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  1. #1
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    Lange Zeit glaubte man in Deutschland, Identitätsdiebstahl gebe es nur in US-Filmen.
    Natürlich, die Amerikaner besitzen kein Meldewesen wie wir, keinen "Perso", und damit reicht es in God's Own Country, wenn jemand die Sozialversicherungsnummer seines Opfers kennt.Damit lassen sich dann tausend Berügereien begehen.

    DOch unsere Sicherheit ist eine trügerische. Die zunehmende Entbürokratisierung und immer einfachere Geschäftsabwicklung im Internet macht es potenziellen Betrügern auch hier im Lande immer einfacher, Betrügereien unter falschem Namen zu begehen.

    "Ich bin ein unbescholtener Bürger und habe nichts zu verbergen, wie soll mir da etwas passieren?", denken nicht wenige jetzt. Doch es ist einfacher als man denkt, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden. Dem Betrüger reichen hierzu oftmals Name, Vorname und Geburtsdatum des Opfers. Mit diesen Angaben ist es bei vielen Versandhäusern möglich, auf Rechnung zu bestellen. Je besser der Schufa-Wert des Opfers, desto größere Bestellungen lassen sich aufgeben. Dabei reicht den Scoring-Agenturen zumeist Name, Vorname, Geburtsdatum und Stadt. Die eigentliche Adresse spielt kaum eine Rolle, da ja immer auch ein kurzfristiger Umzug vorliegen kann. Und so borgt sich der Betrüger mal eben den guten Namen seines Opfers, bestellt auf Teufel komm raus, und nimmt unter einer falschen Bestelladresse die Waren entgegen.

    Dank der laschen Abgabepraxis der meisten Transportunternehmen reicht es aus, wenn der Betrüger vor dem Haus mit der Versandadresse wartet und im geeigneten Augenblick den netten Nachbarn spielt, der die Sendung für den abwesenden "Nachbarn" annimmt. Das dicke Ende kommt dann oft Monate später - aber nicht für den Betrüger, sondern für das Opfer. Mit Hilfe von Namen und Geburtsdatum findet der Versandhändler bzw. dessen Inkassoabteilung fast immer das harmlose Opfer, unter dessen Namen bestellt wurde, und verlangt von diesem die Bezahlung der bestellten Waren. Und somit gerät das Opfer plötzlich in die Situation, nachweisen zu müssen, dass die Bestellungen nicht von ihm getätigt wurden. Genau dies ist nur schwer möglich und sehr arbeitsintensiv. Im Allgemeinen fallen bei
    Identitätsdiebstahl über 400 (!) unbezahlte Arbeitsstunden beim Opfer an, um halbwegs unbescholten aus der Sache herauszukommen. Und das, ohne eine einzige Tat begangen zu haben.

    Wie kann man sich vor Identitätsdiebstahl schützen?
    Indem man so wenige Daten wie möglich über sich preisgibt. Grundsätzlich niemals das Geburtsdatum veröffentlichen. Adresse und Geburtsdatum nur an vertrauenswürdige Websites herausgeben. Und regelmäßig prüfen, was über einen selbst im Netz herauszufinden ist. Eine gute Anlaufstelle hierfür ist z.B. die Personensuchmaschine Yasni (Link: Personen / Info zu Name - Personen-Suchmaschine yasni.de).


    Wer jetzt noch immer glaubt, das Thema ginge ihn nichts an, der kann hier -->
    Datenmissbrauch : Meine Identität gehört mir! | Digital | ZEIT ONLINE den Bericht einer Zeit-Journalistin lesen, der selbst ein Identitätsdiebstahl passiert ist. Aber Vorsicht: Gruselgefahr!

  2. Anzeige

    Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
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  3. #2
    danielstern danielstern ist offline
    Avatar von danielstern

    AW: Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    "Ich bin ein unbescholtener Bürger und habe nichts zu verbergen, wie soll mir da etwas passieren?", denken nicht wenige jetzt. Doch es ist einfacher als man denkt, Opfer eines Identitätsdiebstahls zu werden. Dem Betrüger reichen hierzu oftmals Name, Vorname und Geburtsdatum des Opfers. Mit diesen Angaben ist es bei vielen Versandhäusern möglich, auf Rechnung zu bestellen. Je besser der Schufa-Wert des Opfers, desto größere Bestellungen lassen sich aufgeben. Dabei reicht den Scoring-Agenturen zumeist Name, Vorname, Geburtsdatum und Stadt. Die eigentliche Adresse spielt kaum eine Rolle, da ja immer auch ein kurzfristiger Umzug vorliegen kann. Und so borgt sich der Betrüger mal eben den guten Namen seines Opfers, bestellt auf Teufel komm raus, und nimmt unter einer falschen Bestelladresse die Waren entgegen.

    Dank der laschen Abgabepraxis der meisten Transportunternehmen reicht es aus, wenn der Betrüger vor dem Haus mit der Versandadresse wartet und im geeigneten Augenblick den netten Nachbarn spielt, der die Sendung für den abwesenden "Nachbarn" annimmt. Das dicke Ende kommt dann oft Monate später - aber nicht für den Betrüger, sondern für das Opfer. Mit Hilfe von Namen und Geburtsdatum findet der Versandhändler bzw. dessen Inkassoabteilung fast immer das harmlose Opfer, unter dessen Namen bestellt wurde, und verlangt von diesem die Bezahlung der bestellten Waren. Und somit gerät das Opfer plötzlich in die Situation, nachweisen zu müssen, dass die Bestellungen nicht von ihm getätigt wurden. Genau dies ist nur schwer möglich...
    Ja, du hast völlig Recht! Aber was kann man dagegen anfangen? Hast mir von DuBistTerrorist erinnert, hier ist auch die Verlinkung: YouTube - Du bist Terrorist ... Lösungen, jemand?

  4. #3
    Pinzo Pinzo ist offline
    Avatar von Pinzo

    AW: Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    Hmmm in Zeiten des Interneteinkaufs wohl eine weitverbreitete Thematik, die aber niemandem so recht bewusst ist.
    Prävention ist wohl nur durch spärliches Herausgeben der eigenen Daten möglich, wie HardAndSoft schon sagte...Ausserdem auch regelmäßig auf den Kontostand achten und unbekannten Abbuchungen sofort auf den Grund gehen!

    Mir ist das zum Glück nie passiert, ich hoffe, dass das auch so bleibt!

  5. #4
    Overhero Overhero ist offline
    Avatar von Overhero

    AW: Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    Boah , das probiere ich morgen aus und kauf mir dann eine neue PS3 ...

  6. #5
    Norderstedt Norderstedt ist offline

    AW: Identitätsdiebstahl - das unterschätzte Verbrechen

    ihr stellt euch das etwas zu einfach vor

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