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  1. #1701
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Zitat Blizzard_Black Beitrag anzeigen
    Wie man auf die Idee kommt, dass es eine gute Idee ist, man würde die Lufthansa aufkaufen, komplett verstaatlichen und von der Börse nehmen, erschließt sich mir nicht. Da muss man schon Grüner, Linker oder Singen- und Klatschen Schüler beim Lehrer Ast gewesen sein.
    Wie man auf die Idee könnte, irgendjemand hier hätte genau das gefordert, erschließt sich wiederum mir nicht. Da muss man schon...ach lassen wir das.
    Genauso wenig erschließt sich mir, dass hier der Staat von wirtschaftspolitisch eher rechten Nutzern dafür gefeiert wird, dass er jedem Anleger mal eben einen großen Tteil seines Geldes, das die Lufthansa-Aktien wert sind, mit der Kapitalerhöhung wegnimmt. Denn die 20% Aktienanteile des Staates sind ja auch nicht auf Bäumen gewachsen.

    Klar geht der Kurs hoch, wenn der Staat einen Ankauf von Aktien ankündigt. Und was glaubst du, was passiert, wenn der Staat einen Kaufpreis festlegt und sagt, er kauft maximal zu dem Kurs oder gar nicht und es gibt auch keine Rettung, außer dem Verkauf von Aktien an den Staat? Dann können sich die Aktionäre aber richtig einen abrubbeln auf ihre nicht verkauften Aktien einer bald insolventen Fluglinie.


    Ich bin aber ja gar nicht für eine Vollverstaatlichung. Schon allein weil irgendwann wieder die ersten Schreier kommen, dass das viel zu teuer für den Staat wird und man wieder privatisieren sollte.
    Wenn man aber in ein Unternehmen mehr als doppelt so viel Geld steckt, als es überhaupt derzeit Wert ist, sollte einfach irgendwie ein bisschen mehr dabei herausspringen außer die Aussicht, die Anteile irgendwann (vielleicht) gewinnbringend zu verkaufen. Keine Dividende und Managergehälter-Deckelungen sind zwar schont ein guter Schritt, aber letzteres wird sicher eh wieder irgendwie umgangen mit Boni, Wonderzulagen oder geldwerten Vorteilen. Und bei ersterem hätte ich erwartet, dass der Staat, wenn die Lufthansa dann wieder gut läuft, natürlich schon eine Dividende erhält. Und bei dem gesamten Investitionsvolumen sollte die auch vordergründig bedient werden.

    Aber naja, schauen wir halt erstmal, wie das Paket am Ende tatsächlich aussehen wird. Davon dürfte ja auch abhängen, wie es bei uns mit der AUA weitergeht.

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    Der Coronavirus

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  3. #1702
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    Der Coronavirus

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    Wie man auf die Idee könnte, irgendjemand hier hätte genau das gefordert, erschließt sich wiederum mir nicht. Da muss man schon...ach lassen wir das.
    Genauso wenig erschließt sich mir, dass hier der Staat von wirtschaftspolitisch eher rechten Nutzern dafür gefeiert wird, dass er jedem Anleger mal eben einen großen Tteil seines Geldes, das die Lufthansa-Aktien wert sind, mit der Kapitalerhöhung wegnimmt. Denn die 20% Aktienanteile des Staates sind ja auch nicht auf Bäumen gewachsen.
    Wieso? Das liegt doch im Ermessen derer, die Anteile an diesem Unternehmen halten. Der Staat kann ja nicht einfach hingehen und sagen: Hey - ab morgen gehören mir da 20% von dem Laden, und ihr haltet euren Mund. In welchem Jahr sind wir? 1933?
    Das entscheidet die Hauptversammlung - also die Aktionäre mit ihren Anteilen am Unternehmen - und dann wird ein Gesellschaftsbeschluss darüber gefasst. Der wird sicherlich positiv ausfallen, dass eine Kapitalerhöhung von den Aktionären gewünscht ist und der Staat für eine Zeit lang mit einspringt, denn die Alternative ist eine mögliche Insolvenz.
    Es geht hier ja nicht um eine Vollverstaatlichung, bei denen man ordentliche Aktionäre zwangsenteignet, wie es Hitler-Deutschland in den 30ern gemacht hat - oder wie manche Linke Spinner es gerne sehen würden.

    Klar geht der Kurs hoch, wenn der Staat einen Ankauf von Aktien ankündigt. Und was glaubst du, was passiert, wenn der Staat einen Kaufpreis festlegt und sagt, er kauft maximal zu dem Kurs oder gar nicht und es gibt auch keine Rettung, außer dem Verkauf von Aktien an den Staat? Dann können sich die Aktionäre aber richtig einen abrubbeln auf ihre nicht verkauften Aktien einer bald insolventen Fluglinie.
    Das ist eine Möglichkeit. Die Alternative ist, dass die Lufthansa Insolvenz in Eigenverwaltung ankündigt, mal die Hälfte oder 3/4 aller Jobs abbaut und ein paar 10.000 Leute auf die Straße hockt, und dann schaut, ihr Geschäft wieder ins Laufen zu bekommen. Das wird den Aktienkurs zwar sicher gewaltig treffen - das Ende für die Lufthansa muss das aber nicht bedeuten. Wäre nicht die erste Airline, die nach einem Gläubigerschutzprogramm gestärkt hervorgeht. Ob das die beste Lösung für alle beteiligten ist, sich dümmlich stur zu stellen?

    Wenn man aber in ein Unternehmen mehr als doppelt so viel Geld steckt, als es überhaupt derzeit Wert ist, sollte einfach irgendwie ein bisschen mehr dabei herausspringen außer die Aussicht, die Anteile irgendwann (vielleicht) gewinnbringend zu verkaufen.
    Was ist das denn für eine skurile Logik? Nach der Logik müsste jeder Fremdkapitalgeber mehr zu sagen haben, als alle Aktionäre (= Eigentümer = Eigenkapitalgeber) einer Firma zusammen. Daimler hat einen Börsenwert von 50 Milliarden Euro, ein Eigenkapital von ungefähr 60 Milliarden Euro und um die 160 Milliarden Euro Verbindlichkeiten. Also wurde da deutlich mehr Geld reingesteckt, als die Bude Wert ist. Das ist übrigens bei so ziemlich allen großen Unternehmen so, weil der Großteil zu 70-80% fremdfinanziert ist. Ein paar Ausnahmen mag es geben - Baiersdorf z.B. - die Regel ist aber eher so, dass 20-30% Eigenkapital in der Firma sind und 70-80 Fremdkapital = Kredite.
    Ich bin nicht dazu da, Grundlagen der Finanzierung zu vermitteln - aber man sollte den Unterschied Kredit = Fremdkapital und Aktie = Eigenkapital zur Kenntnis nehmen, und was das Ganze auch bedeutet. Noch dazu sollte man sich überlegen, ob die Lufthansa vielleicht in die Insolvenz rutschen könnte, weil ihr Geschäftsmodell einfach schlecht ist - oder ob es vielleicht damit zusammen hängt, dass Staaten es nicht so recht ermöglichen, gerade rumreisen zu können und daher selbst Schuld daran sind, dass eine Firma wie die Lufthansa in eine recht ungewisse Zukunft sieht und daher nicht des Fremdkapitalgebers Liebling ist. Der Staat müsste überhaupt nicht einspringen bei der Lufthansa - es würde völlig ausreichen, er würde der Lufthansa genug Luft geben und ihr eine Kreditlinie einräumen - was Banken eben nicht machen (und ich meine mich nichtmal aus dem Fenster zu lehnen, wenn ich noch dazu sage: Per Gesetz auch nicht dürfen!), bis sich die Lage wieder erholt.

    Keine Dividende und Managergehälter-Deckelungen sind zwar schont ein guter Schritt, aber letzteres wird sicher eh wieder irgendwie umgangen mit Boni, Wonderzulagen oder geldwerten Vorteilen. Und bei ersterem hätte ich erwartet, dass der Staat, wenn die Lufthansa dann wieder gut läuft, natürlich schon eine Dividende erhält. Und bei dem gesamten Investitionsvolumen sollte die auch vordergründig bedient werden.
    Wegen 250 Millionen Euro Aktienankauf soll also "German State first" gewählt werden? Ich glaube kaum, dass der Staat auf die Zinsen aus den Krediten verzichten wird. Und ansonsten ist er mit Aktien genauso gleichgestellt, wie jeder Aktionär: Läuft das Jahr gut, gibts was auszuschütten - läuft das Jahr schlecht, geht der Aktionär leer aus - im Gegensatz zum Fremdkapitalgeber, der jedes Jahr seinen Zins und evtl. Tilgung erhält.

  4. #1703
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Über die invertierte Nazikeule sehe ich mal hinweg, denn Leute in diese Ecke zu drängen, nur weil sie der Meinung sind, dass etwas, was explizit im Grundgesetz ermöglicht wird, eine Alternative sein könnte, ist der Diskussion sicher nicht zuträglich.

    Ja eben, du widersprichst dir halt leicht selbst. Einerseits kann es der Staat natürlich nicht einfach so entscheiden, sondern muss es die HV machen. Aber wie du selbst sagst, wird die Angst vor der Insolvenz die Anteilseigner diese Pille schlucken lassen. Denn ob die.lufthansa nach einer Insolvenz wieder so gut dastehen würde, wie vor Corona, weiß keiner. Da kommt dann das Sprichwort vom Spatz in der Hand zum Tragen.

    Wenn man für 250 Mio. 20% des Unternehmens bekommen kann, wieso legt man dann nicht 50 Mio. drauf und gilt sich generell 25%+1? Und somit ein Mitentscheidungsrecht? Vermutlich weil LH nicht wollte, das ist schon klar, aber da muss man als Bund eben auch einfach mal Druck machen. Dass man sich die 5 zusätzlichen Prozent im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebots gesichert hat, ist zwar schön, nur wer soll/will die LH denn kaufen? (Übrigens steht nirgendwo etwas, dass diese Klausel nur bei ausländischen Interessenten gilt, weil in #1696 erwähnt wurde, dass die LH ja eh mehrheitlich in deutschem Besitz bleiben müsse. Das würde sie ja auch bleiben, wenn z.B. Dietmar Hopp sich entschließen sollte, die LH kaufen zu wollen.)

    Gleichzeitig scheint die LH aber völlig überzogen Kredite mit 4-5% Zinsen p.A. für 4 Milliarden über die KfW zu akzeptieren? Das sind 160-200 Mio. allein an Zinsen pro Jahr. Da würde.ich auch erstmal die ersten 10.000 Mitarbeiter feuern (oder "nicht nachbesetzen"), um das zu finanzieren.

    Und allein die Tatsache, dass man der LH offenbar die Abnahme der Airbus-Bestellungen vorschreiben will, zeigt doch, dass der staat.im Grunde gern bei der LH mitbestimmen wöllte.
    Für mich sieht es einfach so aus, als habe sich die LH aus diesem Mitbestimmungswunsch des Bundes mit den hohen KfW-Zinsen quasi rausgekauft. Und zahlen darf die Zeche mal wieder der Arbeitnehmer der LH. Und dass der Bund jetzt trotzdem noch versucht, bestimmte Vorgaben mit den Hilfen zu verknüpfen, zeigt einfach, wie inkonsequent das ganze Paket ist.

  5. #1704
    Blizzard_Black Blizzard_Black ist offline

    Der Coronavirus

    Zahlen darf das der Arbeitnehmer? Ahja.
    Dass der Flugverkehr in nächster Zeit eher rückläufig sein wird, dafür braucht man kein Diplom, um das zu erkennen. Wenn weniger Passagiere da sind, brauch ich weniger Flugzeuge - dann brauch ich weniger Piloten, weniger Flugbegleiter, weniger Techniker, Bodenpersonal und Leute an den Schaltern - und in den Büros. Das ist doch eine ganz einfache Rechnung.

    Aber wer der Meinung ist, dass es okay ist, wenn Mitarbeiter in einem 8 Stunden Arbeitsvertrag im Büro nur 2,5 Stunden arbeiten, der findet es natürlich skandalös, wenn Mitarbeiter entlassen werden, wenn weniger Personal wegen eines schrumpfenden Auftragseingangs benötigt wird. Die könnten ja schließlich alle 2,5 Stunden arbeiten und für 8 Stunden Geld bekommen :

    Dass die gewollte Mitsprache des Staates der Lufthansa für eine ordentliche Zukunft nur Schwierigkeiten macht, zeigt sich doch jetzt schon. Wenn ich an das Rettungspaket knüpfe, dass die Lufthansa alle Flugzeuge von Airbus abnehmen MUSS, obwohl diese ja durch die unerwartete Flottenreduzierung nicht alle Flugzeuge BRAUCHT, dann steht der Staat für das ein, was er am Besten kann: Unnötig Geld verplempern. Nicht nur Steuermittel - sondern hier dann auch Gelder von Unternehmen, die ohnehin in schwieriger Lage sind. Wer weiß, was da noch in Köpfen von irgendwelchen Politikern oder geschäftsleitenden Beamten an Schnapsideen vorhanden ist, das man da dann durchdrücken kann.
    Der Staat täte gut daran, der Lufthansa günstige Überbrückungskredite für diese schwere Zeit zu geben - ohne irgendwelche bescheuerten Bedingungen - die dann nach der Corona-Krise, wenn sich der Flugverkehr wieder erholt hat, zurückzuzahlen sind. Damit wäre der Lufthansa deutlich mehr geholfen, denn wie schon mal gesagt: Die Lufthansa ist eigentlich genau das Unternehmen, das man eigentlich retten möchte als Staat - ein Unternehmen, das operative Gewinne macht, eine solide Geschäftsgrundlage hat - aber wegen Corona und der Einreiseverbote von Staaten nunmal jetzt kurzfristig die Geschäftsgrundlage entzogen wurde - von Staaten, zu denen der dt. Staat dazu gehört, das hat sie ja nicht selbst vermasselt. Insofern ist es mir nicht begreiflich, warum da irgendwelche Politiker mitbestimmen sollen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Am Besten noch die Nahles, dann ist die Lufthansa mit Staatshilfe bald pleite.

  6. #1705
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Warum du die Beiträge, die ja viel Richtiges und Wahres enthalten dadurch diskreditierst, dass du sie noch zu 1/3 mit blödsinnigen und sinnbefreiten Behauptungen über Aussagen, die so nie jemand getroffen hat, auffüllst, werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen.


    Ja klar, Niedrigzinsigel Kredite helfen natürlich erstmal immer. Aber auch das Geld müsste zurückgezahlt und irgendwo eingespart werden. Stattdessen ist nun der Plan, einen (relativ) hoch verzinsten Kredit zu bekommen und für wenig Geld 20% des Unternehmens zu veräußern. Da macht die Lufthansa doch irgendwie keinen guten Deal? Und der Staat macht auch keinen guten Deal, weil er zwar Unternehmensanteile kauft, aber keinen Einfluss bekommt. Die Zinsen, die die KfW bekommt, sind zwar schon und gut, aber solange die Branche nicht wieder Oberwasser bekommt, hat man die ja in Form des Kredites auch erstmal selbst finanziert.

  7. #1706
    gamefreake89 gamefreake89 ist offline
    Avatar von gamefreake89

    Der Coronavirus

    Neues zum Schweden ihren Plan der Herdenimmunität
    Just 7.3% of Stockholm had Covid-19 antibodies by end of April, study shows
    https://www.theguardian.com/world/20...en-coronavirus
    Just 7.3% of Stockholm’s inhabitants had developed Covid-19 antibodies by the end of April, according to a study, raising concerns that the country’s light-touch approach to the coronavirus may not be helping it build up broad immunity.

    The research by Sweden’s public health agency comes as Finland warned it would be risky to welcome Swedish tourists after figures suggested the country’s death rate per capita was the highest in Europe over the seven days to 19 May.

    Sweden’s state epidemiologist, Anders Tegnell, said the antibodies figure was “a bit lower than we’d thought”, but added that it reflected the situation some weeks ago and he believed that by now “a little more than 20%” of the capital’s population had probably contracted the virus.

    However, the public health agency had previously said it expected about 25% to have been infected by 1 May and Tom Britton, a maths professor who helped develop its forecasting model, said the figure from the study was surprising.
    Für die Stadt Stockholm(der am stärksten betroffenen Stadt Schwedens) wurde gegen Ende April durch eine Studie eine Immunität von 7% der Bevölkerung festgestellt. Außerhalb der Stadt und in anderen Regionen ist es weitaus weniger.
    Diese 7% Immunität hat Schwedem sehr Teuer bezahlt, die durchschnitlichen Sterbefallzahlen (KW 14 bis 16), haben sich im Vergleich zum durchschnitt, der letzten 5 Jahren(selber Zeitraum), verdoppelt.

  8. #1707
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Hieß es nicht woanders und vor einiger Zeit, dass schon 30% Corona gehabt haben sollen? Dürfte dann ja nicht gut geklappt haben.

  9. #1708
    ZhaoYun ZhaoYun ist gerade online
    Avatar von ZhaoYun

    Der Coronavirus

    interessante Zahlen.

    7% bei 10 Millionen Einwohner machen ca. 700.000 davon sind ca. 30.000 offiziell Infiziert und ca. 4000 gestorben. Das wären also ca. 0,47 % Mortalität.

    Wenn ich mich nicht verrechnet habe, wäre diesen Daten nach ca. 50.000 Tote auf die ganze Bevölkerung zu erwarten.

  10. #1709
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Brasilien in der Coronakrise

    Bolsonaros feuchteste Träume werden wahr: Während der Präsident die Pandemie noch immer runterspielt und sich sogar an die Spitze der nationalen Lockdown-Proteste stellt, sterben die Ureinwohner wie die Fliegen. Aktuelle Zahlen gehen von mindestens der doppelten Sterblichkeitsrate unter Indios aus, verglichen mit den sonstigen Brasilianern. Man befürchtet eine noch höhere Dunkelziffer. Kein Wunder bei der schlechten medizinischen Versorgung: Die Indios leben durchschnittlich 315 Kilometer von der nächsten Intensivstation entfernt. Und diese Entfernung kann nur per Boot oder Flugzeug bewältigt werden, weil der Urwald nicht gerade gut mit Strassen versorgt ist. Für die meisten Indios ist es daher unmöglich, adäquat medizinisch versorgt zu werden.
    Auch so kann Genozid aussehen. Und die Welt schaut, wie bei den meisten Genoziden, untätig zu.

    Gleichzeitig schützt wegen Ressourcenmangel niemand mehr den Regenwald. Der wird zur Zeit in nie dagewesenem Umfang brandgerodet.

    Goodbye, Regenwald. Hello, Klimakatastrophe.

    Quelle: https://edition.cnn.com/2020/05/23/w...ntl/index.html

  11. #1710
    ZhaoYun ZhaoYun ist gerade online
    Avatar von ZhaoYun

    Der Coronavirus

    Traum einer gerechten Welt.

    Brasilien wird solange die Brandrodung nicht endet zu 100% boykottiert.

    Wo ist ein Putsch, wenn man ihn braucht.

    Ich meine es sterben immer mehr Menschen und jeder der was tut wird entlassen.

  12. #1711
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Boris Johnson und die Beraterkrise

    In GB braut sich ein politischer Skandal zusammen, der Boris Johnson erheblich Ansehen unter seinen Anhängern kosten kann.
    Wie am Freitag bekannt wurde, hat sich sein Chefberater einen Dreck um die Corona-Regeln gekümmert und ist mit seiner Frau, die deutliche Corona-Symptome zeigte, hunderte Kilometer quer durchs Land gefahren, um seine Eltern zu besuchen. Am heutigen Sonntag kam heraus, dass das wohl schon mehrere Male zuvor passiert ist.

    Die Regierung stellte sich sofort hinter den Chefberater und nannte seine illegale Fahrt "völlig richtig". Wegen desselben Vergehens wurde vor wenigen Wochen allerdings der damalige Chef-Virologe sofort gefeuert. Jetzt rumort es auch in der Partei des Premierministers, und die Stimmen mehren sich, dass der Chefberater gefeuert werden soll.

    Bereits am Donnerstag musste Johnson eine Sonderabgabe zurücknehmen, die er noch am Mittwoch als "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet hatte. Lustigerweise hatte man genau diejenigen Fremdarbeiter mit dieser Sonderabgabe belegt, die in Großbritannien als Pflegekräfte arbeiten und dafür sorgen, dass das Gesundheitswesen unter Covid-19 nicht zusammenbricht.
    Abends beklatschen, morgens abzocken - das war dann selbst den Konservativen doch etwas zuviel Zynismus.

    Quelle: https://edition.cnn.com/2020/05/24/u...ntl/index.html

  13. #1712
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    https://www.spiegel.de/panorama/coro...f-704f33568b00
    Religion tötet (vllt).

    Aber zum Glück wurde daraufhin das Fastenbrechen abgesagt. Bin gespannt, wann das von der AfD aufgegriffen wird, nachdem man sich ja so darüber aufgeregt hat, dass. Ostern verboten wurde, aber Ramadan okay gewesen ist. Nicht auszudenken, wenn es andersrum gewesen wäre und es in einer Moschee zu 100 Infektionen gekommen wäre und daraufhin christliche Feste nicht gefeiert werden dürften.

  14. #1713
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Zitat Jonny Knox Beitrag anzeigen
    https://www.spiegel.de/panorama/coro...f-704f33568b00
    Religion tötet (vllt).

    Aber zum Glück wurde daraufhin das Fastenbrechen abgesagt. Bin gespannt, wann das von der AfD aufgegriffen wird, nachdem man sich ja so darüber aufgeregt hat, dass. Ostern verboten wurde, aber Ramadan okay gewesen ist. Nicht auszudenken, wenn es andersrum gewesen wäre und es in einer Moschee zu 100 Infektionen gekommen wäre und daraufhin christliche Feste nicht gefeiert werden dürften.
    "Die meisten hätten sich nicht bei dem Gottesdienst, sondern erst danach zu Hause angesteckt."
    Wie bitteschön soll das denn bei 107 Infizierten passieren? Wurden kleine Corona-Päckchen für die Lieben daheim ausgeteilt?

  15. #1714
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Und noch ein Beispiel, wie man es besser nicht machen sollte.
    https://www.ndr.de/nachrichten/niede...orona3202.html
    18 infizierte, 118 Leute in Quarantäne, nur weil irgendein Heini freuen wollte.

  16. #1715
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Auch unsere Polizei ist nicht immer Vorbild:
    In Mainz wurde vorige Woche eine zünftige Beförderungsparty unter Polizisten veranstaltet. Natürlich ohne Beachtung der Corona-Regeln.
    Die Party war für 10 Personen angemeldet; Augenzeugen berichten von bis zu 40. Da ist Abstand natürlich nicht so einfach.

    Quelle: https://boostyourcity.de/mainz-neue-...g-noch-laenger

  17. #1716
    ZhaoYun ZhaoYun ist gerade online
    Avatar von ZhaoYun

    Der Coronavirus

    Gibt neue Infos zu der Ansteckungszeit.

    Laut einer Singapurer Studie sind die Menschen anscheinend 2,3 Tage vor jeglichen Symptomen ansteckend und maximal 10 Tage danach.

    https://www.focus.de/gesundheit/news..._12028764.html

  18. #1717
    gamefreake89 gamefreake89 ist offline
    Avatar von gamefreake89

    Der Coronavirus

    Die BILD versucht eine Diffamierungskampange gegen Drosten zu starten.
    Dazu nimmt die Bild mehere aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen von Wissenschaftler, welche allen der BILD darstellung schon deutlich wiedersprochen haben, und gibt Drosten nur eine Stunde Zeit um auf die zusammenhangslosen vorwürfe zu antworten.

    https://twitter.com/c_drosten/status...755456/photo/1
    Interessant: die #Bild plant eine tendenziöse Berichterstattung über unsere Vorpublikation zu Viruslasten und bemüht dabei Zitatfetzen von Wissenschaftlern ohne Zusammenhang. Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun.

    https://twitter.com/i/web/status/1265014458512035840
    Der Bild-Reporter hat unseren englischsprachigen Mathematiker am Telefon in die Irre geführt. Er bekam die Auskunft, dass wir grade an einem Update der Studie arbeiten, das aber das Ergebnis nicht ändert. Daraus wird dann eine interne Kritik gemacht
    Dazu ein Artikel von Neues Deutschland:
    Drosten blamiert die »Bild« mit nur einem Tweet


    https://www.neues-deutschland.de/art...nem-tweet.html
    Warum die Berichterstattung des Boulevardmediums über eine Corona-Studie schon am journalistischen Handwerk scheitert


    »Wo Bild als Zeitung durchgeht, gelten Frisöre als Hirnforscher. Und führen sich auch so auf«, erklärte der Autor und Sänger Wiglaf Droste 2010 in einen Interview in der »Süddeutschen Zeitung«. Das Zitat ist Teil einer Antwort auf die Frage, wen sich Droste als Chefredakteur der »taz« für einen Tag vorstellen könnte, nachdem der damalige »Bild«-Chef Kai Diekmann diese Position bereits inne hatte. Der Künstler machte sich mit der Äußerung darüber lustig, dass linksliberale Journalisten sich einen Mann der Springer-Presse ins Haus holten und dafür feierten, obwohl es sich bei »Bild« um ein »Organ der Niedertracht« (Max Goldt, Schriftsteller) handelt.
    Wie das Boulevardblatt arbeitet, musste gerade Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin, erfahren. Im Gegensatz zu vielen anderen »Opfern« der »Bild«-Methoden machte der Wissenschaftler allerdings nicht den Fehler, die Angelegenheit auf sich bewenden zu lassen, sondern veröffentlichte den Vorgang.



  19. #1718
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Es erklärt sich einiges, wenn man sich die Auflageentwicklung der BILD-Zeitung ansieht:
    https://bildblog.de/search/bild+auflage/

    Die haben seit dem Jahr 2000 zwei Drittel ihrer Auflage eingebüßt. Verschwörungstheoretiker und Bescheid-Wisser schauen mittlerweile Youtube, weil sie da gleich noch online ein paar rassistische oder verleumderische Hass-Postings loswerden können.
    Die BILD ist im tiefen Tal der Verzweiflung. Was bringt Auflage? Skandale, vor allem wenn es erfundene sind. Den erfundenen Skandal hat die BILD nämlich exklusiv, und die Crackpots und Wutbürger kaufen das Saftblatt. Bei diesen scheint die BILD ihre Leser auch zu verorten, sonst würden sie sich nicht jemanden wie Herrn Drosten als Opfer ihrer Diffamierungskampagne aussuchen - jemanden, der nur seine Arbeit macht.

  20. #1719
    Jonny Knox Jonny Knox ist offline
    Avatar von Jonny Knox

    Der Coronavirus

    Interessant finde ich in der Bild-Online-Versuon vor allem, dass der Autor Fristen nur mit den Worten zitiert, er hätte besseres als eine Stellungnahme zu tun. Kein Wort von der mehr als knappen Frist, die vermutlich nicht mal ausgereicht hätte, um alle genannten Zitate zu prüfen (Inhalt, Kontext, Relevanz). Ganz davon abgesehen, dass auch mal jemand ganz schlicht und ergreifend eine Stunde lang seine E-Mails ja nicht lesen könnte.

    Aber gut, das ist halt Bild, da kann man ja nichts anderes erwarten. Die Kampagne will am Leben gehalten werden.

  21. #1720
    HardAndSoft HardAndSoft ist offline

    Der Coronavirus

    Neues aus der Serie "Politiker reden sich selbst ins Aus":

    Die Energieministerin von Alberta, Canada, wurde von der Vereinigung der Ölbohrfirmen interviewt. Anscheinend ist dabei allerdings der Teil "was ich sage" mit dem Teil "was ich nur denke" vertauscht worden. Die Ministerin riet nämlich den Ölbohrfirmen, jetzt schnell ein paar Pipelines zu bauen, weil die aktuellen Pandemieregeln nur maximal 15 Demonstranten pro Demo zulassen.
    Und das meinte sie ernst.

    Originaltext:
    - Now is a great time to be building a pipeline because you can't have protests of more than 15 people. Let's get it built.
    - People are not going to have tolerance and patience for protests that get in the way of people working
    - People need jobs, and those types of ideological protests that get in the way are not going to be tolerated by ordinary Canadians.
    Interessantes Demokratieverständnis.

    Quelle: https://www.cbc.ca/news/canada/edmon...cing-1.5584025

    Solche Sachen spielen natürlich den ganzen Verschwörungstheoretikern in die Hände.

    P.S.: Diese nette Dame gehört zu den "Vereinigten Konservativen", deren politisches Programm hauptsächlich aus Schwulenfeindlichkeit, Industriehörigkeit, Klimawandelverniedlichung und Zerstörung des öffentlichen Gesundheitssystems zu bestehen scheint.
    Im Grunde wie bei den Republikanern in den USA.

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