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    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Idee Aus Windows 8 mach Windows 7 - Mein Downgrade-Guide (HP 4740s)

    Ausgangssituation
    Der Haussegen hängt momentan schief, denn der Laptop meiner Angetrauten läuft nicht wie er soll. Kaum sechs Jahre in Betrieb (er wurde mit Vista ausgeliefert!), schon ist der eingebaute Lautsprecher defekt. Aufgrund der nahen Weihnachtszeit habe ich mich breitschlagen lassen, für ein neues Gerät zu sorgen. Das Gerät ist bald gefunden: Ein HP 4740s Probook soll es sein. Leider gibt es das nur mit Windows 8, dem Rohrkrepierersystem aus dem Hause Microsoft. Da muss wohl ein rettender Eingriff her.

    Erste Schritte
    Das Notebook ist schnell erworben. Der Verkäufer (habe das Gerät in einem namhaften Fachmarkt erworben) hatte keine Ahnung, ob sich das Gerät downgraden lässt, und griff trotz meinem ausgedruckten Homepage-Auszug mit vollständiger Gerätebezeichnung mehrfach nach dem falschen Karton. Ich musste ihm zeigen, wo in seinem Laden der richtige Karton stand. Naja, vielleicht hatte ich den Azubi erwischt.
    Erstes Aha-Erlebnis zu Hause: Der Aufkleber mit dem Windows-Aktivierungscode fehlt! Hat mich der Verkäufer etwa besch.... ? Ein schneller Blick ins Internet bringt Klärung: Moderne Notebooks bringen oftmals keinen Aufkleber mehr mit, sondern haben den Win8-Aktivierungscode im BIOS gespeichert! Vordergründig ein Service für den Nutzer, dahinter steckt aber dass Microsoft das Entbundeln (separater Verkauf von Win8 und PC) verhindern möchte. Ein kleines Tool wie der "Windows 8 Product Key Viewer" soll dieses Problem aber lösen können. Was ich nicht eruieren konnte war, ob die Win8-Lizenz das nächste BIOS-Update überlebt.

    Festplattentausch
    Meine Holde hat sich ein Gerät mit SSD gewünscht. Eine 256er Sandisk ist vorhanden, aber wie kommt diese in den Laptop? Hier gibt es eine freudige Überraschung: Die rückwärtige Abdeckung des HP lässt sich ohne Schrauben mit zwei Handgriffen komplett abnehmen. Freier Zugang auf RAM, Platte, Funkmodul und CPU-Kühler ist gegeben. Die Platte ist mit vier Schrauben gesichert; die Sandisk SSD passt genau in die Aussparung rein. Festschrauben,
    fertig!

    BIOS
    Mit veralteten BIOS-Versionen möchte ich mich ungern rumschlagen. Daher flugs bei HP nachgeschaut, welche Version aktuell ist. OK, Version 42 gibt es, und ich habe noch 40 drauf. Doch wie kommt das neue BIOS in den Laptop? Erst mal gar nicht, denn beim Einschalten des Gerätes escheint ein weißer Bildschirm mit dem Hinweis: "Keine Systemdisk gefunden - Neu starten". Keinerlei Hinweis, wie man ins BIOS gelangt - so etwas hatte ich auch noch nie. Auf gut Glück probiere ich die F-Tasten beim Einschalten aus. Siehe da: F10 beim Einschalten bringt den BIOS-Bildschirm zum Vorschein. Darunter auch eine Option zum BIOS-Update. Ein schneller Blick ins BIOS offenbart, dass alle grundlegenden Funktionen vorhanden sind. Allerdings ist das BIOS derart lieblos, unübersichtlich und unhandlich gestaltet, dass man HP dafür eigentlich links und rechts ohrfeigen müsste. Alleine schon diese bescheuerte Idee, dass man nach jedem einzelnen Bildschirm die Änderungen abspeichern muss (und zwar per Mausklick), verdient einen Eintrag in das große Sündenregister. Die BIOS-Option zum Selbst-Update funktioniert zudem nicht wie vorgesehen, so dass ich das Update auf später verschiebe.

    Windows 7
    Das Einlegen der Windows 7-DVD führt beim nächsten Einschalten zu der beruhigenden Meldung "Windows is loading". Und die weitere Installation auf der SSD verläuft geradezu vorbildlich. Nach einer halben Stunde ist alles abgeschlossen. Eigentlich wollte ich ja Win7 32 Bit installieren (es sollen schließlich alle Games laufen), aber die HP-Homepage offeriert die Treiber nur für die 64 Bit Version. Auch egal. Unmittelbar nach erfolgreicher Installation führe ich noch das Service Pack 1 aus, das nach einer viertel Stunde problemlos abgeschlossen ist. Danach installiere ich das BIOS-Update-Tool von HP und flashe auf BIOS Version 42.
    Geschafft!

    Treiber
    Die HP-Homepage hilft bei der Treibersuche: Ich finde (und installiere) die
    - Chipsatztreiber,
    - USB 3.0
    - Graka
    - Audio
    - Touchpad

    Zwischendurch einmal brechen die Treiber-Downloads der Reihe nach ab, und die Homepage reagiert nicht mehr. Auch eine Stunde später keine Reaktion auf meine Downloadanforderung. Praktischerweise haben die HP-Treiber alle eine laufende Nummer des Musters "spXXXXX.exe", und man kann diese Treiber auch direkt über FTP runterladen. Per FTP über ftp://ftp.hp.com/ läuft es dann wie geschmiert. Als problematisch erweisen sich jedoch ausgerechnet die WLAN- und Bluetooth-Treiber: HP hat anscheinend sechs (!) unterschiedliche Module in diesem Laptop verbaut. Ich habe die Auswahl zwischen Modulen von Intel, Qualcomm, Broadcom, Ralink, Atheros und Sierra. Die HP-Homepage liefert keinen Hinweis, wie man die Module erkennt. Schnell mal die Rückseite geöffnet und das offenliegende WLAN-Modul mit der Lupe untersucht: Keine Herstellerhinweise sichtbar.
    An dieser Stelle habe ich erst mal Dr. Hardware installiert in der Hoffnung, der erkennt die verbauten Module.
    Leider Fehlanzeige: Unbekanntes PCI-Gerät. Dafür spuckt Dr. Hardware die Hersteller-Kennung der PCI-Geräte aus.
    Mit dieser numerischen Kennung schaue ich in der PCI-Herstellerdatenbank nach: PCI Vendor and Device Lists
    Volltreffer! Hersteller beider Module: Ralink. Also flugs die Ralink-Treiber installiert, und der Gerätemanager zeigt keine Ausrufezeichen mehr.

    Probelauf
    Nach dem fälligen Reboot starte ich Windows Update. Der zieht sich trotz Service Pack 1 erst Mal 130 Updates rein. Auch hier alles nach zwei Stunden sauber installiert. Zu guter Letzt kommen noch Firefox und Thunderbird drauf. Geschafft!

    Abschlussarbeiten

    Was ist noch zu tun? Es fehlt noch die Datenübernahme, die Installation des Virenscanners und die Aktivierung von Windows. Das alles wird zeitnah um Heiligabend herum erfolgen, damit kein Datenverlust eintritt und die auf dem alten Laptop genutzten Lizenznummern nahtlos auf dem neuen Gerät weiter genutzt werden können.


    Ich hoffe, Euch hilft diese Beschreibung bei Eurem nächsten Downgrade oder Eurer Windows-Neuinstallation weiter. Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.

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    Idee Aus Windows 8 mach Windows 7 - Mein Downgrade-Guide (HP 4740s)

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  3. #2
    hayate.sama hayate.sama ist offline
    Avatar von hayate.sama

    AW: Aus Windows 8 mach Windows 7 - Mein Downgrade-Guide (HP 4740s

    hmm, bei meinem probook war sowohl eine win7 als auch win8 cd dabei. und wegen dem lizenzaufkleber habe ich auch schon überall geschaut^^

    ich bin aber überrascht, dass hp bei den business-modellen das os nicht mit unnötigen programmen zumüllt wie es etwa asus oder sony bei ihren consumer-kisten machen.

    die treibersuche bei hp ist natürlich etwas banane. aber dafür bringen sie treiber auch für andere betriebssysteme raus.

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