Hitler hätte nicht verhindert werden können, sein Aufstieg war vorprogrammiert insofern ist die Frage überflüssig, gäbe es kein Hitler dann würde ein Schneider an der Macht stehen und das Geschrei wäre wieder los, der Aufstieg einer Einparteiendiktatur war schon lange vorabsehbar:
Folgende tief in der Geschichte verwurzelten Faktoren begünstigten Hitlers Aufstieg:
- Nationalismus. Etwas was heute in Deutschland nur noch gelegentlich zur Fußball-WM autaucht, aber vor 200 Jahren kaum zu bändigen war. Nach 1817 fehlte es den Deutschen an einem eigenen nationalistischen Staat mit einer Währungseinheit. Um die Gemüter zu besänftigen gründete man einen Deutschen Bund, der aber für die Deutschnationalisten nicht ausreichend war, stattdessen verlangte man einen Staat nach dem Vorbild von Preußen oder Österreich-Ungarn. Irgendwann explodierte das Fass und es folgte die uns bekannte Märzrevolution, in der Einheit und Freiheit angestrebt werden sollte. 1871 kam die Einheit, die Freiheit fehlte jedoch. Unter Bismark kam es durch das Fehlen demokratischer Strukturen zu einer Radikalisierung des Nationalismus, weiter geschliffen wurde er unter Wilhelm II. (Deutschland braucht auch einen Platz an der Sonne!). Der ungerechte Versailler Vertrag, die soziale Lage nach dem Krieg, und die Politiker die sich der Kriegsschuld entzogen, erinnerten die Deutschen an die Ausgangslage von 1815/16 und mobilisierten endgültig die Radikalisierung des Deutschen Nationalismus. Der radikalisierte Nationalismus verhalf Hitler zum Aufstieg und wurde für die Rassenideologie ausgenutzt.
- Fehlen demokratischer Strukturen und Weimarer Republik. Im Gegensatz zu anderen Staaten war Deutschland wohl ein Spätzünder in der Entwicklung der Demokratie. Unter Bismark und Wilhelm II konnte sich Deutschland demokratisch nie richtig entfalten. 1919 (Glaube ich) wurde dann die erste demokratische Republik gegründet, doch leider zu spät. Das Volk glaubte schon lange an keine Demokratie mehr, viel eher suchte man einen schnellen Weg oder eine starke Führerposition, die Deutschland aus dem Elend holte und wieder zum alten Glanz verhalf, um sich an der erlittenen Schmach zu rächen. Die Weimarer Republik entwickelte sich demokratisch kaum weiter sondern blieb durch das vielseitige Parteienspektrum nur noch stehen. Die Weimarer Republik kam einfach zu keinen Ergebnissen, weil jeder nur auf die Zerschlagung der anderen Parteien konzentriert war. Das Fehlen einer Demokratie machte sich Hitler zu Nutze, die Weimarer Republik kann durchaus als Übergangsregierung zur Hitlers Einparteiendiktatur angesehen werden.
- Unruhen und Arbeitslosigkeit .
Interne Unruhen wie die sozialistische Revolution nach russischem Vorbild (Liebknecht und der Spartakus-Bund) spalteten das Volk und deren Volksdenken. Dadurch versprach Hitler dem Volk eine eigenständige Lösung des Problems und die Errichtung einer Volksgemeinschaft, was jedem zu Gute kam. Auf die Arbeitslosigkeit muss ich wohl nicht eingehen, da dieser Faktor von jedem bekannt ist und fälschlicherweise immer als Hauptursache (Obwohl es natürlich nicht ist) angegeben wird. Da selbst jeder Hauptschüler ausreichend darüber Bescheid weiß erspar ich mir eine weitere Erklärung, nur eine kleine Randbemerkung: Die Arbeitslosigkeit (Verstärkt durch die Weltwirtschaftskrise) begünstigte natürlich Hiltlers Aufstieg, aber Arbeitslosigkeit hätte man aber auch anders lösen können, wenn die von mir genannten Faktoren nicht existieren würden, als mit Hitler. Sonst würde das ja implizieren, dass bei jedem Arbeitslosenanteil in Deutschland ein rechtsextremistischer Diktator wieder ran muss.
-Hindenburg.
Hindenburg traute sich schon längst das Mandat als Reichskanzler nicht zu, da er schon über 80 Jahre war. Hitler war der idealste Nachfolger, einfach deswegen, weil er den ausreichenden Rückhalt bei den Volksmaßen bot und außerdem die Wahrscheinlichkeit einer linksorientierten Diktatur drastisch verringerte. Also bot man Hitler 3 Schlüsselpositionen im Kabinett an gegenüber 9 Konservativen, da man dachte auf dieser Weise die Hitler Bewegung noch zu zähmen, aber Hitler wusste wie er mit diesen 3 Positionen den Rest umgehen konnte. Hindenburg meine ich gehörte auch zur OHL, weshalb er wohl auch eher rechtsorientiert stand.
N
SDAP.
Nicht der Hauptgrund aber zerlegt man den Parteinamen, dann erhält man:
National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei
Der Name allein war von außen gesehen schon das Programm, man könnte sagen für jeden war etwas dabei, egal ob Arbeiter, Nationalist oder Unternehmer. Das beeinflusste das Wahlergebnis wohl ebenfalls positiv und Hitler versprach immerhin auch, dass die Partei sowas wie eine AllroundPartei war. (Entsprach natürlich nicht der Wahrheit)
Hier dazu einne Karikatur (Seite 2)
http://www.agrexive.de/cms/upload/pd...eschi-NSBO.pdf
Es macht keinen Sinn sich die Köpfe einzuhauen, eine Person wie Hitler wäre definitiv an die Macht gekommen und wenn nicht er dann irgendjemand anders ich erlaube es mir sogar zu sagen, dass es Schicksal schon war. Ich könnte wirklich noch 20 weitere Details erwähnen, da ich gefühlte 1000 Mal in meiner Schule damit konfrontiert wurde, aber ich belass es bei dieser ,,kurzen´´ Erklärung. Vielleicht sollte man es auch anders betrachten, wenn nicht Hitler dann vielleicht Hans Wurst (*Lach*), ich glaube mit diesem Namen wäre der Deutsche fürs Leben gepeinigt, damit will ich nicht Hitler jetzt gutheißen. Der zweite Weltkrieg hätte auch seinen Ablauf ohne Hitler genommen, der erste war insofern nur eine Pause, zu ungleich und verzwickt war einfach das Gleichgewicht in Europa. Also akzeptiert den Ablauf der Deutschen Geschichte, die Frage nach dem ,,Wieso nur Hitler?!?! ´´ ist nicht relevant jede Nation hat so seinen Miesepeter gehabt und zu den Leuten, die immer die Nazikeule schwingen, da kann ich nur getrost lachen (Obwohl ich niemals als Nazi betitelt wurde, insofern kenne ich dieses Gefühl nicht) , denn alle die sich über Hitler lustig machen wären ihm als Erster den Buckel runtergerutscht, wenn sie in dieser Zeit gelebt hätten.