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  1. #1
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    Das Leben ist schön

    Hab mir neulich "Das Leben ist schön" Das Leben ist schön (1997) - IMDb gekauft und vorhin angeschaut...

    Verstehe ehrlich gesagt nicht, warum der Film in so hohen Tönen gelobt wird (und wenn man sich die Kommentare auf IMDB durchliest bin ich da nicht der Einzige). Die Idee fand ich im Grundsatz nicht schlecht (auch wenn es etwas befremdlich ist, dass der Holocaust zum Teil als Hintergrund für eine Komödie genommen wird, auch wenn das Hauptaugenmerkt natürlich auf Drama liegt), aber die Umsetzung...
    Die erste Hälfte vom Film war sowas von durchschaubar und reiner Slapstickhumor, das hat mich richtig angeödet. Die schauspielerische Leistung hielt sich bei allen Darstellern definitiv in Grenzen, insbesondere hat mich die Überdrehtheit vom Hauptdarsteller tierisch genervt (verstehe auch nicht, weshalb der einen Oskar bekommen hat...). Die 2. Hälfte vom Film war... naja durchwachsen. Wie gesagt, ich finde es befremdlich wenn der Holocaust für platte Witze hergenommen wird und das Lagerleben als relativ(!) harmlos dargestellt wird. Natürlich wird die Judenvernichtung angedeutet, aber die teilweise wirklich schlechten "Witzchen" haben jede Atmosphäre zerstört.

    Eine deutlich "bessere" Alternative zu dem Film ist mMn:
    Der Junge im gestreiften Pyjama (2008) - IMDb

    Stehe ich hier alleine mit meiner Meinung?

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    Das Leben ist schön

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  3. #2
    AliceD AliceD ist offline
    Avatar von AliceD

    AW: Das Leben ist schön

    Ohne jetzt meine eigene Meinung ins Spiel zu bringen.

    Nur mal als Gegensatz, The Life of Brian, die Steinigung Jehova und vieles mehr....
    Ist das nicht auch abartig?

    Oder Year One - Aller Anfang ist schwer, da ist die ganze Bibel verarsche drinnen. (könnte als Ketzerei angesehen werden oder eben Gotteslästerei, bzw. sehen das die Gläubigen wohl auch nicht gerne, dass sowas gezeigt wird.)

    Ich glaub bei den Simpsons gibt es da auch eine gewisse Anspielung, bzw. bei Southpark.

    Ich kenne den genannten Film nun nicht, hab mir nur gerade den Trailer angeschaut.
    Sicherlich ist das sehr aufwühlend, auch für mich. Aber eine wirkliche Meinung kann ich mir nur bilden wenn ich mir den anschaue. Slapstick ist nicht jedermanns Sache, meine auch nicht wirklich nur bei ganz wenigen Filmen.
    Ich werde mir den Film wohl mal anschauen müssen um mehr in Erfahrung zu bringen.

    Zitat Don Promillo Beitrag anzeigen
    Überdrehtheit vom Hauptdarsteller
    Diese Überdrehtheit hast Du auch bei Louis de Funès Filmen, kann ich mir zumindest, so wie du es beschreibst vorstellen.

    Nurmal so am Rande, ich bin vorbelastet mit den Gräultaten im Dritten Reich.

    Eine andere Diskussion währe dann die Schadenfreude bzw. ob es wirklich eine ist in solchen Filmen oder die Zuschauer sie nur als solches erleben und die Kernaussage nicht mitbekommen, welche eine ganz andere ist, wenn es denn eine gibt oder diese überhaupt sinnvoll ist.

  4. #3
    Don Promillo Don Promillo ist offline
    Avatar von Don Promillo

    AW: Das Leben ist schön

    Ich weiß was du meinst und ich gebe zu, ich habe bei Life of Brian herzhaft gelacht (ok, ich bin eh nicht gläubig, aber wir haben den Film damals sogar im Religionsunterricht angeschaut, weil unser Lehrer den so gut fand). Aber dennoch sehe ich gewisse Unterschiede zwischen dem Verarschen von Jesus und dem Holocaust.
    Und ich habe selber sicherlich keinen Humor, den man als die Definition von Political Correctness sehen würde, aber das... ich weiß nicht wieso mich das so stört. Hin und wieder eine lustige Äußerung darüber (sei es in einer Serie, von Freunden, selbst von mir) halte ich persönlich nicht für sooo schlimm (Oh Gott, hoffentlich werde ich jetzt nicht gleich aufgeknüpft...). Aber einen 2h Stundenfilm darüber zu machen, wo der Humor einen Großteil des Films darstellt. Aber was mich ehrlich gesagt am Meisten gestört hat war, dass das Lagerleben mMn total "lasch" dargestellt wurde. Ja ok, die Insassen mussten hart schuften und der Hunger wurde auch einmal kurz angesprochen, aber das steht irgendwie in keiner Relation zum Leben damals wie es war...

    Ich denke der Film ist totale Geschmackssache. Einerseits muss man die Art von Humor mögen, dann muss man sich mit dem Setting anfreunden und v.a. muss man die Art des Schauspielers mögen, was ich absolut nicht mag.

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