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  1. #321
    Streuner Streuner ist offline
    Avatar von Streuner

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Es gibt Themen, zu denen habe ich keine besondere Meinung, die Sache mit dem Gendern zählt dazu, oder besser: Sie würde dazu zählen, wenn gewisse Menschengruppen, mit denen ich auf gar keinen Fall in einem Atemzug genannt werden möchte, sich nicht konsequent gegen das Gendern aussprechen würden oder gar von "Genderwahnsinn" faseln. Demzufolge spreche ich mich eher für als gegen das Gendern aus.

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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

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  3. #322
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline
    Avatar von HardAndSoft

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Gendern ist doch nichts anderes als Höflichkeit.

    Man redet Personen mit dem passenderen Geschlecht an: Männer werden als Männer, Frauen als Frauen angesprochen. Niemand wird dazu gezwungen (abgesehen von ganz seltenen Spezialfällen wie Abschlussarbeiten in Schule oder Uni), und man könnte darüber einfach die Gesellschaft im Alltag entscheiden lassen, ob es sich durchsetzt. Wie sonst auch über die Fortentwicklung der Sprache.

    Das hat übrigens schon einmal geklappt: Als ich aufgewachsen bin, habe ich noch lernen müssen, dass zwischen "Frau" und "Fräulein" streng zu unterscheiden ist. Sonst drohe der Untergang des Abendlandes. Komischerweise wurde nie zwischen "Herr" und "Herrlein" unterschieden, aber bei Frauen sollte es in der Anrede einen Unterschied machen, ob diese verheiratet sind oder nicht. Da war tatsächlich weibliches Gendern nach Familienstand in der Gesellschaft vorgeschrieben.

    Es wurde nie untersagt, "Fräulein" zu sagen. Trotzdem hat sich die Gesellschaft irgendwann entschieden, den Begriff auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Zu Recht. Weil es prinzipiell niemanden angeht, ob eine Frau verheiratet ist oder nicht. Und die Welt ist nicht untergegangen, obwohl plötzlich "Fräulein" als "Frauen" umgegendert wurden. Genau so kann sich die Gesellschaft auch jetzt wieder entscheiden, ob sie die neuen Gendervorschläge annimmt oder nicht. Alles easy. Stattdessen bekommen manche allein beim Thema einen "Hals".

    Ich werde nie verstehen, wieso manche Leute aus so etwas harmlosem und freiwilligem wie Gendern einen Krieg fabrizieren können. Deren Probleme möchte ich gerne mal haben ....

  4. #323
    Max @ home Max @ home ist gerade online
    Avatar von Max @ home

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Gendern ist doch nichts anderes als Höflichkeit.

    Man redet Personen mit dem passenderen Geschlecht an: Männer werden als Männer, Frauen als Frauen angesprochen.
    Ist das so? Für mich ist diese Form ein generisches Femininum mit Sonderzeichen. Deutlich sieht man das bei Umlauten oder e-Endungen im Singular. Da werden aus Ärzt*innen Ärzt und aus Biolog*innen Biolog. Die männlichen Studenten werden weiterhin im Plural als Student angesprochen. Und selbst, wenn der Wortstamm zufällig die männliche Form mit einschließt (z. B. Mitarbeiter*innen), dann "dankt man" im Dativ "den Mitarbeiter".

    Kurzum: Die ständige Behauptung, man würde alle Geschlechter inkludieren, stimmt für meine Begriffe nicht. Ich habe nichts gegen das Gendern (auch wenn ich nicht verstehe, warum man sprachlich Frauen und Männer überhaupt trennt), aber diese Form finde ich nicht nur unansehnlich, sondern schlichtweg inkonsequent.



    Niemand wird dazu gezwungen (abgesehen von ganz seltenen Spezialfällen wie Abschlussarbeiten in Schule oder Uni), und man könnte darüber einfach die Gesellschaft im Alltag entscheiden lassen, ob es sich durchsetzt..
    Und trotzdem komme ich dieser Form des Genderns nicht aus. Auf Werbetafeln, Litfaßsäulen, Hinweistafeln, im Briefverkehr oder auf Denkmälern. Man wird damit zwangsweise konfrontiert - auch wenn man diese Sprachentwicklung in dieser Form als Rückschritt sieht.

  5. #324
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline
    Avatar von HardAndSoft

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Max @ home Beitrag anzeigen
    Ist das so? Für mich ist diese Form ein generisches Femininum mit Sonderzeichen. Deutlich sieht man das bei Umlauten oder e-Endungen im Singular. Da werden aus Ärzt*innen Ärzt und aus Biolog*innen Biolog. Die männlichen Studenten werden weiterhin im Plural als Student angesprochen. Und selbst, wenn der Wortstamm zufällig die männliche Form mit einschließt (z. B. Mitarbeiter*innen), dann "dankt man" im Dativ "den Mitarbeiter".

    Kurzum: Die ständige Behauptung, man würde alle Geschlechter inkludieren, stimmt für meine Begriffe nicht. Ich habe nichts gegen das Gendern (auch wenn ich nicht verstehe, warum man sprachlich Frauen und Männer überhaupt trennt), aber diese Form finde ich nicht nur unansehnlich, sondern schlichtweg inkonsequent.




    Und trotzdem komme ich dieser Form des Genderns nicht aus. Auf Werbetafeln, Litfaßsäulen, Hinweistafeln, im Briefverkehr oder auf Denkmälern. Man wird damit zwangsweise konfrontiert - auch wenn man diese Sprachentwicklung in dieser Form als Rückschritt sieht.
    Wie soll sich die Gesellschaft denn entscheiden, ob die das Angebot annimmt oder verwirft, wenn sie nicht damit konfrontiert wird?
    Es gibt kein Recht darauf, nicht mit Ideen konfrontiert zu werden, die man schlecht findet. Es gibt nur das Recht darauf, die Idee für schlecht zu halten. Genau so entwickelt sich eine Gesellschaft weiter. Das wird nur heutzutage oft vergessen, wo man sich in den sozialen Medien seine eigene Bubble konfigurieren kann, in der man mit keinerlei "fremden" Ideen konfrontiert wird.

  6. #325
    Max @ home Max @ home ist gerade online
    Avatar von Max @ home

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Wie soll sich die Gesellschaft denn entscheiden, ob die das Angebot annimmt oder verwirft, wenn sie nicht damit konfrontiert wird?
    Es gibt kein Recht darauf, nicht mit Ideen konfrontiert zu werden, die man schlecht findet. Es gibt nur das Recht darauf, die Idee für schlecht zu halten. Genau so entwickelt sich eine Gesellschaft weiter.
    Laut jeder Umfrage, die ich kenne, hat sich die Gesellschaft bereits entschieden.

    Und mir ist natürlich klar, dass es kein Recht darauf gibt - das hab ich ja auch nicht behauptet. Aber die regelmäßig geäußerte Aussage, man müsse es ja nicht nutzen, umfasst ja nicht die ganze Tragweite. Man kann gesellschaftliche Veränderungen kritisieren, auch wenn man "nur" passiv von ihnen betroffen ist. Das machen wir ja hier in diesem Forum tagtäglich.

  7. #326
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline
    Avatar von HardAndSoft

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Max @ home Beitrag anzeigen
    Laut jeder Umfrage, die ich kenne, hat sich die Gesellschaft bereits entschieden.

    Und mir ist natürlich klar, dass es kein Recht darauf gibt - das hab ich ja auch nicht behauptet. Aber die regelmäßig geäußerte Aussage, man müsse es ja nicht nutzen, umfasst ja nicht die ganze Tragweite. Man kann gesellschaftliche Veränderungen kritisieren, auch wenn man "nur" passiv von ihnen betroffen ist. Das machen wir ja hier in diesem Forum tagtäglich.
    Niemand hat das kritisieren abgesprochen. Aber auch, um etwas kritisieren zu können, muss man ja erst mal damit konfrontiert werden.
    Auch aus meiner Sicht scheint das Thema momentan gesellschaftlich größtenteils durch zu sein; außer Merz und Söder redet keiner mehr davon.
    Deshalb bin ich auch etwas verwundert, dass dieser Thread hier ohne Not wieder aus dem Schlaf geholt wurde.

  8. #327
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Max @ home Beitrag anzeigen
    Ist das so? Für mich ist diese Form ein generisches Femininum mit Sonderzeichen. Deutlich sieht man das bei Umlauten oder e-Endungen im Singular. Da werden aus Ärzt*innen Ärzt und aus Biolog*innen Biolog. Die männlichen Studenten werden weiterhin im Plural als Student angesprochen. Und selbst, wenn der Wortstamm zufällig die männliche Form mit einschließt (z. B. Mitarbeiter*innen), dann "dankt man" im Dativ "den Mitarbeiter".
    Ich kann nicht ganz nachvollziehen, welchen Argumentationsstrang du hier aufmachst? Wenn ich zum Beispiel irgendwo lese "den Mitarbeiter:innen wird eine Abfindung gezahlt" (angenommen ich würde das irgendwo lesen^^), dann begreife ich doch, dass da nicht "den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird eine Abfindung gezahlt" steht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine erwachsene Person, die keine ernstzunehmende Lernschwäche hat oder Analphabet ist, das irgendwie durcheinander bringt? Oder missverstehe ich deinen Punkt?

    Notwendig dafür ist allerdings natürlich, wie ich schon schrieb, dass man als Kind dennoch die jeweiligen Kasus/Kasen/Kasi/Kasusse lernt. Schließlich kann man ja auch immer in die Bredoullie kommen, dass man nur von Mitarbeitern oder nur von Mitarbeiterinnen spricht.

    Zitat HardAndSoft Beitrag anzeigen
    Niemand hat das kritisieren abgesprochen. Aber auch, um etwas kritisieren zu können, muss man ja erst mal damit konfrontiert werden.
    Auch aus meiner Sicht scheint das Thema momentan gesellschaftlich größtenteils durch zu sein; außer Merz und Söder redet keiner mehr davon.
    Deshalb bin ich auch etwas verwundert, dass dieser Thread hier ohne Not wieder aus dem Schlaf geholt wurde.
    Sagte ich ja auch schon. Seltsamerweise wird immer von denen gefragt, ob es keine drängenderen Probleme gibt, die dem Thema ablehnen gegenüberstehen und somit eigentlich nur künstlich am Leben erhalten und so im Grunde nur noch radikaleren Kräften in die Hände spielen. Verstehen muss man das alles halt irgendwie nicht.

  9. #328
    Capt. Clark Capt. Clark ist offline
    Avatar von Capt. Clark

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Aktuell gibt es, wenn überhaupt, eine ziemlich klare politische Bewegung weg vom Gendern. Zudem redet interessanterweise niemand mehr übers Gendern und halt das Thema somit am Leben, als die politsch "rechts-konservativen"
    Was ist mit den öffentlich-rechtlichen Medien, die von unserem Geld bezahlt werden und dennoch seit mehr als zwei Jahren schon versuchen das "Gendern" überall durchzudrücken obwohl die Bevölkerung sich klar dagegen ausspricht? Da ist es doch nur logisch, dass von allen Seiten aus Kritik erscheint. Man will das Gendern eben nicht. Damit meine ich den Großteil der Gesellschaft. Nicht rechts, nicht links. Einfach Menschen, völlig egal woher, welches Geschlecht, welche Gesinnung.

    Mich stört es UNGEMEIN wie bei jedwedem Thema, wenn einem eine Meinung nicht passt, man es einfach versucht in eine politische Ecke zu schieben. Die Kritik am Gendern kommt nicht "aus dem Nichts", sondern weil bestimmte Personengruppen versuchen es zu forcieren - dann kommt logischerweise auch Gegenwind. Nein, die Kritik am Gendern kommt nicht von rechts-konservativen. Ich kenne genug Liberale und auch Linke, die dem sehr kritisch gegenüberstehen. Nicht zuletzt weil vorallem die Personengruppen, die man eigentlich schützen will, wie bspw. Transpersonen, immer mehr instrumentalisiert werden und es einen negativen Effekt auslöst. Es ist doch total kontraproduktiv, wenn man einer Personengruppe helfen will mehr "akzeptiert" zu werden und dann versucht normalen Leuten die damit nicht viel am Hut haben dies und jenes vorzuschreiben. Das löst das Gegenteil von dem aus, was man erreichen will. Das ist normale menschliche Psyche.

    Ich bin mittlerweile selbst eher liberal. Früher war ich links, ziemlich weit sogar. Scheiß Kapitalismus, scheiß Globalisierung, Anarchie! Gut, jeder ist mal jung und will "Anti" sein. Irgendwann wird man reifer, ich bin mittlerweile eher liberal, also mittig, aber vieles hat mich doch geprägt, man will ja auch seine Wurzeln nicht vergessen. Bei sozialen Themen bin ich daher immernoch eher links eingestellt. Bei manchen Themen dann mittlerweile eher liberal, manchmal auch konservativ, kommt eben auf das Thema an. Was mir wichtig ist, dass alle Menschen irgendwann auf dieser Welt gottverdammtnochmal gleich behandelt werden. Aber von Extremen-Lagern aus, nicht nur den Rechtsextremen, auch von den Linken wird die Schere immer weiter aufgemacht. Das raffen die meist selbst nicht.
    Man könnte jetzt den Bogen zu den Klimaklebern spannen, denn da ist es exakt das Gleiche. Das würde zu Off-Topic werden, daher nur ein kurzer Anschnitt. Ich bin sehr naturverbunden, ich bin gerne Wandern, Schwimmen oder Zelten, mir liegt viel an der Umwelt und wie wir damit umgehen. Trotzdem regen mich die Klimakleber auf. Einfach weil sie das Falsche tun, am falschen Ort, aus den falschen Gründen. Es hat einfach nichts mit Klimaschutz zutun und bringt das Gegenteil: Der Großteil der Bevölkerung, der sich nicht so sehr damit auseinandersetzt, wird einfach dagegen aufgehetzt. Das Thema Klimaschutz ist für den ein oder anderen damit einfach durch, weil diese Spinner einen überall belästigen und nötigen. Ich bin tatsächlich tiefer in dem Thema drin und weiß daher zum Glück, dass es Menschen gibt, die wirklich etwas verändern wollen und das zum Teil auch schaffen. Und diese unterstütze ich. Nicht aber Soja-Sören der sich auf die Straße klebt und dann rumschreit wie ein Kleinkind. Um zurück zum Thema zu kommen, das gleiche gilt beim Gendern. Es ist einfach keine Lösung für ein nicht-existierendes Problem.

    Hört auf Meinungen oder Kritik die euch nicht passt irgendwelchen Lagern zuzuordnen, nach dem Motto "dann muss ich mich damit ja nicht beschäftigen, das ist nur die doofe Meinung böser Rechter" Nein ist es eben nicht, nicht alle aus der linken Szene sind so hirnverbrannt, es gibt zum Glück noch ein paar Wenige, die nicht nur Ja-sagen und allen hinterherlaufen sondern ihren Werten treu geblieben sind und sich auch kritisch mit Themen beschäftigen. Auch von links kommt Kritik am Gendern, gerechtfertigterweise.

  10. #329
    Voorheesian Witch Voorheesian Witch ist offline
    Avatar von Voorheesian Witch

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Und du meinst, dein Einstieg in dieses Thema hat dafür eine gute Grundlage gelegt? Welches Verständnis glaubst du will jemand "von der Gegenseite" von dir erwarten, wenn er/sie erstmal pauschal als "Egozentriker" mit "krankhaften Problemen" bezeichnet wird, der/die sich am besten erstmal psychologische Hilfe holen sollte? Ehrlicherweise würde mir da jeder Wunsch nach einer Diskussion vergehen.
    Der Satz, man könne darüber diskutieren, war auf die Gesellschaft bezogen, nicht konkret auf mich, die einen bereits klaren Standpunkt vertritt. Man kann zwar natürlich trotzdem auch mit mir reden und ich würde mir auch anhören, welche Gründe ein Betroffener für den Wunsch nach Sprachänderungen anführt. Aber es würde nichts mehr an meinem Standpunkt ändern. Ganz einfach aus zwei Gründen:

    1. ECHTE Probleme sind echte Probleme. Wirkliche Diskriminierung, Mobbing, Gewalt, Vergewaltigung, Armut, Hunger, Krieg etc. - das sind Probleme. Missfallen am generischen Maskulinum, von Millionen gewohnt und gesprochen, gehört nicht dazu und ist nichts weiter als ein wichtigtuerischer Ausdruck unseres modernen Zeitgeistes, der völlig den Bezug zum Essentiellen verloren hat. Wer sich davon also allen Ernstes persönlich diskriminiert und ausgegrenzt fühlt, der kann ein super netter, sensibler, ehrlicher, vertrauenswürdiger Mensch sein, zeigt aber dennoch ganz deutlich, dass es da also ein Problem gibt, wo er übermäßig stark mit sich selbst beschäftigt ist, sonst würde die Gesellschaft dieses Problem in größerer Menge teilen. Bis hier hin is das auch ok. Den Vorschlag allerdings zu machen, dass deswegen die Sprache abgeändert werden solle, wälzt die Verantwortung von einem selbst, mit diesem eigenen Triggerproblem umzugehen, auf Andere, die damit aus guten Gründen kein Problem haben, ja für die's völlige Normalität ist, ab. Und an dieser Stelle zeigt sich die Egozentrik, die aus einem tieferen Gefühl der Wut, Angst, Ohnmacht, ergo einem Minderwertigkeitskomplex, resultiert. Und den geht man an durch Selbstreflexion und ggf. therapeutische Arbeit. Das war keine gehässige, sondern eine ernsthafte Empfehlung für solche, die sich tatsächlich hart durch die Sprache diskriminiert fühlen. Weil es dafür einfach keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Weil das Grundproblem tiefer liegt und auch nicht durch ein solches Sternchen gelöst werden würde.

    2. Das Gender-Sternchen ist keine einzelne Idee, sondern 'ne Art noch harmlos erscheinende Heranführung an weitere Ideen, die inzwischen regelmäßig und in immer absurderer Form wie Gift ins Volk gegeben werden. Und das muss man klar sehen. Wie man auch sehen muss, dass diese Woke Agenda die "eigenen" Leute durch vermeintlich gesunden Kampf für ihre Rechte ködert und instrumentalisiert, um Spaltung zu bewirken. Es ist aber kein gesunder Kampf und warum, führe ich weiter unten aus, weswegen ich auch nicht mehr offen für Pro-Argumente bin.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Aktuell gibt es, wenn überhaupt, eine ziemlich klare politische Bewegung weg vom Gendern. Zudem redet interessanterweise niemand mehr übers Gendern und halt das Thema somit am Leben, als die politsch "rechts-konservativen" - um Mal aus deinem Vorstellungsthema zitieren zu dürfen.
    Gendern ist sehr wohl noch Thema. Du brauchst nur einen Arbeitgeber, der in der Wokeness aufgeht oder es aufgrund des Firmenimages für nötig hält und schon tippst du gegenderte Briefe, Artikel oder sonst was. Da liegt die Frage, ob man auch innerhalb der Kollegschaft andere Umgangsformen pflegen sollte, nicht so fern und es wird Menschen geben, die auf diese Weise unter Druck geraten. Zudem sehe ich ständig offizielle, schriftliche Beiträge, in denen gegendert wird. Ich kriege Mails, in denen gegendert wird. Ich nehme an Meinungsumfragen aller Art Teil, in denen gegendert wird. Es ist nicht lange her, dass ich erst vom Vorschlag las, man könne ja "Bonusloch" statt "Vagina" sagen. Mag man drüber schmunzeln, weil wird sich nicht durchsetzen. Aber da diese Woke Bewegung, die fanatischen, treibenden Kräfte darin, sich für nichts zu schade sind, kann ich persönlich darüber nicht mehr lachen. Auch nicht darüber, dass eine vulgäre Drag Queen "Big Clit" kleinen Kids aus Kinderbüchern vorliest, um sie direkt an die "Buntheit" der Menschen zu gewöhnen. Oder dass eine Kita einen Raum für sexuelle Erkundungsspielchen einrichten wollte. Oder dass Regenbogenflaggen vom Polizeipräsidium runterhängen und Polizeiautos damit verkleidet werden. Dass man sich das Geschlecht künftig aussuchen und bei Bedarf wechseln können soll. Dass es auch mehr Geschlechter geben soll, als zwei. Dass sowas mitunter schon gelehrt wird und zur Diskriminierung solcher führt, die etwas anderes behaupten. Dass man auch ein Tier sein darf, wenn man sich so fühlt. Dass man Personen mit cis, fis, d-moll oder sonst was anreden soll und immer mehr Jugendliche das cool finden, ja sich schon selbst fragen, ob sie nicht vielleicht ein bisschen homo-, bi- oder pansexuell sein sollen. Und vieles weitere mehr... Und deswegen bin ich klar zum Fazit gekommen, dass die Woke Agenda samt Gender-Sternchen, das harmlos anmutet, es aber nicht ist, unbedingt und knallhart abgewiesen werden muss. Und ich hoffe, dass viele queere Menschen, die jetzt verständlicherweise euphorisch auf den Zug aufspringen, das ebenfalls noch erkennen und sich wieder distanzieren werden.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Die Frage nach einer Umfrage wirkt im Zusammenhang damit, dass du deine Einstellung dazu direkt danach mit teils drastisch abwertenden Formulierungen klar herausgestellt hast eher so, als würdest du gern eine Liste haben mit Leuten, die du tendenziell "auf deiner Seite " sehen kannst und Usern, die für dich von vornherein ein bisschen einen an der Klatsche haben.
    Nein, wirklich, es geht mir nicht um eine Liste, denn ich dachte nichtmals an eine mit Namen, sondern in anonymer Form. Die einfach zeigt, wie Menschen das Ganze bewerten. Nämlich dass sie es in der überragenden Mehrheit nicht wollen. Aus dem Gefühl der Nötigung heraus, Widerstand leisten zu müssen, ist inzwischen ein starkes Bedürfnis meinerseits geworden, auf diese Dinge aufmerksam machen und meinen persönlichen Standpunkt vertreten zu wollen. Damit sich auch Andere dadurch bestärkt fühlen, öffentlich zu ihrer Meinung zu stehen, statt sich weiterhin zurückzuhalten, zu verstecken oder zu schämen. Warum ist das so wichtig? Weil man hier in diesem Land, vor allem seit Corona, mundtot gemacht und als Nazi hingestellt wird, wenn man Meinungen hat, die nicht links sind. Das ist falsch, unterdrückerisch und gefährlich, und es wird höchste Eisenbahn, sich dagegen zu wehren.

  11. #330
    Thaddaeus Thaddaeus ist offline
    Avatar von Thaddaeus

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Capt. Clark Beitrag anzeigen
    Was ist mit den öffentlich-rechtlichen Medien
    Was soll damit sein?
    Grundsätzlich sollten diese den Anspruch haben, so weit wie möglich alle Gruppen in unserer Gesellschaft zu erreichen. Dass also in den öffentlich-rechtlichen Medien teilweise gegendert wird muss ich persönlich nicht befürworten, aber wer bin ich schon, ihnen das gleich verbieten zu wollen?

    Es gibt da ja keine Leitlinie von ARD und ZDF, die ihren Mitarbeitern vorschreibt zu gendern. Den einzelnen Redaktionen wird es freigestellt, ob sie gendern oder nicht (es wird also weder verpflichtend vorgeschrieben, noch untersagt). So kommt es halt, dass die Artikel, Sendungen und Tweets aus dem öffentlich-rechtlichen Raum mal gendern und mal nicht gendern.

    Soll das doch jeder mit sich selbst ausmachen, ob er in Schrift und/oder Sprache gendert oder nicht gendert. Das bleibt doch jedem selbst überlassen.

  12. #331
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Capt. Clark Beitrag anzeigen
    Was ist mit den öffentlich-rechtlichen Medien, die von unserem Geld bezahlt werden und dennoch seit mehr als zwei Jahren schon versuchen das "Gendern" überall durchzudrücken obwohl die Bevölkerung sich klar dagegen ausspricht? Da ist es doch nur logisch, dass von allen Seiten aus Kritik erscheint. Man will das Gendern eben nicht. Damit meine ich den Großteil der Gesellschaft. Nicht rechts, nicht links. Einfach Menschen, völlig egal woher, welches Geschlecht, welche Gesinnung.

    Mich stört es UNGEMEIN wie bei jedwedem Thema, wenn einem eine Meinung nicht passt, man es einfach versucht in eine politische Ecke zu schieben. Die Kritik am Gendern kommt nicht "aus dem Nichts", sondern weil bestimmte Personengruppen versuchen es zu forcieren - dann kommt logischerweise auch Gegenwind. Nein, die Kritik am Gendern kommt nicht von rechts-konservativen. Ich kenne genug Liberale und auch Linke, die dem sehr kritisch gegenüberstehen. Nicht zuletzt weil vorallem die Personengruppen, die man eigentlich schützen will, wie bspw. Transpersonen, immer mehr instrumentalisiert werden und es einen negativen Effekt auslöst. Es ist doch total kontraproduktiv, wenn man einer Personengruppe helfen will mehr "akzeptiert" zu werden und dann versucht normalen Leuten die damit nicht viel am Hut haben dies und jenes vorzuschreiben. Das löst das Gegenteil von dem aus, was man erreichen will. Das ist normale menschliche Psyche.

    Ich bin mittlerweile selbst eher liberal. Früher war ich links, ziemlich weit sogar. Scheiß Kapitalismus, scheiß Globalisierung, Anarchie! Gut, jeder ist mal jung und will "Anti" sein. Irgendwann wird man reifer, ich bin mittlerweile eher liberal, also mittig, aber vieles hat mich doch geprägt, man will ja auch seine Wurzeln nicht vergessen. Bei sozialen Themen bin ich daher immernoch eher links eingestellt. Bei manchen Themen dann mittlerweile eher liberal, manchmal auch konservativ, kommt eben auf das Thema an. Was mir wichtig ist, dass alle Menschen irgendwann auf dieser Welt gottverdammtnochmal gleich behandelt werden. Aber von Extremen-Lagern aus, nicht nur den Rechtsextremen, auch von den Linken wird die Schere immer weiter aufgemacht. Das raffen die meist selbst nicht.
    Man könnte jetzt den Bogen zu den Klimaklebern spannen, denn da ist es exakt das Gleiche. Das würde zu Off-Topic werden, daher nur ein kurzer Anschnitt. Ich bin sehr naturverbunden, ich bin gerne Wandern, Schwimmen oder Zelten, mir liegt viel an der Umwelt und wie wir damit umgehen. Trotzdem regen mich die Klimakleber auf. Einfach weil sie das Falsche tun, am falschen Ort, aus den falschen Gründen. Es hat einfach nichts mit Klimaschutz zutun und bringt das Gegenteil: Der Großteil der Bevölkerung, der sich nicht so sehr damit auseinandersetzt, wird einfach dagegen aufgehetzt. Das Thema Klimaschutz ist für den ein oder anderen damit einfach durch, weil diese Spinner einen überall belästigen und nötigen. Ich bin tatsächlich tiefer in dem Thema drin und weiß daher zum Glück, dass es Menschen gibt, die wirklich etwas verändern wollen und das zum Teil auch schaffen. Und diese unterstütze ich. Nicht aber Soja-Sören der sich auf die Straße klebt und dann rumschreit wie ein Kleinkind. Um zurück zum Thema zu kommen, das gleiche gilt beim Gendern. Es ist einfach keine Lösung für ein nicht-existierendes Problem.

    Hört auf Meinungen oder Kritik die euch nicht passt irgendwelchen Lagern zuzuordnen, nach dem Motto "dann muss ich mich damit ja nicht beschäftigen, das ist nur die doofe Meinung böser Rechter" Nein ist es eben nicht, nicht alle aus der linken Szene sind so hirnverbrannt, es gibt zum Glück noch ein paar Wenige, die nicht nur Ja-sagen und allen hinterherlaufen sondern ihren Werten treu geblieben sind und sich auch kritisch mit Themen beschäftigen. Auch von links kommt Kritik am Gendern, gerechtfertigterweise.
    Ich habe von "das Thema wird am Leben gehalten" gesprochen, und nicht grundsätzlich davon, dass Kritik nur von rechts-konservativ kommt. Zudem habe ich von "politischer Bewegung" gesprochen, nicht von der Stimmung in der Gesellschaft.
    Und politisch wird das Thema eben vor allem von den Parteien nahe oder weit rechts der Mitte thematisiert. Ich bekomme quasi nichts zum Thema gendern von der Linken mit oder der SPD. Ein bisschen was von den Grünen, aber hauptsächlich wird Gendern (politisch) von CDU/CSU und AfD thematisiert und eben auch radikalisiert, weil man sich dort gegen eine vermeintliche Gender-Pflicht meint wehren zu müssen, die es aber im Prinzip nicht gibt.

    Dass man passiv mit gendern in Berührung kommt, damit muss man halt klar kommen. Genauso wie ich mit Fluß, muß, daß oder anderen aus der Zeit gefallenen Schreibweisen zurecht kommen muss.



    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    1. ECHTE Probleme sind echte Probleme. Wirkliche Diskriminierung, Mobbing, Gewalt, Vergewaltigung, Armut, Hunger, Krieg etc. - das sind Probleme. Missfallen am generischen Maskulinum, von Millionen gewohnt und gesprochen, gehört nicht dazu und ist nichts weiter als ein wichtigtuerischer Ausdruck unseres modernen Zeitgeistes, der völlig den Bezug zum Essentiellen verloren hat. Wer sich davon also allen Ernstes persönlich diskriminiert und ausgegrenzt fühlt, der kann ein super netter, sensibler, ehrlicher, vertrauenswürdiger Mensch sein, zeigt aber dennoch ganz deutlich, dass es da also ein Problem gibt, wo er übermäßig stark mit sich selbst beschäftigt ist, sonst würde die Gesellschaft dieses Problem in größerer Menge teilen.
    Was genau macht die Gesellschaft gegen die echten Probleme wie Diskriminierung, Mobbing, Armut, Gewalt, Hunger und Krieg? Da sehe ich jetzt Gesamtgesellschaftlich auch nicht die riesengroßen Anstrengungen? Man muss ja nur ins Forum hier schauen, um zu erkennen, dass für Teile dieser Liste noch nicht mal ein Bewusstsein da ist.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Bis hier hin is das auch ok. Den Vorschlag allerdings zu machen, dass deswegen die Sprache abgeändert werden solle, wälzt die Verantwortung von einem selbst, mit diesem eigenen Triggerproblem umzugehen, auf Andere, die damit aus guten Gründen kein Problem haben, ja für die's völlige Normalität ist, ab. Und an dieser Stelle zeigt sich die Egozentrik, die aus einem tieferen Gefühl der Wut, Angst, Ohnmacht, ergo einem Minderwertigkeitskomplex, resultiert. Und den geht man an durch Selbstreflexion und ggf. therapeutische Arbeit. Das war keine gehässige, sondern eine ernsthafte Empfehlung für solche, die sich tatsächlich hart durch die Sprache diskriminiert fühlen. Weil es dafür einfach keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Weil das Grundproblem tiefer liegt und auch nicht durch ein solches Sternchen gelöst werden würde.
    Im Grunde sagst du nur deine Sicht und keine objektive psychologische Einschätzung. Ich zumindest finde es etwas tollkühn, allen Frauen, die sich durch eine jahrhundertelange verfestigte sprachliche Fixierung aufs männliche Geschlecht vllt doch so langsam hier und da ausgegrenzt fühlen, psychologische Probleme zu unterstellen.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    2. Das Gender-Sternchen ist keine einzelne Idee, sondern 'ne Art noch harmlos erscheinende Heranführung an weitere Ideen, die inzwischen regelmäßig und in immer absurderer Form wie Gift ins Volk gegeben werden. Und das muss man klar sehen.
    Die da wären?

    Wie man auch sehen muss, dass diese Woke Agenda die "eigenen" Leute durch vermeintlich gesunden Kampf für ihre Rechte ködert und instrumentalisiert, um Spaltung zu bewirken. Es ist aber kein gesunder Kampf und warum, führe ich weiter unten aus, weswegen ich auch nicht mehr offen für Pro-Argumente bin.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Gendern ist sehr wohl noch Thema. Du brauchst nur einen Arbeitgeber, der in der Wokeness aufgeht oder es aufgrund des Firmenimages für nötig hält und schon tippst du gegenderte Briefe, Artikel oder sonst was. Da liegt die Frage, ob man auch innerhalb der Kollegschaft andere Umgangsformen pflegen sollte, nicht so fern und es wird Menschen geben, die auf diese Weise unter Druck geraten.
    Tragisch. Ich arbeite in einem Konzern, der auch Gendern-Richtlinien herausgegeben hat. Und wenn man nicht gendert, passiert übrigens: nichts. :O

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Zudem sehe ich ständig offizielle, schriftliche Beiträge, in denen gegendert wird. Ich kriege Mails, in denen gegendert wird. Ich nehme an Meinungsumfragen aller Art Teil, in denen gegendert wird.
    Und welche seelischen Grausamkeiten erleidest du dadurch?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Es ist nicht lange her, dass ich erst vom Vorschlag las, man könne ja "Bonusloch" statt "Vagina" sagen. Mag man drüber schmunzeln, weil wird sich nicht durchsetzen. Aber da diese Woke Bewegung, die fanatischen, treibenden Kräfte darin, sich für nichts zu schade sind, kann ich persönlich darüber nicht mehr lachen.
    Ja und wenn man sich genauer damit auseinandersetzt hätte, wüsste man, wie es gemeint war. Aber keine Sorge, ich habe das hier schon aufgedröselt. Spoileralarm: Viel panisches Entsetzen um nichts.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Oder dass Regenbogenflaggen vom Polizeipräsidium runterhängen und Polizeiautos damit verkleidet werden.
    Was weshalb genau schlimm ist?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Dass man auch ein Tier sein darf, wenn man sich so fühlt.
    Ja ne. Offiziell sicher nicht. Und inoffiziell durfte man schon immer sein, was man will. Ich glaube ja eher, dass es solche Leute schon immer gegeben hat. Früher haben die sich halt im Keller als Füchse verkleidet und gegenseitig auf ihre Kunstfellpfoten onaniert. Heute gehen die damit halt an die Öffentlichkeit (ohne das Onanieren halt). Das ist eher ein verfälschter Eindruck, der jetzt entsteht, weil alles in irgendwelche Medien (Social oder Klassik) gezeigt wird.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Dass man Personen mit cis, fis, d-moll oder sonst was anreden soll und immer mehr Jugendliche das cool finden, ja sich schon selbst fragen, ob sie nicht vielleicht ein bisschen homo-, bi- oder pansexuell sein sollen.
    Was genau ist schlimm daran, wenn sich Jugendliche fragen, wie ihre sexuelle Orientierung aussieht?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Nein, wirklich, es geht mir nicht um eine Liste, denn ich dachte nichtmals an eine mit Namen, sondern in anonymer Form. Die einfach zeigt, wie Menschen das Ganze bewerten. Nämlich dass sie es in der überragenden Mehrheit nicht wollen.
    Wenn das Umfrageergebnis für dich eh von vornherein feststeht, wozu dann noch eine Umfrage machen?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Aus dem Gefühl der Nötigung heraus, Widerstand leisten zu müssen, ist inzwischen ein starkes Bedürfnis meinerseits geworden, auf diese Dinge aufmerksam machen und meinen persönlichen Standpunkt vertreten zu wollen. Damit sich auch Andere dadurch bestärkt fühlen, öffentlich zu ihrer Meinung zu stehen, statt sich weiterhin zurückzuhalten, zu verstecken oder zu schämen.
    Wo genau machen das Leute? Also im Internet sicher nicht und im "RL" komme ich auch mit mehr als genügend Menschen in Kontakt, die klar sagen, dass sie nicht gendern.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Warum ist das so wichtig? Weil man hier in diesem Land, vor allem seit Corona, mundtot gemacht und als Nazi hingestellt wird, wenn man Meinungen hat, die nicht links sind. Das ist falsch, unterdrückerisch und gefährlich, und es wird höchste Eisenbahn, sich dagegen zu wehren.
    Komischerweise lese und sehe ich überall Menschen, die meinen, man dürfe ja nichts mehr sagen, nur um dann aufzuzählen, was man alles nicht mehr sagen dürfe. Komischerweise sind die seit Corona auch viel mehr geworden. Kann es vllt sein, dass es in weiten Teilen viel mehr eine gefühlte "Unterdrückung" ist?

    Mal abgesehen davon, dass man schon objektiv betrachtet zugeben muss, dass Corona ein paar wirklich gegen die Wand gerannte Leute hervorgebracht hat - nehmen wir z.B. mal den Attila Hildmann oder Konsorten.

  13. #332
    Voorheesian Witch Voorheesian Witch ist offline
    Avatar von Voorheesian Witch

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Was genau macht die Gesellschaft gegen die echten Probleme wie Diskriminierung, Mobbing, Armut, Gewalt, Hunger und Krieg? Da sehe ich jetzt Gesamtgesellschaftlich auch nicht die riesengroßen Anstrengungen?
    Mag sein, muss aber separat diskutiert werden. Ein Gender-Sternchen ändert jdf. nichts an diesen Umständen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Im Grunde sagst du nur deine Sicht und keine objektive psychologische Einschätzung. Ich zumindest finde es etwas tollkühn, allen Frauen, die sich durch eine jahrhundertelange verfestigte sprachliche Fixierung aufs männliche Geschlecht vllt doch so langsam hier und da ausgegrenzt fühlen, psychologische Probleme zu unterstellen.
    Hast du verstanden, dass ich von denen sprach, die sich HART getriggert fühlen? Ich muss darauf rumreiten, denn dieser Punkt ist wichtig in Bezug auf die Argumentation der Therapieempfehlung. Weil er automatisch jene unterscheidet, die sich zwar mglw. auch für's Gendern aussprechen, es aber mit Unverbissenheit und aus dem sozialen Wunsch heraus machen, was Gutes tun zu wollen. In diese Kategorie könnte durchaus ein Großteil fallen. Aber wirkliches sich ausgegrenzt und sich persönlich beleidigt Fühlen? Das sind zweifelsfrei Leute mit einem unverarbeiteten Schaden.

    Ein "so langsam hier und da ausgegrenzt fühlen" klingt komisch, denn entweder fühlt man sich ausgegrenzt oder nicht. Dass sich das erst in derart langem Nachhinein entwickelt und dann auch noch in einer Masse, die es relevant für die ganze Gesellschaft machen soll, is doch Quatsch. Das beschreibt genau das Phänomen, auf das ich urspr. auch hinaus wollte: es werden Probleme gemacht, wo keine sind, und Menschen werden mit dieser Idee infiziert. DANN stört es sie plötzlich. Der Grund dafür jdf., warum vor allem so viele junge Mädels auf diesen Zug aufspringen, ist nicht der, dass die Sprache hier tatsächlich diskriminieren würde, sondern dass jede Zeit ihren Zeitgeist hat und der aktuelle dem der Wokeness entspricht. Es tut gut, sich mit etwas identifizieren zu können, Teil einer Community zu sein und sich hier vermeintlich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Es ist ein Hype, der junge Menschen lockt. DESWEGEN fühlen sich diese ganzen Girlies gestört wie bestärkt.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Die da wären?
    Die Gefahren habe ich doch weiter unten ausführlichst aufgeführt. Meine Aufzählung dessen, welche weiteren kuriosen, spalterischen, die Menschen aufbringenden Blüten die Woke Welle inzwischen schon getrieben hat und welche Auswirkungen das mitunter schon hatte, haben kann oder haben wird, sollte man das nicht stoppen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Tragisch. Ich arbeite in einem Konzern, der auch Gendern-Richtlinien herausgegeben hat. Und wenn man nicht gendert, passiert übrigens: nichts. :O
    Das ist erfreulich. Andere haben deswegen schon schlechte Noten bekommen, wurden diffamiert, von Kollegen in belehrenden Streit verwickelt oder waren ihren Job quitt. Nicht weil das System einen bereits allgemeingültigen Zwang verhangen hätte. Sondern weil einer Bewegung naturgemäß Dynamik innewohnt. Sprich es entwickelt sich und breitet sich aus. Erst sind es nur ein paar Arbeitgeber, die so in der Öffentlichkeit stehen, dass sie sich zum Gendern positiv verpflichtet oder negativ gedrängt fühlen. Weitere, die von dieser Vorbildlichkeit profitieren möchten, werden folgen. Weitere, mit 'ner vielleicht männergefrusteten Femen-Chefin werden sich das ganz besonders fett auf die Fahne schreiben. Und so wird das Ding zum monströsen Selbstläufer. Zum Glück regt sich bereits starker Widerstand...

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Und welche seelischen Grausamkeiten erleidest du dadurch?
    Dass diese Dauerkonfrontation mich in ein Lebensgefühl seelischer Enge und der Befürchtung drängt, dass diese Woke Agenda die Gesellschaft und Kultur in ein faschistoides "Reich der Toleranz" umzustricken versucht. Sehr viele spüren diese Angst inzwischen. Mag für manchen utopisch klingen, aber es ist ja nun nicht so, als hätte es faschistoide Ideologien und Regime nicht bereits gegeben. Dieses hier wäre etwas anders, denn es würde das Deckmäntelchen der Toleranz tragen, weswegen es schwerer zu entlarven wäre. Aber, nochmal, es zeigt sich doch jetzt schon glasklar die Gefahr mancher Behauptungen oder Ereignisse:

    - Es gibt mehr als 2 Geschlechter - falsch
    - Ein Mann kann eine echte Frau sein und umgekehrt - falsch
    - Gott ist queer - falsch
    - Sexuelle Kita-Erkundungsräume - Frühsexualisierung von Kindern, kriminell
    - Pädophile Strömungen innerhalb der Woken Bewegung - Pädophilie auf dem Weg zur Saloonfähigkeit, kriminell
    - LGBTQ Menschen sind alle normal so, wie sie sind - falsch, auf diese Weise wird die Grenze zwischen Gesundheit und Störung aufgelöst

    Wie gesagt, es ist nicht der Einzelne, der sich der Woken Community zugehörig fühlt. Das können normale Menschen sein. Allerdings tummeln sich dort auch gewaltbereite Linksextremisten, männerhassende Femen, behandlungswürdige Gestörte und Perverse (Pädophile inbegriffen). Gerade Thema Pädophilie könnte noch heiß werden, denn wenn die Woke Bewegung also dafür steht, der Minderheit eine Stimme zu geben und ihre Rechte zu stärken, dann steht irgendwann die Frage im Raum, ob auch Pädophile ein Recht auf das Ausleben ihrer sexuellen Neigung haben sollten, schließlich haben sie sie sich nicht ausgesucht. Und wenn es ansonsten doch vernünftige, bisher gesetzestreue Mitbürger waren, ja dann kann man sie doch nicht einfach als krank bezeichnen? Das wäre unmenschlich. Diskriminierend. Also muss ein Weg gefunden werden, auch dieser Minderheit gerecht zu werden. Sodomisten ebenfalls? Und iwann, ganz hinten angelangt, kommt es zur klassischen Frage aus vielen Sci-Fi Filmen: ist ein Roboter ein Mensch, sollte er also menschliche Rechte bekommen und darf man eine echte Beziehung zu ihm eingehen? Dann hat der Mensch wirklich geschafft, jede Vernunft mit seinem "vernunftbegabten Verstand" zu eliminieren...

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Ja und wenn man sich genauer damit auseinandersetzt hätte, wüsste man, wie es gemeint war. Aber keine Sorge, ich habe das hier schon aufgedröselt. Spoileralarm: Viel panisches Entsetzen um nichts.
    Gut, habe ich gelesen, danke für diese Aufklärung und ziehe ich dann in der Form zurück, wenngleich es dem selben Woken Hype entspringt und sich für mich persönlich sehr befremdlich anhört. Denn "Vagina" ist ein medizinisch-anatomischer Begriff. Und "Bonus-Loch" klingt einfach nur ekelerregend vulgär und herabwürdigend. Quasi genau so müllig, wie eine Frau, die sich mit ihrem Frausein nicht identifiziert, wohl eben über ihre eigene Vagina denkt. Aber diesem Problem mit solcher quasi bestätigender Ausdrucksweise gerechtwerden zu wollen, is beschämend.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Was weshalb genau schlimm ist?
    Dass man das überhaupt erklären muss. Weil eine Neutralitätspflicht besteht, die dem Bürger garantiert, dass vor dem Gesetz ALLE gleich sind und niemand herabgewürdigt, bevorzugt oder sonst wie gesondert behandelt oder beurteilt wird. Nun wird die Regenbogenflagge zwar von vielen immer noch als etwas Positives oder Ungefährliches betrachtet. Das war ja auch mal so, fraglos. Nichtsdestotrotz wird die Neutralitätspflicht dadurch verletzt und das wird um so deutlicher, wenn du dir vorstellst, dass man sonst ja auch auf die Idee kommen könnte, Hakenkreuzflaggen dort anzubringen, nur weil das betreffende Polizeipräsidium sich darin ggf. einig ist. Deswegen ist auch das ein klares Zeichen, dass Menschen versuchen diese Agenda zu pushen und/oder ihr aus Gutgläubigkeit heraus verfallen. So lange, bis wirklich entsprechende Gesetze erlassen werden. Bspw., dass es mehr Geschlechter gibt, als männlich und weiblich. Und wenn du das dann noch öffentlich anzweifelst, kann man dich als Volksverhetzer drankriegen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Ich glaube ja eher, dass es solche Leute schon immer gegeben hat. Früher haben die sich halt im Keller als Füchse verkleidet und gegenseitig auf ihre Kunstfellpfoten onaniert. Heute gehen die damit halt an die Öffentlichkeit (ohne das Onanieren halt). Das ist eher ein verfälschter Eindruck, der jetzt entsteht, weil alles in irgendwelche Medien (Social oder Klassik) gezeigt wird.
    Klar wird's diese Leute schon immer gegeben haben. Man sieht sie inzwischen aber nicht grundlos häufiger, sondern diese mediale Omnipräsenz wird durch die Woke Agenda gezielt forciert, um auf diese Weise einen ebenfalls gezielten Gesellschaftsdruck zu erzeugen. Schließlich sind das alles Minderheiten, die gehört, verstanden und diskriminierungsfrei behandelt werden müssen. Für sich nichts Schlechtes, möchte man meinen. Aber man übersieht dabei den kultartigen Hype, der vor allem Jugendliche und Kinder massivst beeinflusst, sie mitunter herb verwirrt, und der in diesem ganzen bunten, schrillen und freiheitlichen Getöse überhaupt nicht mehr erwähnt, dass manches keine sexuelle Ausrichtung oder besondere Eigenart, sondern eine Störung ist. Es ist absolut fahrlässig bis vorsätzlich-manipulativ und somit kriminell, Menschen, Kindern, weißmachen zu wollen, dass etwas Bestimmtes völlig normal, harmlos und sogar cool ist, obwohl es sich um eine psychische, das Leben negativ beeinträchtigende, behandlungswürdige Störung handelt. Und wer das stark unterstützt, diese neuen "Lehren" unreflektiert weitergibt, seine Kinder damit aufzieht, der macht sich wirklich schuldig, auch wenn er's aus Doofheit heraus vielleicht gut meint.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Was genau ist schlimm daran, wenn sich Jugendliche fragen, wie ihre sexuelle Orientierung aussieht?
    Weil es so, wie es inzwischen gehyped und an Jugendliche, sogar das Kind schon, herangetragen wird, einer nahezu empfehlenden Manipulation entspricht. Ungefähr so, wie der unbekannte, nette Onkel mit hübschen Bonbons ködert, die ja auch erst mal sehr schön und lecker aussehen...

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wenn das Umfrageergebnis für dich eh von vornherein feststeht, wozu dann noch eine Umfrage machen?
    Mein persönlicher Standpunkt steht fest, ja. Wie das Forum darüber denkt, war mir nicht klar, kann ja aber nachgelesen werden. Es geht mir nicht um mich, sondern um ein Widerstandszeichen für Andere, die still oder sogar accountfrei mitgelesen haben. Oder es noch tun. Die hätten dann auf einen Blick gesehen: Ja, gendern, lehnen die Meisten auch hier ab - genau wie ich -> Bestärkung. Das jetzt noch zu machen, wollte ich nicht fordern, sondern nur erwähnen, dass ich es gut gefunden hätte, wäre das von Anfang an als Umfrage gestaltet worden.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wo genau machen das Leute? Also im Internet sicher nicht und im "RL" komme ich auch mit mehr als genügend Menschen in Kontakt, die klar sagen, dass sie nicht gendern.
    Im echten Leben in echten, relevanten Situationen und bezogen auf die Gesamtheit des Phänomens "Wokeness". Ich bezieh mich da also nicht nur auf's Gendern, sondern alle diese sehr fragwürdigen, Druck und Spaltung etablierenden Entwicklungen, die, wie du ja jetzt von mir weißt, m.M.n. ganz stark ineinanderspielen. Natürlich ist noch genug Raum da, dass der Einzelne einem Anderen lapidar sagt: "Gendern? Mag ich nicht, mach ich nicht. Mehr als zwei Geschlechter? So'n Qatsch." Aber vor einem genau das fordernden Freund wäre das schon schwieriger. Geschweige denn einer fordernden Masse. Vor der Klasse. Oder wenn man prominent wäre. Sonst wie in der Öffentlichkeit stehen würde. Gewisse soziale Verantwortung trägt. Wie verhält man sich als Eltern, wenn das Kind berichtet, in der Schule sowas gelehrt zu kriegen. Wie verhält man sich als Lehrer, von dem es abverlangt wird oder der sogar bspw. eine Transperson unter seinen Schülern hat, die ihrerseits mglw. schon von bestärkten, mitgehypten Freunden umgeben ist. Man kann sich ausmalen, wohin diese Woke Agenda führt, wenn sie nicht gestoppt wird. Deshalb wird Widerstand, verbunden mit wirklich klarer Haltung und Aufklärung, immer wichtiger.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Komischerweise lese und sehe ich überall Menschen, die meinen, man dürfe ja nichts mehr sagen, nur um dann aufzuzählen, was man alles nicht mehr sagen dürfe. Komischerweise sind die seit Corona auch viel mehr geworden. Kann es vllt sein, dass es in weiten Teilen viel mehr eine gefühlte "Unterdrückung" ist?
    Diese Mundtotmache, die Menschen meinen, bedeutet aktuell noch nicht, dat die Polizei an deiner Tür klopft und dich sofort abholt. Und im Internet, als unwichtige und anonyme Person, kann man sowieso so ziemlich sagen, was man will, das stimmt. Allerdings nicht mehr, wenn du in irgendeiner Form bekannt bist und die Masse dich kennt. Auch nicht im realen Leben, je nachdem, wo du lebst, welche Menschen um dich herum sind oder welchen Job du hast. Da kann es inzwischen schnell zur Ächtung kommen. Thema Corona ist da das beste Beispiel, denn wenn Menschen im öffentlichen TV sagen, dass Ungeimpfte geprügelt gehören, wird diese Aussage ins Volk sickern. Sehr vieles wurde da ins Volk gegeben. Und was war das Ergebnis? Ungeimpfte wurden pauschal dämonisiert, bedroht, als Mörder bezeichnet, als Verschwörungstrottel, als Nazis, als Unmenschen, haben Jobs verloren, wurden familiär geächtet und ihrer grundrechtlichen Freiheiten beraubt. Das sind faschistoide Entwicklungen. Die nicht mit Corona gestorben sind. Denn es verhält sich ähnlich in Bezug auf Thema Wokeness, Klimawandel, Migration und Ukrainekrieg. Alles Spaltthemen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass man schon objektiv betrachtet zugeben muss, dass Corona ein paar wirklich gegen die Wand gerannte Leute hervorgebracht hat - nehmen wir z.B. mal den Attila Hildmann oder Konsorten.
    Das stimmt, ja. Aber das gilt für jedes dieser Themen, jede Strömung und jede politische Ausrichtung.

  14. #333
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Vorheesian Witch
    Es gibt mehr als 2 Geschlechter - falsch
    - Ein Mann kann eine echte Frau sein und umgekehrt - falsch
    - Gott ist queer - falsch
    - Sexuelle Kita-Erkundungsräume - Frühsexualisierung von Kindern, kriminell
    - Pädophile Strömungen innerhalb der Woken Bewegung - Pädophilie auf dem Weg zur Saloonfähigkeit, kriminell
    - LGBTQ Menschen sind alle normal so, wie sie sind - falsch, auf diese Weise wird die Grenze zwischen Gesundheit und Störung aufgelöst
    Mehrere Punkte sind hier tatsächlich falsch. Nämlich in deiner Ansicht und in deinem Verständnis anscheinend.

    Es gibt mehr als 2 Geschlechter. Der Punkt ist nur das man hier zwischen sozialem und biologischen Geschlecht unterscheiden muss. Jedem queeren oder Trans-Menschen ist absolut bewusst das es nur zwei biologische Geschlechter gibt: Mann und Frau. Ob man hier Zwitter noch mit rein nimmt....keine Ahnung.
    Das andere ist halt das soziale Geschlecht. Den Gender meint das soziale Geschlecht.

    Ob Gott queer oder hetero ist kann jeder für sich selbst festlegen. Denn schließlich gibt es ihn oder eben nicht für versch. Personen. Deswegen ist eine absolute Behauptung zu sagen es sei falsch das Gott queer ist....falsch.

    In der neueren Theologie wird auf das biblische Zeugnis von Gott verwiesen: „Gott bin ich, nicht ein Mann“, heißt es in Hosea 11,9. Gott stehe jenseits der Geschlechterdifferenz. Er ist weder männlich noch weiblich. Und zugleich sind Männer und Frauen zu seinem Bild geschaffen (Genesis 1,27), alle Menschen spiegeln etwas wider von Gottes Wesen.

    Genau das meint der Satz „Gott ist queer“. Gott passt nicht hinein in unsere Schubladen. Gott steht jenseits der binären Geschlechterlogik und ist uns nahe zugleich. Darum war diese Aussage für viele queere Menschen so tröstlich. Wenn sie zum Bilde Gottes geschaffen sind und Gott queer ist, dann sind sie bei Gott zuhause, anders, als sie es oft in vielen Kirchen erfahren.
    https://www.meine-kirchenzeitung.de/...t-queer_a41301

    Von sexuellen Kindererkundungsräumen lese ich immer nur im Zusammenhang mit einer Kita. Und das wurde gesgoppt. Was genau eine Frühsexualisierung von Kindern ist hätte ich gerne erklärt da es auch hier einen Unterschied macht wie ein Erwachsener den Körper wahrnimmt und wie ein Kind es wahrnimmt. Die Sexualisierung findet eher in den Köpfen der Erwachsenen statt.

    Pädophile und woke. Ganz gefährliche Gratwanderung LGBTQ mal wieder mit Pädophilen gleichzusetzen. Es gibt bestimmt au h jede Menge Pädophile im rechts-konservativen Raum. Also kann ich dir auch unterstellen potentiell Pädophil zu sein?

    Und doch, LGBTQ Menschen sind alle normal wie sie sind. Es handelt sich nicht um eine Störung ( das sowas im Jahr 2023 noch diskutiert werden muss). Homosexuelle sind evenso normal wie Heterosexuelle. Selbst in der Tierwelt wird das verstanden.

    Und "Woke" ist kein neues Phänomen. So gesehen war Marlene Dietrich bereits Woke oder gar der Film Hundstage mit Al Pacino.
    Der Begriff, so wie er verwendet wird hier, ist so schon seit 100 Jahren vorhanden. Es ist weit davon entfernt irge dein neues "Phönomen" zu sein. Es wird in der Regel nur von rechts konservativen als abfällig benutzt. Bezeichnend wenn man bedenkt das Woke nichts anderes bedeutet als gegen Rassismus, diskriminierung etc zu sein und für schwächere einzustehen und auf sie zu achten.

  15. #334
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Soll das doch jeder mit sich selbst ausmachen, ob er in Schrift und/oder Sprache gendert oder nicht gendert. Das bleibt doch jedem selbst überlassen.
    Die Aussage kann man in privater Sphäre natürlich gelten lassen - wenn irgendein Privatsender gendert, joa, dann soll er halt. Vom Staat und seinen öffentlich-rechtlichen Institutionen erwarte ich dagegen, dass man sich an die Amtssprache hält, und die sieht :innen, *innen, Innen nunmal nicht vor - insofern nein. Beim privaten Medium habe ich die Möglichkeit, das Ganze nicht zu unterstützen, indem ich es nicht konsumiere - bei öffentlich-rechtlichen oder staatlichen Belangen habe ich die Wahl als hier lebender Bürger halt nicht, denn die öffentlich-rechtlichen muss ich finanzieren, ob ich will oder nicht.

  16. #335
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Mag sein, muss aber separat diskutiert werden. Ein Gender-Sternchen ändert jdf. nichts an diesen Umständen.
    War und ist ja auch nicht der Anspruch des Genderns.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Hast du verstanden, dass ich von denen sprach, die sich HART getriggert fühlen? Ich muss darauf rumreiten, denn dieser Punkt ist wichtig in Bezug auf die Argumentation der Therapieempfehlung. Weil er automatisch jene unterscheidet, die sich zwar mglw. auch für's Gendern aussprechen, es aber mit Unverbissenheit und aus dem sozialen Wunsch heraus machen, was Gutes tun zu wollen. In diese Kategorie könnte durchaus ein Großteil fallen. Aber wirkliches sich ausgegrenzt und sich persönlich beleidigt Fühlen? Das sind zweifelsfrei Leute mit einem unverarbeiteten Schaden.
    Ich traue mir solche pauschalen Urteiule als Nicht-Psychologe halt nicht zu. Wenn du es tust, ist das natürlich deine Sache.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Ein "so langsam hier und da ausgegrenzt fühlen" klingt komisch, denn entweder fühlt man sich ausgegrenzt oder nicht. Dass sich das erst in derart langem Nachhinein entwickelt und dann auch noch in einer Masse, die es relevant für die ganze Gesellschaft machen soll, is doch Quatsch. Das beschreibt genau das Phänomen, auf das ich urspr. auch hinaus wollte: es werden Probleme gemacht, wo keine sind, und Menschen werden mit dieser Idee infiziert. DANN stört es sie plötzlich. Der Grund dafür jdf., warum vor allem so viele junge Mädels auf diesen Zug aufspringen, ist nicht der, dass die Sprache hier tatsächlich diskriminieren würde, sondern dass jede Zeit ihren Zeitgeist hat und der aktuelle dem der Wokeness entspricht. Es tut gut, sich mit etwas identifizieren zu können, Teil einer Community zu sein und sich hier vermeintlich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Es ist ein Hype, der junge Menschen lockt. DESWEGEN fühlen sich diese ganzen Girlies gestört wie bestärkt.
    Es kommen halt auch permanent Menschen nach, die ja erst mit der fortdauernden Lebenserfahrung über bestimmte Dinge nachdenken. Ich würde von einer Dreijährigen z.B keine Meinung darüber erwarten, ob sie sich vom generischen Maskulin ausgegrenzt fühlt oder nicht. Bei einer Dreizehnjährigen sieht das vllt schon wieder anders aus und bei einer wiederum älteren Person auch wieder anders.

    Und ja, es mag vllt ein Hype sein. Das war das erste iPhone aber auch. Oder hat tatsächlich jemand beim Handy einen großen Bildschirm vermisst, auf dem man herumdrücken kann? Bedürfnisse werden manchmal erst geweckt und dennoch würde danach niemand wieder zum alten Status Quo zurück wollen. Nicht ohne Grund sind Tastenhandys heute eine absolute Nische.


    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Dass diese Dauerkonfrontation mich in ein Lebensgefühl seelischer Enge und der Befürchtung drängt, dass diese Woke Agenda die Gesellschaft und Kultur in ein faschistoides "Reich der Toleranz" umzustricken versucht. Sehr viele spüren diese Angst inzwischen. Mag für manchen utopisch klingen, aber es ist ja nun nicht so, als hätte es faschistoide Ideologien und Regime nicht bereits gegeben. Dieses hier wäre etwas anders, denn es würde das Deckmäntelchen der Toleranz tragen, weswegen es schwerer zu entlarven wäre.
    Wenn du mit dem Thema "dauerkonfrontiert" wirst, bist du vllt in den für dich falschen Kreisen unterwegs? Ich persönlich werde mit gendern quasi 0 konfrontiert, außer ich suche mir explizit etwas zu dem Thema. Wenn ich aber mit dem Thema nichts zu tun haben will, zwingt mich eigentlich auch niemand.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Aber, nochmal, es zeigt sich doch jetzt schon glasklar die Gefahr mancher Behauptungen oder Ereignisse:
    [...]
    - Gott ist queer - falsch
    [...]
    Da musste ich jetzt sogar lachen. Du hast Recht: Zu behaupten, es gäbe einen Gott, ist natürlich gefährlich. An imaginäre Wesen zu glauben, ist wirklich nicht ganz normal.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, es ist nicht der Einzelne, der sich der Woken Community zugehörig fühlt. Das können normale Menschen sein. Allerdings tummeln sich dort auch gewaltbereite Linksextremisten, männerhassende Femen, behandlungswürdige Gestörte und Perverse (Pädophile inbegriffen). Gerade Thema Pädophilie könnte noch heiß werden, denn wenn die Woke Bewegung also dafür steht, der Minderheit eine Stimme zu geben und ihre Rechte zu stärken, dann steht irgendwann die Frage im Raum, ob auch Pädophile ein Recht auf das Ausleben ihrer sexuellen Neigung haben sollten, schließlich haben sie sie sich nicht ausgesucht. Und wenn es ansonsten doch vernünftige, bisher gesetzestreue Mitbürger waren, ja dann kann man sie doch nicht einfach als krank bezeichnen? Das wäre unmenschlich. Diskriminierend. Also muss ein Weg gefunden werden, auch dieser Minderheit gerecht zu werden. Sodomisten ebenfalls? Und iwann, ganz hinten angelangt, kommt es zur klassischen Frage aus vielen Sci-Fi Filmen: ist ein Roboter ein Mensch, sollte er also menschliche Rechte bekommen und darf man eine echte Beziehung zu ihm eingehen? Dann hat der Mensch wirklich geschafft, jede Vernunft mit seinem "vernunftbegabten Verstand" zu eliminieren...
    Habe mich ja schon gefragt, wann der Bogen zu Pädophilen gespannt wird. Was mich wiederum zu dem Gedanken verleitet, wie es psychologisch zu bewerten ist, wenn man durch ein Gendersternchen so hart getriggert wird, dass man Angst hat, dass das ein Vorbote der gesellschaftlichen und politischen Akzeptanz von Kindsvergewaltigungen ist.


    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Dass man das überhaupt erklären muss. Weil eine Neutralitätspflicht besteht, die dem Bürger garantiert, dass vor dem Gesetz ALLE gleich sind und niemand herabgewürdigt, bevorzugt oder sonst wie gesondert behandelt oder beurteilt wird. Nun wird die Regenbogenflagge zwar von vielen immer noch als etwas Positives oder Ungefährliches betrachtet. Das war ja auch mal so, fraglos. Nichtsdestotrotz wird die Neutralitätspflicht dadurch verletzt und das wird um so deutlicher, wenn du dir vorstellst, dass man sonst ja auch auf die Idee kommen könnte, Hakenkreuzflaggen dort anzubringen, nur weil das betreffende Polizeipräsidium sich darin ggf. einig ist. Deswegen ist auch das ein klares Zeichen, dass Menschen versuchen diese Agenda zu pushen und/oder ihr aus Gutgläubigkeit heraus verfallen. So lange, bis wirklich entsprechende Gesetze erlassen werden. Bspw., dass es mehr Geschlechter gibt, als männlich und weiblich. Und wenn du das dann noch öffentlich anzweifelst, kann man dich als Volksverhetzer drankriegen.
    Hm. Ich nehme an, du willst die Regenbogenfahne jetzt nicht ernsthaft mit der Hakenkreuzfahne vergleichen? Und warum man zwar das eine aufhängt, das andere aber nicht, sollte eigentlich auch klar sein. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen steht die Regenbogenfahne einfach "nur" für die Rechte von Homosexuellen Menschen und ist daher inkludierend. Wohingegen die Hakenkreuzfahne - ich formuliere es mal so euphemistisch wie möglich - eher exkludierenden Charakter hat.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Klar wird's diese Leute schon immer gegeben haben. Man sieht sie inzwischen aber nicht grundlos häufiger, sondern diese mediale Omnipräsenz wird durch die Woke Agenda gezielt forciert, um auf diese Weise einen ebenfalls gezielten Gesellschaftsdruck zu erzeugen. Schließlich sind das alles Minderheiten, die gehört, verstanden und diskriminierungsfrei behandelt werden müssen. Für sich nichts Schlechtes, möchte man meinen. Aber man übersieht dabei den kultartigen Hype, der vor allem Jugendliche und Kinder massivst beeinflusst, sie mitunter herb verwirrt, und der in diesem ganzen bunten, schrillen und freiheitlichen Getöse überhaupt nicht mehr erwähnt, dass manches keine sexuelle Ausrichtung oder besondere Eigenart, sondern eine Störung ist. Es ist absolut fahrlässig bis vorsätzlich-manipulativ und somit kriminell, Menschen, Kindern, weißmachen zu wollen, dass etwas Bestimmtes völlig normal, harmlos und sogar cool ist, obwohl es sich um eine psychische, das Leben negativ beeinträchtigende, behandlungswürdige Störung handelt. Und wer das stark unterstützt, diese neuen "Lehren" unreflektiert weitergibt, seine Kinder damit aufzieht, der macht sich wirklich schuldig, auch wenn er's aus Doofheit heraus vielleicht gut meint.
    Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte man ähnliches auch über Elvia, die Beatles und Take That schreiben können.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Mein persönlicher Standpunkt steht fest, ja. Wie das Forum darüber denkt, war mir nicht klar, kann ja aber nachgelesen werden. Es geht mir nicht um mich, sondern um ein Widerstandszeichen für Andere, die still oder sogar accountfrei mitgelesen haben. Oder es noch tun. Die hätten dann auf einen Blick gesehen: Ja, gendern, lehnen die Meisten auch hier ab - genau wie ich -> Bestärkung. Das jetzt noch zu machen, wollte ich nicht fordern, sondern nur erwähnen, dass ich es gut gefunden hätte, wäre das von Anfang an als Umfrage gestaltet worden.
    Die Umfrge wäre dann aber entweder ein Stimmungsbild von vor 5 Jahren zu Entstehung des Threads gewesen - die Aussagekraft aktuell also bestenfalls fraglich. Wer hier mitliest kann die Meinungen "des Forums" ja wesentlich besser erkennen. Wqarum man nun aber in etwas bestärkt werden muss, von dem man ohnehin davon ausgeht, dass man fürt sich schon die ultimative Wahrheit gefunden hat, erklärt sich mir dann aber auch nicht.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Im echten Leben in echten, relevanten Situationen und bezogen auf die Gesamtheit des Phänomens "Wokeness". Ich bezieh mich da also nicht nur auf's Gendern, sondern alle diese sehr fragwürdigen, Druck und Spaltung etablierenden Entwicklungen, die, wie du ja jetzt von mir weißt, m.M.n. ganz stark ineinanderspielen. Natürlich ist noch genug Raum da, dass der Einzelne einem Anderen lapidar sagt: "Gendern? Mag ich nicht, mach ich nicht. Mehr als zwei Geschlechter? So'n Qatsch." Aber vor einem genau das fordernden Freund wäre das schon schwieriger. Geschweige denn einer fordernden Masse. Vor der Klasse. Oder wenn man prominent wäre. Sonst wie in der Öffentlichkeit stehen würde. Gewisse soziale Verantwortung trägt. Wie verhält man sich als Eltern, wenn das Kind berichtet, in der Schule sowas gelehrt zu kriegen. Wie verhält man sich als Lehrer, von dem es abverlangt wird oder der sogar bspw. eine Transperson unter seinen Schülern hat, die ihrerseits mglw. schon von bestärkten, mitgehypten Freunden umgeben ist. Man kann sich ausmalen, wohin diese Woke Agenda führt, wenn sie nicht gestoppt wird. Deshalb wird Widerstand, verbunden mit wirklich klarer Haltung und Aufklärung, immer wichtiger.
    Wohin sollte diese "Woke Agenda" denn führen, wenn sie ohnehin nur von einer gehypten Minderheit mitgetragen wird? Es kommt mir eher so vor, als siehst du hier ein nicht existentes Problem, weil andere ein in deinen Augen nicht existentes Problem thematisieren.

    Und am Ende ist - zumindest für mich - immer die Frage, wie man eine Einstellung und Meinung argumentiert. Das sollte man als öffentliche Person aber sowieso wissen und notfalls kann man sich ja auch zu einem Thema einfach nicht äußern. Soll ja auch möglich sein.


    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Was genau eine Frühsexualisierung von Kindern ist hätte ich gerne erklärt da es auch hier einen Unterschied macht wie ein Erwachsener den Körper wahrnimmt und wie ein Kind es wahrnimmt. Die Sexualisierung findet eher in den Köpfen der Erwachsenen statt.
    Mir wurde von meinen Eltern schon ziemlich früh erklärt, wie das mit den Blumen und Bienen in Wirklichkeit abläuft. Naja, zumindest so halb. xD Es ist also auch gar kein grundlegendes Problem, wenn man Kindern auch schon im jungen Alter erklärt, wie Nachwuchs entsteht.

  17. #336
    vieraeugigerZyklop vieraeugigerZyklop ist offline
    Avatar von vieraeugigerZyklop

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Jonny Knox
    Mir wurde von meinen Eltern schon ziemlich früh erklärt, wie das mit den Blumen und Bienen in Wirklichkeit abläuft. Naja, zumindest so halb. xD Es ist also auch gar kein grundlegendes Problem, wenn man Kindern auch schon im jungen Alter erklärt, wie Nachwuchs entsteht.
    Ja eben. Unsere Kleine (9) wusste mit 6, natürlich kindgerecht, wie das wirklich abläuft. Sie weiss was es bedeutet "seine Tage" zu haben und warum etc. Sie hat komischerweise keinen psychischen Schaden Das sexualisieren geht nur von Erwachsenen aus. Für kinder ist es eher "Aha..." *geht wieder mit Lego spielen*
    Sie hat auch von alleine gefragt aber dieses Storch/Blume/Biene Ding war für uns von vornherein nicht drin.

    Zitat Jonny Knox
    Wenn du mit dem Thema "dauerkonfrontiert" wirst, bist du vllt in den für dich falschen Kreisen unterwegs? Ich persönlich werde mit gendern quasi 0 konfrontiert, außer ich suche mir explizit etwas zu dem Thema. Wenn ich aber mit dem Thema nichts zu tun haben will, zwingt mich eigentlich auch niemand.
    Bei uns genau so....ich habe 0 Konfrontation damit. Auf Arbeit ist in Mails an Kunden maximal ein Hallo Michael Müller statt Hallo Herr Müller vorbelegt. Das wars. Und selbst wenn ich das umschreibe kratzt es niemanden.

  18. #337
    Thaddaeus Thaddaeus ist offline
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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat Blizzard_Black Beitrag anzeigen
    Die Aussage kann man in privater Sphäre natürlich gelten lassen - wenn irgendein Privatsender gendert, joa, dann soll er halt. Vom Staat und seinen öffentlich-rechtlichen Institutionen erwarte ich dagegen, dass man sich an die Amtssprache hält, und die sieht :innen, *innen, Innen nunmal nicht vor - insofern nein.
    Diese Position enthält, so wie ich das sehe, einige Irrationalitäten in Form einer merkwürdigen Doppelmoral.

    Zum Ersten ist das "Gendern" per se ja erstmal in der Regel "nur" die Bemühung einer Inklusion aller Menschen; also die Rücksichtnahme der geschlechtlichen Vielfalt. Da sich die öffentlich-rechtlichen gemäß ihres Auftrags an ALLE Menschen/Bürger richten sollte ist es irgendwo nur logisch, dass im Speziellen auch Personen konkret angesprochen werden (und sich angesprochen fühlen dürfen), die sich einem nicht-binären oder anderweitig geschlechtsvarianten Spektrum befindet.
    Weil du später noch die "GEZ" erwähnst: Auch diese Menschen zahlen diese Gebühren und kommen nicht umhin, es nicht zu tun.

    Zum Zweiten ist Sprache generell ein lebendiges... Medium, das sich im Laufe der Zeit an gesellschaftliche Veränderungen anpasst. Wenn sich unsere Sicht auf Geschlecht erweitert, kann eine gendergerechte Sprache dazu beitragen, diese Veränderungen widerzuspiegeln. Das alles kann und sollte natürlich nie unter Zwang geschehen, aber mal abgesehen von Uni-Facharbeiten (bei denen dann bei "Verstoß" aber auch nur ein einziges Pünktchen abgezogen wird, maximal) ist das halt auch nicht der Fall. Aber die Jammerlappen, die sich hierbei angeblich so für die Freiheit aller einsetzen, verlangen ja auf der anderen Seite Verbote und setzen die in einigen Bundesländern und Behörden auch bereits durch. Also die freie Wahl, zu gendern, zu verbieten. Kann man sich nicht ausdenken.
    Natürlich kann es Unternehmen (um im Thema zu bleiben: beispielsweise Verlage) geben, die das von ihren Mitarbeitern kompromisslos einfordern, hier aber steht es ja jedem frei, in diesem Unternehmen zu arbeiten. Andernfalls könnte man diese Spinnerei ja in alle anderen Bereiche ebenfalls fortführen: Hier werde ich "gezwungen" mit Windows zu arbeiten, dort werde ich "gezwungen" auch im Innendienst einen Anzug zu tragen oder E-Mails in englisch (anstatt in unserer Amtssprache!!!) zu verfassen...

    Drittens führt das Konfrontieren von Menschen mit den unterschiedlichsten Formen des "Genderns" (bzw. dessen Verwendung) nicht dazu, dass diese irgendwie indoktriniert werden und sich ein Mensch plötzlich nicht mehr sicher sei, was er ist und wie er fühlt. Das sind seltsame Ängste und Vorstellungen von Menschen, denen vermutlich ebenfalls eine "therapeutische Arbeit" nicht schlecht täte. Auch so Dinge zusammen zu spinnen wie die, dass wenn dieser Weg bestritten wird zukünftig auch Pädophilie zu akzeptieren wäre ist einfach... ebenso ebsurd wie wiederlich.
    Vielmehr führt es doch einfach dazu, sensibler für die Bedürfnisse und Perspektiven anderer Menschen zu werden, weil weniger "kurios" wirkend.

    Zuletzt gibt es von ARD/ZDF usw. keine verbindliche Vorschrift an die einzelnen Redaktionen, die für eben diese Dokumentationen/Sendungen im Auftrag produzieren.

  19. #338
    Thaddaeus Thaddaeus ist offline
    Avatar von Thaddaeus

    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Einfach betrachtet gibt für uns als Menschen ganz klar nur zwei für die Fortpflanzung relevante Geschlechter, nämlich Männlich (kleine Gameten) und Weiblich (große Gameten). Ein drittes Geschlecht oder eine Vielzahl davon existiert nicht. Das Verhalten und welche Stereotypen wir an diesen Geschlechtern festmachen, darüber zu diskutieren und zu debattieren wie wir Menschen behandeln sollten, die sich "ihrem" Geschlecht nicht zugehörig fühlen, das ist sinnvoll und notwendig in meinen Augen. Nicht jedoch die strukturell notwendige Einteilung in biologisches Geschlecht durch für mich Scheindebatten (Männer können Kinder kriegen, Menschen mit Uterus) der Mehrheitsgesellschaft zu verleiden, weil hier Begrifflichkeiten vermischt werden. Reproduktion ist ein biologischer, kein soziologischer Vorgang. Das aber nur als ein prominentes Beispiel.

    Und das ist auch ein Grund warum zum Beispiel die LGB-Alliance verstärkt gegen - in deren Augen - Transideologie wettert. Da wurde halt mal auch viel Porzellan zerdeppert. Für meine Einschätzung und für mein Verständnis hauptsächlich vom ideologisch-fanatischen Anteil der Transcommunity. Den gibt es nämlich natürlich auch und den gilt es durchaus zu kritisieren. Ich selbst bin persönlich sowieso ganz klar gegen das Gendern (ohne es aber anderen verbieten zu wollen), spielt hierbei aber auch keine Rolle.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Es gibt mehr als 2 Geschlechter - falsch
    Nein, korrekt.
    Die Ansicht dass es nur zwei Geschlechter gibt, basiert auf einer traditionellen binären aber nicht zutreffenden Sichtweise (man kann sie daher zweifellos als Rückständig bezeichnen). Wissenschaftliche Erkenntnisse und das Verständnis von Geschlecht haben nämlich gezeigt, dass Geschlecht auf einem Spektrum existiert. Es gibt Menschen (und andere Säugetiere, wie Pinguine um mal ein dokumentiertes Beispiel zu nennen), die sich nicht ausschließlich mit dem männlichen oder weiblichen Geschlecht identifizieren.

    Die Vorstellung von zwei Geschlechtern ist zu simpel. Biologen gehen heute davon aus, dass es ein breiteres Spektrum als das gibt.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Ein Mann kann eine echte Frau sein und umgekehrt - falsch
    Grundsätzlich basierend auf der sexuellen Identifizierung korrekt.
    Definiere eine "echte Frau" biologisch wissenschaftlich, ohne pauschalisierendes und populistisches Populemik-Gehabe basierend auf dem aktuellen Stand. Nur zu...

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Gott ist queer - falsch
    Ich glaube nicht an Gott, weiß nicht ob ein Gott existiert. Wenn es einen geben sollte, so würde ich mir niemals anmaßen festzulegen, wie seine Persönlichkeit als auch seine Gefühle und Sehnsüchte sind oder ob er überhaupt solche hat.
    Wie willst du das beurteilen, was oder wie Gott wäre um das hier als Faktum argumentativ festlegen zu können?

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Alles quasi genau so müllig, wie eine Frau, die sich mit ihrem Frausein nicht identifiziert.
    Es ist doch auch neutral betrachtet absolut widerlich als auch für betreffende Menschen pauschal schlichtweg beleidigend (und nichts anderes als das), was du hier schreibst und unter einer ganz und gar offensichtlich nur scheinbaren "Objektivität" zu verschleiern versuchst.
    Selbstverständlich sind weder die Menschen noch deren einzelnen sexuellen Identifikationen "müllig".

    Die Anerkennung von Transidentität basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Verständnis der Geschlechtsidentität. Transgender-Personen identifizieren sich nicht mit dem primären äußerlichen Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Die medizinische und psychologische Gemeinschaft erkennt an, dass Geschlechtsidentität nicht ausschließlich auf körperlichen Merkmalen beruht.

    Es ist eben, wie du an anderer Stelle ebenfalls implizit unterstellst, KEINE Krankheit.
    "Sowohl der Krankheitsstatus als auch der Wunsch nach Geschlechtsumwandlung als eines der Hauptsymptome der Transsexualität werden heute von Experten immer stärker hinterfragt. So hat beispielsweise Prof. Dr. Rauchfleisch, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut an der Universität Basel, bei seiner Arbeit mit Transsexuellen die Erfahrung gesammelt, dass es unter transsexuellen Menschen sowohl psychisch völlig unauffällige als auch psychisch erkrankte gibt – wie in der Normalbevölkerung auch. Nach Rauchfleischs Beobachtungen besteht zwischen Transsexualität und psychischer Gesundheit beziehungsweise Krankheit keine kausale Beziehung. „Wir können Transsexualismus nicht als eine Störung der Geschlechtsidentität betrachten, sondern müssen ihn als Normvariante ansehen, die in sich, wie alle sexuellen Orientierungen, das ganze Spektrum von psychischer Gesundheit bis Krankheit enthält“, so Rauchfleisch. Darüber hinaus belegen verschiedene Studien, dass längst nicht alle Transsexuellen eine chirurgische Angleichung an das Gegengeschlecht suchen, sondern lediglich zwischen 43 und 50 Prozent. Tatsächlich besteht hinsichtlich der Entscheidung, ob sie eine Angleichung an das Gegengeschlecht anstreben, ob sie sich in einem Zwischenbereich dauerhaft einrichten oder ob sie den Wunsch nach Angleichung dauerhaft aufgeben, eine große Bandbreite. Selbst der Begriff „Transsexualität“ scheint nach heutigem Erkenntnisstand nicht mehr zutreffend. Denn bei diesem Phänomen stehen weniger die Sexualität und ihre Ausrichtung als vielmehr die Identität, das Selbstbild im Mittelpunkt. Daher wird heute zum Teil der Begriff „Transidentität“ verwendet."
    Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/59...-was-maennlich

    Transsexualität ist eben kein unangenehmer, unerwünschter oder widriger Zustand und bedarf eben auch keiner Änderung. Damit ist die Pathologisierung in der Vergangenheit auch völlig falsch gewesen. Jedoch kann die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz in Form von Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung zu einer Erkrankung führen. Hiervon sind diese Menschen leider überproportional betroffen.
    Ich weiße dich explizit daraufhin, dass zwischen Transsexualität & Geschlechtsdysphorie ein Unterschied besteht. Denn nicht jeder transsexuelle Mensch entwickelt eine behandlungswürdige Geschlechtsdysphorie und ist somit nicht krank. Siehe z.B.:
    "Darüber hinaus impliziert der Begriff Trans nicht automatisch den Wunsch, sich mit Sexualhormonen, chirurgischen Eingriffen oder weiteren Maßnahmen (Epilation, Logopädie, etc.) behandeln zu lassen, schließt ihn allerdings auch nicht aus."
    Quelle: https://www.awmf.org/uploads/tx_szle...ng_2019-02.pdf

    Schau außerdem auch bitte direkt in den ICD-11 und stelle fest, dass Transsexualismus nicht (mehr) als Erkrankung geführt wird.
    Der ICD-Diagnoseschlüssel/Code dient "der amtlichen Klassifikation für ärztliche Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung" und ist ein weltweit anerkanntes System. Dahinter steht sehr viel Forschung und noch mehr Studien...

    Prof. Dr. Hiort beschreibt es korrekterweise wie folgt:
    "Die Kategorien Mann und Frau bilden eine Art Rahmen, innerhalb dessen vielfältige Ausprägungen von Geschlechtlichkeit möglich sind – sowohl genetisch, anatomisch und hormonell als auch psychologisch und sozial. Diese Varianten sind jedoch nicht krankhaft, sondern sollten als natürliches Spektrum der Geschlechtsentwicklung verstanden werden."
    Quelle: https://www.spektrum.de/frage/geschl...20und%20sozial.

    Und spätestens mit der Änderung des Personenstandsgesetz wurde dieser Bereich des Spektrums zwischen Mann und Frau mit divers auch offiziell zu dem "dritten Geschlecht".
    Da hilft doch auch alles künstliche echauffieren nichts.

    Zitat Voorheesian Witch Beitrag anzeigen
    Gerade Thema Pädophilie könnte noch heiß werden, denn wenn die Woke Bewegung also dafür steht, der Minderheit eine Stimme zu geben und ihre Rechte zu stärken, dann steht irgendwann die Frage im Raum, ob auch Pädophile ein Recht auf das Ausleben ihrer sexuellen Neigung haben sollten
    Auch diese Aussage ist abermals so beleidigend und widerlich gegenüber diesen Menschen, wie sie primitiv ist....
    Wenn man also dafür steht, der Minderheit eine Stimme zu geben und deren Rechte zu stärken, dann steht irgendwann/plötzlich die Frage im Raum, ob pädophile Menschen zukünftig kleine Kinder vergewaltigen dürfen. Ahja...
    Ist oder war das bei den Schwulen ebenfalls so, ja? Sind die vielleicht auch "krank"?

    Also nach meinem Verständnis ist eine Vergewaltigung grundsätzlich und natürlich insbesondere bei einem Kind ein Gewaltverbrechen der außerordentlichen Art, das nicht selten schwere psychische Schäden für viele Jahre bis hin zum (auch vorzeitigen selbst eingeleiteten) Tod mit sich bringt. Deshalb ist es ja auch verboten, übrigens und so nebenei als Info an dich.
    Wenn jetzt aber "nicht-binäre Menschen" ihre Sexualität ausleben und sich so identifizieren, wie sie es tun; welchen gleichen oder wenigstens ähnlichen Schaden (oder wenigstens irgendeinen) verursachen sie damit bei anderen? Kannst du mir das auch nur irgendwie erklären? Ich vermute ja mal nicht. Die Verbindung zwischen LGBTQ+-Bewegung und Pädophilie ist eine einfach nur irreführende und durch nichts gestützte Behauptung.

    Diese wilde Unterstellunge könnte man außerdem gleichermaßen sinnbefreit bei jeglichen Minderheiten anwenden und ebenso bei allen in der Vergangenheit liegenden, die lange für ihre Rechte kämpfen mussten...

  20. #339
    Sleeping Dragon Sleeping Dragon ist offline
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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Aktuell ist vor allem das Phänomen zu beobachten, dass allerorts gendergerechte Sprache verwendet wird, aber diese gleichzeitig in der Bevölkerung immer weniger akzeptiert wird. Diese Schieflage entsteht vor allem dadurch, dass Behörden und Firmen diese Sprachvariation in ihre Texte übernommen haben, während im privaten Rahmen kaum jemand gendergerechte Sprache verwendet. Ursächlich dafür ist vor allem die laute Minderheit im Internet, die den Nichtgebrauch dieser Sprache und andere ihrer Meinung nach diskriminierenden Sprachnormen skandalisiert hat. Keine Behörde möchte sich schließlich nachsagen lassen, dass sie bestimmte Menschen ausgrenzt. Keine Firma möchte schlechte Publicity durch Diskriminierung haben. Daher wurde hier oft der Weg des geringeren Widerstands gewählt. Die sprachliche Anpassung war leicht umzusetzen und nun kann niemand ihnen mehr Benachteiligung oder Diskriminierung nachsagen, was schlichtweg deutlich härtere Anschuldigungen sind als ein simples "mir gefällt diese Sprache nicht". Häufig stehen diese Menschen aber, auch wenn sie sich beruflich für die gendergerechte Sprache entschieden haben, privat gar nicht für diese Sprache ein, weil es eine rein rationale Entscheidung mit ökonomischem oder sozialpolitischem Hintergrund war. Das führt zu dieser starken Diskrepanz in der Wahrnehmung. Gefühlt wird überall gendergerechte Sprache verwendet, obwohl gefühlt niemand sie wirklich gut findet. Es wirkt oft wie eine reine Vorsichtsmaßnahme um Schäden vom eigenen Namen abzuwenden.

    Das macht diese Sprachvariation aber zugleich auch so angreifbar. Es wäre schön, wenn man einen unverbindlichen Weg finden könnte, in dem es zwar optional möglich ist gendergerechte Sprache zu verwenden, aber es jedem genauso freigestellt ist dies nicht zu tun ohne dass hier in die eine oder andere Richtung Werturteile gefällt werden. Aktuell wird das Thema jedoch vor allem für den politischen und kulturellen Kampf verwendet, sodass eine allgemeine Akzeptanz der Freiwilligkeit wohl in den Sternen steht. Womöglich ist eher zu befürchten, dass je nach politischer Entwicklung in den nächsten Jahren die Verwendung dieser Sprache entweder komplett untersagt wird oder durch eine neue Rechtschreibreform endgültig zur neuen Sprachnorm wird.

    Persönlich halte ich relativ wenig davon die gendergerechte Sprache allgemein zu verwenden, bin aber natürlich jederzeit bereit in der Kommunikation mit einer Person einer anderen Geschlechtsidentität spezifisch andere Sprachformen zu verwenden, wenn ich darum gebeten werde. Ich sehe durchaus einen Unterschied darin, ob man zu einer unbekannten Masse spricht oder persönlich und individuell auf eine Person eingeht. Die Allgemeinheit sollte man durchaus auch mit einer allgemeinen, leicht verständlichen Sprachform adressieren können, während man im Einzelgespräch eher auf die individuellen Befindlichkeiten des Gegenübers Rücksicht nehmen sollte.

  21. #340
    Voorheesian Witch Voorheesian Witch ist offline
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    Das Gendersternchen - wirklich sinnvoll oder sinnlos?

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist nur das man hier zwischen sozialem und biologischen Geschlecht unterscheiden muss. Jedem queeren oder Trans-Menschen ist absolut bewusst das es nur zwei biologische Geschlechter gibt: Mann und Frau.
    Und eben diesen Eindruck habe ich von sehr vielen Menschen, hauptsächlich allerdings Sympathisanten, nicht. Sie sprechen nicht vom sozialen Geschlecht, sondern Wirklichen, oder lassen jdf. keine Differenzierung erkennen. Ich sehe das in Interviews. Insgesamt wird auf diese Weise immer stärker die Meinung befeuert, dass es eben doch insofern um's echte Geschlecht geht, als das wirklich echte, also das biologische, nicht nur keine Rolle mehr spielt, sondern als quasi altbackene Vorstellung gehandhabt wird, derer man sich wohl besser entledigen sollte.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Ob Gott queer oder hetero ist kann jeder für sich selbst festlegen. Denn schließlich gibt es ihn oder eben nicht für versch. Personen. Deswegen ist eine absolute Behauptung zu sagen es sei falsch das Gott queer ist....falsch.
    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht an Gott, weiß nicht ob ein Gott existiert. Wenn es einen geben sollte, so würde ich mir niemals anmaßen festzulegen, wie seine Persönlichkeit als auch seine Gefühle und Sehnsüchte sind oder ob er überhaupt solche hat.
    Wie willst du das beurteilen, was oder wie Gott wäre um das hier als Faktum argumentativ festlegen zu können?
    Gemeint war natürlich der Christengott und den meinen auch die Queeren, die ich gesehen hab, und die jetzt immer stärker versuchen, auch diese Sache für sich umzustricken. In der Bibel ist nachles- und studierbar, wie dieser Gott ist und was er will, und dass er selbst auch fordert, man solle diesen seinen Willen lesen und studieren, denn nur so könne man ein Verständnis entwickeln und eine Beziehung zu ihm aufbauen. Und aus dieser Schrift geht klar hervor, dass dieser Christengott z.B. Homosexualität als sündhaft betrachtet. Ob man an ihn glauben will, ob man diese Einstellung teilen will oder sich davon persönlich angegriffen fühlt, ist eine ganz andere Frage.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    [Auszug aus einem Artikel deinerseits]: In der neueren Theologie wird auf das biblische Zeugnis von Gott verwiesen: „Gott bin ich, nicht ein Mann“, heißt es in Hosea 11,9. Gott stehe jenseits der Geschlechterdifferenz. Er ist weder männlich noch weiblich. Und zugleich sind Männer und Frauen zu seinem Bild geschaffen (Genesis 1,27), alle Menschen spiegeln etwas wider von Gottes Wesen.
    Ja, neuere Theologie sagt bestimmt viel, weil sie die Angewohnheit hat, umzudeuten und sich von der Quelle dessen, was IST, zu entfernen. Jdf. ist es zwar korrekt, dass Gott selbst weder männlich noch weiblich ist, aber die Menschen schuf er im Fleische als männlich und weiblich. Das steht klipp & klar geschrieben. Der Versuch, in die bemerkenswerte Aussage "zu seinem Bild"/"nach seinem Ebenbild" hineinzuinterpretieren, eine Nichtidentifikation mit dem eigenen biologischen Geschlecht wäre aus biblischer Perspektive etwas Normales, Gutes oder gar Göttliches, ist nicht haltbar. Nochmal: ob man an diesen Gott und sein Wort glauben will, ist eine andere Frage. Aber dass Menschen versuchen, auch diese Dinge in einer für sie geeigneten Form zu verdrehen, zeigt auf Ebene des Einzelnen erst einmal, dass er seine menschlichen Maßstäbe versucht über die Göttlichen zu stellen. Die Bibel warnt davor, das zu tun. Und würde auf kollektiver Ebene, je größer und energischer diese Meinung wird, den kultartigen Charakter der Woken Agenda bezeugen. Sie will Ersatzreligion, Ersatzwahrheit werden.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    [Auszug aus einem Artikel deinerseits]: Wenn sie zum Bilde Gottes geschaffen sind und Gott queer ist, dann sind sie bei Gott zuhause, anders, als sie es oft in vielen Kirchen erfahren.
    Ich verstehe das Problem und kann mir die menschliche Ausgrenzung vorstellen. Letztlich aber ist jeder Mensch bei Gott zuhause, der ihn ernstlich sucht, seine eigene Sündhaftigkeit und Erlösungsbürftigkeit erkennt, das Erlösungsgeschenk annimmt, sich durch das freiwillige Zeichen der Taufe klar bekennt und fortan sein Bestmögliches versucht, den Willen Gottes zu tun. Selbstverständlich kann das auch ein queerer Mensch sein. Gott selbst aber ist deswegen nicht queer.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Von sexuellen Kindererkundungsräumen lese ich immer nur im Zusammenhang mit einer Kita. Und das wurde gesgoppt. Was genau eine Frühsexualisierung von Kindern ist hätte ich gerne erklärt da es auch hier einen Unterschied macht wie ein Erwachsener den Körper wahrnimmt und wie ein Kind es wahrnimmt. Die Sexualisierung findet eher in den Köpfen der Erwachsenen statt.
    Der Erkundungsraum betraf eine spezielle Kita, genau, und ich fand das unfassbar schokierend. Ich nehme sowas nicht mehr einfach nur als beliebiges Ereignis wahr, sondern empfinde diese Dinge inzwischen als systematische Versuche das Unmögliche, das Abartige, möglich zu machen. Denn so las ich auch von einer anderen Kita, die eine Tabelle herausgegeben hat, wo Kinder eintragen sollten, von wem sie wo angefasst werden dürfen. Auch der Intimbereich war angeführt. Hintergrund war zwar wohl die Absicht, das Verständnis von Kindern zu stärken, dass sie eben nicht von jederman, auch nicht unbedingt den eigenen Eltern, immer und hier und da und sonst wo berührt zu werden haben. Aber WIE es gemacht und an die Kinder herangetragen wurde, verwirrt sie und bewirkt in dieser genau aufdröseln wollenden Art eher das Gegenteil: ein zu befürchtender, seltsamer Gewöhnungseffekt an Themen, die ständig mit Sexualität, Anfassen und sonstigem Gedöns zu tun haben. Auch bekam ich von einer Kita mit, die gezielt Woke sein will, sprich wo Kindern durch die Betreuer und das Vermittelte bereits erklärt und vorgelebt werden soll, dass Menschen nicht nur männlich bzw. weiblich und heterosexuell sein können, sondern es viele verschiedene Facetten gibt und somit auch das, was man Familie nennt, ganz individuell ausfallen kann. Das klassische Mama-Papa-Kind Familienverständnis soll erweitert werden. Das alles u.a., diese ewige Drangsalierung mit diesen Woken Themen, fällt unter mein Verständnis besagter Frühsexualisierung. Und was der Oberhammer ist: Der Chef dieser letztgenannten Kita ist jmd., der sich für die Rechte Pädopiler engagiert. Was zeigt das? Unter dem Woke Banner, wo also viele Menschen zusammenkommen, teils Vernünftige, teils Fragwürdige, teils Kranke, wird versucht, auch Pädophilie als sexuell anerkannte Orientierung mehr und mehr zu etablieren. Von jeweiligen Befürwortern. Dass sich viele queere Menschen persönlich davon selbstverständlich knallhart distanzieren und das nicht unter woke, also erwacht, verstehen würden, kann ich mir lebhaft denken. Aber aufgrund dieses immer orgiastischer werdenden Woken Hypes, den Menschen, Queere wie Sympathisanten, mitmachen, geht unter, was für Gestalten und Intentionen dort sonst noch mitjubeln. Ist wie bei Friedensdemos etwa, wo auch alles zusammenkommt: Rechte, Linke, Nazis, Antifanten, nette Grüne, fanatische Grüne, Heteros, Homos, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger usw. Wer kann da noch differenzieren? Unmöglich. Der Punkt ist aber, dass diese Woke Agenda, ausgegangen von Amerika und von dort aus die Welt überrollend, sich mehr und mehr in ALLE Lebensbereiche drängt und dabei, wie gesagt, immer ideologischere, manipulative, aufzwängende und intolerante Züge offenlegt. Und das ist gefährlich.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Pädophile und woke. Ganz gefährliche Gratwanderung LGBTQ mal wieder mit Pädophilen gleichzusetzen.
    Stopp, Missverständnis! Ich habe das mitnichten und zu keiner Zeit gleichgesetzt. So denke ich auch nicht. Du beziehst dich auf das hier von mir Aufgelistete:

    "- Pädophile Strömungen innerhalb der Woken Bewegung - Pädophilie auf dem Weg zur Saloonfähigkeit, kriminell"

    Und eben genau nichts anderes als das habe ich gesagt und gemeint: pädophile Strömung INNERHALB der Woken Bewegung (angepeilte Salonfähigkeit). Das heißt also, ich rede von sich reinzeckenden und somit unter der gleichen Flagge mitlaufenden Personen/Gruppen. Was ich überdies vermute, sind Menschen HINTER dieser Agenda, quasi ihre "Konstrukteure". Denen letztlich nicht der Rechtekampf von Queeren am Herzen liegt, sondern deren Instrumentalisierung (über ihr verständliches Bedürfnis nach Gleichberechtigung, Toleranz & Co.) zum Zwecke weiterer Gesellschaftsspaltung.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Und doch, LGBTQ Menschen sind alle normal wie sie sind. Es handelt sich nicht um eine Störung ( das sowas im Jahr 2023 noch diskutiert werden muss). Homosexuelle sind evenso normal wie Heterosexuelle. Selbst in der Tierwelt wird das verstanden.
    Auch hier: sofort stop, Missverständnis! Ich sagte und meinte nicht, dass Homosexuelle oder Transmenschen krank sind. Du beziehst dich auf das hier:

    "- LGBTQ Menschen sind alle normal so, wie sie sind - falsch, auf diese Weise wird die Grenze zwischen Gesundheit und Störung aufgelöst"

    Ich hätte es wohl besser herausstellen müssen, aber ich meinte damit, dass die der Öffentlichkeit demonstrierte Haltung der LGBTQ Community den undifferenzierten Eindruck erweckt, als würde man hier ALLES als normal und schön ansehen. Auf viele wirkt das so, auch auf mich, und deswegen habe ich ein Problem damit. Denn es gibt eindeutig Menschen in dieser Community, die unter einer psychischen Störung leiden und das auch in ihrem Verhalten klar erkennen lassen. Beispiele für Störungen:

    1. Jemand, der sich für ein Tier hält bzw. halten will und in diese Welt immer tiefer abdriftet, so dass Zwischenmenschlichkeit oder alltägliche Dinge, Aufgaben, Pflichten, schwierig werden
    2. Jemand, der sich plakativ über Sex, Sexualität, Sexyness definiert, sich auch regelmäßig sexuell und vulgär äußert, sich entsprechend sexuell gibt, kleidet und gezielt die Aufmerksamkeit dadurch sucht, promiskuitiv ist und aus seiner Unfähigkeit, keine feste Bindung eingehen zu können, eine Tugend machen will ("Ich bin halt so, ich bin schrill.")
    3. Ein Pädophiler
    4. Ein Objektophiler
    5. Jemand, der z.B. transsexuell ist, diesen Unterschied zu Anderen als unfaire Lebensbürde empfindet, diese Bürde mit der Zeit unerträglich wird, weil er keine Möglichkeit hat, sich seines für ihn falschen Körpers zu entledigen, in Folge dessen wiederum auch kein stabiles Sexualleben entwickeln kann und aufgrund dieses Leidensdrucks Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken entwickelt.

    Punkt 5 ist ein Beispiel im Beispiel, um zu verdeutlichen, dass Transgendersein per se weder krankhaft ist noch ein solcher Mensch sich krankhaft entwickeln muss. Aber die Gefahr für psychische Probleme ist überdurchschnittlich groß. Und wenn sie da sind, kann man nicht einfach sagen: alles normal, alles gesund, weitermachen!

    Das aufgebaute Image dieser ganzen großen, bunten Gesellschaftsparty täuscht über diese Probleme und Anfälligkeiten einfach völlig hinweg...

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Und "Woke" ist kein neues Phänomen. So gesehen war Marlene Dietrich bereits Woke oder gar der Film Hundstage mit Al Pacino.
    Es ist kein neues Thema, das stimmt. Aber wie es aufgeblasen und mit welchem fanatischen Druck es in die Gesellschaft gegeben wird, so dass immer mehr sich schon kaum mehr trauen, überhaupt noch was zu sagen, weil sie unsicher sind, ob sie dadurch nicht irgendwem auf die Füße treten könnten, dieses fremdinstallierte schlechte Gewissen... das alles is doch durchaus neuartig und extrem bedenklich.

    Zitat vieraeugigerZyklop Beitrag anzeigen
    Es wird in der Regel nur von rechts konservativen als abfällig benutzt. Bezeichnend wenn man bedenkt das Woke nichts anderes bedeutet als gegen Rassismus, diskriminierung etc zu sein und für schwächere einzustehen und auf sie zu achten.
    Per se gute Dinge. Aber es gibt viele Begriffe oder Ideen, die im Ursprung etwas Gutes meinten, sich aber ganz anders entwickelt haben. Lass uns so verbleiben: entweder man sieht diese Instrumentalisierung, die Absurdität mancher Blüten, die Manie, die Gefahren, die Leugnungen, ergo: den Kult. Oder man sieht ihn nicht und findet Leute, die meinen, ihn klar zu sehen und entschlossen davor warnen, mindestens paranoid. Muss jeder selbst entscheiden.

    _________________________________________________________


    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Es kommen halt auch permanent Menschen nach, die ja erst mit der fortdauernden Lebenserfahrung über bestimmte Dinge nachdenken.
    An sich richtig. Soll jeder selbst entscheiden, inwieweit er das in Bezug auf's Generische Maskulinum für verständlich hält.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Und ja, es mag vllt ein Hype sein. Das war das erste iPhone aber auch. Oder hat tatsächlich jemand beim Handy einen großen Bildschirm vermisst, auf dem man herumdrücken kann? Bedürfnisse werden manchmal erst geweckt und dennoch würde danach niemand wieder zum alten Status Quo zurück wollen. Nicht ohne Grund sind Tastenhandys heute eine absolute Nische.
    Vom Prinzip her, das du beschreibst, richtig. Nur ist es halt ein Unterschied, wenn Gefahr von diesem Hype ausgeht. Du wirst jetzt sicher sagen: es gibt keine Gefahr, Panikmache. Ich sage: doch, sieh hin. Fazit: jeder muss sich sein Bild machen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wenn du mit dem Thema "dauerkonfrontiert" wirst, bist du vllt in den für dich falschen Kreisen unterwegs? Ich persönlich werde mit gendern quasi 0 konfrontiert, außer ich suche mir explizit etwas zu dem Thema. Wenn ich aber mit dem Thema nichts zu tun haben will, zwingt mich eigentlich auch niemand.
    Es sind nicht meine persönlichen Kreise (abgesehen von gelegentlichem Diskussionsbedarf, weil auch Kumpel XY wieder irgendwas Skurriles aufgeschnappt hat, was er nicht fassen kann), sondern einfach Dinge des Alltags, die ich wahrnehme. Ob ich jetzt Nachrichten lese, die mit dem Thema Wokeness an sich nichts zu tun haben. Ob ich manche Spiele zocke oder vor dem Kauf Infos darüber sammel. Ob ich Filme, Serien, Shows oder Werbung schaue. Ob ich Lebensmittel oder Haushaltszeug in Geschäften kaufe. Ob ich durch die Stadt geh und mein Blick zwangsläufig auf bestimmte Gebäude fällt. Auch auf die Menschen selbst. Überall wird man mit dem Regenbogen und Woken Statements konfrontiert. Wenn's NUR das Gender-Sternchen gewesen und geblieben wär... ja jut, scheiß drauf. Aber es geht mir um diese monströse Entwicklung. Regenbogen, Gendern, sonstige Ideen oder Forderungen, das alles löst inzwischen nur noch eine allergische Abwehrreaktion aus. Und so geht's sehr vielen.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Da musste ich jetzt sogar lachen. Du hast Recht: Zu behaupten, es gäbe einen Gott, ist natürlich gefährlich. An imaginäre Wesen zu glauben, ist wirklich nicht ganz normal.
    Meinst du das ironisch, weil du den Schwerpunkt meiner Aussage an einer Stelle gesehen hast, wo ich keinen legen wollte, oder ernsthaft? Das muss aufgedröselt werden. Ich habe es jdf. zuerst so verstanden, dass du das ernst meinst, und meine Antwort würde dann lauten: Unabhängig davon, ob du oder ich an einen Gott glauben, tun das Millionen Menschen, darunter auch Wissenschaftler und ausgesprochene Genies der Menschheitsgeschichte. Willst du wirklich behaupten, dass die alle nicht ganz normal sind? Ich mein, mich würd's nicht aufregen, denn ich weiß, wie eine solche atheistische Meinung üblicherweise aussieht. Aber mich würd's wundern.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Habe mich ja schon gefragt, wann der Bogen zu Pädophilen gespannt wird. Was mich wiederum zu dem Gedanken verleitet, wie es psychologisch zu bewerten ist, wenn man durch ein Gendersternchen so hart getriggert wird, dass man Angst hat, dass das ein Vorbote der gesellschaftlichen und politischen Akzeptanz von Kindsvergewaltigungen ist.
    Ich kann nicht besser die sich steigernden Entwicklungen vom scheinbar harmlos Kleinen bis zum totalitären Großen beschreiben, als ich es bisher und bis zum Ende dieses kompletten Beitrags hier versucht habe. Danach wäre alles nur noch Wiederholung.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Hm. Ich nehme an, du willst die Regenbogenfahne jetzt nicht ernsthaft mit der Hakenkreuzfahne vergleichen? Und warum man zwar das eine aufhängt, das andere aber nicht, sollte eigentlich auch klar sein. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen steht die Regenbogenfahne einfach "nur" für die Rechte von Homosexuellen Menschen und ist daher inkludierend. Wohingegen die Hakenkreuzfahne - ich formuliere es mal so euphemistisch wie möglich - eher exkludierenden Charakter hat.
    Ein direkter Vergleich der Bedeutungen der Flaggen selbst ist unangebracht. Aber viele Menschen haben Angst, dass peu a peu erneut ein Regime mit faschistischen Zügen etabliert werden soll. Nicht allein mit und über Thema Wokeness. Da spielen viele Themen mit rein. Aber es ist ein Element dessen. Und es ist egal, ob etwas in- oder exkludierend ist, Fakt ist für mich, dass Neutralitätspflichten zu verletzten schlecht ist. Denn wer damit anfängt, wird's wieder tun. Bald könnte es Routine werden. Und iwann ist der Sinn dieser Pflicht vollständig ausgehöhlt.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wqarum man nun aber in etwas bestärkt werden muss, von dem man ohnehin davon ausgeht, dass man fürt sich schon die ultimative Wahrheit gefunden hat, erklärt sich mir dann aber auch nicht.
    Geht nicht um mich, wie gesagt. Sondern Menschen, die sich vom medialen und gesellschaftlichen Druck noch hart fremdbestimmen lassen, obwohl ihnen ihre Instinkte was anderes sagen. Wat soll's, es is eben keine Umfrage da.

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wohin sollte diese "Woke Agenda" denn führen, wenn sie ohnehin nur von einer gehypten Minderheit mitgetragen wird? Es kommt mir eher so vor, als siehst du hier ein nicht existentes Problem, weil andere ein in deinen Augen nicht existentes Problem thematisieren.
    Ausgegangen ist sie von einer Minderheit, ja. Inzwischen aber ist die Masse der Sympathisanten, sich zusammensetzend aus starken aber auch völlig planlosen Befürwortern, gar nicht mehr so klein. Wie gesagt, Film-, Werbe- und Marketingindustrie und was auch immer sonst noch, sind selbst bereits mit on Board und pushen dementsprechend heftig. Wobei es in Bezug auf diesen Push-Faktor keine Rolle spielt, ob einzelne Verantwortliche in diesen Branchen überzeugt mitwirken oder nur Geld verdienen wollen. Das Ergebnis ist das Gleiche: die Agenda erreicht eine riesige Konsumentenschar.

    _________________________________________________________


    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Nein, korrekt.
    Die Ansicht dass es nur zwei Geschlechter gibt, basiert auf einer traditionellen binären aber nicht zutreffenden Sichtweise (man kann sie daher zweifellos als Rückständig bezeichnen). Wissenschaftliche Erkenntnisse und das Verständnis von Geschlecht haben nämlich gezeigt, dass Geschlecht auf einem Spektrum existiert. Es gibt Menschen (und andere Säugetiere, wie Pinguine um mal ein dokumentiertes Beispiel zu nennen), die sich nicht ausschließlich mit dem männlichen oder weiblichen Geschlecht identifizieren.
    Also ich würd meinen, dass Pinguine sich gar nicht identifizieren, weil sie keinen vernunftbegabten Verstand besitzen, der darüber nachdenken könnte. Daran ändert auch eine unter Pinguinen beobachtete Homosexualität nichts, die mglw. einen bestimmten Grund oder Zweck hat. Menschen hingegen identifizieren sich mit etwas und nur, weil jemand es mit seinem gegebenen Geschlecht nicht tut, erschließt sich mir nicht, warum man deshalb von Geschlechtsspektrum sprechen muss.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Die Vorstellung von zwei Geschlechtern ist zu simpel. Biologen gehen heute davon aus, dass es ein breiteres Spektrum als das gibt.
    Auf was genau soll das begründet sein, wenn nicht auf bloßem Fühlen? Ich verstehe...

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Definiere eine "echte Frau" biologisch wissenschaftlich, ohne pauschalisierendes und populistisches Populemik-Gehabe basierend auf dem aktuellen Stand. Nur zu...
    ... unter Geschlecht: Frau = XX Chromosom und Mann = XY Chromosom. Dementsprechend werden Beide ihre jeweiligen Geschlechtsmerkmale ausprägen.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Es ist doch auch neutral betrachtet absolut widerlich als auch für betreffende Menschen pauschal schlichtweg beleidigend (und nichts anderes als das), was du hier schreibst und unter einer ganz und gar offensichtlich nur scheinbaren "Objektivität" zu verschleiern versuchst.
    Selbstverständlich sind weder die Menschen noch deren einzelnen sexuellen Identifikationen "müllig".
    Stop, Missverständnis! Ich sagte nicht, die Menschen seien müllig oder dass ich ihre Identifikation müllig fände. Sondern dass ein Transmensch SELBST, der sich mit seinem biologischen Geschlecht nicht identifiziert, eben dieses für ihn falsche Geschlecht wohl "müllig" findet. Und dass so ein Begriff wie "Bonus-Loch" nun diese Mülligkeit, diese Ablehnung, aber doch nur bestärkt statt sich mit dem Patienten auf seriöse, ärztliche und wahrheitsgemäße Weise zu verständigen. Heißt, ich fänd's mal viel sinnvoller, als Arzt bei dem Begriff der Vagina zu bleiben, auch wenn es den Patienten stört, denn es IST eine Vagina, und ansonsten natürlich weiterhin fachmännisch zu besprechen, warum der Patient da ist und was sein Anliegen ist.

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    Transgender-Personen identifizieren sich nicht mit dem primären äußerlichen Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Die medizinische und psychologische Gemeinschaft erkennt an, dass Geschlechtsidentität nicht ausschließlich auf körperlichen Merkmalen beruht.
    Ich denke eher, man hat dort einfach entschieden, dass sie nicht mehr ausschließlich auf körperlichen Merkmalen beruhen SOLL. Es ist eine Erweiterung des Verständnisses des Begriffs Geschlecht um eine soziale, gefühlte Komponente, um diesen jeweiligen betroffenen Menschen gerecht zu werden. Aber ich verstehe dennoch nicht, warum das wirklich nötig ist, statt einfach festzuhalten, dass sie sich mit ihrem Geschlecht, von denen es nur zwei gibt, nicht identifizieren. Noch krasser wird's ja mit genderfluiden Menschen, die sich also heute so und morgen so fühlen.

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    Es ist eben, wie du an anderer Stelle ebenfalls implizit unterstellst, KEINE Krankheit.
    Habe ich nicht, siehe weiter oben im Gespräch.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    "Sowohl der Krankheitsstatus als auch der Wunsch nach Geschlechtsumwandlung als eines der Hauptsymptome der Transsexualität werden heute von Experten immer stärker hinterfragt. So hat beispielsweise Prof. Dr. Rauchfleisch, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut an der Universität Basel, bei seiner Arbeit mit Transsexuellen die Erfahrung gesammelt, dass es unter transsexuellen Menschen sowohl psychisch völlig unauffällige als auch psychisch erkrankte gibt – wie in der Normalbevölkerung auch. Nach Rauchfleischs Beobachtungen besteht zwischen Transsexualität und psychischer Gesundheit beziehungsweise Krankheit keine kausale Beziehung. „Wir können Transsexualismus nicht als eine Störung der Geschlechtsidentität betrachten, sondern müssen ihn als Normvariante ansehen, die in sich, wie alle sexuellen Orientierungen, das ganze Spektrum von psychischer Gesundheit bis Krankheit enthält“, so Rauchfleisch. Darüber hinaus belegen verschiedene Studien, dass längst nicht alle Transsexuellen eine chirurgische Angleichung an das Gegengeschlecht suchen, sondern lediglich zwischen 43 und 50 Prozent. Tatsächlich besteht hinsichtlich der Entscheidung, ob sie eine Angleichung an das Gegengeschlecht anstreben, ob sie sich in einem Zwischenbereich dauerhaft einrichten oder ob sie den Wunsch nach Angleichung dauerhaft aufgeben, eine große Bandbreite. Selbst der Begriff „Transsexualität“ scheint nach heutigem Erkenntnisstand nicht mehr zutreffend. Denn bei diesem Phänomen stehen weniger die Sexualität und ihre Ausrichtung als vielmehr die Identität, das Selbstbild im Mittelpunkt. Daher wird heute zum Teil der Begriff „Transidentität“ verwendet."
    Sehe da nirgendwo ein Problem und würde zustimmen. Es deckt sich gut mit dem, was ich weiter oben anhand von Beispielen, die ich psychisch krank finde, zu beschreiben versucht habe.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Transsexualität ist eben kein unangenehmer, unerwünschter oder widriger Zustand und bedarf eben auch keiner Änderung. Damit ist die Pathologisierung in der Vergangenheit auch völlig falsch gewesen. Jedoch kann die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz in Form von Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung zu einer Erkrankung führen. Hiervon sind diese Menschen leider überproportional betroffen.
    Völlig logisch in Bezug auf die Pathologisierung und diese zusätzlichen, aktiv von außerhalb kommenden Leidfaktoren ergänzen sich gut mit denen, die ich bei diesem 5. Beispiel eines kranken Transmenschen als quasi passiv von außerhalb kommend beschrieb. Ein Kind wird nämlich aus sich selbst heraus erstmal kein Problem mit seiner Transsexualität haben. Erstmal. Bis es halt seine Andersartigkeit gegenüber Anderen bemerkt und/oder sich seitens der Eltern falsch behandelt fühlt. Und ab da wird es schwierig. Und die Gefahr psychischer Schäden wächst.

    In Bezug auf die Beurteilung von Transsexualität als solcher, nämlich das diese also kein unangenehmer, unerwünschter oder widriger Zustand sei, muss ich allerdings insofern ergänzen, dass dies zwar, vor dem Hintergrund des Vorwurfs der Störung (und darum geht es dir), richtig ist, allerdings insofern dennoch nur eine halbe Wahrheit, als ich ziemlich sicher bin, dass Transmenschen, würde man sie befragen und würden sie aufrichtig antworten, sich mehrheitlich wünschten, sie wären NICHT transsexuell, sondern der Norm entsprechend. Warum? Weil erlebte und nicht selbst ausgesuchte Andersartigkeit von anderen Menschen eigtl. so ziemlich immer als Belastung empfunden wird.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Ich weiße dich explizit daraufhin, dass zwischen Transsexualität & Geschlechtsdysphorie ein Unterschied besteht. Denn nicht jeder transsexuelle Mensch entwickelt eine behandlungswürdige Geschlechtsdysphorie und ist somit nicht krank. Siehe z.B.:
    "Darüber hinaus impliziert der Begriff Trans nicht automatisch den Wunsch, sich mit Sexualhormonen, chirurgischen Eingriffen oder weiteren Maßnahmen (Epilation, Logopädie, etc.) behandeln zu lassen, schließt ihn allerdings auch nicht aus."
    Du schreibst das und auch noch vieles im Anschluss (ICD, Prof. Dr. Hiort, Personenstandsgesetz) ergänzend unter der Annahme, ich hätte Transsexualität per se als etwas Krankhaftes bezeichnet. Ich hoffe, dieses Missverständnis ist nun aufgeklärt.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Auch diese Aussage ist abermals so beleidigend und widerlich gegenüber diesen Menschen, wie sie primitiv ist....

    Wenn man also dafür steht, der Minderheit eine Stimme zu geben und deren Rechte zu stärken, dann steht irgendwann/plötzlich die Frage im Raum, ob pädophile Menschen zukünftig kleine Kinder vergewaltigen dürfen. Ahja...
    Nicht seitens Vernünftiger, das war nicht meine Intention zu unterstellen, mglw. aber seitens fanatischer Elemente oder der Pädophilen selbst, die z.B. beim CSD und mit ihrer Flagge schon unbemerkt mitgelaufen sind. Über weitere bedenkliche Ereignisse oder Personen habe ich iwo weiter oben geschrieben und auch hier müsste deutlich geworden sein, was ich wirklich gesagt habe bzw. meinte.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Also nach meinem Verständnis ist eine Vergewaltigung grundsätzlich und natürlich insbesondere bei einem Kind ein Gewaltverbrechen der außerordentlichen Art, das nicht selten schwere psychische Schäden für viele Jahre bis hin zum (auch vorzeitigen selbst eingeleiteten) Tod mit sich bringt. Deshalb ist es ja auch verboten, übrigens und so nebenei als Info an dich.
    Ist so und man möchte meinen, dass es so bleibt. Eine 14jährige ist allerdings auch noch ein minderjähriges Kind. Und wenn sie, überreif, auf einen nicht straffällig gewordenen Pädophilen trifft, menschlich nett und hilfsbereit, und beide gehen aus Liebe heraus eine echte Beziehung miteinander ein, stell ich mir die Frage, was die Gesellschaft künftig irgendwann einmal auf moralischer Ebene vielleicht davon halten wird. Nicht weil die LGBTQ Gemeinde Pädophilie gutheißen würde, sondern die Woke Agenda bis dahin mglw. viel Verwirrung und Unheil gestiftet haben wird. An der Gesetzeslage muss sich dafür nichts geändert haben.

    Zitat Thaddaeus Beitrag anzeigen
    Wenn jetzt aber "nicht-binäre Menschen" ihre Sexualität ausleben und sich so identifizieren, wie sie es tun; welchen gleichen oder wenigstens ähnlichen Schaden (oder wenigstens irgendeinen) verursachen sie damit bei anderen? Kannst du mir das auch nur irgendwie erklären? Ich vermute ja mal nicht. Die Verbindung zwischen LGBTQ+-Bewegung und Pädophilie ist eine einfach nur irreführende und durch nichts gestützte Behauptung.
    Ich hoffe, dass die Klärung dieser konkreten, obigen Missverständnisse nicht nur eine für mich, sondern auch dich war, und sich deine Fragen hier längst schon beantwortet bzw. erübrigt haben. Falls nicht, ok, dann muss man es besprechen.

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