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  1. #1
    Jaycee Jaycee ist offline

    Desinteresse an Politik.

    Laut dem Studentensurvey 2014, welcher vom Bildungsministerium kürzlich vorgestellt wurde, nimmt das Interesse der Studenten seit dem neuen Jahrtausend kontinuierlich ab. So waren es im Jahre 2001 noch 33% der Studenten, welche der Politik eine sehr wichtige Rolle zuordneten, so sind es jetzt im Jahre 2014 nur noch 24%. In den letzten Jahren ist die von Studenten eingeschätzte Relevanz von Politik massiv zurückgegangen. Auch das Interesse ist parallel dazu stark gesunken. Im Jahre 1993 hatte noch knapp die Hälfte aller Studenten nach eigenen Angaben starkes Interesse an Politik, so sind es im Jahre 2013 noch knapp ein Drittel.

    http://www.bmbf.de/pub/12._Studieren...rrierefrei.pdf Kapitel 11. Es gibt in dieser Publikation noch weitere interessante Punkte.

    Interessante Zahlen. Doch was bedeutet das? Schließlich ist hier von der gebildeten Elite die Rede. Wir halten fest: Seit 20 Jahren gab es keine so unpolitische Studentengeneration wie heute. In Anbetracht der Tatsache dass unsere Gesellschaft altert ist das ein riesiges Problem. Schließlich ist heute mehr als die Hälfte aller Wähler über 50 Jahre alt und durch das gezeigte Desinteresse, macht sich diese demografische Verschiebung umso mehr bemerkbar. Dabei sollte gerade die junge Generation alle Interesse an Politik haben, schließlich überlässt man uns die Ruder diverser Themen, die wir übernehmen sollen - und dabei Lösungen finden. Das fängt beim Klimawandel an und hört bei der Digitalisierung auf.

    Ist die gebildete Generation zu bequem? Ich habe das Gefühl, dass sich die politische Bewegung vor allem im Netz bemerkbar macht. Eine Internet-Petition unterschreiben, Aufruf gegen Datenspeicherung mit einem 'gefällt mir' markieren und Informationen über Massentierhaltung per Mausklick teilen - oder in einem Forum Lösungsansätze austauschen. Das ist zweifelsohne ein Aspekt, der berücksichtigt werden muss.
    Allerdings wird sich auf diese Weise keine Veränderung herbeiführen lassen. Liegt es vielleicht an einer grundsätzlichen Unzufriedenheit der jungen Generation, gerade weil die große Breite der Wähler fest etablierte Parteien wählen, die nicht unbedingt für Junge sympathische Interessen vertreten? Stecken wir in einem Dilemma? Oder drückt der Schuh komplett woanders und die Leute haben mittlerweile gemerkt, dass die repräsentative Demokratie ein Übel durch ein neues ersetzt?

    Was ist euer Meinung? Ich hoffe auf rege Beteiligung, habe das Thema zugunsten einer möglichen breiten Beteiligung Mal etwas anders aufgebaut. http://media.tumblr.com/tumblr_m9gcv6So5s1qzckow.gif










  2. Anzeige

    Desinteresse an Politik.

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  3. #2
    Ole2

    AW: Desinteresse an Politik.

    Vielleicht hat es mit schier grenzenlosem Materialismus, mit Bequemlichkeiten in der sogenannten Spaß Gesellschaft oder gar mit Dekadenz zu tun, weswegen dieser Trend des sich Abwendens von Politik anzuhalten scheint? Vielleicht ist es aber auch nur die bittere Erkenntnis, dass das Leben immer komplizierter zu werden scheint, Probleme eher unlösbarer erscheinen als gar für alle Menschen zufriedenstellende Lösungen zu finden sind oder es ist indirekt auch schon so etwas wie eine Art Kapitulation? Das soll es schließlich auch geben. Ich habe auch nur Fragen im Angebot und Antworten zu finden bedarf sicherlich noch weitreichenderer Forschungen im sozialen Umfeld.

  4. #3
    Dione

    AW: Desinteresse an Politik.

    Hm, ich kann mir vorstellen, dass das Interesse verloren geht, weil die junge Generation eben merkt, dass die da oben doch eh machen, was sie wollen und nichts von dem passiert, was versprochen wird.^^
    Ich meine.. Ich gehe zwar schon wählen, aber mehr auch nicht. Ich bin unzufrieden mit der ganzen Politik hier im Lande und interessiere mich nicht wirklich dafür, weil man als normal Bürger eh nichts machen kann.. (Hey, und mit dieser Einstellung geh' ich trotzdem wählen! )
    Die Politiker sollten sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, warum das so ist bzw. so sein könnte..

    Wahrscheinlich ist meine Meinung einfach falsch, aber dann sollen die gefälligst was ändern und es der Jugend in irgendeiner Art und Weise schmackhaft machen.^^

  5. #4
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat KnifeLady Beitrag anzeigen
    Hm, ich kann mir vorstellen, dass das Interesse verloren geht, weil die junge Generation eben merkt, dass die da oben doch eh machen, was sie wollen und nichts von dem passiert, was versprochen wird.^^
    Ich meine.. Ich gehe zwar schon wählen, aber mehr auch nicht. Ich bin unzufrieden mit der ganzen Politik hier im Lande und interessiere mich nicht wirklich dafür, weil man als normal Bürger eh nichts machen kann.. (Hey, und mit dieser Einstellung geh' ich trotzdem wählen! )
    Die Politiker sollten sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, warum das so ist bzw. so sein könnte..

    Wahrscheinlich ist meine Meinung einfach falsch, aber dann sollen die gefälligst was ändern und es der Jugend in irgendeiner Art und Weise schmackhaft machen.^^
    es ist schon ein gewisses dilemma. es wurde oben schon erwähnt, wieso sollte man der jugend etwas schmackhaft machen, wenn der großteil der wählerschaft 50+ ist. so orientiert man sich eben auch mit dem politischen programm genau daran, was die wählerschaft will. auch wenn es eigentlich zum bumerang werden kann bzw. wird. denn ich gehe mal davon aus, dass im grunde der 50+ wählerschaft klar ist, dass sie auch ein interesse daran haben sollte, die belange der jüngeren nicht zu missachten.

  6. #5
    Dione

    AW: Desinteresse an Politik.

    Naja, nur ist ja auch die Jugend die Zukunft der Politik.

  7. #6
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat KnifeLady Beitrag anzeigen
    Naja, nur ist ja auch die Jugend die Zukunft der Politik.
    das schon, daher auch die anmerkung des bumerang. aber wir wissen doch alle, dass gerade die politik überwiegend nur in der gegenwart lebt. das hier und jetzt steht im vordergrund. und im hier und jetzt lassen sich eben mit der großen menge 50+ wähler, wahlen gewinnen.

  8. #7
    Calc Calc ist offline
    Avatar von Calc

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Vielleicht hat es mit schier grenzenlosem Materialismus, mit Bequemlichkeiten in der sogenannten Spaß Gesellschaft oder gar mit Dekadenz zu tun, weswegen dieser Trend des sich Abwendens von Politik anzuhalten scheint?
    Ganz bestimmt sogar. Wir leben eigentlich nur noch in einer politischen Blackbox, der Einzelne kann eigentlich überhaupt keinen Einfluss auf die Politik nehmen und will es auch gar nicht solange die eigene Situation zumindest grundlegend befriedigend ist oder zu sein scheint. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, in welchem Staatensystem man lebt. China, Deutschland, USA - überall das gleiche. Wir könnten auch gar keine Demokratie mehr haben, so wie in China (der Trend geht ja eh zu einem Einheitsstaat in Brüssel, also mehr oder weniger ein äquivalent) und es würde grundlegend kaum jemand interessieren, solange man "Leben" kann.

    Kommt mir das bekannt vor? Ja... Orwell hat doch genau das schon vor über 60 Jahren in seinem Buch 1984 beschrieben. Wen wundert es da noch.

  9. #8
    PSLvegeta PSLvegeta ist offline
    Avatar von PSLvegeta

    AW: Desinteresse an Politik.

    Das Desintresse liegt wohl,wie schon richtig bemerkt,daran das man egalwas man wählt eh nichts ändern tut.
    Es ist egal ob ich CDU,FDP oder Die Grünen wähle.
    Es wird sich nie was an der Regierung ändern,"die da oben" machen was sie wollen.
    Ich gehe nicht wählen weil ich keine Lust auf diesen Zirkus habe.Es kommt eh immer aufs gleiche hinaus.
    Das hier ist nur eine Scheindemokratie.

  10. #9
    Ole2

    AW: Desinteresse an Politik.

    Sagen wir es mal so - eine Diktatur des Kapitals könnte man das auch nennen und wer das Geld hat, hat die Macht und kann damit praktisch machen, was er will. Somit verliert sich zwangsläufig bei immer mehr Menschen Interesse daran, noch irgendwie - und was mitzugestalten, so denn der Eindruck zwangsläufig entstehen muss, einem System nahezu ohnmächtig ausgeliefert zu sein, das man nicht einmal mehr mit seiner Wählerstimme noch mitgestalten kann.

    Insofern sage auch ich: mehr Schein als Sein und die Unlust kann somit nur noch mehr wachsen. Auf der anderen Seite geraten an den Rändern der Demokratie Extreme aufs politische Tableau und dann gilt es trotz allem aufzupassen, denn unser dauerhaftes Desinteresse an Gestaltung und Veränderung kann sich auch schnell als Fehler herausstellen. Wachsam sein und es bleiben ist trotz allem geboten.

    Das Fatale, je mehr Menschen sich desinteressiert verhalten, desto mehr haben andere die Chance der Gestaltung und somit unterliegt man auch schnell/e der Möglichkeit des durch Andere bewegt Werdens, während wir uns heraushalten. Wenigstens wählen gehen sollte man schon noch. Natürlich muss man sich dann auch einmal mit der Politik und den Parteien befassen, auch wenn das schwer fällt.

  11. #10
    Jaycee Jaycee ist offline

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Insofern sage auch ich: mehr Schein als Sein und die Unlust kann somit nur noch mehr wachsen. Auf der anderen Seite geraten an den Rändern der Demokratie Extreme aufs politische Tableau und dann gilt es trotz allem aufzupassen, denn unser dauerhaftes Desinteresse an Gestaltung und Veränderung kann sich auch schnell als Fehler herausstellen. Wachsam sein und es bleiben ist trotz allem geboten.

    Das Fatale, je mehr Menschen sich desinteressiert verhalten, desto mehr haben andere die Chance der Gestaltung und somit unterliegt man auch schnell/e der Möglichkeit des duch Andere bewegt Werdens, während wir uns heraushalten. Wenigstens wählen gehen sollte man schon noch.
    Das ist die große Gefahr, wenn man nicht wählen geht. Daher bin ich trotz aller nüchternen Aussichten dafür, wählen zu gehen - und wenn es nur darum geht, zu verhindern dass extreme Parteien an Wähler gewinnen. Sowas kann nämlich recht schnell recht gefährlich werden. Daher stufe ich die Enthaltung der eigenen Stimme als Trotzreaktion für die aktuelle Politik als kontraproduktiv ein. Man geht lieber Wählen als dass man darauf verzichtet. Parteien wie die NPD wissen zu schätzen, wenn ihr euch der Stimme enthaltet - denn keine Stimme ist auch eine Stimme, zugunsten der Extremisten.

  12. #11
    Gilligan Gilligan ist offline
    Avatar von Gilligan

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat PSLvegeta Beitrag anzeigen
    Es ist egal ob ich CDU,FDP oder Die Grünen wähle.
    mh nicht ganz. bei der fdp kann man sicher sein, dass sie nicht im bundestag/landtag vertreten sein wird

  13. #12
    Cao Cao Cao Cao ist offline
    Avatar von Cao Cao

    AW: Desinteresse an Politik.

    Ich gehe wählen, und habe dieses mal sogar eine Partei gewählt. Davor bin ich auch wählen gegangen, habe aber meine Stimme nur ungültig machen lassen damit keiner die 5€ bekommt

  14. #13
    Calc Calc ist offline
    Avatar von Calc

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Jaycee Beitrag anzeigen
    Man geht lieber Wählen als dass man darauf verzichtet. Parteien wie die NPD wissen zu schätzen, wenn ihr euch der Stimme enthaltet - denn keine Stimme ist auch eine Stimme, zugunsten der Extremisten.
    NPD hin oder her, in der Realität ist es doch so, dass die "großen" Parteien von den Nichtwählern am meisten profitieren. Die über 50% Nichtwähler in Deutschland fühlen sich nicht repräsentativ vertreten von den Parteien, die eh immer gewinnen. Würde es Parteien geben die diese Leute gebündelt ansprechen würde - was nicht die NPD ist - dann wäre das ein Problem für das Machtgefüge. Aber auch nur dann.

    Ich gehe nicht wählen, wenn ich mich nicht vertreten fühle - ganz einfach. Ich habe vor der NPD nicht mehr Angst als vor der CDU. Sorry.

  15. #14
    Jaycee Jaycee ist offline

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Calc Beitrag anzeigen
    NPD hin oder her, in der Realität ist es doch so, dass die "großen" Parteien von den Nichtwählern am meisten profitieren. Die über 50% Nichtwähler in Deutschland fühlen sich nicht repräsentativ vertreten von den Parteien, die eh immer gewinnen. Würde es Parteien geben die diese Leute gebündelt ansprechen würde - was nicht die NPD ist - dann wäre das ein Problem für das Machtgefüge. Aber auch nur dann.

    Ich gehe nicht wählen, wenn ich mich nicht vertreten fühle - ganz einfach. Ich habe vor der NPD nicht mehr Angst als vor der CDU. Sorry.
    Dann formuliere ich die Frage anders: was ändert sich denn durch den Verzicht der Stimme?

  16. #15
    Calc Calc ist offline
    Avatar von Calc

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Jaycee Beitrag anzeigen
    Dann formuliere ich die Frage anders: was ändert sich denn durch den Verzicht der Stimme?
    Du Frage müsstest du doch beantworten: Es ändert sich Nichts am Machtgefüge aus CDU und SPD. Im Gegenteil, man unterstützt diese Parteien aufgrund großer Alternativlosigkeit dadurch mit und eben nicht die "Extremisten" wie du meinst, die eh niemand wählt. Die Parteien in der Bundesregierung sind die Einzigen, die davon profitieren das es für fast 50% aller Deutschen keine wählbaren Parteien gibt, da CDU, SPD und co. selbst nur eine Minderheit vertreten.

  17. #16
    Jaycee Jaycee ist offline

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Calc Beitrag anzeigen
    Du Frage müsstest du doch beantworten: Es ändert sich Nichts am Machtgefüge aus CDU und SPD. Im Gegenteil, man unterstützt diese Parteien aufgrund großer Alternativlosigkeit dadurch mit und eben nicht die "Extremisten" wie du meinst, die eh niemand wählt. Die Parteien in der Bundesregierung sind die Einzigen, die davon profitieren das es für fast 50% aller Deutschen keine wählbaren Parteien gibt, da CDU, SPD und co. selbst nur eine Minderheit vertreten.
    Da kommt dann wieder das Dilemma zum Vorschein. Nicht wählen, weil man nichts bewirken kann. keine rosigen Aussichten.

    Ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass es keine Alternative gäbe. Es wird höchstens schwer sein, sich gegen die ältere Generation durchzusetzen. Parteien wie die Piraten, die sich ja deutlich von anderen Etablierten unterscheiden, haben ganz andere Konzepte, wecken allerdings bei genannter Wählerschaft auch kaum Interesse. Aber die Konzepte und Interessen der Parteien, wie die Herausforderung unserer Zeit zu bewältigen sind, gehen durchaus auseinander. Je nachdem, welche Parteien gewinnen wird, wird sich die Gesellschaft auch unterschiedlich entwickeln. Also haben wir doch in irgendeiner Form einen Teufelskreis in Deutschland.

    Wäre die Alternative für dich eine andere Staatsform? Wie wäre es mit der direkten Demokratie?

  18. #17
    Ole2

    AW: Desinteresse an Politik.

    Hm, bei den Piraten bin ich mir sehr sicher, da findest du Heißsporne, die schneller handeln/handelten, als sie nachzudenken schienen und was dabei herauskam, sah man an der totalen Zersplitterung. Die Parteispitze brach weg, weil sie das Chaos nicht bändigen wollte oder nicht konnte. Im Grunde wollten oder wollen sie noch immer alles und jedem kostenlos zugänglich machen, nur mit der Bezahlung sieht es dann ziemlich mau aus.

    Zwar keine ganz so schlechte Idee, doch von außen aus betrachtet alles sehr chaotisch und kein wenig vertrauenserweckend für Otto-Normalverbraucher. Bei den Piraten hat/te es den Anschein, sie wollen den einen viel wegnehmen (klar, daher auch der Name Pirat) und so was wie eine Art Kommunismus herbeiführen, doch der Weg dahin wäre wohl einer Art Anarchie gleichkommend und das schreckt natürlich ab, weil sie alles in Frage stellen aber auch Ängste schüren. Internet für jeden kostenlos ist ja ganz nett, aber ansonsten hatten sie keine plausiblen Antworten auf die komplizierteren Fragen unserer Zeit. Das Wichtigste aber, immerhin machten sich da mal welche Gedanken, während viel zu viele gedankenlos durch die Zeit zu gehen scheinen. Piraten sind/waren für mich eine Talentschmiede für angehende Politiker. Mehr aber auch nicht.

    Direkte Demokratie wäre auch nicht schlecht, aber vielleicht auch `ne Frage der Zeit. Sterben die Alten weg, könnte ja der Weg dahin frei sein, aber erschreckend sind natürlich schon die Zahlen jener, die nicht (mehr) wählen gehen. Gleichgültigkeit, Mutlosigkeit sind immer auch Nährboden für die, die dadurch ihre Macht zementieren können, denn immerhin, so lange der Mensch genug zu essen hat und auch gut am Konsum teilhaben kann, schert er sich immer weniger am Zustand der Gesellschaft. Das ist schon auffallend. Auf deutsch gesagt, stopfe ihm das Maul und er wird bequem. Wieso auch etwas ändern wollen, wenn man sich doch sonst gut eingerichtet hat im Leben? Schließlich ging es uns doch bisher nie besser im Leben als heute. Also läßt man am besten alles beim Alten, bis die Alten aussterben und dann wird man sehen, wie es weiter geht. Vielleicht fehlen uns doch noch ein paar echte, realistische, Visionäre?

    Zum Abschluß noch einmal - Demokratie - das wissen wir doch alles schon - ist immer mit der Frage, wer hat die Mehrheit hinter sich, verbunden. Eine Minderheit kann zwar die Geschicke eines Landes beeinflussen, - das sah man einst bei den "Grünen" - doch niemals wird sie in der durch uns gewählten Staatsform im Sinne Aller handeln können und wenn Alle erkennen, dass eine Minderheit alles ändern will, wird sie keine Minderheit wählen. Das ist auch ganz gut so, denn man stelle sich vor, wenn eine Minderheit einer Mehrheit vorschreiben will, was die zu tun hat.

  19. #18
    Jaycee Jaycee ist offline

    AW: Desinteresse an Politik.

    Zitat Ole2 Beitrag anzeigen
    Direkte Demokratie wäre auch nicht schlecht, aber vielleicht auch `ne Frage der Zeit. Sterben die Alten weg, könnte ja der Weg dahin frei sein, aber erschreckend sind natürlich schon die Zahlen jener, die nicht (mehr) wählen gehen. Gleichgültigkeit, Mutlosigkeit sind immer auch Nährboden für die, die dadurch ihre Macht zementieren können, denn immerhin, so lange der Mensch genug zu essen hat und auch gut am Konsum teilhaben kann, schert er sich immer weniger am Zustand der Gesellschaft. Das ist schon auffallend. Auf deutsch gesagt, stopfe ihm das Maul und er wird bequem. Wieso auch etwas ändern wollen, wenn man sich doch sonst gut eingerichtet hat im Leben? Schließlich ging es uns doch bisher nie besser im Leben als heute. Also läßt man am besten alles beim Alten, bis die Alten aussterben und dann wird man sehen, wie es weiter geht. Vielleicht fehlen uns doch noch ein paar echte, realistische, Visionäre?
    Da würde ich mich fast so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass eine Umstellung zur direkten Demokratie bei der momentanen Anzahl der Wählerschaft keine gute Idee wäre. Ich bin mir auch unsicher darüber, ob das Volk damit umgehen könnte. Viele Freunde mit denen ich darüber gesprochen haben, meinten, dass Deutschland mit der direkten Demokratie aufgrund der Umstellung und der erforderten Initiative überfordert wären. Direkte Demokratie ist lebendig und findet immer statt - im Gegensatz zur repräsentativen Demokratie, die eigentlich nur alle 4 Jahre stattfindet. Auch wenn ich mich definitiv für die direkte Demokratie ausspreche - aus meiner Sicht die beste Staatsform - so glaube ich, dass diese Umsetzung mit einigen großen Hürden verbunden wäre. Was ist deine Ansicht dazu?

  20. #19
    Ole2

    AW: Desinteresse an Politik.

    Denke ich auch, dass D überfordert wäre und wenn du mich fragst, was ich davon halte, von direkter Demokratie - so gut wie gar nichts, weil völlig undurchführbar und die Dinge schneller zerredet werden, als dass unter vielen Meinungen auch nur ein minimaler Konsens zu finden ist. Das klappt auf Dörfern ganz bestimmt hier und dort. In Kleinstädten vielleicht auch, aber nicht in anonymen Großstädten und bei den großen sozialen Unterschieden ein unrealistisches Unterfangen. Man muss das ganz objektiv betrachten, denn Traumseifenblasen zerplatzen sehr schnell und je öfter Wunschträume nicht in Erfüllung gehen, desto wahrscheinlicher ein Anwachsen von polit. Desinteresse. In einer zunehmend egoistischen Gesellschaft wirst du wenig Befürworter solcher Ideen finden. Die Piraten sind nur ein kleines Beispiel, ein bunter Haufen von teils auch egomanen Idealisten, manche mögen Traumtänzer sagen, die nicht einmal in ihrem Häuflein einen Konsens finden konnten und daher auch in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, was nicht heißt, dass deshalb so mancher Denkansatz falsch sein muß.

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