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  1. #1
    Käthe Käthe ist offline

    Hacker Angriff auf Prominente und Politiker

    Mich wundert, dass so ein Thema noch gar nicht aufgenommen wurde...

    Kürzlich sind ja Daten von Prominenten und Politikern veröffentlicht worden die zuvor offensichtlich abgefischt worden sind. Die medile Entrüstung ist riesengroß.

    Aber geht es nur mir so zu meinen, dass die Aufregung darüber immens gespusht wird?

    Bekannt ist, dass persönliche Daten von vielen Personen veröffentlicht wurden - scheinbar alles Personen des öffentlichen Lebens.

    Vorweg: Datenklau ist illegal und muss aufgeklärt und verfolgt werden. Allerdings stört mich die Art und der Umfang der aktuellen (gespielten) Betroffenheit. Ganz sicher wäre es höchstens eine Randnotiz, wenn tausend Konten von privaten Personen gehackt worden wären und deren privaten Daten an die Öffentlichkeit gekommen wären - wie schon öfters passiert. Es muss also scheinbar erst jene betreffen, die bisher weit abseits von Bedrohungen standen oder sogar daran beteiligt waren, Richtlinien zum Schutz von Daten mit beschlossen haben.

    In meinem privaten Umfeld kam im Zuge dieser Diskussion die Frage auf: Was wenn das Kind eines Politikers oder Prominenten von einem Migranten körperverletzt oder getötet wird? Scheinbar braucht es eine direkte Betroffenheit bevor Gefährdungen und Ängste der Bevökerung auch von der Politik wahrgenommen werden.

    Ich gestehe: Der Ansatz entbehrt nicht einer gewissen Logik und ist eine sehr interessante Fragestellung.

    Nach all den hunderten von Hinweisen wie man seine Daten schützen sollte, was bitte hat dazu geführt, dass solche Daten öffentlich wurden? Otto Normaluser wird empfohlen keine privaten Bilder bei Twitter, FB & Co zu veröffentlichen, es wird vor Phishing gewarnt etc. pp. Zur Hölle: Wo und wie gesichert speichern bitte die heute Betroffenen ihre Daten? Die Elite (oder die gefühlte Elite) dieses Landes sind nicht in der Lage ihre intimsten Daten zu schützen und rufen jezt nach dem BSI. Ich hoffe das BSI behandelt diese Vorgänge genauso ernst wie kürzlich den Angriff auf ein niedersächsiches Unternehem und behandeln die Fälle der Reihe nach - wie wir als Bürger das nach geltendem Recht erwarten dürfen.

    Wer private Daten - immerhin Bilder von Kindern. Ausweiskopien, Telefonnummern und Adressen - ins Netz stellt hat aktiv teilgenommen. Ohne Futter keine Beute! Seit Jahren predigen Datenschützer, Politik und Medien "Datensparsamkeit" - und selbst rufen sie jetzt am lautesten, dabei sind sie selbst schuld.

    Ich bin außerdem geneigt zu glauben, dass es nicht ansatzweise diesen Aufschrei geben würde wenn ausschlißlich Privatpersonen betroffen wären oder aber ausschließlich die AfD. Da hat der (oder die) Hacker vielleicht unbewusst "gute Arbeit" geleistet. Sicher war der Verantwortliche Fan rechter Politik; die Komprommitierung von Böhmermann und Welke - beide ja bekennende extrem Linke und Angriffspunkte der rechten Szene - lassen zumindest diese Möglichkeit offen. Aber es sind eben auch keine Daten von Mitgliedern der Piratenpartei veröffentlicht worden. Es könnte also schon sein, dass Datensicherheit unterhalb der Parteien unterschiedlich gehandahbt wird. Da müssen sich die Datenschutzbeauftragten der Partein wohl ernsthafte Fragen gefallen lassen. Eine rechtlich verbriefte Aufgabe ist es, regelmäßige Awarness-Schulungen durchzuführen und den Erfolg zu überprüfen.

    Um ehrlich zu sein: So ein ganz kleines bischan Schadenfreude kann und will ich mir nicht verkneifen. Auch im vollen Bewusstsein der Illegalität der Aktion. Noch viel schöner würde ich es finden, wenn legale wie illegale Verbindungen von Politik und Wirtschaft über diesen Weg aufgedeckt werden würden. Denn das scheint eine der jetzt größten Bedenken zu sein.

    Sicher ein Bereich mit sehr vielen möglichen Standpunkten....

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  3. #2
    AndiBcool AndiBcool ist offline
    Avatar von AndiBcool

    Hacker Angriff auf Prominente und Politiker

    Ach ich habe da gar kein Mitleid mit den Personen. In einem Bericht habe ich gelesen, dass die Daten schon älter sind und evtl. deswegen keine AFD Mitglieder dabei sind.
    Andererseits wer seine ganzen Daten irgendwo ins Internet stellt hat doch selber schuld und Frau Merkel sagt doch diese Daten ist das digitale Gold und deutsche Firmen sollen ebenfalls von Google und Facebook Nutzerdaten bekommen.
    Einwohnermeldeämter verkaufen unter anderem auch Daten.
    Wenn man nun auch noch immer sieht diese unsinnige und wahrscheinlich korrupte Umstellung von Linux auf Windows 10 in den Behörden und den auch sonst teils schlechten Datenschutz im öffentlichen Dienst, darf man sich auch nicht wundern wenn dort Daten abfließen.
    Zudem haben die Amis und der BND eh Spionagerechte an den großen deutschen Internetknoten, da ist eben das veröffentlichen von den Promidaten geradezu lächerlich.
    Leider werden die meisten Politiker, auch die Betoffenen, das ganze nicht realisieren oder verstehen. Die meisten sind einfach zu dumm dazu.
    Welchen Hack hat es denn nun gegeben ? Das sind Datenabgefischt worden und irgendwo im Netz gespeichert worden. Das hat mit hacken erstmal wenig zu tun wenn man seine Daten so schlecht schützt.
    Irgendwer hat dann auf diese Verzeichnisse verwiesen, das ist auch kein Hack und selbst das hochladen dieser Daten nicht.

    Ist ja auch nicht selten, das durch Emailphishing, die Leute selber einen Trojaner oder Keylogger installieren und somit selber aktiv den Datenklau unterstützen.
    Nee mein Beileid hält sich besonders bei den Politikern arg in Grenzen, nur weil ihre Daten nun öffentlich gemacht wurden. Über jeden von Uns hat die NSA und der BND wahrscheinlich weitaus mehr Daten und nutzt Diese.

    Anstatt den "Hacker" oder Veröffentlicher zu suchen wäre viel interessanter das Datenleck zu finden und Denjenigen, der da so geschlampt hat zu verknacken.

  4. #3
    Doctor Who Doctor Who ist offline

    Hacker Angriff auf Prominente und Politiker

    Zitat Käthe Beitrag anzeigen
    Ganz sicher wäre es höchstens eine Randnotiz, wenn tausend Konten von privaten Personen gehackt worden wären und deren privaten Daten an die Öffentlichkeit gekommen wären - wie schon öfters passiert.
    Schon öfter?
    Glaube ich nicht. Ich würde sogar sagen: Es ist noch nie passiert.

    Was schon öfter passiert ist: Das millionenfache Entwenden von personenbezogenen Daten wie E-Mails und Passwörter, manchmal mitunter Adressen, Telefonnummern und Kontodaten. Berüchtigte Datendiebstähle gab es bei Uber, eBay und sonst wo. Berüchtigt war 2013 der Datendiebstahl bei Yahoo, bei dem etwa 3 Milliarden Datensätze bestehend aus E-Mails, Nutzername und Kennwörter (in verschlüsselter Form) entwendet wurden.

    Diese Datensätze werden mal veröffentlicht, mal illegal verkauft. Doch nie handelte es sich dabei um "solche" privaten Daten wie Inhalte aus E-Mails, Chatverläufen, private Bilder und so weiter und so weiter die fein sotiert und aufbereitet veröffentlicht wurden.

    Zitat AndiBcool Beitrag anzeigen
    Einwohnermeldeämter verkaufen unter anderem auch Daten.
    Auch das glaube ich nicht.
    Sicherlich kann das eine Amt mit einem anderen Amt oder einer anderen Behörde (oder sonstigen staatlichen Institution) Daten austauschen, aber dass die Einwohnemeldeämter Daten verkaufen ist wohl nicht zutreffend.

    Zitat AndiBcool Beitrag anzeigen
    Zudem haben die Amis und der BND eh Spionagerechte an den großen deutschen Internetknoten
    Was hat die Veröffentlichung privater Daten eines Hackers nun bitte mit dem Spionagerecht zu tun?

    Zitat AndiBcool Beitrag anzeigen
    Nee mein Beileid hält sich besonders bei den Politikern arg in Grenzen, nur weil ihre Daten nun öffentlich gemacht wurden. Über jeden von Uns hat die NSA und der BND wahrscheinlich weitaus mehr Daten und nutzt Diese.
    Hier das Gleiche: Was haben die Datenbestände von staatlichen Geheimdiensten, die ja geheim sind, mit von Hackern veröffentlichten privaten Daten zu tun?

  5. #4
    Exodus Exodus ist offline
    Avatar von Exodus

    Hacker Angriff auf Prominente und Politiker

    Zitat Doctor Who Beitrag anzeigen
    Auch das glaube ich nicht.
    Sicherlich kann das eine Amt mit einem anderen Amt oder einer anderen Behörde (oder sonstigen staatlichen Institution) Daten austauschen, aber dass die Einwohnemeldeämter Daten verkaufen ist wohl nicht zutreffend.
    Warum muss ich dann mit einem extra Formular explizit der Weitergabe meiner Daten an Dritte widersprechen?
    Sofern man das nicht macht kann sich jeder (!) bei jedem EWO die Daten von jedem holen Da das ganze fast immer auch eine Bearbeitungsgebühr kostet, kann man quasi vom verkaufen sprechen.
    Klingt erstmal nach dem ersten April, ist aber leider die Wahrheit!

  6. #5
    AndiBcool AndiBcool ist offline
    Avatar von AndiBcool

    Hacker Angriff auf Prominente und Politiker

    Zitat Doctor Who Beitrag anzeigen
    Schon öfter?
    Glaube ich nicht. Ich würde sogar sagen: Es ist noch nie passiert.
    Doch doch das passiert öfter, nur bei normalen Leuten werden die Daten eher verkauft und Du erhälst von dem gehackten Unternehmen eine Aufforderung dein Passwort zu ändern.

    Diese Datensätze werden mal veröffentlicht, mal illegal verkauft. Doch nie handelte es sich dabei um "solche" privaten Daten wie Inhalte aus E-Mails, Chatverläufen, private Bilder und so weiter und so weiter die fein sotiert und aufbereitet veröffentlicht wurden.
    Hier wiedersprichst Du Dir ja selbst.
    Auch das glaube ich nicht.
    Sicherlich kann das eine Amt mit einem anderen Amt oder einer anderen Behörde (oder sonstigen staatlichen Institution) Daten austauschen, aber dass die Einwohnemeldeämter Daten verkaufen ist wohl nicht zutreffend.
    Sofern Du da nicht ausdrücklich und schriftlich Wiedersprochen hast, sind deine Daten für Jeden gegen Gebühr verfügbar.
    Das Exodus schon richtig erleutert. Zudem man muss auch nicht alles glauben aber man sollte das schon dann so gut es geht überprüfen bevor wiederspricht.
    Was hat die Veröffentlichung privater Daten eines Hackers nun bitte mit dem Spionagerecht zu tun?
    Relativ simpel, der BND speichert die Daten irgendwo und auch die NSA. Hier in Deutschland gibt es einen guten teils übertriebenen Datenschutz (wenn es Firmen / Unternehmen sind), in den USA allerdings nicht.
    Weisst Du was die mit den Daten machen und wer da noch alles Zugang dazu hat ? Möchtest Du, dass deine Daten irgendwo zwischengespeichert werden und andere Leute diese einsehen können ?
    Hier das Gleiche: Was haben die Datenbestände von staatlichen Geheimdiensten, die ja geheim sind, mit von Hackern veröffentlichten privaten Daten zu tun?
    Der Hacker hält den Spiegel vor.

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