwert ist letztlich bei den Kampagnen nicht sehr groß.

    Anders als in vielen anderen Strategiespielen gibt es in Order of War keinen Nebel des Krieges, dies bedeutet ihr könnt von Beginn an die ganze Karte einsehen und seht auch, wo feindliche Kräfte stationiert sind. Die Truppen unterteilen sich in Infanterie verschiedene Typen wie leichte Infanterie, Schwere Infanterie oder Fallschirmjäger, Panzer, welche ebenfalls von leicht bis schwer reichen und ebenso verschieden Jagdpanzer umfasst und schließlich Artillerie welche Flak, Pak und Feldgeschütze umfasst. Die verschiedenen Einheiten haben darüber hinaus verschiedene Werte wie Feuerkraft, Panzerung, Reichweite oder Geschwindigkeit. Diese sind angelehnt an den realen Vorlagen. Es wird also für einen Panzer III deutlich schwerer einen IS-2 auszuschalten als für einen Tiger I. Jedoch lassen sich Einheitswerte verbessern, dies geschieht über Punkte, die ihr für das Erfüllen verschiedener Ziele erhaltet, sowie für ein gutes Vernichtungs-Verlust Verhältnis. Einen Basenbau wie in C&C gibt es nicht, doch könnt ihr trotzdem neue Einheiten bekommen, es gibt über der Karte verteilt Kontrollpunkte, welche mit der Zeit Prestigepunkte generieren, je mehr Kontrollpunkte ihr kontrolliert, desto schneller erhaltet ihr Prestigepunkte, mit denen ihr neue Einheiten anfordern könnt, welche dann an den Kontrollpunkten erscheinen. Die Kosten variieren dabei, Tiger II sind z. B. deutlich teurer als Panzer IV. Die Größe der Einheitenformation ist dabei unabhängig von der Qualität der Einheiten. Bei den Panzerfahrzeugen erscheinen immer 5 Fahrzeuge als Verstärkung, egal, ob ihr leichte Panzer wie M2 Stuart oder Panzer III oder schwere Panzer wie IS-2 oder Tiger II anfordert. Bei Artilleriegeschützen erhaltet ihr 4 pro Anforderung und ein Zug Soldaten umfasst etwa 10 Infanteristen. Hinzu könnt ihr, wie auch die KI, Unterstützung in Form von Luft- und Artillerieschläge anfordern. Diese brauchen etwas Vorbereitungszeit und werden auch auf der Karte markiert, so kann man Einheiten noch aus dem Gefahrenbereich herausschaffen. Logistischer Aufwand ist nicht möglich und auch nicht nötig, Einheiten können weder repariert werden, noch brauchen sie Munition oder Treibstoff.

    Grafisch mag Order of War nach heutigem Maßstab veraltet sein, doch ist die Grafik und die Effekte bei Order of War immer noch gut und im Vergleich zu ähnlichen Spielen deutlich besser. Die Effekte des Abfeuerns von Kanonen und das Explodieren von Panzern ist dabei bei Order of War besser als in den älteren Blitzkrieg oder Sudden Strike Teilen oder als in RUSE. Die Einheiten sind gut designt und auch die Sprecher machen ihre Rolle gut. Wie es sein sollte, sprechen deutsche Einheiten deutsch, amerikanische englisch und russische russisch, dies sorgt für eine gewisse Authentizität. Musikalisch ist Order of War dagegen sehr schwach aufgestellt. Da schneiden Blitzkrieg und Sudden Strike deutlich besser ab, was musikalische Vielfalt angeht.

    Mein Fazit

    Pro
    + Videosequenzen zwischen den Missionen mit zum Teil Originalaufnahmen aus dem Krieg
    + Interessante deutsche Kampagne, welche sich mal nicht mit den Erfolgen der Anfangsjahre befasst, sondern mit den Verteidigungskämpfen gegen Kriegsende
    + Gutes Balancing der Einheiten, bis auf kleinere Ausrutscher
    + Kinomodus lässt einem die Schlachten aus der „Action Perspektive“ sehen als wäre es ein Film

    Kontra
    - relativ kurze Kampagnen
    - zu wenig Langzeit Motivation nach Abschluss der Kampagnen
    - keine Logistik, Einheiten haben unendlich Munition und müssen/können nicht repariert werden
    - öfters Abstürze im Spielverlauf

    Was bleibt mir abschließend noch zu sagen zu Order of War. Es lässt sich am ehesten mit RUSE vergleichen da beide ein doch ähnliches Gameplay haben. Order of War ist sicher kein schlechtes Strategiespiel ich fand es sogar ziemlich gut und hätte mir umfangreichere Kampagnen und Szenarien gewünscht. Wirklich nervig waren hingegen die Abstürze im Spiel von denen es nicht gerade wenig waren, zumal diese auch noch alle in einer einzigen Mission auftraten. Trotz allem hatte ich mit Order of War viel Spaß und würde es jedem Strategiespielfan ans Herz legen der auch Spiele wie Blitzkrieg, Sudden Strike oder Codename Panzers gespielt und gemocht hat.

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